Heute Morgen
Manchmal gibt es Momente, da
können die Mitmenschen noch nicht mal etwas dafür, dass man am liebsten nur
zuschlagen würde. Ein Beispiel dafür war der heutige Morgen für mich. Ich wache
auf, der Fanatiker ebenfalls und das erste im Wachzustand, was ich denke
ist: Dieser elende Mensch, was wagt der jetzt hier zu sein.
Um meinen ersten Gedanken dieses
Tages zu erklären muss ich etwas in der Zeit zurückgehen, nämlich nur ein paar
Sekunden zurück spulen.
Ich schlief, ich träumte. Und ja,
der Traum war absurd. Eine Höhle, zwei Menschen mit Waffen und für beide ist
klar, dass sie Feinde sind. Ist doch wohl klar, dass wenn man mit Waffen
ausgestattet ist, den nächst besten Menschen, der einem in dieser Höhle
begegnet abknallt. Man belauert sich also, ein Mal gibt es sogar die Pseudoszene,
aus der Deckung heraus redet man miteinander und ladet schon mal nach…
Alles endet damit, dass der
andere mich erschießt. Was für ein erbärmlicher Tod. Ist ja wohl klar, dass er auch ganz schön schmerzhaft war.
Als ich in meinem Bett verspannt
aufwache, drehe ich mich um und sehe meinem Mörder ins Gesicht. In dem Moment
war ich auf den Fanatiker echt sauer. Ich meine, da bringt er mich einfach um!
Ich ärgere mich auch über mich selber, dass er es so leicht geschafft hat. Der
Hinterhalt war zu simpel gewesen…
Und nachdem er das getan hat,
fragt er einfach: „Ist was?“

