Owning Mahowny

tragikkomödie, kanada 2003
original: owning mahowny
regie: richard kwietnowski
drehbuch: maurice chauvet
cast: phillip seymour hofmann
minnie driver,
john hurt,
maury chaykin, u.a.
Rien ne va plus
Es ist schon eine Frechheit , dass dieser Film der schon 2003 auf der Berlinale lief erst in einem Monat auf unsere Kinoleinwände trifft. Aber so viel sei gesagt: Das Warten hat sich gelohnt. Bei "Owning Mahowny" handelt es sich um das vielleicht beste und packenste psychologische Filmporträt eines Gamblers (ein Spielsüchtiger).

Dabei handelt es sich bei der Story um keine Fiktive Geschichte. 1982 begann der Vizepräsident der Kanadischen Bank Mitgliedskonten anzuzapfen, um seine anfänglich eher kleinen Schulden abzubezahlen. Alles endete damit, dass er schließlich 10 Millionen Dollar in seine eigene Tasche fließen ließ. Die ganze Affäre beschrieb ein junger kanadischer Journalist Gary Ross in seinem Buch, welches 20 Jahre später auch als Drehbuchvorlage zum Kinofilm diente. Es ist keine Schande , dass wir 20 Jahre auf einen Menschen warten mussten , der sich dem heikelen Stoff annimmt, denn das Resultat ist hier einmalig Eindrucksvoll.

Der Titelheld Mahowny (Ein Anagramm: How many ???) wurde für den Plot des Spielfilmes etwas degradiert und ist nur der Assistentschef eines Bankfillialleiters. EIn schlichter netter "Normalo" dem niemand seine tiefen persönlichen Probleme anmerkt. Mahowny führt nämlich ein Doppelleben. In seinem zweiten Leben hat er sich voll und ganz dem Spiel hingegeben. Er spielt. Er spielt um zu spielen. Er spielt nicht um zu gewinnen. Er spielt nicht um mit dem gewonnen Geld sein Leben wieder auf Forderman zu bringen oder seinen Job genegen einen besseren einzustauschen. Nein Er spielt weil ers spielen will. Mahowny verliert nicht nur.Ab und zu hat er wirkliche Glückssträhnen und gewinnt stattliche Summen."Er muss das Geld gewinnen , um es später zu verlieren." so einer der Besitzer des Casinos indem Mahowny sein Glück versucht. Das alles macht Mahowny um sich selber zu überzeugen, dass er weder am Rouletttisch noch im richtigen Leben einen Sieg verdient.

Mahownys exzessive Spielsucht lässt sogar seinen Buchmacher streiken. Er gibt ihm kein Geld mehr. "Thats no bussines..", stellt er kopfschüttelnt fest. Sonderbar, denn Buchmacher sind doch darauf aus , dass ihre Klienten immer mehr verlieren und somit bei ihnen immer tiefer in die Schuldenfalle tappen. Sogar der Kasinobesitzer, der als alter routinierter Fuchs mit sehr gemischten Gefühlen den Untergang seines besten Kunden beobachtet, zeigt wie sehr die Person Mahowny polarisiert und fasziniert. Übrigens ist es bisher vielleicht der einzige Kinfilm der Leuten wie Kasinobesitzern menschliche Charktereigenschaften zuweist. Mahownys Freundin (Driver in einer sehr schlimmen Perrücke) observiert das Treiben ihres Freundes mit einer geradezu leichtfertigen Gedult aber als er sie dann in Las Vegas alleine im Hotelzimmer sitzen lässt , reist ihr auch der Faden.

