Huh?!
Heute Nacht gab es mal wirklich einen seltsamen Traum, ich frage mich wirklich,
ob dass mit
dem Zeichen zusammen hängt, dass ich benutzt habe...
Nun, jedenfalls war der Traum augenscheinlich unheimlich, aber ich empfand
dies nicht so.
Alles begann damit, dass ich vor einer gigantischen Höhle stand, ich ging
alleine rein, obwohl ich mit einer Reisegruppe unterwegs war.
Es war dunkel hier... sehr dunkel...
Plötzlich rannte mir eine Ratte entgegen, sie schien sich
überaus zu fürchten, ich beugte mich runter zu dem Tier und streichelte es… Es
schien zu zittern!
Trotzdem ging ich unbeirrt weiter, es war so verdammt dunkel
hier… Dann plötzlich wurde es ein wenig heller, ein Mädchen kam mir entgegen,
rannte an mir vorbei Richtung Ausgang…
Sie hielt kurz inne, als sie die Ratte am Eingang sah,
offenbar fürchtete sie sich vor der Ratte, ich drehte mich wieder um und ging
weiter in die dunkle Höhle.
Ich kam in einem sehr dunklen Raum an, trotzdem war es er in der Mitte von
Sonne durchflutet, es war fast so, als schluckte das Dunkle in dieser Höhle das
Licht vollkommen, es schien die Sonne zu absorbieren, ich war froh etwas Licht
zu haben und stieg die Treppe hinunter, die vom Licht geheimnisvoll illuminiert
wurde.
Weiter unten gab es wieder einige Flecken Erde, die von der
Sonne erhellt waren, ich war froh, dass es nicht mehr so dunkel war, also
machte ich mich daran alles zu erkunden, doch ich war nicht alleine, einige
weitere Leute stöberten hier unten rum, als wäre es ein riesiger Kramladen.
Im Sand fand ich zwei kleine Hütten, die aussahen wie zu
klein geratene Blockhäuser, unmöglich! Dachte ich bei mir, was soll da drin
sein? Wie sind die hierher gekommen? Ich schaute mich um, es war eine Art
unterirdische Stadt, die jedoch schon seit Äeonen von Jahren verlassen schien –
ich wagte mich näher an die zwei nebeneinander gebauten Blockhütten, offenbar
war wieder dieses… Mädchen neben mir, irgendwie verlieh sie mir Mut und ich
riss entschlossen eine Tür der zwei Blockhütten auf, es war wirklich klein dort
drin, in der Mitte stand ein Bett, rechts daneben gab es eine Art alte Kommode,
der Zahn der Zeit hatte das Innere soweit verschont, doch in dem Bett lag eine
Leiche, sie war schon längst verwest….
Aufgrund des Sandes hier unten und der relativ trockenen
Luft aber gut erhalten, dachte ich bei mir – meine Begleitung schrie bei dem
Anblick, sie sah ebenfalls eine Leiche in dem anderen Haus, die es sich in
ihrem Bett gemütlich gemacht hatte (natürlich vor ihrem Ableben!), ich zuckte nur die Schultern – so schlimm
war es schließlich nicht, die beiden seien doch auch schon ne ganze Weile tot,
scherzte ich ein wenig…
Plötzlich veränderte sich das Szenario, eine große Gestalt
landete in der Mitte des hell erleuchteten Fleckes – ich sah es nicht direkt,
es war, als würde ich als Träumer dies sehen, meine Charaktere im Traum wussten
davon (bisher) noch nichts.
Diese rote Gestalt so sah aus, wie man sich den Teufel vorstellt, er hatte
große Hufen, riesige Hörner und schien… eigenartig gepanzert zu sein, er trug
keine Waffe, aber sein Erscheinungsbild hat mir verraten, dass er vermutlich
keine brauchte, um anderen Leid zu zufügen.
Mein Alter-Ego wanderte weiter durch die Ruinen, es ging
noch weiter hinab, auch diese Treppen waren etwas erleuchtet vom Sonnenlicht,
ich wollte grade hinunter steigen, als plötzlich eine Art Stahlfalltüre hinter
uns zufiel… Wir waren gefangen in diesem unheimlichen Gewölbe.
Ratlosigkeit machte sich breit, wir saßen in einer Runde und
überlegte, wie wir entkommen konnten, wenigstens lebt hier nichts mehr,
scherzten wir etwas rum, dennoch es lag das eisige Grauen über diesen Ort…
Aus der weiten Ferne hörten wir ein Metallisches stampfen,
wir schauten uns alle an, einigen stand der blanke Horror ins Gesicht geschrieben, ich
war seltsam gelassen, denn ich war der festen Überzeugung, dass mir nichts
passieren könne.
Dann sahen wir das riesige Ungeheuer, dass dem Teufel
ziemlich ähnlich sah, ich rannte mit dem Mädchen weg, welches mich schon bei
der Expedition begleitet hatte, hinter uns hörten wir schreie, irgendwie wusste
ich, dass das Wesen diese Leute ziemlich zerrissen hat, auch wenn ich es nicht
gesehen habe, so spürte ich ihre schreie, in denen die Verzweiflung unheilvoll
mitklang…