* Here and Now *

17.05.2012 um 17:58 Uhr

Why not

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

What about Hawaii, she asked.

He looked at her. What about Hawaii?, he repeated in surprise.

Yes. Why not go there?

Doing what?

No matter what. Just going there. Being.

He smiled lightly and his eyes slid into the void.

Yes, why not Hawaii...

*

17.05.2012 um 14:33 Uhr

Die Berührung

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

Sie spürte eine Berührung, aber sie wusste nicht, was es war und was es bedeutete. Dann wurde sie sich bewusst, dass er ihr gegenüber saß. Fast hätte sie seine physische Präsenz vergessen. Versonnen blickte er auf ihre Hand, die er berührte. "Was machst du da?" fragte sie mechanisch. Die Frage klang in ihren Ohren, als hätte sie jemand anders ausgesprochen. "Ich streichle deine Fingerspitzen", sagte er ohne aufzublicken. Sie spürte die zarte Berührung, ohne die Worte zu begreifen. Sie schmeckte süß. Alles war gut.

*

05.05.2012 um 02:01 Uhr

Der unbegreifliche Raum

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Ein neues Spiel läuft

Und es wird gespielt

Wer erhofft

wer befürchtet?

Welche Freiheit

in dieser Frage ruht

Eine Antwort

sucht sie nicht

Und immer führt sie

zu diesem 

unbegreiflichen

Raum

*

25.04.2012 um 19:17 Uhr

Und wenn...

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

...die Geschichte jetzt zu Ende wäre? Jetzt, wo du sie genießt?

Wer sagt denn, dass ich die Geschichte genieße?

Das sieht man doch.

Ich genieße, das stimmt. Aber nicht die Geschichte. Eher einfach... mich selber, das Leben in mir.

Ja ja, schon okay. Aber sag, wenn du jetzt gehen müsstest, ganz und gar, meine ich... das wäre doch traurig, gerade jetzt.

Mit der Frage erinnerst du mich an den Meister, der seine Schülerin fragte, ob sie jetzt mit Gott gehen würde, wenn er sie einlüde. Sie ging immer zu ihrem Meister und strebte nach Gott, wie sie sagte. Bis sie eines Tages völlig verzweifelt vor ihrem Meister saß und weinte, weil ihr Freund sie verlassen hatte. Und er fragte sie belustigt, wenn jetzt Gott vor ihr stünde und zu ihr sagen würde: Liebes, du bist vollkommen frei von allem, komm mit mir! und von der anderen Seite her ihr Freund zurückkehren würde, mit wem sie dann gehen würde. Sie wusste nicht zu antworten.

Ja, und du? Was ist, kannst du mit Gott gehen, wenn gerade alles so schön ist.

Die Frage ist ein Witz, merkst du das denn nicht? Gott ist alles. Wie könnte man irgendetwas verlieren, wenn man mit Gott ist? Außerdem ist er - oder sie - der Autor - die Autorin - all unserer Geschichten. Genau genommen sind wir selber, jeder von uns, seine Geschichten. Kurzgeschichten. Nur Gott weiß, wie sie verlaufen, wann und wie sie enden, ob es eine Fortsetzung gibt oder was auch immer. 

Hm, klingt ja irgendwie lustig. Aber auch komisch. Ich will mein Leben selber in der Hand haben. Ich will nicht "geschrieben" werden.

Und wenn du mit Gott eins wärst? Sähe es dann nicht anders aus?

Dann wäre ich ja sozusagen Co-Autor, oder? - lachen - Das wär allerdings was anderes.

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10.04.2012 um 11:39 Uhr

Ich bin

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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So viele Gestalten, Formen, Orte. Alles immer wieder anders, vollkommen verschieden. Aber eines immer gleich, nämlich das Gefühl: Ich bin.

