Lösch mir die Augen aus

29.05.2006 um 23:48 Uhr

Brausepulver, Salz der Erde und Pressefreiheit

von: AiHua

Blogger sind nicht unantastbar, aber wenn schon nicht unbedingt journalistisch wenigstens juristisch journalistisch gleichend. Der Fanatiker war auch schon mal Journalist… jedenfalls war er auf Pressekonferenzen und hat mir einen tollen Lamykugelschreiber mitgebracht, der ist jetzt leider leer. Ich muss mir mal eine neue Miene kaufen… Irgendwie bin ich vom Thema ab gekommen… Also ich bin kein Journalist.
Ach ja, auf den ersten Gedankengang bin ich deswegen gekommen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. rollblau schreibt am 30.05.2006 um 00:41 Uhr:Nicht nur auf dieser Ebene. Weblogs wie etwa meines unterliegen dem Telemediengesetz, nicht nur dem Teledienstgesetz, und damit unstrittig einer Impressumspflicht. Von quasi journalistischen Sorgfaltspflichten in der Recherche mal ganz abgesehen...
  2. AiHua schreibt am 30.05.2006 um 00:46 Uhr:Das sollte sowieso klar sein, dass Blogger nicht einen Freischein haben irgendwas in die Welt zu setzen.
  3. rollblau schreibt am 30.05.2006 um 02:15 Uhr:Ja, da stimme ich mit Dir überein. Aber mein Blog ist zumindest im Biographischen recht rechercheintensiv, und man kommt ins Staunen, inwieweit Angaben gerade da unterschiedlich sind bzw. garnicht vorhanden. Es gab für einen polnischen Autoren sogar auf der Website des Verlages und im Waschzettel des Verlages im Buch die fehlerhafte Angabe, der Autor sei weiblich, obwohl schon der Vorname ganz klar als männlich zu erkennen war. Verkaufsförderung ? Leider fehlen mir die Polnischkenntnisse, um wirklich detaillierte Angaben zu eruieren, sodaß ich vorerst auf eine Vorstellung von Autor und Buch verzichtet habe. Das (männliche) Geschlecht konnte ich aber sogar mittels Fotos bei google verifizieren.
  4. sjAlfur schreibt am 30.05.2006 um 02:16 Uhr:das schöne an Pressekonferenzen (ich schreibe es dank dem toll funktionierenden kommentarsystem von blogigo gerne auch nochmal) ist, dass man dort ganz toll exquisite sachen umsonst zu essen gibt, von denen man unter normalen umständen den preis nichtmal schätzen würde, nur um dann festzustellen, dass es zwar ganz okay ist, der bruchteile so teure grieche um die ecke aber tausendmal besser schmeckt. allerdings ist der natürlich nicht so \"sophisticated\", hat keine \"lounge\" und keine Straßenkarte für den Vorspeiseteller...
  5. AiHua schreibt am 30.05.2006 um 02:20 Uhr:Banause!
  6. AiHua schreibt am 30.05.2006 um 02:24 Uhr:Das mit Geschlecht passiert ja mal gerne öffter. Wir haben in einem Colloquium die ganze Zeit gerätselt ob der Autor einer wissenschaftlichen Arbeit männlich oder weiblich ist. Es war wirklich ganz amüsant, weil eine Person an diesem/das Autor beweisen wollte, dass es ein ganz wichtiger Betrag der weiblichen emanzipierten Kunstgeschichte durch eine Frau ist. Es war ein Mann, wie sich später raus stellte. Aber auf der Verlagsseite war das auch nicht heraus zu bekommen. Vom namen war es tatsächlich nicht ersichtlich, da es sich um einen Unisexnamen handelte.
  7. rollblau schreibt am 30.05.2006 um 07:28 Uhr:Nun, Tomek ist schon beim ersten Hinsehen eine Abwandlung des männlichen Vornamens Tomas, Thomas ;) . Und gar keine Angaben bei einem Verlag kann ich mir noch eher vorstellen als falsche. Zudem gehe ich eigentlich davon aus, daß Lektoren auch bei Übersetzungen im Rahmen der Autorenpflege Kontakt zu den von ihnen betreuten Autoren haben, so sie noch leben, was gemeinter Autor unzweifelhaft tut. Anscheinend sollten dem Buch mit einer weiblichen Protagonistin ein größeres Maß an Glaubwürdigkeit verliehen oder dem Buch über die Schiene \"Frauenliteratur\" größere Leserzahlen verschafft werden. Oder es war schlicht Inkompetenz und Schlamperei.

Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.