Neulich.......

31.10.2009 um 15:19 Uhr

Die Weihnachtsplanung

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....... fragte meine Tochter: „Wie machen wir das eigentlich dieses Jahr an Weihnachten? Wer is(s)t wann und wo mit wem bei wem?“
Die Frage lässt schon etwas auf die Kompliziertheit der Antwort schließen. Denn unsere Familie ist wohl nicht so, wie man das normalerweise kennt.
Vor 3 Jahren hatten wir folgendes Arrangement: mein zweiter Mann und ich hatten an Heiligabend die zweite Frau meines ersten Mannes (der mittlerweile mit der dritten verheiratet ist) mit Tochter eingeladen. Meine Tochter und ihre Tochter haben den gleichen Vater und sind somit quasi Schwestern. Da sie aber samt Tochter in Norddeutschland lebt, haben wir vor einigen Jahren beschlossen, uns ab und an zu treffen oder auch mal ein Mädchen in den Ferien zur Schwester zu „versenden“, damit die beiden Mädchen zumindest zeitweise eine gemeinsame Kindheit haben.
Diese Treffen waren auch immer sehr nett! Was gabs da so alles über den gemeinsamen Ex und auch über seine „Dritte“ zu lästern! Wir nannten diese Treffen immer „Ehemaligen-Treffen“!
Doch ich schweife ab: zurück zu Weihnachten vor 3 Jahren! Zusätzlich hatten wir noch meine Mutter eingeladen und meinen Bruder mit seiner zweiten Frau und der gemeinsamen Tochter sowie seiner Tochter aus erster Ehe. Abgerundet wurde die Gästeliste von meiner jetzigen Schwiegermutter, die ja auch die Stiefoma meiner Tochter ist. Sie finden das merkwürdig? Ja, wir auch! Wir sind genau wie Sie der Meinung, dass es in dieser Familie viel zu viele Frauen gibt. Nur Töchter! Von 11 Anwesenden nur 2 Männer!!
Es war ein schöner, bunter, lustiger Heiligabend!
Am 1. Weihnachtstag sind wir (die beiden Mädchen, die beiden „Ex“ und mein Mann) zu meinen ersten Schwiegereltern gefahren, die ja die Großeltern der Mädchen väterlicherseits sind.
Hier waren nun die beiden Enkeltöchter anwesend und die beiden Ex-Schwiegertöchter mit dem zweiten Mann von einer.
Der Sohn und seine „Dritte“ waren nicht da: ihr sind das wohl zu viele Damen, die die Aufmerksamkeit ihres Gatten auf sich ziehen könnten.
Weitere Gäste waren meine Ex-Schwägerin, also die Tochter meiner Ex-Schwiegereltern und somit auch die Tante der beiden Mädchen. Sie kam mit ihrem dritten Mann, der der Bruder ihres zweiten Mannes ist und ihren beiden Söhnen aus zweiter Ehe.
(Können Sie mir noch folgen? Falls nicht, lesen Sie noch mal von vorne: es ist wirklich alles schlüssig nachvollziehbar!).
Auch dieser Tag war wunderschön! Wir haben viel erzählt und viel gelacht!
Mittlerweile sind die beiden Mädchen allerdings erwachsen und außer Haus und besuchen sich eigenständig gegenseitig. Trotzdem kommt die Schwester meiner Tochter immer auch bei uns vorbei, wenn sie hier ist.
Tja und dieses Jahr an Weihnachten? Was machen wir da? Mein Mann und ich sind nun allein zu Haus! Meine ersten Schwiegereltern sind jetzt doch so betagt, dass sie solche großen Feiern nicht mehr ohne weiteres bewältigen können. Meine jetzige Schwiegermutter ist mittlerweile Urgroßmutter geworden und verbringt Weihnachten bei ihrer Enkelin und den Urenkeln. Wer kommt nun zu wem? Oder sitzen wir hier alleine rum? Die Schwiegermutter meiner Tochter lebt in Irland und die Kinder sind über Weihnachten auch mal gerne dort! Sitzen wir hier wirklich alleine rum? Aber nein! Wir könnten meinen Bruder einladen. Der ist nämlich von seiner zweiten Frau getrennt und nunmehr Single. An Weihnachten hat er seine inzwischen 3 Töchter!  Sicher würde er sich freuen, wenn er da nicht alleine kochen und backen muss! Es ist doch schön, wenn man eine solch weitläufige Verwandtschaft hat.......

