Neulich.......

23.09.2015 um 22:24 Uhr

Der Facebook-Check

Neulich....

…. war ich in Facebook unterwegs und hab mir mal so neutral wie möglich angeschaut, was da so alles zu finden ist.
Dabei kam mir die Erkenntnis, dass Facebook Vor- und Nachteile hat.
Ein klarer Vorteil ist z.B.: Früher wurde man oft eingeladen, wenn jemand im Urlaub war, geheiratet oder ein Baby bekommen hatte oder ähnliche Ereignisse stattfanden und bekam dann Diavorträge gehalten (so war das sehr viel früher) oder Fotoalben voller toller Fotos gezeigt, die man natürlich auch nach dem 4. Album noch mit angemessener Begeisterung betrachten sollte.
Das entfällt in Zeiten von Facebook, denn man sieht die Fotos aus Urlaub, von Hochzeit oder Geburten schon fast live in den Posts, ist praktisch bei allem direkt dabei.
Ein Nachteil ist, wie ich finde, dass das gespannte Warten auf die Entwicklung der Bilder, die Spannung, wenn man die Tüte mit den Bildern aufmacht und Bild für Bild „entdeckt“, entfällt.
Auch Fragen wie: „Was gabs bei euch gestern zu essen?“ sind so gut wie überflüssig, weil man auf Facebook schon eine Minute nach dem Servieren übergroße Schnitzel vom Teller hängen sieht, manchmal auch schon angegessen mit dem Vermerk „Nix geht mehr“ und dem Bild eines vollgegessenen, rausgestreckten Bauches (meist sind hier die Poster Männer) .  Leckere Salate in allen Farben werden gepostet , Rieseneisbecher müssen selbst bei 35 Grad im Schatten erst noch fotografiert und gepostet werden - egal, ob sie am Verlaufen sind oder nicht.
Macht auch nix, wenn das Essen kalt wird - es MUSS einfach ebenfalls erst fotografiert und gepostet werden, es könnte ja irgendwer nicht erfahren, wo und was man gerade is(s)t.
Eine meiner Facebook-Freundinnen postet täglich Fotos einer Rezept-Website. Und zwar vornehmlich Kuchen, Torten, Desserts und andere Kalorienbomben. Ich bin mir völlig sicher, dass die Tatsache, dass ich einfach nicht abnehme, einzig diesen Fotos zuzuschreiben ist. Allein das Anschauen bewirkt mind. ein Pfund Gewichtszunahme! Ein klarer Nachteil.
Wohingegen ein nicht unerheblicher Vorteil der sofortige Frustabbau ist. Egal, ob man gerade im Überholverbot überholt wurde oder der Partner mal wieder tierisch genervt hat - alles wird sofort gepostet „Boah ey, fahr ich da grad gemütlich mit 120 über die Landstraße, überholt mich doch glatt einer. Im Überholverbot!!“ und somit der erste Ärger verarbeitet. Oder: „Hat doch mein Mann eben tatsächlich gesagt, dass der Auflauf versalzen ist!“ Und schon kommen tröstende Kommentare von Freundinnen, die Ähnliches erlebt haben.
Witzig auch die Challenges, die Facebook überschwemmen. Da wird z.B. jemand nominiert, der dann 7 Tage lang täglich ein altes Schwarzweißfoto von sich posten muss. Ob das ein Vorteil oder Nachteil ist, ist von Fall zu Fall bzw. Bild zu Bild verschieden.
Oder man wird nominiert, 7 Tage lang täglich 3 positive Erlebnisse zu posten. Eine gute Möglichkeit, den Tag Revue passieren zu lassen und auch in einem scheinbar miserablen Tag doch noch das ein oder andere Gute zu finden.
Sehr schön auch - vor allem bei jungen Facebook-Nutzern zu finden - wenn man krankgeschrieben ist und bei über 30 Grad postet: „Am Badesee mit Freund/Freundin - herrlich!“ und als Beweis gleich noch 2 - 5 neckische Fotos dazupackt. Kommt sehr gut bei Chef und Kollegen/Kolleginnen an, die im heißen Büro sitzen.
Alles in allem frage ich mich, wie unser Alltag heute ohne Facebook aussehen würde. Was würde passieren, wenn wir alle, die wir FB nutzen, mal 2 Tage komplett darauf verzichten würden? Ich denke, ich starte mal eine Challenge und nominiere jeden Tag jemand, der 7 Tage lang nix auf Facebook posten darf….


