Der Ardennenschinken
Neulich.......
....... hatte mein Mann auf dem Heimweg von der Arbeit – wie meist – in einem Laden einen Zwischenstopp eingelegt, der Nahrungsmittel verkauft. Normalerweise ersteht er dann ein Kastenweißbrot mit 60 %igem Quark (Vernichtungsdauer 1,5 Tage) oder ein Rosinenbrot (Vernichtungsdauer 1,2 Tage) oder 2 Stücke Bienenstich (Vernichtungsdauer knappe 15 Minuten).
Dieses Mal war er bei Edeka und hatte eine Lage rohen Schinken und 2 knusprige Brötchen gekauft. Nach dem ersten Brötchen schwärmte er verzückt von dem leckeren Schinken. So einen guten Schinken habe er noch selten gegessen, verkündete er und den werde er gleich am nächsten Tag wieder kaufen. So geschah es auch.
2 Tage später wollte ich einkaufen gehen und fragte, wie denn der köstliche Schinken heißt, damit ich ihm welchen mitbringen könne. „Keine Ahnung“, sagte mein Mann. Und „Lass mal, ich fahre nach der Arbeit selbst vorbei!“ So geschah es auch.
Stolz kam er nach Hause und erklärte, er habe gefragt und der Schinken sei ein „Ardennenschinken“!
Am folgenden Wochenende war ich bei Edeka und wollte ihm seinen geliebten Ardennenschinken mitbringen. Die Fleischereifachverkäuferinnen dort sind alle sehr nett und wir kennen uns auch namentlich. Frau S. bediente mich und ich bat um Ardennenschinken. „Ardennenschinken???? Sowas ham wir nicht!“
„Doch“, sagte ich, „mein Mann hat ihn Anfang der Woche zweimal hier gekauft!“
Frau S. fragte ihre Kollegin Frau B., doch auch der war absolut kein Ardennenschinken bekannt.
Ich entschied mich dann für Schinkenspeck, der auch lecker ist und im übrigen nur ein Drittel des Preises der exklusiven Schinkensorten kostet.
Mein Mann überstand das Wochenende nur knapp und litt einer leichten Form der Depression. Gleich am Montag fuhr er nach der Arbeit zum Edeka und bekam seinen „Ardennenschinken“! Zufällig sah ich auf dem an der Ware angehefteten Zettel (an dieser Stelle ein großes Lob an die Erfindung der „Es bediente Sie.....“-Angabe auf selbigem), dass er den Schinken von Frau W. bekommen hatte.
Mitte der Woche holte mein Mann Nachschub und am Wochenende stand ich dann wieder vor der Wursttheke und verlangte siegessicher nach dem Ardennenschinken! Dieses Mal stand mir Frau G. gegenüber und erklärte ebenso standhaft, wie ihre Vorgängerinnen, dass es keinen Ardennenschinken gebe und auch noch nicht gegeben habe.
Ich sagte, dass mein Mann ihn aber immer hier kaufe und Frau W. ihn ihm verkauft habe.
Daraufhin öffnete Frau G. die Tür zum Kühlhaus und rief: „Frau W., komm mal bitte. Hier ist eine Kundin, die sagt, Du hättest Ardennenschinken verkauft!“ Aus den Tiefen des Kühlhauses hörte ich Frau W. rufen: „Ach, das kann nur die Frau F. sein!“ Dann kam sie und sagte zu mir: „Ich hab’ Ihrem Mann gesagt, dass das „Alemannenschinken“ ist, aber er sagt immer wieder „Ardennenschinken“. Nach dem dritten Mal hab ich nix mehr gesagt, sondern ihm den Schinken gegeben, den er wollte! Nehmen Sie den Alemannenschinken, das ist der Richtige!“
Mittlerweile wissen alle Damen der Wursttheke, welchen Schinken mein Mann gerne ist und er bekommt ihn – egal, welchen Namen er dafür angibt!
Und ich habe ein Argument dafür entdeckt, warum es doch von unschätzbarem Vorteil ist, wenn man Stammkunde ist und das Verkaufspersonal noch dazu weiß, mit wem man verheiratet ist!
