Erniedrigung im Alltag
Nachdem ich die Treppe zur Waschküche im Haus drei Mal hoch gekraxelt bin, mir während die Waschmaschine zu Ende schleuderte die Berge im leicht diesigen Horizont betrachtete, habe ich daran gedacht, dass mein Kühlschrank leer ist. Ich meine komplett leer. Also habe ich mich winterfest angezogen und habe mich durch die Schnee und Eisflächen gearbeitet um zu Supermarkt meines Vertrauens zu kommen. Ich Idiot habe natürlich viel zu viel eingekauft. Das merkte ich sehr schnell, aber ich bereute es bitter, als ich mit dem schweren Rucksack einfach nach hinten kippte. Die Tüte an meiner Hand hat dabei alles überstanden, genauso wie der Chinakohl in meiner anderen Hand, der nicht mehr in den Rucksack passte. Mein Stolz ist aber natürlich ganz schön lädiert, vor allem, weil ich mit dem Rucksack nicht mehr von der Eisfläche so einfach hoch kam.
Das war alles fast genauso schlimm wie das Erlebnis jedes Erstklässlers, der mit dem Bus zur Schule fahren muss, und der sich denkt, „ich lasse meinen Schulranzen lieber auf dem Rücken, weil ich ihn sonst nicht mehr hoch kriege“ und der dann im Gang zwischen den Sitzen stecken bleibt, während sich hinter ihm eine lange Schlange bildet.
Schrecklich.


Ich habe den Einkauf nämlich zu Hause gewogen, während noch etwas Schnee von meiner Kleidung fiel...
Aber dann hätte ich natürlich noch mehr einkaufen können... Also danke für den Tipp, das nächste Mal also zwei Rucksäcke.