Lösch mir die Augen aus

07.03.2006 um 21:10 Uhr

Tauchen im Feuilleton

von: AiHua

Morgendlich kommt auch zu mir der Perlentaucher, und diesmal hat er mich schön anschaulich berichtet, wie man versucht „im globalen Somalia“ (SZ) Karl Marx wieder zu beleben. Wieso habe ich nur das Bild vor Augen, als ich nach einer e-mail-adresse eines AStA Vertreters suchte und dort doch tatsächlich auf einen offenen Brief an Karl Marx stieß (er ist wohl jetzt nicht mehr auf der Seite, jedenfalls habe ich ihn nicht mehr gefunden)? Wissen die eigentlich nicht, dass der Typ längst tot ist und wahrscheinlich auch mit viel Spiritismus nicht wieder unter uns Lebende zu holen ist? Na ja, politische Studentenbewegungen sind ja oftmals ziemlich vergangenenorientiert, weinen sie doch immer noch den wirklichen Langzeitstudenten nach, die mal locker ihre 32 Semester hinter sich gebracht haben ohne einen Abschluss in Aussicht zu haben. Aber hey, dass ist doch Lebensgefühl, in einem Sozialstaat „schöner Weise“ möglich und überhaupt…
Was will ich eigentlich sagen? Ach ja, Leute Karl Marx ist tot und das so langsam auch mal zu Recht. Nicht nur, dass der Körper mal zerfällt, nein, seine Überlegungen bedürfen doch auch mal so einige Überarbeitungen, bevor ich da mal überzeugt wäre.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. sjAlfur schreibt am 07.03.2006 um 23:43 Uhr:Gott ist auch tot. Dann müsste er mit Marx jetzt an einem Tisch sitzen. Allerdings... will Gott mit Marx an einem Tisch sitzen? Höchstens auf eine Runde Opium...
  2. AiHua schreibt am 08.03.2006 um 00:19 Uhr:Hier nichts gegen Gott sagen! Sämtliche religiöse menschen könnten sich gekränkt fühlen. Wenn schon Bands mit zahmen Texten von Radios boykotiert werden, weiß man nie, was als nächstes kommt...

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