Wir haben hier einen einfachen, ruhigen und effektarmen Film der irgendwo im hinteren Mittelfeld sämtlicher Hollywoodproduktionen stehen würde, die so ein Thema behandeln würden. Es gibt hier keine emotionalen Fragen wie z.B. "Schafft es der Held eine so große Summe zu gewinnen , um seinem schlimmen Leben endlich lebewohl zu sagen?". Diese Fragen erübrigen sich, da man weiß das Mahowny einfach jedne Gewinn egals wie hoch er ist wieder setzen würde und damit wieder verlieren würde. Und man sieht auch ,dass die illegalen Bankgeschäfte irgendwann zum Vorschein kommen und ihm großen Ärger bringen. Es ist alles eine Frage der Zeit. Alles was dem Publikum bleibt sit also Mahownys 'untergang mitzuverfolgen, egal wie schmerzhaft er sein Sturz auf sein wird. Genau diese konstellation schafft es aus "Owning Mahowny" eine wirklich mitreisenden und vorallem sehr spannenden Film zu machen.
Bei die diser zugegeben One Man Show muss man dem Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman ein wirklich sehr großes Lob aussprechen. Seine Darstellung des Mahownie ist so so perfekt , dass man ihm den ruhigen schon fast unkomunikativen und psychisch immer weiter verfallenen Charakter ohne weiteres abkauft. Schon wie bei Monster, wo Charlize Theron eine grandiose One Woman Show abliefert, ist der Gang ins Kino schon allein wegen des Hauptdarstellers ein muss.

"Owning Mahowny" ist ein immer in sehr kaltem und steril wirkenden weißen Licht gehalten , was die Atmosphäre eines FIlm-Noir erzeugen soll. Es ahdnelt sich aber viel mehr um eine Tragikkomödie, die die Scuht und den seelischen Verfall eines Menschen auf fast schon schmerzhaft realistische Weise zeigt und darstellt. Ein sehr gutes Beispiel für einen Film , welcher mit einfachen Mitteln noch lange beim Publikum nachwirken wird.
Bewertung:
(9 von 10 Raben)
Es ist schon eine Frechheit , dass dieser Film der schon 2003 auf der Berlinale lief erst in einem Monat auf unsere Kinoleinwände trifft. Aber so viel sei gesagt: Das Warten hat sich gelohnt. Bei "Owning Mahowny" handelt es sich um das vielleicht beste und packenste psychologische Filmporträt eines Gamblers (ein Spielsüchtiger).

Dabei handelt es sich bei der Story um keine Fiktive Geschichte. 1982 begann der Vizepräsident der Kanadischen Bank Mitgliedskonten anzuzapfen, um seine anfänglich eher kleinen Schulden abzubezahlen. Alles endete damit, dass er schließlich 10 Millionen Dollar in seine eigene Tasche fließen ließ. Die ganze Affäre beschrieb ein junger kanadischer Journalist Gary Ross in seinem Buch, welches 20 Jahre später auch als Drehbuchvorlage zum Kinofilm diente. Es ist keine Schande , dass wir 20 Jahre auf einen Menschen warten mussten , der sich dem heikelen Stoff annimmt, denn das Resultat ist hier einmalig Eindrucksvoll.

Der Titelheld Mahowny (Ein Anagramm: How many ???) wurde für den Plot des Spielfilmes etwas degradiert und ist nur der Assistentschef eines Bankfillialleiters. EIn schlichter netter "Normalo" dem niemand seine tiefen persönlichen Probleme anmerkt. Mahowny führt nämlich ein Doppelleben. In seinem zweiten Leben hat er sich voll und ganz dem Spiel hingegeben. Er spielt. Er spielt um zu spielen. Er spielt nicht um zu gewinnen. Er spielt nicht um mit dem gewonnen Geld sein Leben wieder auf Forderman zu bringen oder seinen Job genegen einen besseren einzustauschen. Nein Er spielt weil ers spielen will. Mahowny verliert nicht nur.Ab und zu hat er wirkliche Glückssträhnen und gewinnt stattliche Summen."Er muss das Geld gewinnen , um es später zu verlieren." so einer der Besitzer des Casinos indem Mahowny sein Glück versucht. Das alles macht Mahowny um sich selber zu überzeugen, dass er weder am Rouletttisch noch im richtigen Leben einen Sieg verdient.

