Heute mal FR
Gestern sah ich lustige Frauen
mit knallroter Brille und Lippenstift zu grauen, extravaganten Ensemble und
Haaren über modernen Sklavenhandel reden, auf den anderen Sendern, redeten
tolle Politiker jovial vor einem Saal Frauen. Frauentag! Juchuu… oder so. Warum
interessieren sich eigentlich nur Frauen für Frauen, mehr gesagt für ihre
Rechte? Heute Morgen fühlte ich mich dann aber irgendwie in höchst amüsierter
Stimmung. An sich halte ich mich nach einem unglücklichen Genderseminar mit
Schwerpunkt Neue Sachlichkeit aus dieser Sache raus. Alle möglichen Seiten
nerven mich da nur an. Ich mag auch nicht hören, wie unterdrückt ich bin,
gerade, weil wir an sich so weit sein sollten, zu erkennen, dass nicht nur
Frauen durch soziale Gegebenheiten unterjocht sind, sondern eben auch Männer.
Außerdem definiere ich mich nur zu einem sehr geringen Maß darüber, dass ich
auch die Rolle der Frau innehabe. Ich fühle mich zwar als Frau, vielmehr
stechen aber andere Rollen heraus. Aber egal, heute ein Artikel, der toll ist.
Dieser Zynismus scheint tief aus meinem Herzen zu kommen. Elke Buhr schreibt über einen anderen Artikel im Spiegel und kann
sich als Frau nur die Haare raufen. Zynisch stellt sie sich vor, nachdem sie
analysiert hat, was sie nach dem Willen Schirrmachers
sein soll: „Gestatten Frau und Gebärmutter, ich bin hier der soziale Kitt. Wo kann
ich mich hinkleben?“
Richtig, Mensch, das habe ich
ganz vergessen. Wir Frauen sind doch das sozialere Geschlecht. Wir sind
Deutschland! Wir sind dafür da Kinder zu kriegen und um den Klassenerhalt zu
gewährleisten. Denn es sollen ja nicht irgendwelche Frauen Kinder kriegen um
Deutschland wieder aus der Kinderlosigkeit zu retten, sondern Akademikerinnen!
Außerdem „glänzten durch Selbstlosigkeit und Aufopferungsfähigkeit“!
Ähm, irgendwie muss ich einen
Fehler haben! Denn wenn ich Kinder kriege, dann nicht für Deutschland, übrigens
auch nicht allein, aber das ist ja nur Makulatur.
Übrigens, ich hab’s sonst nicht
so mit einseitigen Emanzipierungsgesprächen, denn ich zitier mal wieder
Rousseau: „Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.“ Und
das alles schon ohne tolle Rollenverteilung. Aber auch gegen Rollen habe ich an
sich nichts, es birgt eben einfach immer die Gefahr, dass irgendwo Ketten
lauern.


Es macht Spaß zu lesen und regt zum Denken an !
Zu Rousseau kann ich nur dieses Zitat anführen : \"Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum sich die meisten Menschen vor ihr fürchten.\"
Die Rollenerwartung einer Gesellschaft sind erdrückend , ist man in dieser Gesellschaft , so wir einem diese Ketten förmlich angeboren ...
Freut mich übrigens sehr, dass Dir mein Webblog gefällt. Das hört man ja immer gern. Habe auch gerade schon bei Dir über Tattoos abgestimmt...
du hast aber recht mit den zwängen und grenzen der jeweiligen gesellschaft , in die man geboren wird : sie geben einen halt , aber´da man in einer gesellschaft mit anderen lebt , muss es ja ein allgemeines gesetz geben , denn wenn alle nach dem nathegorischen imperativ handeln würden , wäre das nicht nötig - aber so ...
wer sicherheit haben will , der muss ein stück von seiner freiheit abgeben !
habe dich übrigens sofort in meine fav gepackt ^^ hoffe dir ist das recht , denn so gedanken müssen publiziert werden (ich liebe philo ^^)
Wobei ich mich ja eher nicht so als Philo.blog einstufen würde, schließlich habe ich das Fach mal abgewählt, weil ich da auf sanbänke andauernd trocken lief...
Wir haben einfach den geilsten Philo Lehrer , den es gibt ! Er hat Ahnung von allem und es ist wirklich interessant seinen Ausführungen zuzuhören ...
Mal ne kleine Frage am Rande : Liege ich in der Annahme richtig , dass der Besitzer dieses Blogs weiblich ist ?
Gehst du noch zur Schule ? ^^
#ne kleine Fragestunde , damit ich ja weiß , mit wem ich mich hier über Gott und die Welt unterhalte ^^
Ansonsten studiere ich Kunstgeschichte, bin also Geisteswissenschaftler (in spe will ich nicht mehr sagen), muss mich also beruflich schon mal mit gedankenmodellen auseinander setzen, Philosophie ist also nicht weg zu denken, aber wie gesagt, als Nebenfach hat es mich nicht überzeugt. Ich habe mehr Arbeit in dieses FDach stecken müssen, als in mein Hauptfach.
Jetzt sind meine Nebenfächer Ethnoloogie (ein sehr selbstreflexives Fach) und Neue deutsche Literatur (das war mal extrem sich selbst beschauend, es gibt aber noch genügend Leute, die trotz theoretischen Überbau noch tatsächlich an literaturwissenschaftlichen Theman arbeiten... äh, das tun natürlich die Ethnologen auch, aber im Studium vergisst man das gerne auch mal).
Fragen zu Zufriedenheit gelöst? (Mann, bin ich alt) (Übrigens, auf dem Webblog ist sogar die genaue Zahl schon genannt.)
Was soll aus mir nochmal werden *lach*
Ich bin aber mit den Antworten zufrieden , kann aber noch nicht dein genaues Alter feststellen ; kann auch daran liegen , dass ich ein Kerl bin und diese ja immer sooo oberflächlich sind !!!
Ich muss das jetzt erstmal verdauen , was du von deinem Studium erwähnt hast *schluck* , das hört sich echt very difficult an !
Nichts desto trotz : ich werde weiterhin dein Weblog besuchen und bin schon auf den nächsten Eintrag gespannt -
In dem Sinne : Es ist gut , sich aussprechen zu können . Es ist gefährlich , es nicht zu können .
Liebe Grüße ,
Marco
Dieses eine Jahr ist entscheidend *lach*
Ich finde die Distanz gar nicht mal ganz sooo groß , gibt ja einige , die ein Dauerstudium machen und mit 35 noch in der Uni sitzen ...
Naja , ich sag mal so : Mir ist schon schlimmeres passiert *nicht weiter ausführ*