fließende Tapeten im Spiel
Mein Bruder, ihr wisst schon, der
Buddhist, hat mich heute angerufen. Er redete davon, dass er heute verstanden hat,
dass auch in unser ach so freien Zeit die Nazis oder auch jegliche andere
Oberätzendtruppe die Macht über Haus, Hof, Staat und Gehirn ergreifen könnte.
Seine Kollegen brachten ihn zur Weißglut und bereicherten mich um einige
politische und soziale Vorstellungen.
Außerdem erzählte er mir, dass
das Paket da sei, welches ich für ihn bestellt habe. Während er also von Job,
Politik, Musik und Filmen quer durcheinander und unzusammenhängend erzählte,
durfte ich ihn ein Spiel bestellen. Natürlich durfte ich mir auch den Inhalt
des Spieles anhören, den kannte ich aber schon, ich las also gleichzeitig in
einem Buch. Das beruhigt den Blutdruck, wobei der in meiner Familie sowieso immer
ultra abgehangen ist.
Nach dem Telefonat hatte ich
meinem Bruder versprochen, mir aus der Videothek noch heute –ganz unbedingt-
einen Film auszuleihen, sowie Plasmapong mir herunter zu laden. Zur Videothek
bin ich nicht, dafür habe ich aber tatsächlich dieses Spiel. Ich sag mal, es
ist bewusstseinserweiternd. Die Musik ist total hinreißend und hätten die
dieses Spiel in Las Vegas gehabt, als so ein Sportreporter mit dicklichem
Anwalt da gewesen sind, dann hätte die Geschichte der Welt ein viel schlimmeres
und ganz endgültiges Ende genommen.
Ich habe nicht die Welt gerettet,
aber dafür habe ich mich nach der Bemerkung meines Bruders abreagiert, dass Weblogs
doch nur so Tagebücher für Spinner und schlechte Schriftsteller seien, die
keinen Verleger an Land ziehen können.
Ja, ich sag mal…. Ja.
Darum jetzt auch mal ein
Tagebucheintrag.


ansonsten, denke ich, sind verleger altmodische menschen, die es gewöhnt sind, daß man zu ihnen kommt. sie finden nicht, sie wollen hofiert werden und auswählen. außerdem muß man jemanden kennen, der jemanden kennt, der jemanden kennt ...der den verleger kennt.
ich denke, weblogs haben einen wert für einen selber (so habe ich mal gedacht und gefühlt? aha! - ein ähnlicher effekt, den man nach jahren auch bei tagebüchern hat, nur daß man sofort erfährt, was ein ausgewählter kreis von leuten von den eigenen gedanken hält) und selten einen wert über den tag, den monat hinaus.
daß in ihnen auf irgendeine weise herzblut steckt, ist eine ganz andere geschichte...
Außerdem kann er keinen guten Artikel darüber gelesen haben, denn wenn man bedenkt, dass dieser kram hier aus einem durchaus wissenschaftlichen Gedanken heraus auch gedacht war, bekommt das noch eine ganz anderer Bedeutung.
http://medienpraxis.ch/2006/05/07/zweite-runde-studienblogs/
solche Studien sind nur eine Seite de Medaille, aber darin fällt ein wichtiges Wort: Blogs regen zur Diskussionen an.
als nicht-stand-alone-blogger ist die \"a-list\" eh eine andere welt. aber gut, so was das doch schon immer, oder? eine gruppe von leuten glaubt, etwas ganz neues geschaffen zu haben, das allen offen steht, und letztlich verkommt es genauso wie das ego-gewichse in einigen feullitons wieder zum schichtendenken. ist ja auch irgendwo nachvollziehbar, wenn man sieht, was einige teilweise in ihre blogs reinstecken (gibt es eigentlich mittlerweile schon hauptberufliche blogger?), aber dann sollte man aufhören diese liberalität zu heucheln...
generell finde ich an vielen blog-diskussionen schlimm, dass der schreiber meint, es sei sein subjektiver blog und seine subjektive meinung, gleichzeitig anderen eigene meinungen aber vorwirft. komische welt...
ja, es gibt hauptberufliche blogger; imho... johnny spreeblick!?
wie eigene meinungen? nicht hier... da muß aihua einschreiten!
allerdings reicht meine zeit momentan auch gerade mal für meine eigenen blogs, die blogigo-internen kontakte und natürlich die B-Seite. nichtmal BILDblog lese ich momentan regelmäßig...
@spreeblick richtige story zur richtigen zeit; könnte uns auch passieren... sind wir dann auch elitär?
@aihua hey, ich bin auch alle!!!