18.08.2015 um 20:20 Uhr

Das Gesetz der Resonanz

Neulich....

…. hatte ich ja schon einmal über das Gesetz der Resonanz geschrieben, das besagt, dass wir alles, was wir in unserem Leben vorfinden, selbst angezogen, erschaffen haben. Bekannter ist dieses Gesetz durch Bücher, in denen es darum geht, wie man richtig wünscht und wohl am bekanntesten ist die Bestellung eines Parkplatzes beim Universum.
Wenn man sich mit diesem Gesetz intensiv befasst, hört man immer wieder, wie wichtig es ist, das, was man in seinem Leben haben möchte, in einem konkreten, eindeutigen Wunsch zu formulieren. Es gibt nämlich sehr viele Beispiele dafür, dass ein unvorsichtig gedachter Wunsch in Erfüllung geht, aber nicht ganz so, wie man das beabsichtigt hatte.
Ein sehr schönes Beispiel ist die Geschichte eines Mannes in Amerika, der von einem Chevrolet träumte. Er visualisierte diesen Traum ganz intensiv - genau so, wie man vorgehen sollte, ging er vor. Er stellte sich vor, wie er seine Garage öffnete, und ein Chevrolet darin stand. Er räumte die Garage auf, warf vieles weg, damit der Chevrolet auch Platz darin hatte. Alles war perfekt für dieses Auto vorbereitet. Dann allerdings kam er in arge finanzielle Schwierigkeiten und sah keinen anderen Weg, als seine Garage zu vermieten, er hatte ja eh kein Auto. Er fand einen Mieter und…. der hatte einen Chevrolet. Der Wunsch war in Erfüllung gegangen - in seiner Garage stand nun sein Traumauto.
In meiner Facebook-Gruppe zum Thema Gesetz der Resonanz ist eine junge Frau, die des öfteren schrieb, dass sie völlig ausgepowert sei, unbedingt mal Ruhe und Erholung brauche, aber das unmöglich sei, Urlaub geht erstmal nicht, die Kinder müssen ja zur Schule, der Mann zur Arbeit und alleine lassen könne sie Mann und Kinder nicht. Das ging so über 3-4 Wochen. Dann musste sie von jetzt auf eben ins Krankenhaus, Blinddarmentzündung kurz vorm Durchbruch. Sie lag 10 Tage im Krankenhaus - sie hatte somit ihre Ruhe und Erholung.
Ein anderes Mitglied in meiner Gruppe ist selbstständig und hat sehr viel zu tun. Sie wünschte sich intensiv eine Hilfe - aber eine Hilfe, auf die sich auch verlassen kann, die weiß, um was es geht und ihr eine wirkliche Unterstützung ist. Vollkommen überraschend wurde ihr Mann einen  Monat später arbeitslos und da er nicht sofort eine neue Stelle fand, half er ihr in ihrem Betrieb. Er war die perfekte Hilfe, genauso, wie sie sich eine gewünscht hatte.
Am effektivsten war wohl der Wunsch einer Bekannten. Sie wollte soooo gerne ein Haustier, aber da sie oft unterwegs ist und niemand es dann hätte versorgen können, war das unmöglich. Immer wieder sagte sie, dass sie so gerne ein Haustier hätte. Sie bekam dann ziemlich viele - ein ganzes Wespennest.
Was auch unbedingt zu beachten ist beim Wünschen, ist, dass das Universum weder „kein“ noch „nicht“ kennt und man diese beiden Wörter daher keinesfalls beim Formulieren verwenden darf. Ich will nicht zunehmen - als Beispiel - bedeutet somit: Ich will zunehmen. (Richtige Formulierung hier: Ich will abnehmen). Ein Freund, der auch von den Wunschbestellungen gehört hatte, wusste das nicht. Er war Mitte 30 und hatte einfach noch nicht die richtige Partnerin gefunden. Ihm war bekannt, dass man sich nicht einen Partner mit bestimmtem Aussehen oder einer bestimmten Charaktereigenschaft wünschen soll, sondern einfach einen Partner, der zu einem passt. Also bestellte er sich beim Universum eine Frau, die perfekt zu ihm passt, mit der er eine harmonische Partnerschaft haben wird. Allerdings waren ihm 3 Dinge doch sehr, sehr wichtig und so fügte er dem Wunsch hinzu, dass die Partnerin bitte nicht verheiratet sein, keine Kinder haben und nicht aus dem Osten Deutschlands kommen soll. Nur 3 Wochen später traf er seine absolute Traumfrau - sie sind nun seit 3 Jahren glücklich miteinander. Auch mit ihrem Sohn versteht er sich gut und hin und wieder fahren sie in ihre Heimatstadt in Thüringen. Achja: als sie sich kennenlernten, hatte ihr Mann sie gerade 14 Tage vorher nach 5 Wochen Ehe verlassen…. Wie man sieht, ist auf das Universum absolut Verlass - probieren Sie es mal aus!

