Neulich.......

23.02.2009 um 16:37 Uhr

Die Hochzeitsplanung

Neulich.......

....... hatte ich von der Hochzeitsplanung für meine Tochter erzählt. Nun: bisher ist es ganz gut gelaufen. Das Brautkleid ist bestellt. Ich dachte immer, wenn ich ein schickes Outfit benötigen würde, wäre das alles andere als einfach mit meiner Figur, die sich sowohl jen- als auch abseits der Idealmaße befindet.
Die Figur meiner Tochter ist perfekt und es stellte sich heraus, dass es auch damit nicht einfach ist, ein schickes Outfit – in diesem Fall ein Brautkleid – zu finden.
Müsste ich einen Geschäftemarathon hinlegen, um auch nur ein passendes Kleid zu finden, muss meine Tochter den Marathon hinlegen, um sich für ein passendes Kleid zu entscheiden!
Sobald sie mit einem Brautkleid aus der Kabine auf den Samtteppich trat, gab es ringsum ein „Wow“, ein „Aah“ und ein „Das isses!“
Bei keinem einzigen Kleid hätte man sagen können, dass es nix für sie ist! Aber es ist geschafft: die Entscheidung ist gefallen, sie hat das für sie schönste Kleid gefunden. Das war direkt stressig – aber nur fast, nicht richtig!

Die diversen Probeessen bei den ausgesuchten Lokalitäten haben wir auch sehr gut hinter uns gebracht und auch hier ist die Entscheidung gefallen: neben vielen guten Köchen haben wir einen sehr guten Koch gefunden und uns durch 4 Gänge gefuttert! Das war direkt anstrengend – aber nur fast, nicht richtig!

Doch dann kam eine ganz unerwartete Nachricht auf uns zu! Letztes Jahr am 10. 10., also an dem Tag, an dem dieses Jahr unsere Hochzeit sein soll, hat die Tochter meiner Freundin geheiratet. Die Trauzeugin der Braut wurde während der Vorbereitungen schwanger und kam just in dem Moment nieder, als das Brautpaar die weißen Tauben (ein Geschenk aus der Ferne von der Trauzeugin) in den Himmel aufsteigen ließ.
Anscheinend hat dieses Hochzeitsdatum gewisse magische Einflüsse auf weibliche Trauzeugen, den nun ist auch die Trauzeugin meiner Tochter direkt schwanger – aber nicht fast, sondern richtig!
Und was nu? Wer macht jetzt all die Vorbereitungen, organisiert den Junggesellinnenabschied, richtet während der Trauung und danach das Kleid der Braut.......?
Die ebenso ungeplant wie überglückliche werdende Mutter hat da schon einen Plan: der Geburtstermin liegt ca. 2 1/2 Wochen vor der Hochzeit. Das erwartete Kind wird ein Mädchen werden (hat die werdende Mutter beschlossen) und kann somit ohne Probleme am Junggeselinnenabschied teilnehmen!
Nach langen Abendkleidern für 14tägige Babys hält sie schon Ausschau und in die Haare (sofern vorhanden) bekommt das Mädchen rosa Röschen eingebunden. Inwieweit es Mädchen schon in die Wiege gelegt ist, auf Hochzeiten Blumen zu streuen und das somit schon ein 2wöchiges Mädchen aus dem Babykörbchen heraus in der Lage ist, zu tun, muss noch festgestellt werden!
Den Einwand, dass es ein Junge werden könnte, lässt die überglückliche werdende Mutter bisher nicht gelten.

Im Moment ist die Tischordnung in der Planung und die Braut stellt auf und verwirft. Das ist nervig – nicht fast, sondern richtig!
Setzt man „leibliche“ Eltern zusammen oder setzt man die aktuellen Lebenspartner zusammen?
Und macht man bei einer Hochzeitsgesellschaft, die aus Deutschen, Italienern, einem Iren und einer Neuseeländerin besteht ein deutsches Essen, ein italienisches oder – um niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen, lieber ein spanisches oder chinesisches?
Ich werde von den Entscheidungsfindungen berichten.......

01.02.2009 um 13:34 Uhr

Der Heiratsantrag

Neulich.......

....... fiel mir auf, dass in Gesprächen mit meiner Tochter und ihrem Freund immer mal wieder Worte wie „Hochzeit“, „Polterabend“ oder „wenn wir mal verheiratet sind“ fielen.
Und am letzten Sonntag war es dann tatsächlich soweit: ihr Freund machte ihr einen Heiratsantrag! Ich werde also Schwiegermutter!!!!!!!
(Erledigt)

Der Antrag (ein wunderschöner Antrag übrigens) wurde gegen 15.00 Uhr gemacht und 30 Minuten später nahm ich meine Tätigkeit als Weddingplanerin auf!
Gegen 18.00 Uhr am nächsten Tag stand der Termin und ich hatte 3 nette Lokalitäten für die Feier ausgemacht.
(Erledigt!)
Um 19.00 Uhr hatte ich im Internet genau das Brautkleid gefunden, das meine Tochter sich immer vorgestellt hatte!
(Erledigt!)
Nein! Was Ihnen gerade durch den Kopf geht, ist völlig falsch! Dass das alles so flott ging, liegt nicht daran, dass ich schon so lange in den Startlöchern sitze und auf diesen Tag warte! Das liegt daran, dass Planen und Organisieren ein natürliches, stark ausgeprägtes Naturtalent von mir ist! (Böse Zungen behaupten, es wäre auch das einzige, aber dass das nicht zutreffend ist, sieht man ja hier an meinem Blog: auch das Schreiben ist  e i n e s   meiner vielen Naturtalente)!

