desaströse Reisebedingungen
Seit ein paar Monaten wissen wir
durch die Nachrichten (z.B. hier ), dass Pinguine durchaus weitgereiste Wesen
sein können, die auch nichts gegen den Bossa Nova haben, mehr gesagt, wenn sie an
der Küste von Brasilien ankommen sind sie so geschwächt, dass man ihnen fast
jedes Musik vorspielen könnte, so lange dabei ordentlich Hering in sie gestopft
wird.
Die ewig befrackten Kerlchen
wirken nicht nur dresscodemäßig am Strand mit den azurnen Wassern deplaziert,
nein sie sind es auch wirklich. Ihre Reise haben sie somit logischerweise auch
nicht freiwillig auf sich genommen. Ihre Heimatscholle hat sich einfach nur auf
dem Weg gemacht und ist dann dabei auf der extrem langen Reise geschmolzen (ja,
genau wie bei Lars), dabei hungern die fliegunfähigen Tiere total ab und sind
komplett dehydriert. Wenn die Strandwache auf dem Strand sie aufgreift sind sie
am Ende ihrer Kräfte.
In der Vergangenheit kam das
immer wieder mal vor (ebenso wie Eisbären wohl hin und wieder mal nach Island
kamen), aber durch die globale Erwärmung ist es dieses Jahr weit über den
normalen Maß geschehen. An die 100 Pinguine schafften es an die brasilianische
Küste. Wurden vorher die Vögel an Zoos übergeben, gibt es jetzt eine eigene
Station, die die entkräfteten Vögel aufpäppelt. Schließlich fliegen sie mit
ansonsten militärischen Flugeinsätzen zurück in ihre Heimat, wo sie dann wieder
frei gelassen werden.

