Empfehlung für Regenmüde in München
Und als hätte das Lebach-Haus
gewusst, dass dieser August sich durch Regen auszeichnen würde, haben es gut
geplant und Olafur Eliassons Sonne statt
Regen (der Titel bezieht sich wohl auf den Wahlspruch von Beuys…, denke ich
mal) wiederholt in den Kunstbau geholt.
Ganz ohne Toaster-Gefühl kann man den Regen aus den Haaren schütteln, während
man sich vor eine der Wände stellt, die Eliasson durch eine Membran einer
ständigen Folge von Lichtbewegungen aussetzt, so dass alle möglichen
Farbabstufungen weich und kräftig zugleich erscheinen, die sich über den ganzen
Raum ausbreiten.
Wie schon öfter beschrieben, geht
es Eliasson dabei um Wahrnehmung und zwar eine prozesshafte Wahrnehmung, die
den Besucher zeitlich und natürlich räumlich einbindet.
2003 habe ich die Ausstellung
erlebt und war total begeistert. Ich musste mich daran erinnern, wie ich als
Kind im Winter draußen Sonnenflecken gesucht habe und dann mit geschlossenen
Augen in die Sonne geblickt habe. Es waren genau diese Farben zu sehen…
Wer also Sonne dringend nötig hat,
der sollte unbedingt in München in den Kunstbau. Die Ausstellung ist bis zum
22. Oktober geöffnet. Der Herbst hat also unterirdisch in München Sonne!