17.03.2015 um 20:33 Uhr

Das Essen

Neulich....

…. fragte  mich eine Facebook-Freundin im Alter meiner Tochter, was sie denn wohl kochen könne, da sie fürs übernächste Wochenende Freunde eingeladen hatte. Ich schlug ihr ein Rezept mit Fisch vor, aber sie meinte, das ginge auf keinen Fall, denn Sabrina habe eine Fisch-Allergie. Mein nächster Vorschlag - eine Art Schnitzelpfanne - schied aus, denn Yasmin ist Veganerin und Svenja Vegetarierin. „Und ein schönes Pastagericht oder zwei - mit einer schönen Sahnesoße?“, fragte ich. „Nee, geht nicht, Jonas hat eine Lactoseintoleranz“. Ich schlug vor, für Yasmin und Svenja eine leckere Gemüsepfanne zu machen und für den Rest ein ganz leckeres Rezept mit Huhn - dazu passt dann auch die Gemüsepfanne. „Wäre ja schön“, war die Antwort, „aber Jana hat eine Allergie gegen Geflügel.“ Beim nächsten Rezeptvorschlag wurde ich auch sofort unterbrochen: „Geht nicht, Ann-Cathrin hat eine Nuss-Allergie“.
Was ist eigentlich los mit den Menschen heute? Der eine hat eine Fisch-Allergie, die nächste eine Lactose-Intoleranz, der nächste eine Suppen-Sensibilität, die nächste eine Beilagen-Indisposition und wenn es das alles nicht ist, dann ist gerade Diät angesagt.
Ich habe mal kurz zurückgeblickt, wie das eigentlich in meiner Anfangszeit als eigenständige Hausfrau war. Mit dem Ergebnis, dass da alles möglich war und keiner weit und breit eine Allergie gegen irgendwas hatte. Während ich so alle Freunde von damals durchging, fiel mir etwas auf: Yasmin, Svenja, Sabrina, Jonas, Ann-Cathrin - so die Namen der mit Allergien behafteten.
Die Freunde von damals hießen Sigrid, Monika, Karin, Hans-Jürgen, Wolfgang, Claus und Dorothea. Ob es an den Namen liegen könnte?
Oder an der Auswahl? Wie viele Sorten Käse, Wurst oder Joghurt gab es vor 20-30 Jahren und wie viele gibt es heute? Immer mehr Geschmacksrichtungen müssen „erfunden“ werden mit dem Ergebnis, dass man am Ende fast nix mehr davon essen kann, weil eine Allergie oder eine Intoleranz es nicht erlaubt.
Überhaupt gibt es in puncto Essen so einiges, worüber man schreiben könnte. Eine Zeitlang waren wir mit Kollegen öfter mal essen. Einmal bei einem Italiener, der superleckere Gerichte und noch superleckerere Desserts hat. Wir studierten die Speisekarte und während uns schon das Wasser im Mund zusammenlief, überlegten wir, ob diese oder jene Vorspeise essen, schwelgten schon im Dessertrausch und dann ging die Fragerei los: „Was isst du? Für welche Vorspeise hast du dich entschieden? Essen wir ein Tiramisu zum Nachtisch?“ Als dann die Bestellungen aufgenommen wurden - z.B. „Ich nehme ein Bruschetta, dann die Pasta Soundso und danach ein Tiramisu“ - waren wir alle gespannt, für welche Auswahl sich die Einzelnen entschieden hatten. Dann kam die Reihe auch an die Frau eines Kollegen. Sie sagte: „Ich nehme einen kleinen italienischen Salat….“ Gespannt warteten wir auf die Fortsetzung des Satzes, denn die musste ja kommen. „…. als Vorspeise und danach nehme ich….“ so oder ähnlich musste der Satz weitergehen. Aber nein - der Satz war zu Ende. „Ich nehme einen kleinen italienischen Salat!“ Wie jetzt? Scherz? Nein, kein Scherz.
Bei diesen „Ich esse nur einen kleinen Salat-Esserinnen“ traut frau sich doch gar nicht, 3 Gänge zu ordern. Da sitzt ja das schlechte Gewissen auf jedem Teller mittig drauf und schüttelt den Kopf oder grinst hämisch.
Das sind Momente, da entwickelt sich bei mir so eine gewisse Allergie oder Intoleranz….






