Wäre ich ein Intellektueller
und dann noch italienischer dazu, ich wüsste auch nicht was ich zu dem Wahlergebnis sagen sollte. Was soll man dazu sagen, dass die Wahlen so knapp ausfielen? Was soll man sagen, dass immer noch so viele diese Person gewählt haben, die sich gerade wie bei einem Kindergeburtstag verhält wie das Kind sich verhält, welches nach dem Topfschlagen schreit, dass alles ungerecht war, obwohl es den Topf nicht getroffen hatte? Mensch, das war ja so was von kalt! Für Prodi natürlich auch. Alles ziemlich lasch und auch schrecklich, aber das war ja auch schon vorher klar. Franz Haas wundert sich in der Neuen Züricher Zeitung, aber worüber? „Der Regisseur Nanni Moretti, ein erbitterter Gegner von Berlusconi, sagte auf einer Podiumsdiskussion missmutig und müde, er wünsche sich neben dem Sieg der Linken endlich ein geeintes Land und eine italienische Rechte, «mit der sich die europäischen Konservativen nicht mehr schämen müssen»“, was ja schon mal eine Äußerung ist. Viel mehr wäre aus mir auch nicht heraus zu holen, aber ich bin ja auch kein Intellektueller und erst recht kein italienischer.