22.08.2009 um 16:25 Uhr

Das Brautmutter-Outfit

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....... hatte ich ja schon die Befürchtung geäußert, dass es sich problematisch gestalten könnte, ein passendes Outfit für die Hochzeit meiner Tochter zu finden.
Prompt fragte dieser Tage meine Schwiegermutter: „Hast Du jetzt eigentlich schon was zum Anziehen für die Hochzeit?“
In Anbetracht des sich doch recht schnell nähernden Termins ist diese Frage durchaus berechtigt. Und: Nein, ich habe noch nix!
Als ich darüber mit einer Freundin sprach, meinte sie: „Denk dran, Du bist die Brautmutter!“ Ja, und? Weiter? Ihren folgenden Ausführungen konnte ich entnehmen, dass ich als Brautmutter wohl so was wie die First Lady unter den weiblichen Hochzeitsgästen bin! Na super! Ausgerechnet!
Ich begann, das Internet zu durchforsten und fand etwas, was mir nicht nur ganz gut gefiel, sondern sogar in Kurzgröße zu haben war! (Nein, ich bin kein Zwerg, aber die Bekleidungsindustrie scheint bei einer Körpergröße von 163 cm davon auszugehen!).
Ich bestellte das Ensemble – Rock mit kurzem Top dazu. Sah an der ca. 180 cm großen Trägerin sehr gut aus, Rock wadenlang, hohe Schuhe dazu, schick!
 Bei mir ist der Rock allerdings trotz Kurzgröße bodenlang, was aber von Vorteil ist, denn dann kann ich meine Turnschuhe mit den notwendigen Einlagen dazu tragen und es fällt gar nicht auf! ;-)
Das Oberteil hat die richtige Länge. Aber es ist ein Neckholder-Top! Tja, wie soll ich es sagen: wenn mein unterer Rückenbereich so locker wäre, wie meine Oberarme, wäre ich hoch erfreut. Und ich habe dann doch Hemmungen, diese „lockeren“ Oberarme unbekleidet zu zeigen! Oder kann ich es wagen, ebenso hemmungs- wie ärmellos zur Hochzeit zu erscheinen? Lieber nicht! 
Ein Versuch, in einem Brautmodengeschäft, das auch Brautmutter-Mode führt, etwas Geeignetes zu finden, scheiterte. Hier gab es zwar schöne Sachen, aber keine Kurzgrößen. Das, was man da an Länge hätte abschneiden müssen, hätte für Kleidchen für 4 Blumenstreu-Mädchen oder 2 Brautjungfern gereicht!
Auch stundenlanges Abklappern einschlägiger Geschäfte in der Stadt war mehr als frustrierend: alles schulter- und oberarmfrei und für andere Gewichtsklassen gemacht – sowohl was mich betrifft als auch, was mein Portemonnaie betrifft!
Voller Tatendrang hab ich mir 2 Hanteln geschnappt und ein Oberarm-Training begonnen. Straff ist allerdings nur das Training – die Oberarme sind davon meilenweit entfernt.
Also wieder ins Internet und weitergesucht. Und siehe da: bei einem anderen Versandhaus fand ich zu meinem Rock ein passendes Oberteil mit kurzen Ärmeln.
Somit hat sich dieses Kapitel erledigt! (Die Hanteln ruhen wieder gemütlich im Keller!).
(Nur so nebenbei erwähnt: Letzte Woche war ich mit meinem Mann in der Stadt, Hochzeitsklamotten für ihn kaufen. Ins erste Geschäft rein, Anzug genommen, anprobiert, gepasst, gekauft.
Zu meinem Ensemble und zum Anzug farblich fein abgestimmtes Hemd vom Bügel genommen, angezogen, gepasst, gekauft.
Nach Krawatte geschaut, gleich passende gesehen, gekauft).

