Das neue Jahr brach an und der Zustand meiner Mutter nahm unaufhaltsam ihren Lauf.
Für mich, aus der heutigen Sicht, weiß ich nicht wie sie das überhaupt ertragen konnte. Nie war sie launisch, noch machte sie mir das Leben schwer.
Es war die Krankheit die ich hasste und das was sie in ihr auslöste. Diese Hilflosigkeit die mich oft erfasste und nur meine Kinder mir den Mut gaben nicht aufzugeben. Ihr lachen und ihre Lebendigkeit zog durch das gesamte Haus.
Gerade auch für meine Mutter, waren die geliebten Enkel, den Halt und Freude jeden Tag aufs Neue anzugehen.
Bis eines Tages, laut das Messer zu Boden polterte und ich entsetzt auf ihre Hand schaute.
Natürlich passiert uns das täglich oft hunderte Male, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen müssten. Für sie hieß das, es ist so weit es greift auf die Hände über.
Wie sehr hatte ich diesen Tag gefürchtet und nicht annähernd gewusst, wie schnell er doch kommen würde.
Für sie begann damit wieder einmal Tortur Krankenhaus. Wie sie sich davor fürchtete musste sie gar nicht aussprechen. Ihre Augen spiegelten die Qual wieder. Uns blieb doch keine andere Wahl, sie brauchte hoch dosierte Medikamente die dazu 24 Stunden Überwacht werden mussten und das konnten wir zu Hause einfach nicht bewerkstelligen.
Trotz aller Prognosen, gaben wir die Hoffnung noch nicht auf.
Heute weiß ich, dass dies reines Wunschdenken war.