So, nun ist es aller höchste Zeit einen Zwischenbericht abzuliefern, wenn ich schon keine Zeit finde genauer zu berichten. Meine Messor-Kolonie hat nun zwei Dutzend Individuen erreicht. Mit über zwanzig kleinen nervösen Sechsbeinern fällt die genauere Volkszählung in Zukunft wohl eher als Schätzung aus, bei dem Gewusel wird man beim Zählversuch wirklich kirre.
Die Lasius Queen ist mittlerweile Mutter von fünfzehn Larven und macht einen äusserst relaxten Eindruck, selbst wenn ich die rote Folie zur genauen Bestandsaufnahme vom RG entferne wackelt sie bestenfalls mit den Fühlern und dreht sich ein bisschen zu Seite. Das scheint mir ihre Version höchster Entrüstung darzustellen. Erinnert mich ein wenig an Kimi Räikönnen, für die Formel1-Fans unter den Lesern, für die Anderen: Ottfried Fischer.
Da ich die Gefahr von Fressfeinden im Reagenzglas für eher unbedeutend einstufe denke ich wird diese Kolonie sich rasch entwickeln, wenn erst mal die erste Jungameise ihre endgültige Form angenommen haben wird.
Das Messor-Formicarium ist nun eingespielt, erst in den letzten kühlen Tagen habe ich festgestellt, dass ich die 28 Grad mit meinen bisherigen Einstellungen nicht ganz halten kann. Ich bin momentan dabei hierfür Abhilfe zu schaffen. Das sollte bei dem System auch kein grösseres Problem sein. Der nächste Sommer wird für die Kleinfamilie dann besser und vor allem konstanter ausfallen.
Auf der anderen Seite hat das Formicarium für meine zukünftige Lasius Kolonie sehr gute Fortschritte gemacht. Es wird nun doch ein reines Gipsnest geben, die Idee mit der alternativen Farm innerhalb der Anlage habe ich aus Platzgründen verwerfen müssen. Es gibt eine Arena-Gipsnest-Kombination mit zwei Nestelementen auf zwei Inseln. Das Ganze als Wassergrabenanlage in einem Aquarium. Die Anlage wird ein Experiment was den Aufbau und die Befeuchtung angeht, ich bin äusserst gespannt ob das Ganze funktionieren wird, was ich angesichts des Aufbauaufwandes sehr hoffe.