Fischen im Nebel
Gestern waberte ich so über Musikseiten hinweg, habe natürlich nicht das gefunden was ich finden wollte, allerdings habe ich wahrscheinlich schon auf der ersten Seite vergessen was ich gesucht habe.
Dafür habe ich aber eine Rezension, samt einem Lied als MP3 gefunden. Bin drüber gestolpert und staunend liegen geblieben. Nach dreimal hören konnte ich mein Glück immer noch nicht fassen und konnte mich aus der Benommenheit noch gar nicht lösen, welche das Lied ausgelöst hatte. Ich fühlte mich wie im Nebel, eingehüllt in ein warmes Schafsfell (oh, dazu übrigens noch an anderer Stelle mehr!), und ich hatte überhaupt gar keine Lust wieder auf zu stehen. Liegen bleiben und noch mal hören erschien mir viel sinnvoller.
Das Lied hat dann auch den Namen early summer, bietet sich also dazu an draußen rum zu liegen, wobei immer noch eine Briese weht und die Sonne noch weich durch frisches, zartes Grün scheint. Das Lied befindet sich auf dem Album ephemerl und ist das zweite Album von piana. Die Japanerin arbeitet unter verschiedenen Pseudonymen, aber bei so bekannten Internetanbietern für Unterhaltungsmedien findet man beide Alben unter dem Namen Piana.
Die Musik besteht aus elektronischen und akustischen Klangbildern, ist (zumindest bei diesem Lied) fein, zierlich, fragil. Schon nur das erste Einsetzen der Streicher erinnert an múm, und wenn die Stimme einsetzt und auch leicht, säuselnd und durch die Aussprache (sie singt auf Japanisch) irgendeine besondere Seite bei mir anschlägt, dann scheint der Vergleich noch passender. Dabei will ich aber jetzt nicht sagen, dass Piana múm auf Japanisch ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass Menschen mit Gefallen an der einen Musik auch Gefallen an der anderen finden könnten. Wie ich gerade gelesen habe bin ich mit dieser Meinung auch nicht allein, wobei die Rezension auch noch Tujiko Noriko als Vergleichsbeispiel nutzt und ich das bei den wenigen Liedern die ich kenne nicht nachvollziehen kann.

