Sonnenblume

19.05.2013 um 13:26 Uhr

Konfus

Hallo ihr Lieben,

 ich habe diesen Blog etwas vernachläsigt die letzten Monate, da ich meine Gedanken und Gefühle nicht teilen wollte.

Mittlerweile geht es mir viel besser, klar ich habe zwischendurch kleinere Einbrüche und brauche auch oft noch das "Stop" von außen damit ich mich nicht übernehme, aber im Großen und Ganzen bin ich fast zufrieden.

Keine psychosomatischen Symptome, ich werde nicht andauernd krank, ich kann vieles gelassener sehen und freue mich an den Dingen, die gut laufen. Natürlich immer mit dem kleinen Teufel im Kopf, der sagt "Das geht besser! Kein Vergleich zu früher! Das soll gut sein?" ...aber ich probiere ihn zu ignorieren, denn ich kann nur mein bestes geben wie jeder Mensch auf dieser Erde.

Unterdessen nehme ich an einem Abnehmkurs der Krankenkasse teil. Dort unterhält man sich über Ernährung und hat 1x die Woche Aquapower-Fitness. Die Ernährung ist nicht mein Problem, ich habe nur etwas wenig getrunken, was das Aufschwemmen durch die Medikamente begünstigt hat. Doof das jetzt erst zu wissen, aber Fakt ist , dass meine Ärzte mir keine Hoffnung auf Gewichtsreduktion gemacht haben, schier aussichtslos. --- Ich habe nun abgenommen, wie viel weiß ich nicht, aber ich muss mir neue Gürtel kaufen, denn ich trage Hosen ungern in den Kniekehlen. Dennoch geht es bei mir langsamer als bei Leuten, die einfach ihr Eßverhalten korrigieren müssen. Es geht mir viel zu langsam, aber ich kann ja froh sein, dass es überhaupt geht... Der Kurs ist bald um, aber ich werde mich für einen neuen Aquakurs anmelden und jeden 2.Tag Sport zusätzlich machen. ...Ich hoffe dass ich bald wieder so aussehe, dass ich mich mag...aber dafür muss ich wohl noch 30 kg verlieren mindestens. Bis dahin muss ich weitermachen und es ertragen.

Hinzu kommt, dass ich jmd über das Internet kennengelernt habe, den ich, so blöd das klingt, sehr gerne mag, dessen "Anwesenheit" mir gut tut, den ich vermisse, wenn ich länger nichts höre...der mir viel näher ist als ich es für möglich gehalten hätte... und dann kommt die andere Seite: ER hat mich noch nie gesehen. Ich glaube er hat ein falsches Bild von mir, auch wenn ich ihn nicht angelogen habe. 

Ich zwinge mich dazu realistisch zu sein, was mich sehr traurig macht und überlege die ganze Zeit wie ich ihn loswerde ohne mich selbst zu treffen und ihm sein gutes Gefühl nicht zu nehmen. Denn es macht mich glücklich zu wissen, dass es ihm gut geht und ich möchte ihn eigtl. nicht verlieren. Aber das wird wohl passieren.... er schreibt mir nebenbei und ich weine...ach, am Liebsten würde ich mich jetzt verstecken bis ich wieder klar bin...das ist echt eine endlose Scheiße, so war das nicht geplant, ich wollte ihn nicht mögen.

Die Verletzung ist vorprogrammiert und auch Höfflichkeit wird sie nicht mildern. 

 So, jetzt muss ich meine Tränen abwischen und mich stylen, damit niemand meiner Gäste sieht wie es mir heute geht.

 

27.01.2013 um 20:33 Uhr

1 Schritt vor 2 zurück

Ob das ein deprimierter Eintrag wird? Nein, ich denke nicht. Ich bin Realist, ich kann damit (meistens) leben, dass nicht alles immer so ist wie ich das gern gehabt hätte.

Es ist auch nicht schlimm, ich brauche das sogar ab und an, dass mein Körper und meine Gefühle sagen "WRONG!"

Nachdem ich gestern noch ein quietschfideler Flummi war, der sogar - Bitte machen Sie JETZT ein Kreuz - gestern in einem Anfall von "Backen kann nicht so schwierig sein" einen Schokoladen- Birnen-Kuchen gebacken hat, der sogar schmeckt. Aber für mich eine recht anstrengende Tätigkeit war, da ich währenddessen gemerkt habe, dass es mir  - IMMER NOCH *lach* - keinen Spass macht Dinge zu backen. Komisch, komisch... grins

Insgesamt war ich gestern wohl  - wiedermal - der Ansicht, ich könnte die Welt retten - NA FRAU XY, GEHEN SIE JETZT WIEDER NACH HAUSE UND HOLEN IHR SUPER-WOMEN- KOSTÜM RAUS?!? - ach ja...

