1mishou

02.09.2007 um 13:45 Uhr

Zeit

von: 1mishou   Kategorie: Gedichte und Sprüche   Stichwörter: Liebe, Chance, Versuch, Ende

Stimmung: schlecht
Musik: Kettcar - Balu

wie soll ich es nur sagen?
Es fällt mir unendlich schwer.
Ich stammele nur rum,
find keine Worte mehr.


Die Welt hat sich verschworen
du weißt es ist das Ende
du hast ihn verloren
wie Sand rinnt er durch deine Hände.

So viel Leben ist noch übrig.
Was sollst du nur damit machen?
du könntest mit ihm sprechen,
doch er würde nur lachen.

Jeden Morgen beginnt ein Tag.
Für dich sind es 24 Stunden.
Zeit in der die Sehnsucht nagt,
nichts hast du überwunden.
(Autor C.S.) 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenbeastlover schreibt am 02.09.2007 um 13:58 Uhr:ach claudia...*tröst*
  2. zitieren1mishou schreibt am 02.09.2007 um 14:03 Uhr:Trost spenden ist keine Kunst, sondern Glück. Der zu tröstende sträubt sich manchmal mit Händen und Füßen. Aber lieb von dir
  3. zitierenbeastlover schreibt am 02.09.2007 um 14:12 Uhr:manche muss man zu ihrem glück "zwingen" ;-)
  4. zitierenKimmyKaaze schreibt am 02.09.2007 um 16:04 Uhr:Die Kaaze möchte ihre Schulter zum Trost anbieten. Sehr schönes Gedicht...*Gänsehaut*
  5. zitierensternenschein schreibt am 02.09.2007 um 21:11 Uhr:Es ist traurig, dieses Gefuehl zu haben, alles haette sich verschworen, alles haette sich gegen dich gerichtet.
    Die Welt scheint in solchen Momenten so grausam leer, weil sie einem nicht das gibt, was man sich sehnlichst wuenscht.
    Das Leben liegt ausgebreitet vor einem , diese ganze Strecke, die man vor sich sieht..ohne zu wissen womit man sie fuellen sollte, um diesen Verlust auszugleichen.
    Jeder Schritt vorwaerts faellt schwer und schmerzt, da er so ziellos scheint, muendent in einen neuen Tag, der nicht erstrebenswert sich andeutet.
    Die Augen leer, sie sehen nichts, nur die leere..koennen das vorhandene nicht erkennen. Zeigen es in einem schlechten Licht.
    Zuviel, sagt der Kopf, mehr davon brauche ich nun wirklich nicht..aber weiss er es? Er folgt nur dem Gefuehl, welches ihn nicht sehen laesst.
    Der Erinnerung die so wehtut. Dem schoenen was nicht mehr ist, vielleicht nie war.
    Und diesem nicht wagen, die Hand auszustrecken, aus lauter Angst vor dem wie es immer war. mit dem Wissen es wird wieder so sein.
    Aber wird es das wirklich?

    Ein sehr schoenes Gedicht, welches viele Gedanken schenkt, wenn auch melancholische.
    Alles Liebe
    sternenschein
  6. zitieren1mishou schreibt am 02.09.2007 um 22:40 Uhr:Ja du hast schon recht. Vielleicht war es nie das wofür ich es gehalten habe. Vielleicht war es nicht dieses gegenseitige Verstehen, sonst würde ich ja logischerweise jetzt nicht vor den Scherben stehen. Vielleicht hat er nie auch nur einen Funken mehr als nur freundschaftlich für mich empfunden. Ich rede mir das gerne ein, aber in Wirklichkeit war es sicher anders. Ich suche dauernd die Schuld bei mir, doch wenn ich ihm etwas bedeutet hätte, dann hätte er über meine Anhänglichkeit und meine Unsicherheit hinweg gesehen und wäre nicht davor weggelaufen. Vielleicht sollte ich mir die Feigheit eingestehen ind aufhören zu jammern. Nicht meine eigene Feigheit. Ich bin nicht feige. Ich wusste ganz genau was ich will. Also warum mache ich mich selbst fertig? Zwei telefonate (stundenlang) mit Menschen, die ihn nicht kennen haben mir gezeigt, dass meine Gefühle und Empfindungen garnicht so unnatürlich und abartig sind wie ich es mir die letzten Tage eingeredet habe. Sie waren einfach nur ehrlich und vielleicht einen Tick zu intensiv. Aber gibt es das denn? Zu intensiv? Nein. Gibt es nicht. Denn wenn beide füreinander bestimmt sind, dann kommt das automatisch. Wann wird einfach verrückt nacheinander. Also ich werde überleben und intensiv auf Heilung von dieser Krankheit namens Liebe hoffen, damit ich irgendwann wieder lieben kann!
  7. zitierensternenschein schreibt am 03.09.2007 um 00:06 Uhr:Manche Menschen beluegen uns. Sie taeuschen uns aus irgendwelchen Gruenden. Sie verstellen sich. Manchmal so gut, es ist nicht sofoert erkennbar.
    Aber in der Regel denke ich, ist dass was wir fuehlen, was wir spueren, beim anderen, meistens nicht so ganz unbegruendet. Denn es findet ja auch Koversation auf nichtverbaler Ebene statt, die normalerweise schwerer bewusst zu steuern ist.
    So denke ich auch, dass das was man vom anderen wahrnimmt, jedenfalls zu einem Teil stimmt. Es kann sich aber auch nur in der Tiefe beim Gegenueber abspielen, Dinge die er verdraegt, nicht wahrhaben will, vor denen er Angst hat, oder sich dem nicht gewachsen fuehlt.