....... hatte mein Mann auf dem Heimweg von der Arbeit – wie meist – in einem Laden einen Zwischenstopp eingelegt, der Nahrungsmittel verkauft. Normalerweise ersteht er dann ein Kastenweißbrot mit 60 %igem Quark (Vernichtungsdauer 1,5 Tage) oder ein Rosinenbrot (Vernichtungsdauer 1,2 Tage) oder 2 Stücke Bienenstich (Vernichtungsdauer knappe 15 Minuten).
Dieses Mal war er bei Edeka und hatte eine Lage rohen Schinken und 2 knusprige Brötchen gekauft. Nach dem ersten Brötchen schwärmte er verzückt von dem leckeren Schinken. So einen guten Schinken habe er noch selten gegessen, verkündete er und den werde er gleich am nächsten Tag wieder kaufen. So geschah es auch.
2 Tage später wollte ich einkaufen gehen und fragte, wie denn der köstliche Schinken heißt, damit ich ihm welchen mitbringen könne. „Keine Ahnung“, sagte mein Mann. Und „Lass mal, ich fahre nach der Arbeit selbst vorbei!“ So geschah es auch.
Stolz kam er nach Hause und erklärte, er habe gefragt und der Schinken sei ein „Ardennenschinken“!
Am folgenden Wochenende war ich bei Edeka und wollte ihm seinen geliebten Ardennenschinken mitbringen. Die Fleischereifachverkäuferinnen dort sind alle sehr nett und wir kennen uns auch namentlich. Frau S. bediente mich und ich bat um Ardennenschinken. „Ardennenschinken???? Sowas ham wir nicht!“
„Doch“, sagte ich, „mein Mann hat ihn Anfang der Woche zweimal hier gekauft!“
Frau S. fragte ihre Kollegin Frau B., doch auch der war absolut kein Ardennenschinken bekannt.
Ich entschied mich dann für Schinkenspeck, der auch lecker ist und im übrigen nur ein Drittel des Preises der exklusiven Schinkensorten kostet.
Mein Mann überstand das Wochenende nur knapp und litt einer leichten Form der Depression. Gleich am Montag fuhr er nach der Arbeit zum Edeka und bekam seinen „Ardennenschinken“! Zufällig sah ich auf dem an der Ware angehefteten Zettel (an dieser Stelle ein großes Lob an die Erfindung der „Es bediente Sie.....“-Angabe auf selbigem), dass er den Schinken von Frau W. bekommen hatte.
Mitte der Woche holte mein Mann Nachschub und am Wochenende stand ich dann wieder vor der Wursttheke und verlangte siegessicher nach dem Ardennenschinken! Dieses Mal stand mir Frau G. gegenüber und erklärte ebenso standhaft, wie ihre Vorgängerinnen, dass es keinen Ardennenschinken gebe und auch noch nicht gegeben habe.
Ich sagte, dass mein Mann ihn aber immer hier kaufe und Frau W. ihn ihm verkauft habe.
Daraufhin öffnete Frau G. die Tür zum Kühlhaus und rief: „Frau W., komm mal bitte. Hier ist eine Kundin, die sagt, Du hättest Ardennenschinken verkauft!“ Aus den Tiefen des Kühlhauses hörte ich Frau W. rufen: „Ach, das kann nur die Frau F. sein!“ Dann kam sie und sagte zu mir: „Ich hab’ Ihrem Mann gesagt, dass das „Alemannenschinken“ ist, aber er sagt immer wieder „Ardennenschinken“. Nach dem dritten Mal hab ich nix mehr gesagt, sondern ihm den Schinken gegeben, den er wollte! Nehmen Sie den Alemannenschinken, das ist der Richtige!“
Mittlerweile wissen alle Damen der Wursttheke, welchen Schinken mein Mann gerne ist und er bekommt ihn – egal, welchen Namen er dafür angibt!
Und ich habe ein Argument dafür entdeckt, warum es doch von unschätzbarem Vorteil ist, wenn man Stammkunde ist und das Verkaufspersonal noch dazu weiß, mit wem man verheiratet ist!

Danke, das ließ sich wirklich schön lesen...
jaja... warum männer nie zuhoeren....
aber, wie sollen sie es auch lernen, wenn sie doch alles bekommen, was sie wollen, ohne das es richtig ist, was sie wollten?
nojo