Ich wäre ein fröhliches Denkmal, bestimmt!
Wer hier hin und wieder liest, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich ein ambivalentes Verhältnis zu Denkmälern habe. Seien es Adidas – Schuhe, Schwu…, ich meine Homosexuellen – Denkmäler, die über die Straße hüpfen und sagen sie sind schwul (obwohl sie auch die Frauen vertreten) und ein Zusammenhang mit der Geschichte bilden, aber auch eigen sind, oder auch Denkmäler zur Bewältigung der DDR. Dazu habe ich jetzt noch einen zusätzlichen Gedanken in einem Interview mit Richard Schröder in der taz gefunden (danach zitiert), er war Bürgerrechtler und jetzt immer noch Theologe. Auf folgende Antwort gibt er folgende Antwort:
„Glauben Sie, dass ein Mahnmal in Berlin für die Opfer der SED ein richtiges Symbol wäre, um dem entgegenzuwirken?
Ach, ich habe nichts dagegen. Aber ich habe den Eindruck, wenn es um Geschichte geht, fällt uns außer Opfergedenken nicht viel ein. Wie wäre es mal mit einem Denkmal für die deutsche Einheit? Auf was Fröhliches kommt in Deutschland niemand. Offenbar sind uns angenehme Tatsachen unangenehm. Die Einheit passt halt nicht in unser schwarz gestimmtes Erinnerungsbild. Scheinbar gilt: Der edle Deutsche zeigt sich darin, dass er vor allem ein Opfergedenker ist.“
Das ist ziemlich wahr, wenn auch nicht ganz. So in der Vergangenheit gab es ja schon auch Denkmäler, die fröhlich gemeint waren. Fürstendenkmäler, oder Goethe und Schiller z.B. manch einer mag da anders denken, aber die waren schon häufiger auch fröhlich oder so was in der Art… Da stellt sich mir die Frage, ob diese Adidas – Schuhe auch fröhlich sind… ich weiß nicht so recht.

