Sicherlich,
er war einer der größten! Das ist
ja nichts Neues, sonst hätte er ja keine Berechtigung. Aber muss man denn immer
wieder darauf hinweisen, dass er ohnegleichen war. Die Rede ist von Holbein dem
Jüngeren, ein Künstler, der einen wirklich umhauen kann. Das gebe ich zu, ich
bin selbst begeistert. Ich liebe klischeehaft die Gesandten und war in meinem ersten Semester vollkommen
überwältigt, als ich in einem abgewrackten, überfüllten Vorlesungssaal Anna als Dia auf die Wand projiziert
sah. Das war eine Art Realismus, die der Fotographie irgendwie ähnlich war aber
doch verdammt fern.
Trotzdem nervt es mich an, wenn
Autoren diesem Schwärmen verfallen. Nicht Begeisterung für einen Künstler, oder
sein Werk, ich meine diese Art von Schwärmerei, bei denen die Autoren beginnen
nur noch einen Blick für „ihren“ Künstler zu haben. Ihr Künstler ist
einzigartig (per gängiger Definition ist das ja schon jeder Mensch), ihr
Künstler war der Größte und so fort… Leider verfällt dem auch etwas Wagner in
der faz.