Gegen 20.00 Uhr hatte ich ein Brautauto! Meine Freundin arbeitet bei Opel und fährt meist das neueste Modell dieser Firma! Bis zum Hochzeitstag wird dies ein Insignia sein! Völlig klar: der isses!
(Erledigt!).
Kleines Problem: meine Freundin, die das Brautauto dann auch fährt, weigert sich hartnäckig, eine Chauffeur-Uniform zu tragen! Meine stichhaltiges Argument, dass sie dann die lästige und unter Umständen stark frustrierende Kleiderfrage zur Hochzeit abhaken könne, zieht absolut nicht! Auch der Hinweis, dass sie sich mit der Arthrose in ihren Knien nicht in hohen Absatzschuhen quälen müsse, sondern bequemes, orthopädisch wertvolles Schuhwerk tragen könne, greift nicht! (Ich bin für weitere Argumente, die hier zu einem „Erledigt“ führen würden, jederzeit offen)!

Überflüssig, zu erwähnen, dass am nächsten Morgen auch die Gästeliste stand: erlesene, illustre Freunde und Verwandte, 65 an der Zahl – genau der richtige Größenrahmen für eine harmonische Hochzeitsfeier. Vielleicht etwas mehr als normal, aber schließlich haben wir ja auch den heute schon fast üblichen Fall, dass beide Elternteile sowohl geschieden als auch neu liiert sind und somit 8 „Elternteile“ vorhanden sind und analog hierzu auch entsprechend mehr Großeltern.
(Erledigt!)

Ich zeigte meiner Tochter die Gästeliste (so ein weddingplaner will ja mal gelobt werden) und sie sagte auch sofort nachdem sie sie gelesen hatte: „Sehr schön, Mama!“ Doch dann sagte sie noch einen Satz: „ Aber mein Bräutigam hat auch eine Familie!“
Äääähhhh.......! Wie jetzt: „Mein Bräutigam hat auch eine Familie!“????  Die kennen wir doch gar nicht! Muss man die auch einladen? (Ich brauche wohl noch etwas Übung für meine neue Tätigkeit des weddingplanens!)
Also neue Liste: Ohweia! Auch hier: „leibliche“ Tantens, Onkels, Cousins und Cousinen und Stieftantens, -onkels, -cousins und –cousinen!
Also Liste abspecken: wer nicht ganz so „erlesen“ und „illustre“ ist, muss verzichten. Dafür dann einen Polterabend einplanen, an dem dann „der Rest“ eingeladen wird.
(Erledigt!)
Ich fragte mich, warum alle so ein Gedöns um so eine Hochzeit machen – von wegen: 1 Jahr vorher anfangen mit Planen und Raum suchen und so was! Das geht doch ganz zackig! Wenn es die richtigen Leute machen! (Also ich in diesem Fall!).

Nächster Punkt: Lokalitäten aufsuchen, anschauen und über Preis-/Leistungsverhältnis verhandeln! (Der bisher schönste Punkt!).
Denn natürlich muss man dabei auch was essen, denn es muss ja festgestellt werden, ob das Essen auch so gut schmeckt, wie es angepriesen wird!
Aufgepasst alle künftigen weddingplanerinnen: an dieser Stelle kommt ein neuer Punkt auf die Tagesordnung, der sicher Monate dauert, bis man ein „Erledigt“ dahinterschreiben kann!
Der Punkt: „Abnehmen, was man bei den Probeessen zugenommen hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Die Entscheidung fiel dann aber recht schnell – das Brautpaar wurde natürlich in die Entscheidung einbezogen bzw. sie wurde dem Brautpaar überlassen, aber wie das bei guten weddingplanern so ist: sie wissen genau, was der „Kunde“ wünscht und suchen natürlich entsprechend aus!
(Erledigt!).

Die Hochzeitszeitung in Angriff nehmen und alle, die was zu sagen hätten, dazu bewegen, es auch zu tun!
(Erledigt).
Die Frage ist nur, ob sie es auch tun und wenn ja, ob sie es so rechtzeitig tun, dass es auch noch bis zum Druck da ist!

Mittlerweile sind allerdings ein paar „Verzögerungen“ aufgetreten! Die Braut ist sich nun nicht mehr sicher, ob sie wirklich dieses Kleid will, weil es ja noch so viele andere.......

Sie ist auch nicht mehr sicher, ob die Tischdeko wirklich creme/rot sein soll oder vielleicht doch eher weiß/rot oder weiß/gold?

Sollen wir beim Menü bei Buffet bleiben oder doch vielleicht ein serviertes Menü nehmen?

Hmmmm, ich beginne, zu verstehen, was gemeint sein könnte, wenn man empfiehlt, 1 Jahr vorher anzufangen.......

Aber ich denke, das wird alles hinzukriegen sein!
Ein Punkt allerdings wird noch sehr zeitaufwändig werden: was trägt die weddingplanerin/Brautmutter zur Hochzeit und wie schafft sie es, die o. a. zugenommenen Pfunde bis dahin verschwinden zu lassen inclusive der Pfunde, die vorher schon zuviel da waren?
Die, die die Hochzeiten schon 1 Jahr im voraus geplant haben, haben mir gesagt, kurz vorm „Ziel“ würde es richtig stressig und wenn es stressig ist, nimmt man ja ab! Darauf vertraue ich jetzt einfach.......