ARS

08.12.2008 um 09:38 Uhr

In der Mitte

von: ARS

ICH BIN in der Mitte von allem. 

Rund um mich herum Wirbeltanz, Strömungen, Vermischung, Veränderung, Verwandlung, Wirbeltanz. Und mitten drin ICH - Ruhe.

Alles ist in dieser Mitte, strömt von ihr aus und kehrt zu ihr zurück. Überall ist diese Mitte und das was von ihr ausströmt dehnt sich unendlich. 

Alles das bin ich.

Ich lebe auch Dein Leben.
Es ist nur scheinbar jetzt nicht meins, sondern deins.
Wir begegnen uns - wie seltsam, das zu können.
Und erkennen uns nicht einmal.

Alles erscheint so verzerrt wenn ich mit meinen Augen hinschaue die eingefärbt sind von allem, was mir beigebracht wurde, von allem, was ungefiltert auf mich einströmt.
Schreiend, zeternd, meckernd, sortierend, besänftigend versucht der Verstand einen Sinn in dem Chaos zu finden. Doch er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

In der Mitte von Allem ist Ruhe.
Dort hat dies alles keinen Sinn, keine Bedeutung, ist nicht einmal das "dort".


Und obwohl wir jederzeit dort sind, sind wir es doch nicht, wenn wir jeder Zeit sind.

05.12.2008 um 08:51 Uhr

Über das Zuhören

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

...kommt ein Zugang zu den Mensch und den Dingen, den ich vorher nicht kannte.

Dieses Zuhören ist nicht einfach ein Hören was der Andere sagt, und wie sich die Dinge anhören. Es ist ein Lauschen auf die Essenz, die Information, die in allem ist. Damit eröffnet sich eine neue Dimension zu Allem. Da ist mehr als Worte, mehr als Ton, mehr als Verpackung. Da ist Inhalt.
Und dann reagiert mein Inhalt darauf. Und das ist keine Assoziation auf das gehörte Wort, den gehörten Ton. Keine Reaktion in Verbindung gebracht mit meinen Gedanken darüber. Es ist eine Antwort die über mich hinweg und durch mit hindurchrauscht, gleich einem Jubel, der sich freudig dem anderen hinzugesellt.

Es gibt so viele inhaltsleere Worte, Sätze, Gespräche. Sie sind einfach stumm, und machen doch so viel Lärm. Ich lausche darauf und höre doch nichts. Es ist nichts darin außer einer inständigen Bitte. In mannigfaltiger Ausführung ruft es: Hörst Du mich? Bist Du da? Liebst Du mich? Verstehst Du mich?
So rufen sie alle, und antworten nicht.

Über das Zuhören öffnet sich die Türe ins Herz des Lebens in dem die Antwort ist. Und sie gleitet über die Lippen wie die süßeste Kost. Und sie gibt allen alles. Auch Dir selbst.

Es ist immer nur Deine eigene Antwort, die zu Dir zurück will.
Es ist immer nur meine eigene Antwort, die zu mir zurück will.

 

01.12.2008 um 05:11 Uhr

Rollenspiele

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

Erwartungshaltungen. Bedürfnisse. Pflichten. Verantwortlichkeiten. Gesellschaftliche Regeln.  

Hier bin ich so, dort muss ich so sein, da darf man das nicht wissen, dort mich so nicht kennen… 

Das Thema ist durch. Keine Angst mehr, kein Versteckspiel. Vor wem auch? Vor was auch?

Ich streifte Haut um Haut ab. Manchmal gespannt, manchmal zaghaft, manchmal fast gewaltsam, während ein Teil von mir sich noch an ihr festkrallte.

Übrig blieb nichts.  

Manchmal ist die Verlockung da, dieses Nichts mit etwas zu füllen. Eine neue Rolle zu spielen. Spielerisch. Sie mir überzustreifen. Zu schauen, ob sie passt, und wie sie mir steht. Dann merke ich, sobald es kein Spiel mehr ist, wird es künstlich. Dann kostet es wieder Mühe die Rolle aufrecht zu erhalten. Sie zu leben, sie darzustellen, sie zu füllen. Das geht gar nicht, ist ein Unterfangen an dem man immer nur scheitern kann. 

Wie ist es, Nichts zu sein? 

Friedlich ist es. Die Dinge, die zu tun sind, tun sich nun von selbst. Die ehemaligen Rollen haben ihren Platz als diese eingenommen, und laufen von selbst ab. Es kostet keine Kraft, keine Energie mehr. Die vielen Luftblasen, schweben ohne Berührungspunke an mir vorbei.  

Es ist ein unbekanntes Leben, dem ich zuschaue. Ein Leben voller stiller Schönheit.