28.01.2015 um 15:05 Uhr

Der Fleck

Neulich….

…. ist es passiert: Einer meiner absoluten Lieblingspullis ging am Ellbogen kaputt. Riesenloch. Ich liebe Rollkragenpullover und habe 4 Stück davon für „zuhause herum“. Grobstrick, halten warm, sind super zu tragen und ca. 15 Jahre alt. Ich finde einfach keinen Ersatz für sie. Rollkragenpullover gibt’s zuhauf - aber entweder in Feinstrick (ist mir zu dünn) oder in Polyester (ich möchte nicht, dass Hunderte von kleinen Polyestern sterben müssen nur wegen meines Pullis) oder mit einem Rollkragen, der ungefähr so weit entfernt von meinem Hals ist wie Mainz von Wiesbaden. Hin und wieder hab ich mal einen gesehen, aber der lag dann so bei 50 - 80 Euro. Das ist mir definitiv zu viel für einen Pullover, den ich zuhause beim Putzen, Kochen oder anderen Hausarbeiten trage.
Nachdem nun aber einer der 4 das Zeitliche segnete und die anderen erkennen lassen, dass sie ihm bald folgen werden, hab ich mich auf Intensivsuche begeben. Und tatsächlich welche gefunden - allerdings für 39,99 Euro das Stück - im Prinzip ein Schnäppchen - noch keine 40 Euro! Einen in Rotorange, einen in Braun und einen in Grün. Ich werde mich ärgern, grüner als der grüne Pullover, dachte ich, wenn da mal ein Fleck draufkommt, der nicht mehr entfernbar ist. Aber das ist mir in all den Jahren bei den 4 Pullis nicht passiert - wird also auch in Zukunft nicht vorkommen. Also die 3 Pullover bestellt, sie passten - alles gut.
Der braune ist aus einer Art Chenille. Wenn ich den zu einer schwarzen Hose trage, ist die Hose wie von feinem Staub bestäubt, da, wo sie Kontakt mit dem Pulli hat. Nicht sehr schön.
Aber dann hatte ich den rotorangenen an. Super! Perfekt.
Ich hatte ihn zum zweiten Mal an, als wir  bei Tochter und Schwiegersohn zum Essen eingeladen waren. Dazu hatte ich zuhause einen Riesentopf  Rindfleischsuppe gekocht. Mit aller Vorsicht hab ich als Beifahrer den Topf auf meinem Schoß zu meiner Tochter transportiert. Nix passiert. Dann habe ich mir Suppe in den Teller genommen und dabei auf der Kelle 3 Markklößchen erwischt. Da ich nur 2 wollte, hab ich eines zurück in die Suppe geben wollen. Es fiel zurück in die Suppe, es machte Plitsch und ich hatte schöne fettige Rindfleischsuppenspritzer auf dem neuen Pullover. Was soll ich sagen: Sie gingen nicht mehr raus. Alle Fleckmittel versagten kläglich. Mit einem Entferner, mit dem man sein Fett wegkriegen soll (ob ich den auch trinken könnte?), sind sie immerhin so verschwunden, dass sie nur noch bei bestimmtem  Lichteinfall schwach zu erkennen sind.
3 Wochen später hatte ich den grünen Pullover an. Ebenfalls rundum  perfekt das Teil!  Machte eine Dose Birnen auf, der Verschluss wollte nicht so richtig und der Birnensaft spritzte. Wohin? Genau - auf den Pullover.
In meiner „Gesetz der Anziehung“-Gruppe hatte ich nach einem Fleckentferner für den Fettfleck gefragt und die Antwort bekommen, dass ich die Flecken selbst angezogen hätte, indem ich sagte: Ich kauf keine teuren Pullover - wenn da mal ein Fleck draufkommt. Quasi eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Die Flecken konnten sich praktisch gar nicht anders verhalten, als es sich auf meinem Pullover gemütlich zu machen. Das halte ich für ein Gerücht: Alles, was ich meiner Meinung nach angezogen habe, war den Pullover. Dennoch überlege ich nach passenden Formulierungen für den nächsten Pulloverkauf. „Da kann ruhig ein Fleck draufkommen - das macht nix!“ Hm - könnte falsch verstanden von dem Gesetz der Anziehung. „Da wird niemals ein Fleck draufkommen!“ Klingt rechthaberisch. Bevor ich die richtige Formulierung gefunden habe, wird auf jeden Fall kein weiterer Pullover mehr gekauft!