Was hatten sie gemeinsam... der Priester in Peru, die Krishnaverehrerin in Vrindavana, die Lehrerin in Schweden, der Trucker in Kanada, die Obdachlose in Berlin, der arme Schriftsteller in St. Petersburg, der sich immer mit einer der Figuren aus Dostojewskijs Romanen identifizierte und sich umbringen wollte aber dann an Schwindsucht starb, die Sängerin in einem chinesischen Palast, die Bordellbesitzerin in Hongkong, der esoterische Astrologe aus Basel, der viele seiner vergangenen Leben kannte?  Nur eines, aber dieses ganz gewiss. Das Gefühl: Ich bin.

All das Aufgezählte, die kurzen Beschreibungen der Personen (die erst durch diese zu Personen wurden), sind natürlich irreführend, um nicht zu sagen: falsch. Ja, der Schriftsteller schrieb einige (unveröffentlichte) Romane (wie oft saß er an seinem Holztisch und schrieb oder schrieb nicht, dachte nach, schrieb wieder, warf den Stift weg und ging am Fluss spazieren), die Lehrerin lehrte, die Sängerin sang, der Trucker fuhr, die Obdachlose war einige Zeit ohne Wohnung... aber dies sind ja nur Geschichten, Verallgemeinerungen, Gedanken von etwas, das einmal stattfindet und dann wieder vorbei ist, von etwas ganz und gar Instabilem. Jeder von ihnen war einmal, vielleicht sogar die längste Zeit, nicht das, womit er hier beschrieben ist. Aber jeder von ihnen war immer "Ich bin". Immer dasselbe Gefühl. Das Gefühl der Existenz.

Irgendeiner von ihnen, vielleicht ein hier nicht Genannter oder eine nicht Genannte, begann eines Tages zu verstehen, dass dieses Gefühl von "Ich bin" alleine bestehen kann. Ohne weitere Beschreibungen, obwohl diese trotzdem da sein können, da sein werden, für die Welt. Und dass dieses "Ich bin" das einzige ist, was unbestreitbar ist, das einzige, was jeder sicher von sich sagen kann, ohne dass es etwas später schon nicht mehr wahr ist. Dass dieses "Ich bin" fortwährend ist, während alles andere kommt und geht. Dass es eine eigene, einmalige Qualität hat und von nichts abhängig ist, von keiner Form. Dass es nicht geboren wird und nicht stirbt.

Und ein anderer oder dieselbe hier nicht Genannte konnte irgendwann auch sehen, dass selbst dieses "Ich bin" gesehen wurde. Von etwas, das er noch weniger beschreiben konnte, als "Ich bin". Doch hier musste er alles aufgeben, jeden Wunsch zu beschreiben, obwohl es so präsent und klar war.

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09.04.2012 um 14:33 Uhr

Die richtige Richtung

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Da waren nur noch diese beiden Ketten in dem Meer des Selbst. Winzig. Bunt. Und er konnte die Augen nicht davon abwenden. Nicht frei, sondern wie hypnotisiert. Er sah nicht das unendliche Meer um sich herum, mit welchem er selbst untrennbar verbunden war. Nicht einmal verbunden, sondern eins damit. Er sah nur die bunten Perlen der beiden lächerlich winzigen Ketten und hielt sie für alles. Alles um ihn herum konnte sehen, was geschah und wollte ihm zeigen, was er war, aber er sah es nicht. Und dann war er in einer der Perlen verschwunden. Unauffällig, von ihm unbemerkt, folgte ihm jemand.

