Ladykillers

Komödie, usa 2004
original: Ladykillers
regie: joel & etan coen
drehbuch: joel & etan coen
cast: tom hanks,
irma p. hall,
marlan wayans,
tzi ma,
j.k simmons, u.a.
Die alte Dame muss sterben
"Oh brothers where are thou?" will man die Regisseure nach der Vorführung des Filmes "Ladykillers" fragen.Fehlen euch etwa die nötigen Ideen um wieder einmal einen guten Film zu drehen? Müsst ihr euer Geld scheffeln, indem ihr alte englische Komödien neuverfilmt?
"Ladykillers" ist nämlich ein Remake des Klassikers von 1955 , welcher in den berühmten Ealing Studios entstanden ist. Die neue Version ist immer noch , genauso wie der Vorgänger, sehr unterhaltsam, witzig und sogar intelligent. Aber es ist doch schon sehr Traurig , dass das durchaus talentierte Brüderduo sich dem hollywoodschen Kanibalismus übergibt und anfängt alte ideen zu klauen.

Tom Hanks mimt einen Philologie Professeur der krampfhaft versucht eine alte dicke farbige Lady (Dall) davon zu überzeugen, dass sie ihm ein Zimmer in ihrem Haus vermieten soll. Dabei spielt er die Rolle als äußerst gläubiger und ehrbarer englischer Gentleman ausgezeichnet und bekommt schließlich das Zimmer und was noch wichtiger ist, er darf den Keller benutzten. Der nette Getleman ist nämlich in wirlichkeit der Kopf einer Diebesbande, die es darauf angelegt hat, einen Banktresor zu knacken, indem sie einen Tunnel vom Keller der alten Lady bis zum Tresor buddeln. Während Hanks seine Truppe als Musiker ausgibt und mit ihnen im Keller "probt", fängt die alte Lady an zu schnüffeln und es sieht aus als ob sie dem Plan gefährlich werden könnte. Für die Diebe steht eines fest, die alte Lady muss aus dem Weg geräumt werden...

Eigentlich scheint der Film wirklich über große Strecken hin wirklich komisch und Hanks spielt seine Rolle als Shakespear zitierender Gentkeman wirklich gut und witzig (Wie immer der Shauspieler das auch macht. Hanks ist der beste.), aber von den Cohenbrüdern darf das Publikum mehr erwarten. Nur wirklich selten blitzt ihr wirklich ausgeprägter schwarzer Humor auf, der sie doch berühmt gemacht hat.
Hier wurde wieder versucht einen einfachen konventionellen Film zu drehen. Allein schon die Helfer von unserem Masterbrain sind ein so stereatypisch zusammen gewürfelter Haufen: Ein schwarzer Quatschkopf, ein schweigender
Asiate, ein alter General (Experte für explosive Materialien) und ein Mann für die Drecksarbeit - ein Vollidiot. Es wimmelt quasi nur so von stereaotypischen Chrakteren, die bei Weitem viel schlechter sind als die Gauner aus "Oceans Eleven".Überhaupt ist die Welt in dem scih "Ladykillers" abspielt wird sehr comicartig dargestellt und verleiht dem ganzen Film eine Athmophäre wie in einem Road Runner & Wile E. Coyote Trickfilm.

Es ist wirklich schade was die Cohenbrüder aus dem Klassiker gemacht haben. Dass soll nicht heißen, dass sie den Film verhuntzt hätten ,nein, es ist eine wirklich solide und witzige Komödie. Doch teilweise versteht man die Ideen und Witze der Regiesseure nicht. Von der einen Szene zur anderen, wird auf einmal ein Mensch getötet. Man weiß nicht , ob man lachen oder weinen soll. Wenn man dann begreift, dass es einfach nur ein Witz war wird diese Erkenntnis durch einen nächsten Mord in einen anderen Szene wieder zerfetzt und man weiß wieder nichts.

Wenn man sich "Ladykillers" im Kino angucken will, dann darf man nie vergessen wer auf dem Regiestuhl sitzt, sonst kann man vieles in den falschen Hals bekommen. Wer aber über Witze, die einen wirklich ekligen Durchfall zum Thema haben, herzlich lachen kann, kann und darf sich "Ladykillers" angucken. Achja und Tom Hanks sei dieser Ausrutscher verziehn ...
Bewertung:
(5 von 10 Raben)











