Ich bin ich II
Mehr ich, als ich vielleicht
ertragen kann. Ich habe nämlich eindeutig genug, vielleicht aber auch weil ich
immer noch nicht wirklich mit diesem Programm zu Recht komme. Üben kann ja so
anstrengend sein. Eigentlich stellt man sich ja Überlagerungen ganz toll vor.
Man denke nur an László Moholy-Nagy, der hat das bei einem Porträt richtig toll
gemacht. Ich kannte seine Bilder vor einigen Jahren gar nicht und war zufällig
in eine Ausstellung der Porträtfotografie geraten und stand auf einmal vor
einem seiner Bilder. In dieser Zeit, ich spreche von dem Zeitraum um 1920/30,
versuchte die Avantgarde durch Überlagerungen mehr psychologische Tiefe, als
auch narrative Anspielungen zu erreichen. Zum einen natürlich um sozusagen die verschiedenen
Facetten der dargestellten Person auszudrücken, aber auch, weil man genau zu
der Zeit festgestellt hat, dass die verschiedenen Motive in der Überlagerung
sozusagen um den Betrachter buhlen und somit mehr seine Konzentration
beanspruchen (eigenartig, dass man so was wissenschaftlich erst feststellen
musste).
Ich kann das natürlich nicht so
toll, aber weil ich doch zeigen wollte, dass ich nicht wie ein/e Puppe/Animemädchen
aussehe eben nur so ein verquastes Bild.


