Bloggen mit dem Duke

10.08.2006 um 23:45 Uhr

Leben im WWW

von: 8DUKE8

 



Das Internet - unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2006 und wir befinden uns mit dem Raumschiff ToSearch auf einer Recherchemission…

Genug von Star-Trek-Analogien, denn das heutige Thema lautet ja Internet. Eine Erfindung, die laut der Wissenschaftlerin Justine Cassell nach der Entwicklung von Auto und Fernsehen die dritte technologische Innovation sein könnte, die mächtig genug wäre, eine „neue Vision von Gemeinschaft“ zu bilden.

Nachdem wir kurz verschnauft haben, können wir uns erstmal überlegen, was denn eine „neue Vision von Gemeinschaft“ überhaupt sein soll. Und welche Vision von Gemeinschaft haben wir jetzt?

Okay, ich habe das ganze einfach mal platt präsentiert, ohne den Leser mit weiteren Informationen zu füttern. Es wird ihnen weiterhelfen, wenn ich dies jetzt nachhole.

Es dreht sich im Groben und Ganzen um eine Studie, welche virtuelle Gemeinschaften und die Sozialkompetenz von Jugendlichen in diesen untersucht hat. Für mich als junges Internetkind also ein hochbrisantes Thema.

Warum lange herumfaseln, wenn es so eindeutige Ergebnisse gibt. Man fand heraus, dass Jugendliche das Internet durchaus sinnvoll nutzen können. Erstaunlicher Weise in fast jeder Hinsicht. Neben den ursprünglichen Möglichkeiten einen Pool an Gleichgesinnten zu finden, sind in der von einigen angstvoll betrachteten Technologie auch ungeahnte Chancen versteckt. Kaum einer Generation war es gegeben an einem weltweiten Datenaustausch auf solch einfache Weise teilzunehmen. Natürlich gehört zu einer kritischen Betrachtung auch eine Warnung vor den Risiken. Doch diese können unter professioneller Anleitung (z. B. Schulunterricht) leicht „umsurft“ werden.

Allgemein warnen die Forscher wie bei vielem vor der Dosierung. Wer aufgrund von Internetspielen (z. B. World of Warcraft) nicht mehr am sozialen Leben teilnimmt, ist in ernsthafter Gefahr.

Doch überdies hinaus sollte nicht vergessen werden, dass offener Meinungsaustausch (z. B. in Internetforen wie www.etcg.de) im Rahmen demokratischer Richtlinien nur förderlich für die Jugend sein kann.

In Zukunft wird man den Spagat zwischen rechtsfreiem Raum und innovativer Freiheit meistern müssen.

Die neue Gemeinschaft ist längst geboren und das jeder partizipieren kann ist genau so gut wie schlecht. Das Internet an sich ist neutral, was man daraus macht, bestimmt den Hintergrund. Nutzen wir also das Internet so klug wie möglich (z. B. bloggen^^), doch vergessen über die unendlichen Weiten und Möglichkeiten nicht das Leben Abseits des Monitors.



Hochachtungsvoll

8DUKE8

 

 

©2006 8DUKE8
 
 

03.08.2006 um 23:00 Uhr

Interessantes - kurz und knackig

von: 8DUKE8

Luat eienr Stduie der Cambrdige Unievrstiät speilt es kenie Rlloe in welcehr Reiehnfogle die Buhcstbaen in eniem Wrot vorkmomen, die eingzie whctige Sahce ist, dsas der ertse und der lettze Buhcstbaen stmimen. Der Rset knan in eienm völilegen Duchrienanedr sein und knan trtozedm prboelmols gelseen wreden. Das ist, weil das menchsilche Ague nicht jeedn Buhcstbaen liset.

Ertsuanlcih, oedr?

 

Hochachtungsvoll

8DUKE8

 

©2006 8DUKE8

31.07.2006 um 23:30 Uhr

Zu früh?

von: 8DUKE8

Stimmung: ... entspannt ...
Musik: JBO - Ejaculatio Praecox *lol*

 

Wie angekündigt beschäftige ich mich heute mit einem brisanten Thema, welches sich am Wochenende in einer illustren Gesprächsrunde von tief unter dem Tisch direkt auf diesen hob, dem Ejaculatio praecox. Ich konnte es kaum fassen, so dachte ich, wären diese Gespräche den Paaren selbst überlassen; doch so kann man sich auch täuschen.

Na ja, nachdem meine katholische Früherziehung aus Kindergarten und Grundschule mal wieder überwunden war und dass Thema auf dem Gesprächstisch lag, musste ich ausnahmsweise zugeben, dass ich keine Ahnung hatte, ab wann man in diesem Fall von einem „Problem“ redet. Nach leichtem Gewäsch meiner- und andererseits, dass es sehr subjektiv sei und man ja keine Stoppuhr benütze, überkam es mich, dass dies ja schon der Kern des Problems ist. Was ist kurz? Was ist lang?