Der offensive Versuch eines Herren mich kennenzulernen, als ich gerade die preisreduzierten Kalender bei Thalia schnappte, und danach im Einkaufszentrum und dann beim Hinausgehen - Ignoranz kann ich. :), brachte mich dann vol aus dem Konzept und löst auch trotz positiverer Selbstwahrnehmung Angst aus und einen extrem großen Fluchtreflex.

Heute ging es mir nicht optimal, zuviel Kraft verbraucht gestern... ich bräuchte wirklich eine sichtbare Kraftreserve - Anzeige, ich denke mit der könnte ich gut umgehen... :D

Nachdem ich mehrere Stunden geschlafen hatte, hatte ich Japp auf Farbe. Mein detailverliebtes Riesenbild stand noch unfertig rum, die Idee im Kopf ist da... aber man muss auf sowas auch Lust haben. Am Besten wird es wenn man richtig Japp drauf hat, wenn man geradezu in die Farbe springen möchte.

Irgendwie gefiel mir das alles nicht. Insbesondere in Verbindung mit meiner neuen Idee, musste das Bild anders. Anders, wie? Keine Ahnung! Anders! Ich merkte das ich große Lust auf dunkles Grün hatte und fing an, mir war auch nach großen Pinseln, keine extremen Schwingbewegungen, einfach nur große Bewegungen, die Farben fließen lassen.

Sowas tut gut. Man wählt nur das, was man mag und braucht und lässt sich dann einfach fallen.

 Das ist nun der Hintergrund von dem Bild und da fehlt auch noch ein Stück, da ich meine Initialen abgeschnitten habe, ach ja Bildbearbeitung ist was Schönes. :)

Ich bin gespannt ob ich das umsetzen kann was ich im Kopf habe und ob mir danach das Bild noch gefällt. Aber auch hierbei muss man sagen, grundsätzlich sind meine Bilder nicht zum Gefallen da, sondern für mich zum Krafttanken, Reflektieren, Reinfallen lassen, Entspannen. 

Mir geht es jetzt wieder besser. Habe überall Farbe an den Händen, ich liebe das. :)

Wenn ich die Wahl hätte, hätte ich am Liebsten einen Malraum nur für mich. Andere Menschen oder z.B. eine Staffelei behindern aus meiner Sicht den kreativen Fluss und das Weggleiten aus der Realität.

 

25.01.2013 um 23:04 Uhr

Komplimente

Musik: http://www.youtube.com/watch?v=h4gCtLXW2fw

 

Ich bin in einem merkwürdig berauschtem Zustand... es ist etwas Unglaubliches passiert: Ich werde innerlich ruhiger und verstehe sogar wenn mir jmd ein Kompliment macht, dass es mich meint.

Es ist das erste Mal, dass ich mich über Komplimente freue und nicht probiere sie zu verdrängen, sie sich  unangenehm anfühlen und ich das z.T. sogar nachempfinden kann.

Vorher habe ich insgeheim jeden einer Lüge bezichtigt, der mir etwas Nettes gesagt hat und habe insgeheim gewartet was diese Person damit bezwecken will, was die Gegenleistung dafür sein soll...

Jetzt weiß ich plötzlich (auch wenn ich das schon vorher so gemacht habe, aber das ist ja wiedermal was gaaaaanz anderes..), das Menschen auch einfach mal etwas Gutes über Dich sagen, weil sie es so meinen.

Ja, ich glaube ich gewinnne gerade Ego, das ist wie neue Kraft bekommen und sich aus den Fesseln der Vergangenheit loszureißen. Klar bin ich nicht der Überzeugung, dass ich das Nonplusultra, der Nabel der Welt bin, aber ich weiß auch, dass ich nicht verkehrt bin und ich irgendwie doch viele tolle Seiten an mir habe, irgendwie. *lächel*

Ich finde mich heute sogar hübsch. Gut, jetzt werden einige lachen, weil sie es mir vielleicht schon gesagt haben... aber das kam bisher nicht bei mir an, ich hatte da größte Zweifel. Heute habe ich dafür mal genau hingeguckt... ich mag mein Gesicht und meine Haare und auch alles andere, ist zwar nicht perfekt, ist gar nicht so schlimm wie ich das bisher empfunden habe. - Für einen Schwimmbadbesuch reicht es noch nicht, was eigentlich sehr schade ist, da ich mich im und am Wasser am Wohlsten fühle, denke da muss ich noch mehr Unterstützung bekommen für mein Ego...

Ansonsten mag ich meine Art von Humor, die zweifelsohne nicht für jeden etwas ist und auch teilweise den Inhalt meines Kopfes, ich mag es, dass ich lebensfroh bin und Spass habe an vielem und so verdammt neugierig bin.