       

24.05.2009 um 10:26 Uhr

Die Ehemänner-Abwrackprämie

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....... las ich, dass ein Fahrradgeschäft beim Kauf eines neuen Fahrrades eine Abwrackprämie für das alte zahlt.
Ein Möbelhaus zahlt eine Abwrackprämie für alte Sofas, das andere für alte Küchen und noch ein anderes für alte Möbel generell.
Da kam mir plötzlich ein Gedanke in den Sinn! Wie wäre es denn mit einer Abwrackprämie für „alte“ Ehemänner/Lebensgefährten???????
Das Prinzip könnte funktionieren wie beim Auto: frau gibt das Auto = Mann ab samt Fahrzeugbrief = Personalausweis! Ganz einfach!
Aaaaber.......  w o   gibt frau den Mann ab und vor allem:  w e r   zahlt ihr etwas dafür?
Auch verstöße es gegen das ein oder andere Gesetz, die abgewrackten Männer einfach zu „verschrotten“! Wäre ja auch nicht unbedingt nötig. Auch für das ein oder andere abgewrackte Auto hätte sich sicher noch ein Liebhaber gefunden!

Schnell war mir klar, dass diese Idee vom Grundsatz her hervorragend ist, aber in der praktischen Ausführung noch einiger Überlegungen bedarf!
Zur Zeit würde ich folgende Lösung favorisieren: frau gibt den abzuwrackenden Mann an einer noch einzurichtenden Sammelstelle ab.
Diese Sammelstelle ist gleichzeitig Anlaufort für all die Geschlechtsgenossinnen, die ein Ersatzmodell oder auch ein Erstmodell suchen.
Wer fündig geworden ist, zahlt einen Obulus in die Sammelstellen-Abwrackkasse (abgekürzt: SAK).
Hieraus werden dann zweimal jährlich die Abwrackprämien an die jeweiligen „Vorbesitzerinnen“ (oder gerne auch Vorbesitzer)  gezahlt.
Wer sich bei Abgabe direkt in ein Ersatzmodell verliebt und es mitnimmt, zahlt nichts, bekommt aber auch keine Prämie!

Kritiker könnten nun anmerken, das gäbe es alles schon längst und nenne sich Heiratsvermittlung. Aber das stimmt nicht. Bei einer Heiratsvermittlung werden die Kandidaten in den schillerndsten Farben und meist auch völlig unrealistisch geschildert.
Bei der Abwrack-Sammelstelle (abgekürzt: ASSt) kann sich jede Interessentin ausführlich bei der Vorbesitzerin über das Modell erkundigen und wird zuverlässige, der Wahrheit entsprechende Auskünfte erhalten!

Eine Sache allerdings macht mir noch Gedanken: was ist mit den Modellen, die so schnell keine Interessentin finden? Wer zahlt hier die Instandsetzung, -haltung und die laufende Wartung? Da müsste dann die SAK der ASSt geplündert werden!

Da fällt mir ein: es könnte ja unter Umständen auch passieren, dass eine Frau einen von ihr abgewrackten Mann nach einiger Zeit doch gerne wiederhaben möchte. Was, wenn der dann aber schon eine neue Besitzerin/einen neuen Besitzer gefunden hat?
Ich fürchte, es sind noch weitere Überlegungen vonnöten! Also wer Ideen hat: her damit! Das muss doch hinzukriegen sein.......