28.01.2015 um 15:01 Uhr

Die Geräte

Neulich....

…. hat mein Rücken mir mal wieder deutlich gemacht, dass etwas nicht in Ordnung ist.  Diagnose: Muskel komplett zu“, „Wirbel total blockiert“. Spritze und manuelle „Eingriffe“ halfen nur kurzzeitig und ich entschloss mich, vielleicht doch nochmal in einer physiotherapeutischen Praxis, in der sehr eindrucksvoll Rückengeräte für den gesunden Rücken stehen, an eben diesen Geräten zu wirken. Ich hatte das schon mal gemacht vor einigen Jahren mit dem Ergebnis: Geräte und ich = nicht kompatibel!!
Aber ich wollte dem Ganzen noch eine Chance geben und habe einen Termin ausgemacht. Mein Plan von vor 3 Jahren lag noch vor und los gings. Der Physiotherapeut , nennen wir ihn Herr XY, stellte die Geräte so ein, wie es vor 3 Jahren war. Hm…. Gleich am ersten Gerät musste etwas verändert werden. Zur Erklärung: man sitzt/steht/liegt auf/an/auf diesen Geräten und hat jeweils einen runden Schaumstoffknopf  im Rücken im Bereich der unteren Lendenwirbel. Den kann man durch Beckenkippen und - aufrichten bewegen. (So der Plan des Erfinders). Vor sich hat man jeweils eine Skala, ähnlich einem Einweckthermometer. Nun muss man das Becken so kippen, dass diese Skala z.B. immer von 10 - 20 hin- und hergeht. Bei anderen Übungen muss man die Skala auf 10 halten und währenddessen Gewichte stemmen, an einem Seilzug ziehen und ähnliches. So ist der Rücken immer gerade.
An dem Gerät, an dem man steht, stellte Herr XY den Wert ein und ich konnte diesen doofen Knopf nicht bewegen. Er veränderte den Wert, ging nicht. Er meinte: Äh, ja, hm…. Wir müssten den auf unter 0 Stellen, das ist aber nicht vorgesehen. Ich stell das mal so weit hinter die 0, wie es eben noch geht. Unter 0 war nach dieser Aussage auch meine Stimmung. Beckenkippen und -aufrichten zeigte auf dem „Einweckthermometer“ einen Wert zwischen „Kindersaft“ und „Mirabellen“ an.  Auf dem nächsten Gerät liegt man, hat wieder den Knopf im Rücken und winkelt die Beine in der Luft an. Dann sagte Herr XY, ich solle nun ein Bein hoch nach vorne strecken und laaaangsam absenken und dann ausgestreckt halten. Dabei aber natürlich immer den Knopf unten halten, sprich: nicht ins Hohlkreuz gehen. „Kann ich nicht“,  japste ich. „Entweder Hohlkreuz oder Bein sackt ab.“ Doch sagte XY, das können sie. Das kann JEDER! Na super. Was will er mir damit sagen? Dass ich zu was nicht fähig bin, was JEDER kann?? Stimmung sackte auf -10. Oder will er mich motivieren nach dem Motto: Aber los - das kann jeder, sogar Sie. Nur Mut! Ich lag da, wie ein Maikäfer auf dem Rücken Beine und Arme in der Luft und dachte nur: Mist, das Gerät, auf dem die Hanteln liegen ist nicht greifbar, sonst hätte ich selbige gegriffen, als Boxhandschuhe genutzt und Herrn XY mal gezeigt was ich kann!! Aber dann dachte ich mir, er hat wohl Recht, was man nicht kann, kommt nur durch üben. Also meint er es nur gut. Außerdem ist er ein Mann! Und wenn ich mir den spontan gewählten Namen (Herr XY) betrachte: Haben nicht Frauen 2 X Chromosomen und Männer XY? Quasi ist das „Aktenzeichen“ der Frauen XX und das der Männer XY. Und wie heißt die Sendung nochmal? Aktenzeichen XY ungelöst! Da haben wir doch die Erklärung für vieles. Ich wünsche Ihnen ein Frohes Fest und einen guten Start ins Jahr 2015 und wenn der Rücken zickt: Ich kann Herrn XY nur empfehlen!