Geht man dieses Thema mal wissenschaftlich an, so muss man die erste Hürde der Informationsbeschaffung nehmen. Seriosität erhoffte ich mir aus medizinischen Kreisen und wurde auch nicht enttäuscht. Ich fand eine wohl objektive Studie, die genau das tat, was wir alle bislang verpasst hatten. Sie maßen die Zeit zwischen Penetrations-Beginn und Ejakulation mit einer Stoppuhr.

Doch bevor wir zu den durchaus interessanten Ergebnissen kommen, möchte ich noch den Bereich Selbsteinschätzung und subjektive Wahrnehmung ansprechen. Die Selbsteinschätzung der Paare über die Länge ihres Aktes erstreckt sich in einer gigantischen Zeitspanne zwischen vier und zwölf Minuten. Erstaunlicherweise auch hier schon die Werte. Eine Frau fühlt sich fünf Minuten und 33 Sekunden im Liebesglück, wobei der Mann sich selbst nur auf 4:31 Minuten schätzte, doch die Realität schlägt mit zwei Minuten und 50 Sekunden auf brutalste Weise zu. Aber ist es überhaupt relevant wie lang es dauerte, wenn alle Beteiligten zufrieden sind? Dazu später mehr.

Nun aber weiter mit unserer Stoppuhr-Studie. Insgesamt wurden 45 Männer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren einer von drei Gruppen zugeordnet: 15 mit ihrem Sexualleben unzufriedene urologische Patienten mit Ejaculatio praecox, 15 gesunde Probanden und 15 Urologen aus ganz Europa. Vertrauensvoll legte man die Stoppuhren in die Hände der weiblichen Partner, wobei die Paare vorher mindestens zwei Jahre zusammengelebt haben. Die Messungen wurden dreimal in Abständen von vier bis sieben Tagen wiederholt und anonymisiert ausgewertet.

Die erstaunlichen Ergebnisse, welche als Mittelwert aller Teilnehmer einer Gruppe ausgegeben wurden: So brachten es die vermeintlich Kranken mit Ejaculatio praecox auf zwei Minuten und 32 Sekunden, doch die gesunden Probanden stellten mit drei Minuten und eine Sekunde keinen signifikanten Unterschied her. Einzig die europäischen Urologen, die sich beruflich täglich mit dem Thema Sexualstörungen befassen, brachten es auf durchschnittlich fünf Minuten und 58 Sekunden.

Was schließen wir jetzt aus den Zahlen?

Eigentlich sagt uns dies immer noch nicht viel, denn entscheidender, als die reine Zeitspanne, welche ja nichts anderes als Quantität darstellt, ist wohl wie so häufig die Qualität, welche sich wohl eher in Zufriedenheit messen lässt. Bei sexueller Unzufriedenheit, egal von welchem Partner, sollte immer versucht werden eine Lösung zu finden und in diesem Fall sind nicht nur Zeitverbesserungen zu rate zu ziehen. Wahrscheinlich ein ziemlich ersichtliches Ergebnis, doch jetzt haben wir mal drüber gesprochen und ihr könnt zum Spaß das nächste Mal die Zeit stoppen und sie mit den Werten der Testgruppen vergleichen. Seid ihr EP, normal oder Urologe?

Interessant ist auch noch ein medizinischer Tipp, den ich gefunden habe, mich aber nicht traue ihn in eigenen Worten wieder zu geben, also gibt es ihn als Zitat:

 

„Helfen kann außerdem ein Training der ischiokavernösen und bulbospongiösen Beckenbodenmuskulatur mit Biofeedback: Mit regelmäßiger Stimulation des Musculus bulbospongiosus kann der Ejakulationsreflex unterdrückt werden.“

 

Nachdem dies also auch klar geworden sein sollte und ich damit auch nicht die lauernde Wikipedia-Fraktion enttäuscht habe, schließe ich das Thema mit einer gewissen Grundzufriedenheit ab.

 

 

Hochachtungsvoll

8DUKE8

 

 

©2006 8DUKE8




30.07.2006 um 17:00 Uhr

Lechts-Rings-Schwäche

von: 8DUKE8

         <---   Zur Orientierung   --->         

 

Immer wieder hört man von diesem Phänomen, das für die überwiegend durch Testosteron gesteuerten Männchen häufig einiger Sticheleien dient. Allgemein wird es wohl zur Gleichberechtigung als schlichtes Vorurteil abgetan, da es ja nicht nur Frauen ereilt. Doch eine Studie des Verbandes amerikanische Neurologen brachte das hervor, was die Männerwelt schon immer wissen wollte. Das weibliche Gehirn benötigt für die Entscheidung, wo rechts und wo links ist, siebenmal länger als das männliche. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, so irrt es bei dieser Entscheidung in ca. 23% der Fälle. Liebe Damen entschuldigen sie die nachfolgende Wortwahl, aber ich gebe lediglich die Studie wieder. Hinzu kommt nämlich, dass Orientierungssinn und räumliches Vorstellungsvermögen nur „gering entwickelt“ ist. Einen architektonischen Entwurf sich als Gebäude vorzustellen gelingt nur 11% der Frauen so gut wie durchschnittlich orientierungsfähigen Männern.

