Lösch mir die Augen aus

02.10.2006 um 23:46 Uhr

desaströse Reisebedingungen

von: AiHua

Seit ein paar Monaten wissen wir durch die Nachrichten (z.B. hier ), dass Pinguine durchaus weitgereiste Wesen sein können, die auch nichts gegen den Bossa Nova haben, mehr gesagt, wenn sie an der Küste von Brasilien ankommen sind sie so geschwächt, dass man ihnen fast jedes Musik vorspielen könnte, so lange dabei ordentlich Hering in sie gestopft wird.
Die ewig befrackten Kerlchen wirken nicht nur dresscodemäßig am Strand mit den azurnen Wassern deplaziert, nein sie sind es auch wirklich. Ihre Reise haben sie somit logischerweise auch nicht freiwillig auf sich genommen. Ihre Heimatscholle hat sich einfach nur auf dem Weg gemacht und ist dann dabei auf der extrem langen Reise geschmolzen (ja, genau wie bei Lars), dabei hungern die fliegunfähigen Tiere total ab und sind komplett dehydriert. Wenn die Strandwache auf dem Strand sie aufgreift sind sie am Ende ihrer Kräfte.
In der Vergangenheit kam das immer wieder mal vor (ebenso wie Eisbären wohl hin und wieder mal nach Island kamen), aber durch die globale Erwärmung ist es dieses Jahr weit über den normalen Maß geschehen. An die 100 Pinguine schafften es an die brasilianische Küste. Wurden vorher die Vögel an Zoos übergeben, gibt es jetzt eine eigene Station, die die entkräfteten Vögel aufpäppelt. Schließlich fliegen sie mit ansonsten militärischen Flugeinsätzen zurück in ihre Heimat, wo sie dann wieder frei gelassen werden.


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