                       

14.03.2009 um 15:01 Uhr

Der Tanzschock

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....... kam meine Tochter zu Besuch. Mit bedeutungsschwangerem Blick sah sie mich an und meinte: „Dir ist aber schon klar, dass Du an meiner Hochzeit tanzen musst? Und zwar mehrmals: mit Deinem Mann, mit meinem Vater (diese beiden Männer sind nicht identisch), mit Deinem frisch gebackenen Schwiegersohn und mit dem Vater des Bräutigams!“

Ach du liebe Zeit! Ich hätte mir denken können, dass auch eine so schöne Sache wie eine Hochzeit irgendeinen Haken haben muss! Und da war er!!!!!!!!!!!! TANZEN! ICH!
Das Tanzen und ich sind in etwa so harmonisch zusammenpassend wie Tarzan auf dem Neujahrsempfang der Wirtschaft oder Tatjana Gsell im Vorstand der Mensa in Deutschland.  Obwohl noch nie sportlich, ging ich mit 14 in die Tanzschule. Es ließ sich ganz gut an, ich hatte einen recht netten Tanzpartner und das war nicht der 2 Köpfe kleinere, rothaarige, übergewichtige Junge, mit dem keine tanzen wollte!
Dann wurde ich leider krank und konnte zweimal hintereinander nicht zur Tanzstunde gehen. Exakt in einer dieser beiden Stunden wurden die Partner für den Abschlussball ausgesucht. Als ich wieder kam, hatte sich eine nette Mit-Tänzerin meinen Tanzpartner gekrallt – ich fürchte sogar, er hat nicht mal erkennbaren Widerstand geleistet – und es blieb nur noch ein Junge übrig. Sie ahnen sicher, welcher! Nun habe ich weder was gegen Kleinwüchsige, noch gegen Rothaarige noch gegen Übergewichtige – dennoch bin ich ab diesem Zeitpunkt weder weiter in die Tanzstunde noch auf den Abschlussball gegangen.
Somit sind meine Tanzkenntnisse und – künste eher rudimentärer Natur!   

Seit diesem Tag habe ich eine gewisse „Scheu“ vor jeder Party oder ähnlichen Festivität entwickelt. Fast wäre sogar der Ausdruck „Panik“ angebracht. Wusste ich im voraus, dass getanzt werden würde, ging ich schon mit Magenschmerzen hin! Sobald dann die Musik anfing, begann ich hektisch mit „Verhinderungsmaßnahmen“. Ganz oben ein sicheres Mittel: aufs Klo gehen! Kann man ja aber nicht ständig tun. Weiteres Mittel: schnell was zu Essen holen, möglichst was warmes (das könnte der Grund für meine heutigen Gewichtsprobleme sein).  Allen anwesenden Damen die Handtaschen wegnehmen und um mich herum aufbauen, war auch ganz gut. Eine muss ja drauf aufpassen, wenn alle anderen tanzen!
So tun, als sei man gerade umgeknickt war noch eine Möglichkeit und ab dann blieb nur noch, zu hoffen, dass die Party endlich zu Ende ist.

Dachte ich mal, es geht zu einer Feier, wo Tanzen nicht auf dem Programm steht, kam meist irgendwann ein tanzwütiger Hutsimpel auf die Idee, Musik anzudrehen und tanzen zu wollen. Dann musste wieder mein bewährtes Repertoire herhalten – immerhin war ich aber auf diese Feier gekommen, ohne vorher Magenschmerzen zu haben! ;-)

Und jetzt soll ich auf der Hochzeit meiner Lieblingstochter tanzen!?!? Die Mittelchen von früher will ich heute nicht mehr anwenden. Nicht hingehen ist völlig ausgeschlossen! Sich das schönste Ereignis entgehen zu lassen, wegen der dummen Tanzerei! Ein Schild umhängen: „Ich tanze nicht!“? Passt nicht zum Kleid!

Bleiben eigentlich nur noch 2 Möglichkeiten: ich kaufe mir eine Tanz-Lern-CD und übe die 2 gängigsten Tänze immer und immer wieder, so dass ich sie bis zur Hochzeit ohne größere Schäden anzurichten, bewältige!
Oder ich bitte meine Tochter, in alle Einladungskarten den Zusatz aufzunehmen: „Bitte beachten Sie, dass die Brautmutter nicht tanzt!“

Ganz ehrlich: ich tendiere zu Möglichkeit 2.......
                       

