Was macht die Figur?
Und wo könnte man mich vielleicht
morgen finden? Richtig, ich suche die Figur an sich. Nicht meine, da gehe ich
einfach ins Badezimmer zu den frisch polierten Spiegeln (was mache ich nicht
alles um meiner Arbeit auszuweichen. Ich glaub ich bin auch nicht möglich, aber
irgendwie beweist mir der Alltag leider etwas anderes), nein, ich sehe mir an,
dass die Malerei mal wieder vergegenständlicht hat (wobei man genau so
Beispiele finden kann, dass die abstrakte Malerei durchaus noch zu finden ist…
ich meine jetzt wirklich gegenstandslose Kunst, also nicht das, was manche
Spinner –Entschuldigung, besser wäre Unwissende- für abstrakt halten). Die Hypo-Kunsthalle
zeigt über 120 Bildern von 80 internationalen Künstlern, die sich alle mit der
Figur, also dem Gegenständlichen beschäftigen.
Also vielleicht bin ich also am
Wochenende oder schon morgen da und versuche den schlechten Führungen
auszuweichen (das Schlimmste was ich miterleben musste war neben mir eine Führung
zu Otto Mueller Bildern: „Das Mädchen blickt so verträumt, weil es sich eben an
ihr erstes sexuelles Erlebnis erinnert. Ohne es zu wissen ist sie zur
geheimnisvollen Frau geworden!“ ich hätte Brechen können. Wirklich gar nichts
sprach dafür, weder ikonographisch, noch quellenmäßig. Da war nur ein Frauenakt
im Bett! Und dann gehen Leute nach hause und meine, dass sie etwas gelernt
haben!)
Wenn ich es mir so recht
überlege, dann bin ich Montags da, weniger Leute und außerdem der günstige Tag.

