Lösch mir die Augen aus

15.09.2006 um 02:26 Uhr

"Verzeih!"

von: AiHua

Mal wieder nachts, mal wieder ein guter Film. Ganz unvorbereitet beginnt er, ich sitze gerade am Rechner und schreibe. Nach einem anstrengenden Satz schalte ich den Fernseher an. Das ist bei mir so, wie bei meinem Bruder die Zigarette, oder M. der Kaffee, oder für den Fanatiker die Cola. Ich schalte den Fernseher an und schaue. Und der Film beginnt gerade. Mon Homme. Mein Mann. Ich erinnere mich an die Aufregung bei der Berlinale. Es ist schon erstaunlich, dass Filme, die direkt sind und vor allem Sex auf eine bestimmt Art zeigen immer schockieren, obwohl es sich immer wieder wiederholt. Jedenfalls kann man bei diesem Film aber kaum sagen, dass es sich um Pornographie handelt (auch schon des Öfteren auf so tollen Filmfestivals vorgekommen). Auch wenn ich sagen muss, dass ich noch niemals so schmutzige Hände an dem weiblichen Geschlecht gesehen habe, aber es ging da ja nicht nur um Sex, sondern um die Liebe selbst.
zdf  klassifiziert Bertrands Bliers Film als Erotikkomödie, leider, denn das trifft so gut wie gar nichts an dem Film. Ja, man kann auch lachen, ja, es geht auch um viel Sex, aber ich würde nicht sagen, dass es darauf bei dem Film allein ankommt. Eigenartiger Weise kriegt im Text das zdf halbwegs noch die Kurve, auch wenn nur dadurch, dass es die Welt zitiert:
"Mein Mann" ist kein Melodram, sondern eine kleine, doppelbödige Satire über das Leben mit seinen Widersprüchen, auf das Verhältnis von Mann und Frau."
Wobei „doppelbödig“ anzeigt, dass es auch etwas von einem Melodram hat, nicht wahr?
Aber der Film lebt auch von allen möglichen Schauspielern,  wobei nicht nur in den Hauprollen, sondern auch in den ganz kleinen...


Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.