Nacktheit und Ausdrucksstärke
wash the blood of your, this time she won't understand"
Ganz ehrlich, nackte Körper mit
Blut verschmiert sind jetzt nicht immer total toll, überraschend und prägnant. Irgendwann
ist das wirklich nur noch Effektheischerei, mehr gesagt der Versuch irgendwie zu
berühren… Aber wenn man andauernd in Theateraufführungen nur noch so das Blut
fließen, schwemmen und schwappen sieht und dabei die ganzen Körper in ihrer „natürlichen“
Beweglichkeit, in ihrer „realistischen“ Armut gezeigt werden, womöglich noch in
Blut gebadet, dann bringt das keinen Spaß mehr, berührt nicht mehr und Ekel ist
dann auch nicht mehr da. Mir tun nur immer die Leute leid, die das allabendlich
wieder sauber machen dürfen. (Sichern die Leute so Arbeitsplätze?)
no one knows who's in control"
Jetzt also auch Macbeth. Wie der
Regisseur so „schön“ ausdrückt (Perlentaucher zitiert): "Ich finde, dass
der Schauspieler Ernst Stötzner mit seinem weißen Körper und langen
graublonden, irgendwie Otto-Waalkes-haften
Haaren als König Duncan, mit nichts bedeckt als einer goldenen Krone,
einen großen Eindruck macht. Der ist schön wie aus einem Bild von David Hockney. In einer anderen Szene
treten alle Sieben mit jungen Bäumen auf, die sie als Wald von Birnham vor
Macbeths letzter Schlacht vor sich tragen. Eben das wäre unmöglich mit
irgendwelchen Kostümen. In Hemd und Hose wären sie nicht so in der Natur
gestanden. Die Selbstverständlichkeit
der Nacktheit hat uns selbst überrascht. Da fragt man dann nicht mehr
nach dem Grund. Wie bei einem Gemälde von Lucian Freud."
your death creates success rebuild and supress"
Ja toll, Otto Waalkes Haar unter
einer Blechkrone, darunter nur nackte Haut und ein paar Spritzer Kunstblut! Ja,
ein Traum, ein Gedicht!
(ansonsten hier noch der kurze
Bericht)
(Muse: rules by secrecy, auf: absolution. 2003)


im sehr groben Zusammenhang irgendwie passend. Das ist doch eine allgemein gesellschaftliche Sache, oder? Man kann die Leute nicht mehr so richtig aufregen, die kennen doch schon alles und haben alles schonmal gesehen.