Ich freue mich auf viele neue, positive Erfahrungen, egal in welchem Bereich, und denke ich habe nun die richtigen Menschen um mich, mit denen das möglich ist.

Danke, dass es Euch gibt.

17.01.2013 um 19:30 Uhr

VIEL

 

Bei mir ist ziemlich viel los, neue Aktivitäten,

- IDEEN , IDEEN, IDEEN -

Bürokratie, die einem das Leben schwermacht,

- VERZWEIFLUNG, WUT, AUSGELIEFERT SEIN -

Gedanken, die sich überschlagen, Fragen über Fragen

- SUCHE, ZWEIFEL, HOFFNUNG -

Erschöpfung, Einsamkeit und Kreativität

 

Da das hier den Rahmen sprengen würde und ihr wahrscheinlich irre werden würdet wenn ich Euch in meine Gedankenwelt eintauchen lasse, probiere ich das Ganze stark zu dezimieren und hoffe dass ich damit Leben kann was dann am Ende Teil des heutigen Blogs ist. 

Was mir so spontan in den Kopf schießt, ist dassich nun ein Bordell aufmachen könnte rein von Dekoaspekten betrachtet...

Mein Vater war zu Besuch, eigtl. hat er mich mehr überfallen mit dem Wunsch von mir zum Arzt begleitet zu werden und deshalb den Abend vorher anzureisen.

Da es äußerst selten vorkommt, dass mein Vater erkrankt, konnte ich seine Angst etwas nachvollziehen und erklärte mich deshalb dazu bereit.

Wie immer kam er viel zu früh an. Da ich vom Tag (Auseinandersetzung mit dem Amt wer zukünftig mein Leben finanziert, ohne Klärung) extrem erschöpft war, konnte ich leider nicht so schnell wie ich wollte, sodass es z.T. recht chaotisch aussah.... was in Gegenwart meines väterlichen Putzteufels schwer zu ertragen war.  Aber da musste ich nun durch!

Das anschließende Einkaufen und Kochen verbrannte dann die letzten Kraftreserven, sodass ich ihn am Liebsten gebeten hätte wieder zu gehen...was natürlich nicht ging, da er nunmal extra die 150 km zu mir gefahren war...

Während ich mich nach Ruhe und Abgeschiedenheit sehnte, zog sich mein Vater den üblichen TV-Trash "Extrem schön" und "Der Bachelor" im Wechsel rein und kommentierte dies mit ebenso passenden Bemerkungen. Ich schämte mich fremd und probierte mich zurückzuziehen... leider hatte er ein großes Bedürfnis mir jenes oder dieses "Wichtige" zu zeigen, damit ich das nicht verpasse! Wer weiß ob ich sonst noch hätte leben können...

Irgendwann schlief er dann ein und ich hatte Ruhe, EIGENTLICH. Nur EIGENTLICH, weil dann mein Kopf endlich nach Aufmerksamkeit schreien konnte und ich den gewünschten "Pause-Button" wieder nicht fand. Das bedeutete 1 Nacht wachsein um um 5:15Uhr meinen Vater zu wecken und Kaffee zu kochen.

D.h. zu dem total erschöpft zu sein, kam das Gefühl hinzu übermüdet, gereizt und überfahren worden zu sein. So sollte jeder Tag anfangen!

Meine Medikamente nahm ich nicht um fahrtauglich zu sein, falls es ihn dahinrafft, was zur Folge hatte, dass ich im Elbtunnel stark an mich halten musste um mich nicht zu übergeben.

Ich brachte ihn sicher zu seinem Arzt, füllte mit ihm einen Bogen aus und erklärte ihm was dort drin mit ihm passieren wird. Er musste das erste Mal in seinem Leben  - bei mir wäre es ca. das 8x - zum MRT.

Wieder bei mir Zuhause angekommen, war er total fidel und freute sich seines Lebens. Hatte tolle Ideen wie man welches Kabel in meiner Wohnung verlegen könnte, damit es schöner und sicherer ist.

Ich wollte nur noch RUHE und antwortete stets mit "hmmm" in verschiedenen Tonlagen, das war meine Gesprächsbereitschaft.

Aber erstmal gab es Frühstück. Er hatte alles mitgebracht was ich so mag, u.a. Lachs und dunkle Körner-Brötchen von meinem Lieblingsbäcker, also sehr fürsorglich und mitdenkend. Dennoch hätte ich darauf verzichten können, wenn ich dafür RUHE bekommen hätte.

