„Hurrah Saphire Moon“...
…[1]
Wenn man in trauriger
Grundstimmung versackt, dann ist dieses Lied genau das richtige. Zuerst scheint
es einem nur zu bestätigen, man sitzt sinnentleert, ausgekotzt vor seiner
Tastatur und guckt trauriger, als „[d]er
kahle Mongolenschädel des Mondes“[2], aber
dann zuckt etwas durch die Wirbelsäule, gibt der klumpigen Pumpe in seinem
Inneren einen kräftigen Tritt und schleudert einen hoch. Der Mond scheint immer
noch kühl, ruhig und traurig, aber über die weißen Flächen, die er bescheint,
kann man einfach laufen. Nicht, dass das Sinn macht, aber man entdeckt, dass
man noch Kraft hat.
Also guter Freund da oben, wenn
du willst, werde ich mit den Katzen dich anschreien, weinen und hadern, danach
in Kindheitserinnerung die Laternen austreten und mich schließlich nur von dir beobachtet
in den Schnee werfen und Engel formen und an ein Sylvester denken.
Ich würde so gerne endlich
schlafen, läge das doch in deiner Macht.
„I can’t feel my hand anymore, it’s allright,
sleep still”[3]
[1] Frog Pocket: hurrah Saphire Moon (nähere Angaben fehlen mir).
[2] Schmidt, Arno: Aus dem Leben eines Fauns. Frankfurt a. M.: Fischer 1997, S. 9.
[3] Múm: I can’t feel my hand anymore, it’s allright, sleep still, auf: finally we are no one. England: fat cat 2002.

