Gedankensafari
Ich schreie sinnloserweise die
Zeitungen an. Es raschelt etwas, ein paar Seiten plätschern unter den
Schreibtisch und gesellen sich zu einem der Notizstapel, die ich von meinem
Tisch „ausgelagert“ habe. Immer nur dieser Serbienregimefreund Schreiberling
Handke (z.B. SZ und NZZ) und ganz viel Fußball (dafür gibt es kein Beispiel, da
muss man nur die Hand ausstrecken).
Da lasse ich mich doch gerne von
Marc Zitzmann in der NZZ ablenken. Keine Ahnung, wieso ich gerade wissen will,
wie das Schlendern auf dem Lieblingsmarkt in Paris von Zitzmann so wirkt und
was es da gibt, ich selber habe meinen Markt noch nicht in meiner Gegend
gefunden (wohne nur schon seit ein paar Jahren hier). Aber Apfelsorten, die Farbe von kleinen Schweinen
auf Spießen und die Geräuschkulisse, sowie die Anzahl von Gemüseständen
beruhigen mich sehr.
Wahrscheinlich werde ich
demnächst nur noch Reiseberichte und –romane lesen. Und nachdem ich Blixen also
auch bald auswendig kann, werde ich nach Dänemark fahren, mir ihren Heimatsitz
ansehen und ihre Lieblingsplatte auf ihrem Originalgramophon hören. Dann bin
ich nämlich selbst auf Reisen (zwar nicht irgendwo in Afrika, aber man muss
klein anfangen).

