Lösch mir die Augen aus

13.04.2006 um 22:41 Uhr

Ostern, nicht Halloween

von: AiHua

Nach ein paar Stunden Erholung jetzt eine erneute Schilderung meiner Einkauforgien. Heute der noblere meiner Supermärkte, eine halbe Stunde vor Ladenschluss. Ich habe meinen Rucksack voll mit Leergut, weil alle vor den Feiertagen es hübsch aufgeräumt haben wollen, stehe nicht nur ich vor dem Leergutautomaten. Aber mir ist das egal, ich habe Zeit, der Laden zwar nicht, weshalb die Reinigungskräfte einen auch mit diesem Wischautomaten durch die Gegend scheuchen. Nach einigen Fluchtaktionen und dabei immer noch in einer Schlange stehend bin ich dran, ich komme gut voran, das Ding nimmt fast alle meine Flaschen. Dann sieht mich die Dame bei den Eiern schockiert an, ich weiß nicht wieso, als ich aber eine Haarsträhne aus meinem Gesicht streiche fühle ich es. Ziemlich viel Blut und wo es her kam, da fließt es munter weiter. Gut, also Nasenbluten. Das ist für mich nichts Neues, seit dem ich als kleines Kind beginnend das sehr regelmäßig immer wieder habe und einmal sogar fast daran verblutet bin, schockt mich das nicht sehr. Meistens ist es nur ärgerlich. Ja, gerade wenn man keine Taschentücher hat. Hatte ich natürlich auch nicht. Ich kleckerte gerade den frisch gewischten Boden voll (das tut mir übrigens nicht leid!!! Dieser Wischautomat mit Mensch dran nervt mich schon seit Ewigkeiten!!!), als ich aus meinen Schülerarbeitserfahrungen in Supermärkten heraus daran dachte, dass die Fleischerei- und Käseabteilungen immer Massen an Küchenrollen haben. Meinen Rucksack ließ ich vor dem Leergutautomaten, dabei wurde ich von der Schlange von Menschen interessiert begafft. Meine Hände jetzt also schon blutverschmiert als Auffangbecken vor dem Gesicht zu der Theke. Die gute Frau dahinter hat ungelogen kurz aufgeschrieen, als sie mich gesehen hat. Ich dachte, na ja, dann reagiert sie bestimmt auch schnell.
„Hätten Sie etwas wie Küchentücher?“
Sie reagiert leider etwas fahrig, muss auch erstmal außen rum kommen, weil ich ihr sonst womöglich in das Fleisch tropfe… Übrigens sagt sie noch total klischeehaft: „Ich kann doch kein Blut sehen.“
Ähm ja, Fleischerin oder Fleischfachverkäuferin! Gut, dann eben nur ausgeblutet…
Immer noch blutverschmiert, aber jetzt mit Tüchern will ich zur Kasse gehen, muss nur noch zurück zum Leergutautomaten. Mein Rucksack ist noch da, auch mein Einkaufskorb. Aber so eine verdammte Flachpfeife hat mein Pfandbeleg eingesteckt!
Arrrrhhhhg!
„Nobody suffers like I do, nobody else but you“

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Retransmission schreibt am 14.04.2006 um 00:21 Uhr:Das kann doch wohl nicht wahr sein! *kopfschüttel*

    Und natürlich sagt niemand was, der das gesehen hat. Es muss ja schnell gehen. Wahrscheinlich kannst Du noch froh und dankbar sein, dass niemand Deinen Rucksack hat mitgehen lassen.



    Ist´s jetzt wenigstens wieder ok? Meine Schwester hatte das auch ganz oft so heftig; wenn sie viel Säure zu sich genommen hatte, z.B. viel O-Saft getrunken.



    *tröst*

  2. AiHua schreibt am 14.04.2006 um 01:29 Uhr:Ja, jetzt ist wieder alles in Ordnung. Schließlich hatte ich genügend Tröstendes im Einkaufskorb.

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