Kinokritiker

13.02.2005 um 20:15 Uhr

Berlinaletagebuch: 3.Tag




Provincia Meccanica
Eine noch sehr junge Familie steht im Mittelpunkt des italienischen Beitrages im Wettbewerb. Hier wo Kinder und Eltern gleichberechtigt sind, kommt zu einer tragischen Wendung als durch die harsche interventin der Großmutter, die Famiele ausßernader gerissen wird. Der ganze Film ist ziemlich deprimierend und man möchte über ihn auch gar nicht reden. Stellenweise ziemlich langatmig quält man sich über durch das Schicksal der Familie, die dem Zuschauer viel zu flach näher gebracht wird.

Siegerchancen?  Ich würde mal sagen depremierend gering.

One day in Europe
Mit Johannes Stöhrs Episodenfilm "One day in Europe" startete der erste deutsche Beitrag in den Wettbewerb. Während des Champions League Final spieles in Moskau zwische DePotivo und Galtasaray geschehen zur selben Zeit aber an vier verschiedenen Orten in Europa Diebstähle. Nun müssen sich die verschiedenen Polizeistationen in einem Sprachenwirrwar sondersgleichen zurecht finden und schon bald kommt es zu immer skurileren und komischeren Zwischenfällen. Ein warer Segen war Johannes Stöhrs Film , nach dem erschütternd depremierenden (ich erhole mich immer noch nicht davon, wieviel schlimmes einer Familie geschehen kann) italienischen Beitrag. Ganz angelehnt an Jim Jarmuschs 1992 Erfolgsfilm "One night on Earth"  werden wir zeugen eines Sprachencrashs im vermeindlich vereinten Europa, dass man sich kaum ahlten aknn vor lachen. Für einen deustchen Film haben wir hier ein erstaunlich solides und gutes Stück Filmarbeit, mit dem der studierte Europarechtler Stöhr ein unterhaltsames, intelligentes und cleveres Plädoyer für ein Europa abgibt, welches sich noch enger zusammenleben soll und muss.

Siegerchancen? Wenn, dann nur Außenseiterchencen, Komödien gewinnen ja grundsätzlich nie (was oft sehr schade ist)!

Les temps qui changent
Hier haben wir also den nächsten französischen Beitrag im Wettbewerb (zur Erinnerung: "Man to Man" ist zwar nicht 100% französisch aber zu 60%). Mit den beiden Starikonen des franz. Kinos Catherine Deneuve und Gerard Depardieu bekommt der Zsuchauer eine Liebesgeschichte geboten, die vorallem die Sehnsucht nach der verlorenen großen Liebe schildert.Knapp 30 Jahre nach ihrer Trennung fängt Antoine (Gérard Depardieu) an, einzige große Liebe Cécile (Catherine Deneuve) zu suchen. Als er sie findet , bemerkt er schnell, dass Cecile schon mit einem marokkanischen Artzt verheiratet ist.
Ein riesieges "Gähn" an diesen gräßlich mainstreamigen Liebesstreifen aus Frakreich. Angeblich soll ein Journalist gesagt haben , dass man den Streifen auch getrost hätte als Hörspiel verkaufen können, denn wozu braucht man Bilder wenn man ewig laaaaange Dialoge hat.

Siegerchancen? Ich muss immer noch "gähnen".


 

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