Er erzählte mir alles mögliche, ich kann mich noch nicht mal mehr erinnern, so elementar war es für mich. Ich hielt tapfer durch, sodass er mir dann irgendwann mitteilte, dass er nun losmüsse, aber noch "die Überraschung" in meinem Zimmer angebracht hätte.

Ich muss zugeben da hatte ich Angst. Ich weiß, dass er alles lieb meint, aber da er u.a. auch derjenige war, der mir Glitzerspray für meine Haare geschenkt hat, damit ich "wie ein Engel" aussehe, bin ich seitdem etwas skeptisch.

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Er ist nun weg. Ich stehe vor meinem Bett. Über meinem Bett hängt schon immer ein Bild mit beidseitigen Kerzenhaltern... die "Überraschung" hängt zwischen den Kerzenhaltern...

Eine HERZ - LICHTERKETTE

Sie spendet rotes, puffiges Licht und ich frage mich "WARUM?" 

 

 

 

12.01.2013 um 14:06 Uhr

Nähe

 

Zum Teil bin ich erstaunt, dass ich noch nicht weggerannt bin, dabei rede ich nicht von schnellem Gehen, einem Kurzsprint o.ä. , sondern von panischem Flüchten, Rennen ohne Stop, außer die Erschöpfung setzt irgendwann ein...

Ich beobachte mich selbst und merke plötzlich Impulse, es ist schwer ihnen nicht nachzugeben... z.T. kann ich sie aber auch nicht unterbinden, da es Automatismen sind, die sich bei Bedarf selber abrufen.

Gestern hatte ich Therapie, danach wollte ich eigtl. hier schreiben um zu sehen ob ich dann noch tiefer reinkommen in die Thematik. Die Thematik war mein Hauptthema "Nähe zulassen". Ich bin immer wieder erstaunt, dass man dadrüber noch sprechen kann, aber ich habe damit ein gravierendes Problem.

Dazu muss ich vorweg sagen, dass es in meinem Leben wenig Nähe gab zu anderen Menschen, nur oberflächlich, sodass der Schein gepasst hat... und diejenigen denen ich zugestanden habe näher zu kommen, haben mich immens verletzt /enttäuscht / haben mir geschadet. Deshalb u.a. bin ich wohl nicht so erpischt darauf, jmd neues kennenzulernen und was noch viel schlimmer ist: zuzulassen dass derjenige mich kennenlernt.

Immer wieder merke ich starke Blockaden und muss mich fragen "Ist es nur Angst oder ist es berechtigt?"

Wenn ich im Gegenzug sehe wie andere Menschen auf mich reagieren, bin ich fast etwas beschämt, weil ich das nicht genauso empfinden und von mir aus so anbieten kann. Viele kommen mir mit offenen Armen entgegen, möchten Kontakt, sich mit mir austauschen...bei den Meisten bin ich innerlich eiskalt, egal was sie machen werden, ich werde sie nie in meine Nähe lassen, ob es begründet ist oder nicht, ist dabei zweitrangig.

Ich denke nicht schlecht über diese Menschen, ganz im Gegenteil, aber irgendwas stört mich, irgendwas ist mir zuviel, irgendwas sagt "Bis hierhin und nicht weiter!" Wahrscheinlich nehme ich mir damit die Möglichkeit viele nette Bekannte zu haben, aber ich kann nicht anders.

Deshalb bin ich auch sehr stolz, dass ich es geschafft habe zwei Menschen aus dem letzten Bestätigungsfeld mitzunehmen ohne dabei diesen starken Abwehrmechanismus zu haben. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten... es ist die Angst, sich auf jemand zu verlassen und hinzufallen - und auch die Tatsache, dass ich 8 Jahre mit einem sadistischen Arschloch zusammen war, der mein Ego kontinuierlich gemindert hat, macht es nicht unbedingt einfacher zu akzeptieren, dass man einfach so gemocht wird. - 

Eigentlich müsste ich vor Ego nur so überschäumen, ich habe bisher von anderen Menschen nur selten etwas Schlechtes über mich gehört. Gut, Komplimente werden von mir meist nicht wahrgenommen, nur wenn sie mehrfach wiederholt werden und dann ist es mir irgendwie unanagenehm, weil ich nicht verstehen kann, dass ich gemeint bin.

Als Beispiele:

Früher ein paar Freunde sagten mal, dass dieses Lied mich beschreibt: http://www.myvideo.de/watch/6811311/Pur_Song_Sie_sieht_die_Sonne

"Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.. usw. "

Selbst mein Ex- Partner hat mir diese Zeilen - hier auf deutsch - geschrieben, als er gut drauf war:

"Du Schöne die mein Leben in ihren Augen gefangenhält...."

 Tja, was soll ich sagen....ich habe es zur Kenntnis genommen, probiere es zu verinnerlichen....