Genau so war das, bestimmt.
Großformatige Räume, die Räume
der Stasi in Münchens Villa Stuck. Wie um das Gefühl zu unterstreichen im
Keller untergebracht. Ich finde es auch durchaus berechtigt zu solchen
Stilmitteln zu greifen, auch, dass die beiden Künstler Daniel und Geo Fuchs in ihrer Reihe STASI. Secret Rooms - Geheime
Räume (bis zum 27. August), darunter als erstes Bild Mielke-Etage, Flur alles kühl, leer
darstellen. Sicher, sie wollen dokumentieren und wenn sie schreiben, dass sie
objektiv sind, dann ist das für sie in Ordnung, aber Wieland Freund sollte es
besser wissen, denn auch er fällt in der Welt darauf rein.
Sicherlich, die beiden Fotografen
haben sich um Objektivität bemüht, haben einen „kühlen“ Blick geübt, vermessen
und dementsprechend gehandelt. Das Resultat ist kühl, bürgerlich und grau. Aber
wirklich nur, weil es in aller Objektivität so war, weil der 70er Jahre Veloursesel
in blau wirklich so „piefig“ ist, oder auch weil der Blick/die Darstellung das
voraus setzt? In Wirklichkeit wollten die beiden Fotografen doch auch eine
bürgerliche, „piefige“ Tyrannei aufdecken. Es ist ihnen gelungen, ohne Frage.
Aber an sich braucht man gar
nicht wegen der Intention der Künstler nach zu haken, denn Freund selbst hat
doch mit der Inszenierung im Keller und mit dem Schlusswort, dass die Kunst nur
eine der Möglichkeiten ist die Geschichte der Stasi auf zu arbeiten, zu
verwerten, angesprochen, dass es eben nur eine Sicht von vielen ist.