Er sah eine Welt, die groß schien, und er winzig. Die machtvoll schien und unberechenbar, während er machtlos und ausgeliefert zu sein glaubte. Alles war genau umgekehrt, doch er sah es nicht. Er nahm den Traum für die Wahrheit. In einer Zeit, die ihm ungeheuerlich lang erschien, die jedoch gar nicht stattfand, bewegte er sich in diesem Traum von Leben zu Leben. Unwissentlich immer begleitet von derjenigen, die ihm gefolgt war. Er erfuhr Genuss und Leid, in tausenden von Formen. Alles wiederholte sich immer wieder. Bis er eines Tages in irgendeiner unwahren Zeit in einem der Myriaden von Träumen den Fensterheber seines Wagens bediente. Er hatte sich verfahren, und da war eine Frau auf dem Gehweg, die er nach der richtigen Richtung zu dem gewünschten Ort fragen wollte. Er rief "Hallo, entschuldigen Sie bitte". Sie kam herbei und als er in ihr Gesicht schaute, sah er in ihren Augen das vergessene unendliche Meer, aus dem er eines Tages in den Traum getaucht war. Sofort wusste er. Erinnerte sich an alles. Sie lächelte. Er fragte sie nach der Richtung zu dem gewünschten Ort. Und sie wies ihm den Weg. Es war der Weg, der aus dem Traum in die Wahrheit führte. ...

Unwahre Jahre später, in diesem Traum, der zu seinem letzten wurde, fand er sich, unheilbar erkrankt, in einem Hospiz wieder. Ein Freund besuchte ihn, und staunend erzählte er später den anderen, dass er den Sterbenskranken nicht nur in völligem Frieden vorgefunden hatte, sondern sogar in einer Art Vorfreude, in einer Art Abenteuerlust. "Ich sterbe. Ich kehre zurück. Ist das nicht aufregend?", lachte er. "Ich weiß, wo es hingeht. Sie hat es mir gesagt und ich habe mich erinnert. Ich weiß." 

11.03.2012 um 22:04 Uhr

Sprich als Selbst

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Ich könnte gehen. Ich wäre bereit. 

Das ist Mind. Sprich als Selbst, ohne Zeit.

Ich gehe. Ich bin bereit.

Das ist immer noch Zeit. Dein Selbst spricht, aber es spricht immer noch durch den Mind.

Ich bin da.

Immer noch Zeit. Es gibt da und dort, Entfernung, Zeit. Sprich als reines Selbst.

Ich bin.

---

Wie soll man als das zeitlose Selbst in der Welt leben?

Wie nicht?

Ohne Zeit? Wie?

Es ist Fakt, dass du bereits ohne Zeit lebst. Du kannst es verpassen und dich darüber täuschen, aber es bleibt trotzdem wahr. Du stellst die Frage als Mind. Stelle die Frage als Selbst.

Als Selbst gibt es keine Frage.

Natürlich nicht.

:)

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09.03.2012 um 11:37 Uhr

Der Engel

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Der Engel stand mit einer Schubkarre in der Einfahrt der Klinik, mit dem Rücken zu uns, als wir dort vorbeikamen. Urplötzlich, als hätte er hinten Augen und hätte uns gesehen, drehte er sich um und strahlte uns an. Der Weißkittel, der neben ihm stand und mit wichtiger Miene in seine Papiere schaute, wurde dadurch auf uns aufmerksam und musterte uns über seine Lesebrille hinweg mit kritischem und gleichzeitig etwas ratlosem Blick. Felix wedelte den Engel an. Und da er ja mit Wedeln nicht geizig ist, auch den Weißkittel. Aber der konnte damit nichts anfangen...

