lebende Bilder
Gerade läuft auf 3sat eine
Sendung über die Gartenwände von Partick Blanc. Vor wenigen Jahren war ich von
seinen Pflanzenwänden so begeistert, dass ich ziemlich lange überlegt habe
darüber meine Magisterarbeit zu schreiben. Er schafft lebende Bilder, er
schafft Dschungel in der Vertikale, mitten in der Stadt. Und obwohl noch nicht
viele Menschen (meist Paris) in den Genuss seiner Pflanzenwände gekommen sind, hat
er einen sehr sozialen Gedanken. Begrünung in der Stadt. Dort wo Bruno Taut
sagte, dass man die „gebauten Gemeinheiten“ zerschlagen sollte, begrünt Blanc
sie.
Aber er hat auch anderes
geschaffen als die Pflanzenwände, er hat auch das Tal der Nebel gestaltet. Der
eigentliche Tropenbiologe setzt Wasser neben den asiatischen Exoten, die auch
in unseren kalten Klima überwintern können.
bio.de schreibt:
„Ginge es
nach dem Tropenbotaniker Patrick Blanc, wären die Städte Europas voll üppig
blühender Gärten in der Vertikalen. In und um Paris hat Blanc bereits begonnen,
seine Vision vom „kontrollierten Dschungel" umzusetzen. Mit einem
patentierten System verwandelt er triste Hausfassaden und Hinterhöfe in
überdimensionale Bilder aus Hunderten von Pflanzen, die er von
wissenschaftlichen Expeditionen mitbringt. Der Film stellt Blancs Werke im
Großraum Paris sowie auf dem Internationalen Gartenfestival von Chaumont-sur-Loire
vor.“
Es wird
wieder gezeigt, das weiß ich. Und wenn
es dann kommt, dann guckt euch das an und dann sagt mir, ob Gartenkunst außer
von Versailles nur „Kleinscheiß“ ist, wie einige Kunsthistoriker in ihrem
Freundeskreis sagen, oder eben große Kunst, eben auch mit Tiefgang.


Im Internet lässt sich aber auch einiges von ihm finden, sogar Interviews (wenn man denn des Französischem mächtig ist... ich sollte es ja sein, aber ihn nur zu hören und dann zu verstehen war schon ganz schön schwer...)