 

Bevor man mir irgendeine Art von Einseitigkeit oder Frauenbenachteiligung vorwerfen kann, möchte ich das nächste Thema, dem ich mich widmen werde, bekannt geben. Morgen wird es sich um die wissenschaftliche Sicht einer vermeidlich männlichen Schwäche gehen, dem Ejaculatio praecox. Ich weiß, dass ich mich damit auf dünnem Eis bewege und sicher auch einige denken „Wie er wohl auf das Thema schon wieder gekommen ist? Eigenerfahrung?“. Ich sage einfach mal unverblümt, das Wochenende warf die Frage auf und jeder kann sich darunter vorstellen, was ihm lieb ist.

 

 

Hochachtungsvoll

8DUKE8

 

 

©2006 8DUKE8

 

 

 

 

12.05.2006 um 01:30 Uhr

Die Wunder der Wahrscheinlichkeit

von: 8DUKE8

Stimmung: ... nachtschwärmerisch gut ...
Musik: Frédéric Chopin - Trois Nocturnes

Retten Sicherheitsgurte Leben?

 

Damit wir uns nicht missverstehen: Wer mit einem Auto gegen eine Mauer fährt, ist ohne Gurt wahrscheinlich tot. Mit Sicherheitsgurt dagegen (oder noch besser: mit Airbag) hätte er oder sie vielleicht den Unfall überlebt. In diesem Sinn sind Gurte sicher Lebensretter ...
Darüber vergessen viele aber die Wahrscheinlichkeit, überhaupt eine Mauer anzufahren. Diese Wahrscheinlichkeit wird nämlich mit Gurt in aller Regel größer. Oder wie die Verhaltensforscher das ausdrücken (die so genannte Theorie der »Risiko-Homöostasie«, siehe Wilde): Wir gleichen, ob bewusst oder unbewusst, unser Verhalten derart an geänderte Risiken an, dass das gesamte Risiko sich nur wenig ändert. Nehmen die Gefahren zu, nimmt auch unsere Vorsicht zu, und nehmen die Gefahren ab, so nimmt auch unsere Vorsicht ab. Die Gesamtwahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall umzukommen, setzt sich also zusammen aus der Wahrscheinlichkeit, überhaupt einen Unfall zu erleiden, und der Wahrscheinlichkeit, bei einem Unfall umzukommen, falls man einen Unfall hat (die so genannte bedingte Todeswahrscheinlichkeit), wobei nur die zweite Komponente sich durch Airbag, ABS und Gurte reduziert. Die erste Komponente nimmt dagegen zu.
Wenn man etwa einschlägigen Untersuchungen aus den USA vertrauen darf, werden die reduzierten Todesfälle bei Unfall durch die erhöhte Zahl der Unfälle im großen und ganzen aufgewogen, so dass die tödlichen Verkehrsunfälle insgesamt durch die Anschnallpflicht nicht abgenommen haben (für eine Teilmenge aller Verkehrsteilnehmer, nämlich für die Radfahrer und Fußgänger, haben sie sogar zugenommen). Demnach wäre also der erfreuliche Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle, den wir seit einigen Jahrzehnten in fast allen westlichen Industrienationen beobachten, nicht auf die Gurtpflicht, sondern auf andere Faktoren wie etwa größere und stabilere Autos oder breitere Straßen zurückzuführen ...
Der amerikanische Wirtschaftsprofessor Armen Alchian von der Universität von Kalifornien hat dieses Prinzip der Risiko-Homöostasie einmal auf die Spitze getrieben und vorgeschlagen, statt Airbags spitze Speere in die Lenkkonsolen unserer Autos einzubauen: bei jedem Aufprall ist der Fahrer sofort tot. Nach Alchians Rechnung würde so die Zahl der Verkehrsunfälle in den USA ganz drastisch sinken ...

Lit.: Sam Peltzmann: »The effect of automobile safety regulation«, The Journal of Political Economy 83, 1975, 677-725; G. Wilde: »The theory of risk homeostasis: implications for safety

 

 

Da es einfach schneller ging, einen bestehenden Text zu kopieren als das Prinzip der Risiko-Homöostasie mit eigenen Worten zu erklären, suchte und fand ich den obigen Text im Netz.

Es soll nicht zur Gewohnheit werden, aber ich wollte dieses Thema schon längere Zeit tippen und kam einfach nicht dazu, also diesmal einen interessanten Fremdtext.

 

 

Hochachtungsvoll

8DUKE8

 

 

©2006 8DUKE8