Ich liege
hier, alleine ! was soll ich tun? Alles ist belanglos geworden! Wieso? Ich
weiß es nicht. Ich schaue um mich. Mein Leben ist grau, tagein, tagaus immer
das gleiche !weshalb? ich sehe mich, doch ich erkenne mich nicht. Ich könnte
genauso gut ein andrer sein. Ich sehe Menschen, hunderte von Menschen, jeden
Tag, ich sehe die Konturen ihres Körpers, sehe ihre Kleider, ihre Haarfarbe,
und doch sehe ich sie nicht. Genauso wenig wie sie mich sehen können, sehen
wollen. Nichts als eine graue Masse lebend in dem gleichen öden Alltag aus dem
alle ausbrechen wollen, obwohl sie sich verzweifelt daran festklammern, wie ein
Erkälteter der sich nichts sehnlicher wünscht als gesund zu werden, und doch
läuft er nackt durch den Schnee! Das Leben ergibt keinen Sinn. Die Menschen
wollen Frieden und doch erschießen sie einander, sie lieben erst, dann hassen
sie. Erst wird zerstört, dann nachgedacht! Ist die Welt zu kompliziert, oder
bin ich es? kann ich diese Gefühle, diese Gedanken nicht einfach verjagen! Sie verwirren
mich immer mehr, schwirren in mir, um mich, zerquetschen mich von innen. Wieso
ich ? wo ist das Licht, das diese schattenhaften Geister vertreibt? So alleine,
ohne Halt. Zu schwach um mich zu wehren. Sehe Lachen, doch ich kann mich nicht
freuen. Lache mit, ohne Grund, ohne Wärme, kalt, verständnislos! wozu? um
dazuzugehören. gehe mit ohne zu verstehen wieso! Ich will es nicht, doch ich
will auch nicht allein sein. Doch ich bin es sowieso! Die Leute sagen ich soll
mein Schneckenhaus verlassen, doch sie können nicht sehen dass sie es sind, die
innen sind! Ich will es ihnen sagen, sie anschreien, doch kein Ton verlässt
meine Lippen. Es hätte sowieso keiner verstanden. Nach außen , fröhlich, hell,
gut gelaunt! Theater! Dunkel, kalt, allein, so bin ich, fühle ich mich. Höre
den Problemen anderer zu , versuche zu helfen, zu lernen, doch ich ersticke an
mir. So grausam, chaotisch, zerreiße es, schreien, immer lauter, doch ich
verstehe sie nicht. Ich mache was sie wollen, doch es ist immer falsch. Ich bin
falsch. Wehre mich! Es tut weh diese Blicke! Ich bin anders, deshalb auch so
allein. Will nicht mehr allein sein, und doch schicke ich jeden weg der sich
mir nähern möchte; wieso ? Alles ist dunkel. Die Kälte umschließt mich, besitzt
mich, ist ich. Sie merken es. Ich sage ich bin krank. Skeptische Blicke, doch
da ich immer schon seltsam war ist es ok .In mir Angst, Zweifel, bin ich
falsch, ein Fehler, nichts als eine Enttäuschung? Ich gebe meine Erwartungen
auf, da ich auch keine erfülle. Verliere auch das letzte bisschen Hoffnung, als
das letzte Stück Herz in mir zu Stein wird. Allein, hart, kalt. Alles ist egal.
Was bin ich? Ich bin nicht tot, doch leben ist anders! Ich fühle nichts, weder
Freude noch Trauer! Eine Leinwand alles gespielt. Ohne Aussicht! Zu viele
Fragen, zu viele Erwartungen. Zu viel Leben! Das Leben schadet mir. Es
schmerzt, doch niemand darf es wissen! Theater, sonst stecken sie mich weg!
Krank, sie muss in Behandlung! Von wegen! Medikamente, noch mehr Theater,
entlassen, schief angeschaut, ewiges Geflüster, ohne Zweck. Alles dreht sich.
Ich schließe die Augen, doch es bleibt. Ich will weglaufen, doch um mich herum
ist nur ein dunkler Abgrund oder der graue Alltag. Ich stehe hier und schaue in
den Abgrund, dieses dunkle Loch, das ich immer vermeiden wollte, doch das immer
bei mir war. Dieser Abgrund der mir Angst macht. Auch ich halte mich fest, will
nicht loslassen, doch merke ich wie meine Finger abrutschen. Ich werde nicht
schreien. Dieses eine Loch ist meine einzige Hoffnung auf Leben, auch wenn ich
tot bin.