Lösch mir die Augen aus

06.03.2006 um 00:58 Uhr

„Hurrah Saphire Moon“...

von: AiHua

[1]
Wenn man in trauriger Grundstimmung versackt, dann ist dieses Lied genau das richtige. Zuerst scheint es einem nur zu bestätigen, man sitzt sinnentleert, ausgekotzt vor seiner Tastatur und guckt trauriger, als „[d]er kahle Mongolenschädel des Mondes[2], aber dann zuckt etwas durch die Wirbelsäule, gibt der klumpigen Pumpe in seinem Inneren einen kräftigen Tritt und schleudert einen hoch. Der Mond scheint immer noch kühl, ruhig und traurig, aber über die weißen Flächen, die er bescheint, kann man einfach laufen. Nicht, dass das Sinn macht, aber man entdeckt, dass man noch Kraft hat.
Also guter Freund da oben, wenn du willst, werde ich mit den Katzen dich anschreien, weinen und hadern, danach in Kindheitserinnerung die Laternen austreten und mich schließlich nur von dir beobachtet in den Schnee werfen und Engel formen und an ein Sylvester denken.
Ich würde so gerne endlich schlafen, läge das doch in deiner Macht.
„I can’t feel my hand anymore, it’s allright, sleep still”[3]



[1] Frog Pocket: hurrah Saphire Moon (nähere Angaben fehlen mir).
[2] Schmidt, Arno: Aus dem Leben eines Fauns. Frankfurt a. M.: Fischer 1997, S. 9.
[3] Múm: I can’t feel my hand anymore, it’s allright, sleep still, auf: finally we are no one. England: fat cat 2002.


Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.