Ostern, nicht Halloween
Nach ein paar Stunden Erholung
jetzt eine erneute Schilderung meiner Einkauforgien. Heute der noblere meiner
Supermärkte, eine halbe Stunde vor Ladenschluss. Ich habe meinen Rucksack voll
mit Leergut, weil alle vor den Feiertagen es hübsch aufgeräumt haben wollen,
stehe nicht nur ich vor dem Leergutautomaten. Aber mir ist das egal, ich habe
Zeit, der Laden zwar nicht, weshalb die Reinigungskräfte einen auch mit diesem
Wischautomaten durch die Gegend scheuchen. Nach einigen Fluchtaktionen und
dabei immer noch in einer Schlange stehend bin ich dran, ich komme gut voran,
das Ding nimmt fast alle meine Flaschen. Dann sieht mich die Dame bei den Eiern
schockiert an, ich weiß nicht wieso, als ich aber eine Haarsträhne aus meinem
Gesicht streiche fühle ich es. Ziemlich viel Blut und wo es her kam, da fließt
es munter weiter. Gut, also Nasenbluten. Das ist für mich nichts Neues, seit
dem ich als kleines Kind beginnend das sehr regelmäßig immer wieder habe und
einmal sogar fast daran verblutet bin, schockt mich das nicht sehr. Meistens
ist es nur ärgerlich. Ja, gerade wenn man keine Taschentücher hat. Hatte ich
natürlich auch nicht. Ich kleckerte gerade den frisch gewischten Boden voll
(das tut mir übrigens nicht leid!!! Dieser Wischautomat mit Mensch dran nervt
mich schon seit Ewigkeiten!!!), als ich aus meinen Schülerarbeitserfahrungen in
Supermärkten heraus daran dachte, dass die Fleischerei- und Käseabteilungen
immer Massen an Küchenrollen haben. Meinen Rucksack ließ ich vor dem
Leergutautomaten, dabei wurde ich von der Schlange von Menschen interessiert
begafft. Meine Hände jetzt also schon blutverschmiert als Auffangbecken vor dem
Gesicht zu der Theke. Die gute Frau dahinter hat ungelogen kurz aufgeschrieen,
als sie mich gesehen hat. Ich dachte, na ja, dann reagiert sie bestimmt auch
schnell.
„Hätten Sie etwas wie
Küchentücher?“
Sie reagiert leider etwas fahrig,
muss auch erstmal außen rum kommen, weil ich ihr sonst womöglich in das Fleisch
tropfe… Übrigens sagt sie noch total klischeehaft: „Ich kann doch kein Blut
sehen.“
Ähm ja, Fleischerin oder
Fleischfachverkäuferin! Gut, dann eben nur ausgeblutet…
Immer noch blutverschmiert, aber
jetzt mit Tüchern will ich zur Kasse gehen, muss nur noch zurück zum
Leergutautomaten. Mein Rucksack ist noch da, auch mein Einkaufskorb. Aber so
eine verdammte Flachpfeife hat mein Pfandbeleg eingesteckt!
Arrrrhhhhg!
„Nobody suffers like I do, nobody else but you“


Und natürlich sagt niemand was, der das gesehen hat. Es muss ja schnell gehen. Wahrscheinlich kannst Du noch froh und dankbar sein, dass niemand Deinen Rucksack hat mitgehen lassen.
Ist´s jetzt wenigstens wieder ok? Meine Schwester hatte das auch ganz oft so heftig; wenn sie viel Säure zu sich genommen hatte, z.B. viel O-Saft getrunken.
*tröst*