der schmale Grat
Der eine beschreibt eigentlich nicht den
Wahnsinn, aber da ja jedes Kind weiß, dass man mit Vincent van Gogh den leicht
verstaubten, aber so unendlich reizvollen Geniebegriff definiert und dazu eben
eine gehörige Portion Wahnsinn nun mal gehört, denkt man bei diesem Satz sofort
daran. Blumen hat er auch jeden Fall gesehen… und eigentlich wollte er es auch
nur schön haben. Für die Künstler-WG, die nie zustande kommen sollte, malte er
die verschiedenen Sonnenblumen, die jetzt in der Welt verstreut sind.
Der andere Redner ist zwar nur eine Figur, dafür
aber eine ganz schön runde… äh eckige. Und stellt das da, was der erste
verschweigt. Es gibt eben nicht nur Blumen weitab vom Weg.
„Die Normalität ist eine gepflasterte
Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“
[Vincent van Gogh]
„Wenn Sie
mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf
der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von
Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie!“
[Bernd das Brot]

