Tanz zum Rand des Universums

20.09.2008 um 13:04 Uhr

Auf dem Weg nach Budapest - Etappe 1

von: Anhalli   Stichwörter: budapest, esztergom, visegrad, donau

Nach Budapest fuhren wir entlang der Donau über Esztergom und Visegrad. Das ist eine sehr schöne Strecke mit allerhand Attraktionen. Die Straßen sind einfache Landstraßen, aber sehr gut zu befahren, und da dort nicht viel Verkehr herrscht, kommt man auch schnell voran.

Meistens hat man jedoch ein, zwei Fahrer, die an einem kleben, so dass man dort, wo es etwas zu sehen nicht urplötzlich an die Seite fahren kann.

Die Straßenschilder sind meistens grün, je nach Art der Straße, ob Autobahn etc. Alles ist so gut beschrieben, dass man sich (und darin bin ich Spezialistin *gg*) wirklich nicht verfährt, und nach Budapest gelotst wird. Auf jedem Schild steht dann noch die Entfernung bis Budapest.

Das Entziffern der Straßennamen ist eine Aufgabe für sich. Das ungarische Alphabet und die Aussprache hatte ich mir zuvor schon angeeignet, aber auf die Schnelle liest man die Wörter doch auf deutsch. So heißt z.B. Szombathely nicht Tzombattelie oder Sommbat'heli sondern Sombatej ,wobei das sz ein ß wie in Straße, das o ein offenes O wie in Motte ist und das ungarische A einem kurzen AO ähnelt, fast wie man es aus dem Dänischen kennt. L und y werden als j ausgesprochen.

Daneben gibt es dann die langen a's und o's mit den langen Strichen. Das wird auch dementsprechend lang ausgesprochen.  

Diese Sprache ist eine wirkliche Herausforderung, aber sie klingt schön, und die Aussprache ist ansonsten nicht schwer. Betont wird nur auf der ersten Silbe, und viele lange Wörter, die so lang und unaussprechlich erscheinen, sind bei Beachtung der Regeln plötzlich viel leichter auszusprechen.

Gewundert hat mich sehr, dass die "jungen" Ungarn in ihren BMW's und in ihren PS starken ausländischen Automarken genau so rasen und drängeln wie hier, wenn nicht noch schneller. Sie hupen ebenfalls, wenn es ihnen nicht schnell genug geht, und vollführen dabei auch riskante Einfädelungsmanöver.

In Budapest – auf den Hauptverkehrsadern - wird meinem Gefühl nach auch recht schnell gefahren. Dafür sind die Kreuzungen noch überschaubarer, es gibt mehr Orientierungspunkte, wie z.B. Grünstreifen in der Mitte, bessere Verkehrsführungen oder Inseln, während in Deutschland oft die gesamte Kreuzung zuasphaltiert ist, und man oft kaum sieht, wie die Straßenführung nach links, rechts oder geradeaus verläuft.

Dafür ist in Budapest die Beschilderung nicht so gut, und schnell kommt einem eine Straße wieder "bekannt" vor…, oder man landet im Randbezirk.

Die Straßen in Richtung Innenstadt sind teilweise hoffnungslos verstopft, und es passiert nur Stopp and go.

Wer an einem Zebrastreifen bremst, ist blöd und riskiert, dass der Hintermann hinten drauf fährt. So ist das leider in vielen osteuropäischen Ländern, davon wusste ich vorher und verhielt mich dementsprechend. In Verbindung mit einer Ampel kommt ein Fußgänger schon eher über die Straße, ansonsten wartet er artig und geht auch nicht einfach.

Nach einigen Stunden schlug mein Herz wieder normal, und ich fuhr entspannter.

Hier noch ein paar Impressionen, direkt aus dem Auto aufgenommen. Deshalb ist die Qualität nicht immer gut.

Komarom

Diese Stadt gibt es einmal auf der slowakischen Seite und einmal auf der ungarischen Seite.

Meine Tochter und ihr damaliger Freund lernten beide Seiten auf einer Tour kennen. Sie kannten sich nicht aus und kamen total erschöpft dort auf der slowakischen Seite an. "Angeblich" verstand man dort aber weder deutsch, russisch noch englisch etc und war sehr unfreundlich und feindselig. Sogar dem Freund gegenüber, der in Polen geboren wurde und es mit polnisch versuchte, das dem slowakischen fast gleich ist.

Wenn jemand nicht helfen möchte, dann stellt er sich absolut stur, obwohl du seinem Gesicht ansiehst, dass er dich sehr wohl versteht, und auch eine andere Sprache spricht. Dieses Phänomen habe ich auch in Prag bemerkt. Es macht einen rasend vor Wut, aber man kann nichts machen, die bleiben dann bockig.

Anders dagegen auf der ungarischen Seite. Sofort wurde Hilfe angeboten, sogar für einen Schlafplatz in der Nacht gesorgt.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenAnhalli schreibt am 20.09.2008 um 13:12 Uhr:Hey, das Scrollen geht plötzlich schneller. Sollte blogigo doch mal in die Pötte gekommen sein?

    Ein schnellerer Server, na gut, das ist doch mal ein Anfang.

Diesen Eintrag kommentieren