Lösch mir die Augen aus

06.05.2006 um 01:22 Uhr

Was München einfach nicht bietet

von: AiHua

Recklinghausen, Shakespeare und Spaecy. Keine Ahnung wie das zusammen gekommen ist, aber ich würde gerade gerne da sein und mir Spacey als King Richard ansehen. Drei Stunden mir völlig die Kante mit Worten geben, oben schweben die deutschen Texte vorbei, vorne, langsam getragenes Englisch, kaum Bewegung auf der Bühne. Wie hier beschrieben wird, wechseln die Schauspieler in einer Szene höchstens „vom Stand- aufs Spielbein.“
Das nenn ich mir eine abendfüllende Angelegenheit. Wenn ich es mir recht überlege, dann verwundert es gar nicht mehr, dass sie drei Stunden Theater in Recklinghausen anbieten. Zu Kultur muss man auch gezwungen werden, wenn es nichts anderes gibt, dann macht man vielleicht auch so was. Eigentlich schade, dass die Schauspieler in Anzügen erscheinen, projiziert in Ausschnitten auf riesige Leinwände, Strumpfhosen und Knieplumphosen können unheimlich unterhaltsam sein, so für mindestens eine Stunde.


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