Lösch mir die Augen aus

13.06.2006 um 01:13 Uhr

"Du gehörst in den Tank!"

von: AiHua

Das mit der Schleichwerbung ist so eine Sache. Wurde doch gerade mal wieder ein Rundumschlag gemacht. Zeitungen, wie Fucus Mony oder der Merian haben entweder eine Fondsgesellschaft zu oft positiv genannt oder aber einen Audi zu oft schön in Szene gesetzt (in der FR nach zu lesen). Ja… Das mit der Schleichwerbung ist ja so schwierig. Ich meine, ist es nicht albern, dass für eine kleine Szene, in der jemand durch einen Supermarkt rennt sämtliche Waren neu gestaltet werden, weil man Angst hat wegen Schleichwerbung belangt zu werden? So geschehen bei Bourne Supreamecy, dabei sieht man kein einziges Produkt, weil er so schnell (die Hauptfigur) da durchläuft und sich eine Wodkafalsche greift (natürlich auch keine wirklich existierende Marke).
Ein anderer Fall ist dann unser Lieblingsagent. Richtig, der nach einem Ornithologen benannt wurde, der Bond, der James Bond. Da wurde schon öfter gegen geklagt, weil da doch so viel Schleichwerbung ist. Da trägt er immer eine Rolex, er fährt hin und wieder mal gerne einen BMW, der auch richtig schön vorgeführt wird (allerdings immer zerschrottet wird), dann wären da doch seine Walter PPK zu nennen und so kleine Sprüche, wie „Verschwinde, du gehörst in den Tank“, den unser James zu einem Tiger zischt.
Mal ehrlich, ich wäre am Ende, wenn der Q-Nachfolger dem James eine Uhr reicht und sagt, ‚Dass ist eine echte Molex, seien Sie diesmal vorsichtig“…. So in der Art. Vielleicht würde er dann auch nicht mehr sich um die Fabergé-Eier kümmern, man würde sie umbenennen…, na ja, da geht es ja um Kulturgut.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. To01 schreibt am 13.06.2006 um 09:48 Uhr:gerade das verschwenderische mit luxusgütern im auftrag der krone war für mich immer das spannende...
  2. AiHua schreibt am 13.06.2006 um 10:59 Uhr:Natürlich, wäre ja sonst nicht mehr James Bond, allerdings dürfte er eigentlich aich nicht bei ALDI einkaufen...
  3. To01 schreibt am 13.06.2006 um 11:16 Uhr:nicht wirklich nein; aber james bond geht doch nicht einkaufen; ja, er geht doch nicht mal urinieren! ;)
  4. Seether schreibt am 13.06.2006 um 17:58 Uhr:Ich dachte immer, das Productplacement (oder wie auch immer man das nennen mag) sei relativ legal. Den machen wir uns nichts, das gibt es in jedem Film. Bei Bond gehört es dazu, aber bei I.Robot z.B. hätte es nicht unbedingt ein Audi sein müssen.

    Dagegen kann man echt klagen? Mit welcher Begründung? Und was zum Henker ist daran schlimm? Wie unrealistisch wäre das wenn es nur noch Mola zu trinken geben würde?!

    Habe mal irgendwo gelesen das die jetzt auch in Videospielen richtig Gas geben wollen...
  5. sjAlfur schreibt am 14.06.2006 um 02:01 Uhr:I, Robot ist so ziemlich eines der besten Beispiele für (scheinbare) Schleichwerbung. Werbung in Filmen ist verboten, solange sie nicht eindeutig nachvollziehbar Gegenstand des dargestellten Inhalts ist. Bei James Bond erfüllt mittlerweile die Begründung, dass die neueste Luxuskarosse, das neueste Rolex-Modell usw. einfach inhaltlich zum Film gehören, schon die Legalisierung, aber im Prinzip ist das in erster Linie Grauzone.

    Bei I, Robot kommt es jetzt drauf an: Hat Audi dafür bezahlt, dass sie in dem Film so präsentiert werden? Wenn ja, dann ist es Werbung, die nicht als solche gekennzeichnet wird (weil mitten im Film), also verboten. Wenn sie kein geld zahlen, ist es egal, weil Werbung nur das ist, was gegen Entgelt geschieht.

    Allerdings kann Audi jetzt auch so argumentieren, dass die Gelder als Filmförderung geflossen sind und mit ihren Produkten im Film nichts zu tun haben. Das glaubt denen zwar niemand, reicht aber aus, um juristisch damit durchzukommen. Sind sie sogar voll an der Filmfinanzierung beteiligt, gilt so etwas als Eigenanzeige, und die ist erlaubt.



    Verboten wäre also nur, wenn gegen Entgelt in einem Film nicht deutlich als Werbung gekennzeichnete Webrung gemacht würde, die eindeutig als solche nachgewiesen werden kann und bei der der Kläger sich ebenbürtige Anwälte leisten kann.



    Schleichwerbung gibt es also eigentlich eher auf dem Papier.



    Das ganze nach EU-Richtlinien, amerikanische Filme dürften damit eh keine Probleme haben... Achja, und Videospiele sind als Medium meines Wissens so noch nicht reglementiert, was bedeutet, dass man an Werbung da noch einiges machen könnte...
  6. Seether schreibt am 14.06.2006 um 10:02 Uhr:Gründen wir eine Firma die professionell Werbung an Spieleproducer verkauft. Woher soll der Werbechef von Cola wissen ob seine Werbung im neusten Couterstrike Teil gut aufgehoben ist... und vor allem, wo da...



    Das ist super. Ich muss ein Gewerbe anmelden! *g*
  7. sjAlfur schreibt am 16.06.2006 um 14:30 Uhr:gute Sache das... ich sorge dann für das produktionsstudio, ich kann das ja bald (und wer braucht schon berufserfahrung?), dann gibts spätestens bei UT 2008 lustige Werbejingles im Spiel: \"Besser zielen mit Coo-laaa!\"
  8. AiHua schreibt am 16.06.2006 um 14:42 Uhr:Wie ist das eigentlich mit der neuen Single von Sportfreunde Stiller?

    \"Cola in Angola\" und was es sonst noch für blöde Sprüche gibt.....

    Wobei, die sprechen glaube ich nie ein richtiges Produkt, also Marke an...

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