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07.03.2012 um 09:21 Uhr

Nichts bleibt zurück

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Interessant zu sehen, wo Bindungen sind, die man nicht mehr erwartet hätte, weil man alles für abgeschlossen und beendet hielt. Ein Name auf einem Plakat genügte, und alle möglichen Gefühle kamen zutage. Gefühle, die zum Teil wirklich erstaunten. Verletztheit eines Kindes, vor langer Zeit. Aber WER ist das denn wirklich, der oder die da verletzt ist? Und sich zu verteidigen sucht? Ein Schauen nach innen geschieht. Aber da ist nichts. Es ist ganz klar, hier muss nicht weiter gesucht werden. Hier gibt es nur Frieden. Die bedrückenden und verwirrenden Gefühle müssen woanders sein, weiter draußen, außerhalb des Zentrums. Das Schauen richtet sich ein Stück nach außen und dort ist ein Raum in welchem Gedanken entstehen. Es sind Milliarden über Milliarden, die hier wie Blasen aufsteigen und ihre Reise in alle Richtungen antreten. Manchmal treffen sich zwei Blasen und werden zu einer. Viele zerplatzen nach einiger Zeit, doch neue kommen nach. Und nun eine interessante Feststellung: Das, was für "Gefühle" gehalten wurde, ist zuunterst und allererst ebenfalls ein Gedanke. Nur, dass er Farben angenommen hat und im Licht schillend anders aussieht... Alle diese Gedankenblasen zerplatzen früher oder später. Nichts bleibt zurück, wenn sie nicht mit Verlangen durch neue ersetzt werden.

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06.03.2012 um 23:28 Uhr

Erinnerungen...

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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...an ein anderes Leben

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03.03.2012 um 11:47 Uhr

Bereitschaft

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Loslassen.

Gefahr laufen alles zu verlieren.

Was ist das Wertvollste?

Auch das.

Etwas kann das unmöglich tun.

Etwas anderes weiß,

es gibt gar nichts loszulassen.

Doch erst die Bereitschaft dazu

öffnet die Augen.

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29.02.2012 um 10:52 Uhr

Unalltäglich

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Da war dieser Mann, der die Auffahrt der Klinik fegte und die Parkplätze sauber machte. Er sah nicht so aus, wie die Leute, die das sonst tun. Er sah so unalltäglich aus. Als wäre er gerade eben vom Himmel geschneit. Ein Engel, der die Erlaubnis erhalten hat, in einem menschlichen Körper einen kleinen Kurzurlaub auf Erden zu verbringen. Und sich darüber unheimlich freut. Das Kehren und Saubermachen machte er mit so einer Ruhe und gleichzeitig wie nebenbei, so leicht. So unernst, und doch ganz sorgfältig. Eigentlich so, als wäre es nur ein Vorwand, nicht seine Hauptaufgabe. Er trug eine Leere in sich, einen Raum, eine Gedankenfreiheit, die wohltat. Wir schauten uns an und er lächelte mit einer Freude, die engelgleich war. Als ob er gekommen wäre, nur um so zu lächeln.

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28.02.2012 um 11:01 Uhr

Contradiction

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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What is your greatest desire?

My greatest desire is... to realize the self in me before this form dissolves.

Who is speaking here?

- no reply, pondering - then:

I understand. The desire can come only from the part, that will have to dissolve. What I really am cannot have desires.

Yes.

But... didn't it have the desire to look at itself and created therefore the world?

Yes.

But this is a contradiction.

- smiling happens - then:

Life is made out of what you call contradictions. This is its magic mystery. Life is not to be understood. Whoever tries to understand it, will not live. Hand yourself over to life and let it live through what you call yourself for now.

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28.02.2012 um 09:36 Uhr

Prachtvoll

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Einige Amseln fütterten sich gegenseitig mit Sonnenblumensamen, in unmittelbarer Nähe von uns Menschen. Das war schön anzusehen. Alle freuten sich über die Schönheit und die Zuneigung der Tiere zueinander. Sie waren fröhlich und sahen kräftig und gesund aus. Ihre Federn waren prachtvoll.

23.02.2012 um 23:41 Uhr

Things happen

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

I can see that everything is just happening.

Yes.

And there is enormous silence about it, even though everything happens.

Yes.

I feel no desire of further experiencing. So I just keep quiet. And still, things happen.

Yes.

I don't know who's desire it is to stop experiencing.

Don't worry about it. It will become clear when you let go of it.

All I can say is, if I become a doer, it feels wrong and turns out to be not in harmony. It is almost always connected with a tangible loss of energy. If I stay quiet and experience myself as life itself is evolving, everything is in tune.