    So, und da muss ich mal etwas zu Deinen Gefuehlen, Emotionen und Intensitaet sagen.
    Sie sind auf keinen Fall abartig, oder unnatuerlich. Niemals!
    Nur es gibt eben Menschen wie Dich, die intensensiv empfinden, und andere, die damit nicht umgehen koennen. Die sich davor fuerchten, dem aus dem Wege gehen. Denen es zu viel ist, zuviel Naehe, zuviel Direktheit.
    Weisst Du, im Grunde koennten sie Dich beneiden, dass Du in der Lage bist so intensiv zu fuehlen, auch wenn es dann intensiver schmerzt, wenn sich die Traeume nicht erfuellen.
    Wenn dann Worte fallen, die Abstand verlangen, wie z.B. \"man kann doch nicht den ganzen Tag Haendchen halten oder an den anderen denken\", man sich dann aus Liebe darauf einlaesst, sich zuruecknimmt, dem anderen das kommen ueberlaesst, dann ist die Authenzitaet fort, alles wird fuerchterlich verkrampft und das Ende ist im Grunde vorprogrammiert. Die Leichtigkeit und Natuerlichkeit ist aus der Beziehung verschwunden.
    Vielleicht weil es der falsche Partner war, der diese Naehe nicht aushalten konnte, vielleicht auch, weil er einen schlechten Tag hatte, mit sich haderte. Aber die Natuerlichkeit und Direktheit geht in dem Moment verloren. Es wird ein sich belauern, mit der Frage im innnern, liebt er/sie mich wirklich.
    Da den Weg wieder herauszufinden ist fuerchterlich schwierig, denn die Verletzungen und inneren Kraenkungen sitzen zu tief.
    Und doch bin ich davon ueberzeugt, das es Menschen gibt, die diese Intensitaet geniessen und teilen koennten.
    Menschen, die froh sind so sehr geliebt zu werden.
    Denn ich glaube, Du wuerdest fuer eine Liebe wirklich alles machen.

    Eine ganz andere Baustelle ist es, dieses Gefuehl, es nicht wert zu sein geliebt zu werden. Der Liebe und Zuneigung, nicht glauben zu koennen, die einem entgegengebracht wird. Im Hinterkopf die Angst, fallengelassen zu werden. Und dadurch zur Liebesucherin zu werden, die die Liebe, die gegeben wird, manchmal uebersieht, oder nicht wirklich erkennt.
    Ob davon etwas zutrifft, kann ich logischerweise nicht beurteilen.

    Ich finde Deine Intensitaet, Deine Wuensche nach Naehe, sie sind, oder besser gesagt, sie koennen, sogar sehr, sehr wertvoll fuer einen potentiellen Partner sein.
    und wollen wir nicht alle geliebt werden, wie wir sind. Ohne uns verstellen zu muessen?
    liebe Gruesse
  8. zitieren1mishou schreibt am 03.09.2007 um 12:51 Uhr:Also Sternenschein. Ich glaube du hast es auf den Punkt gebracht. Ich weiß ich kann sehr intensiv lieben und fühlen. Mir wurde von diesem Menschen auch das Gefühl vermittelt, er sei sehr sensibel und wünsche von seinen Mitmenschen auch ehrliche Gefühle. Nun, das war gutes Theater denke ich und solche Menschen verdienen nichts anderes, als an welche zu geraten, die sie nach Strich und Faden verarschen. Ich weiß nur ich habe eigentlich nur geliebt und das mit meinem ganzen Herzen. Weiters hab ich mir nichts vorzuwerfen. Einem ein ganzes Jahr Zeit zu geben ist wohl auch keine zu kurze Zeit. 23.09. ist Stichtag.
    Jetzt muss ich mit der Leere und der Lehre klarkommen, weil ich nicht früh genug die Notbremse gezogen habe. Wieder etwas, das mich für mein ganzes weiteres Leben geprägt hat. Da kann man doch nur verrückt werden. Ich liebe ihn!

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