Mahownys exzessive Spielsucht lässt sogar seinen Buchmacher streiken. Er gibt ihm kein Geld mehr. "Thats no bussines..", stellt er kopfschüttelnt fest. Sonderbar, denn Buchmacher sind doch darauf aus , dass ihre Klienten immer mehr verlieren und somit bei ihnen immer tiefer in die Schuldenfalle tappen. Sogar der Kasinobesitzer, der als alter routinierter Fuchs mit sehr gemischten Gefühlen den Untergang seines besten Kunden beobachtet, zeigt wie sehr die Person Mahowny polarisiert und fasziniert. Übrigens ist es bisher vielleicht der einzige Kinfilm der Leuten wie Kasinobesitzern menschliche Charktereigenschaften zuweist. Mahownys Freundin (Driver in einer sehr schlimmen Perrücke) observiert das Treiben ihres Freundes mit einer geradezu leichtfertigen Gedult aber als er sie dann in Las Vegas alleine im Hotelzimmer sitzen lässt , reist ihr auch der Faden.

Wir haben hier einen einfachen, ruhigen und effektarmen Film der irgendwo im hinteren Mittelfeld sämtlicher Hollywoodproduktionen stehen würde, die so ein Thema behandeln würden. Es gibt hier keine emotionalen Fragen wie z.B. "Schafft es der Held eine so große Summe zu gewinnen , um seinem schlimmen Leben endlich lebewohl zu sagen?". Diese Fragen erübrigen sich, da man weiß das Mahowny einfach jedne Gewinn egals wie hoch er ist wieder setzen würde und damit wieder verlieren würde. Und man sieht auch ,dass die illegalen Bankgeschäfte irgendwann zum Vorschein kommen und ihm großen Ärger bringen. Es ist alles eine Frage der Zeit. Alles was dem Publikum bleibt sit also Mahownys 'untergang mitzuverfolgen, egal wie schmerzhaft er sein Sturz auf sein wird. Genau diese konstellation schafft es aus "Owning Mahowny" eine wirklich mitreisenden und vorallem sehr spannenden Film zu machen.
Bei die diser zugegeben One Man Show muss man dem Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman ein wirklich sehr großes Lob aussprechen. Seine Darstellung des Mahownie ist so so perfekt , dass man ihm den ruhigen schon fast unkomunikativen und psychisch immer weiter verfallenen Charakter ohne weiteres abkauft. Schon wie bei Monster, wo Charlize Theron eine grandiose One Woman Show abliefert, ist der Gang ins Kino schon allein wegen des Hauptdarstellers ein muss.

"Owning Mahowny" ist ein immer in sehr kaltem und steril wirkenden weißen Licht gehalten , was die Atmosphäre eines FIlm-Noir erzeugen soll. Es ahdnelt sich aber viel mehr um eine Tragikkomödie, die die Scuht und den seelischen Verfall eines Menschen auf fast schon schmerzhaft realistische Weise zeigt und darstellt. Ein sehr gutes Beispiel für einen Film , welcher mit einfachen Mitteln noch lange beim Publikum nachwirken wird.
Bewertung:
(9 von 10 Raben)




Yorks
doch manchmal noch allzu sehr nach Videospieloptik aus. Hervorzuheben
ist dabei die atemberaubende Sequenz in der Spider-Man versucht,
mit geradezu übermenschlicher Anstrengung einen dahinrasenden
Zug zu stoppen, eine Szene, die wie vielleicht keine Andere diesen
Helden definiert, auch wenn man sich irgendwann die Frage stellt,
ob der Gute mit der Wahrung seiner "Geheimidentität"
nicht vielleicht etwas leichtfertig umgeht. Und deshalb darf auch ein "simpler"
Superhelden-Film dann hier mal die Höchstwertung abstauben.