Can you become a doer?

No. It is only an idea, that seems to happen at times.

Yes.

 *

 

16.02.2012 um 01:24 Uhr

What fun

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

 

And then grace came

and had me discover myself

as not being a my

and not being an I

attached to anything

But a being in

timeless infinity, undivided -

Wearing playful chains

in a colourful mighty game

called "World" -

what fun!

*


 

12.02.2012 um 18:25 Uhr

Rückblende

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

Rückblende. Self klärte mich auf, dass Suizid ungefähr so ist, als wollte man seinen Schatten ausradieren, indem man ihn hell anmalt, oder sein Spiegelbild zerstören, indem man den Spiegel zerbricht. Der gewünschte Effekt kann nicht eintreten, logischerweise, denn man setzt an einem Ende an, das vollkommen kraftlos ist. Es gab noch genügend andere lustige, anschauliche Beispiele. Er zerstörte damit meinen wohlbehüteten und geschätzten Falls-es-nicht-mehr-anders-geht-Ausweg. Und ich war nicht bereit, diesen aufzugeben. Obwohl ich wusste, dass er recht hatte, erhielt ich den Gedanken aufrecht. So schizophren kann man wirklich sein. Man kann einem Gedanken Kraft geben, obwohl man seinen Inhalt nicht mehr wirklich glaubt. Viel Zeit war vergangen, bis ich nichts mehr gegen das Wissen hatte, dass er Recht hatte. Es war keine verschüttete Vermutung mehr, sondern glasklare Erkenntnis. Du willst nicht mehr existieren? Was genau will nicht mehr existieren? Ist das überhaupt wahr? Weißt du, wer du bist? Das Leben selber führte mich dahin, diese Fragen zu beantworten. Es lüftete ein paar Schleier, gewährte mir Einblick. Einblick in die Wirklichkeit und Unwirklichkeit von Existenz und Sein. Nun ging es immer noch um dasselbe. Etwas muss getötet werden, das stimmt. Aber nicht der arme, ganz reale Körper, ohne den gar nichts ausgelöscht ist. Denn Bewusstsein ist nicht sterblich. Sondern die Wurzel aller falschen Ideen.

*

11.02.2012 um 14:40 Uhr

Bound by you

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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I fear not

giving me completely

to you

Bound by you

I feel boundless

Caught by you

I feel oceanlike freedom

Finding in our play

that what's One.

*

11.02.2012 um 12:10 Uhr

Wundersam

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

*

Keiner da

Nur Sein ist

Vom Nichts her

kommend

Alles findend

Wundersam

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09.02.2012 um 09:59 Uhr

Er - der Himmel in mir

von: Annabel_64   Kategorie: Sternengeschichten

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Weiß nicht, er ist gerade da... ganz präsent. Es kommen Erinnerungen, keine Ahnung wieso. "Papa stirbt!", die Stimme meiner Mutter. Unser letztes bewusstes Ansehen, in Liebe. Nach allem allem allem blieb nur Liebe. Alles andere wurde zu Staub. Sein Händedruck... mit der linken Hand, fest. Er drückt meine Hand fest, und sagt "Ich schaffe das". "Ja", sage ich. Und dann war er weg. Dann spürte ich ihn erst in den Bäumen wieder, frei. So frei, wie er niemals gewesen war. So frei wie niemand sein kann. Er sagte mir, ich hätte die Weite des Himmels in mir. Tatsächlich sagte er das einmal, vor vielen Jahren. Nicht so direkt, sondern als Bemerkung, als ich in Potsdam in einem Laden Räucherstäbchen kaufen wollte, deren Duft die Weite des Himmels ins Herz holen sollen. "Die brauchst du ja dann gar nicht", sagt er kurz und knapp, mit diesem kleinen Lächeln. Und dann war er der Himmel. In mir.

*