ein sinnloses Unterfangen
Verdrängung kann sinnvoll sein, jetzt bringt es wenig.
Ich will es zwar nicht wahrhaben, will lieber meinen Rhythmus weiterführen, aber morgen früh habe ich keine Wahl. Morgen früh werde ich mich wieder nach anderen richten, meine Arbeit für ein paar Stunden ruhen lassen und mich einer anderen Arbeit widmen müssen. Sternenstaub wird zwar noch auf meinen Kleidern liegen, aber ansonsten wird nur noch das Neonlicht auf mich herab scheinen. Ein Baslerakzent wird mich geistig umwehen und ich werde in Kulturpessimismus gebadet, vielleicht sogar getauft.
Ich werde bei aller Historisierung, selbst die Arbeit noch mal historisieren und mich um die letzten Monate begutachtend drehen. War es gut, bin ich vorangekommen? Habe ich mich hermeneutisch um ein Objekt bewegt? Oder habe ich mich bei dem Versuch in meinen Schlaufen nur verheddert?
Oh, ich habe keine Lust! Ich will das alles nicht reflektieren. Ich gehe also noch nicht schlafen, ich will den Tag aufhalten.