13.03.2009 um 16:42 Uhr

Der Ardennenschinken

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....... hatte mein Mann auf dem Heimweg von der Arbeit – wie meist – in einem Laden einen Zwischenstopp eingelegt, der Nahrungsmittel verkauft. Normalerweise ersteht er dann ein Kastenweißbrot mit 60 %igem Quark (Vernichtungsdauer 1,5 Tage) oder ein Rosinenbrot (Vernichtungsdauer 1,2 Tage) oder 2 Stücke Bienenstich (Vernichtungsdauer knappe 15 Minuten).

Dieses Mal war er bei Edeka und hatte eine Lage rohen Schinken und 2 knusprige Brötchen gekauft. Nach dem ersten Brötchen schwärmte er verzückt von dem leckeren Schinken. So einen guten Schinken habe er noch selten gegessen, verkündete er und den werde er gleich am nächsten Tag wieder kaufen. So geschah es auch.
2 Tage später wollte ich einkaufen gehen und fragte, wie denn der köstliche Schinken heißt, damit ich ihm welchen mitbringen könne. „Keine Ahnung“, sagte mein Mann. Und „Lass mal, ich fahre nach der Arbeit selbst vorbei!“ So geschah es auch.
Stolz kam er nach Hause und erklärte, er habe gefragt und der Schinken sei ein „Ardennenschinken“!

Am folgenden Wochenende war ich bei Edeka und wollte ihm seinen geliebten Ardennenschinken mitbringen. Die Fleischereifachverkäuferinnen dort sind alle sehr nett und wir kennen uns auch namentlich. Frau S. bediente mich und ich bat um Ardennenschinken. „Ardennenschinken???? Sowas ham wir nicht!“
„Doch“, sagte ich, „mein Mann hat ihn Anfang der Woche zweimal hier gekauft!“
Frau S. fragte ihre Kollegin Frau B., doch auch der war absolut kein Ardennenschinken bekannt.
Ich entschied mich dann für Schinkenspeck, der auch lecker ist und im übrigen nur ein Drittel des Preises der exklusiven Schinkensorten kostet.
Mein Mann überstand das Wochenende nur knapp und litt einer leichten Form der Depression. Gleich am Montag fuhr er nach der Arbeit zum Edeka und bekam seinen „Ardennenschinken“! Zufällig sah ich auf dem an der Ware angehefteten Zettel (an dieser Stelle ein großes Lob an die Erfindung der „Es bediente Sie.....“-Angabe auf selbigem), dass er den Schinken von Frau W. bekommen hatte.
Mitte der Woche holte mein Mann Nachschub und am Wochenende stand ich dann wieder vor der Wursttheke und verlangte siegessicher nach dem Ardennenschinken! Dieses Mal stand mir Frau G. gegenüber und erklärte ebenso standhaft, wie ihre Vorgängerinnen, dass es keinen Ardennenschinken gebe und auch noch nicht gegeben habe.
Ich sagte, dass mein Mann ihn aber immer hier kaufe und Frau W. ihn ihm verkauft habe.
Daraufhin öffnete Frau G. die Tür zum Kühlhaus und rief: „Frau W., komm mal bitte. Hier ist eine Kundin, die sagt, Du hättest Ardennenschinken verkauft!“ Aus den Tiefen des Kühlhauses hörte ich Frau W. rufen: „Ach, das kann nur die Frau F. sein!“ Dann kam sie und sagte zu mir: „Ich hab’ Ihrem Mann gesagt, dass das „Alemannenschinken“ ist, aber er sagt immer wieder „Ardennenschinken“. Nach dem dritten Mal hab ich nix mehr gesagt, sondern ihm den Schinken gegeben, den er wollte! Nehmen Sie den Alemannenschinken, das ist der Richtige!“

Mittlerweile wissen alle Damen der Wursttheke, welchen Schinken mein Mann gerne ist und er bekommt ihn – egal, welchen Namen er dafür angibt!

Und ich habe ein Argument dafür entdeckt, warum es doch von unschätzbarem Vorteil ist, wenn man Stammkunde ist und das Verkaufspersonal noch dazu weiß, mit wem man verheiratet ist!
                      Â