ARS

28.04.2009 um 17:14 Uhr

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von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

Diese Welt hat dir nichts zu bieten

Nur den Tod

Jedes vermeintliche Glück das du siehst und erlebst ist nur der Tod in süßer Verkleidung

Nichts hier ist wirklich

Gar nichts

 

Hoffnung hat nur das Ego

Hoffnung dass du das nicht glaubst und schließlich als wahr erkennst

Hoffnung hält es am Leben

Dein "Ja, aber..." halt es am Leben

Dein Klammern-an hält es am Leben

 

Lehn dich zurück in MEINE Arme

Und fürchte dich nicht

Denn ich bin bei dir

Was auch kommen mag

Nichts davon ist wahr

Gar nichts

 

Du bist ZUHAUSE und nicht hier

Wo alles vergänglich erscheint

Und dir genauso gegeben wie genommen werden kann

 

Deine Kinder sind nicht deine Kinder

Die dir gegeben und genommen werden können

Sie kamen scheinbar durch dich in diese Welt

Und doch sind sie genauso wenig hier wie du es bist

Kein Leid kann ihnen geschehen genauso wenig wie dir

 

Denn ALLES ist bei mir und kommt aus mir und bleibt in mir

15.03.2009 um 10:33 Uhr

Der leere Raum

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

Erkenne wo und was du bist.

Du bist der leere Raum in dem alles ist.

Der Raum den Du zugemüllt hast mit allen Notwendigkeiten des Lebens.
Mit a l l en Notwendigkeiten des Alltags.
Mit a l l e n Deinen Gedanken. 

Mach ihn leer den Raum.

Gib das ab, was darin ist. A l l e s !

Dann wirst Du finden.

Der leere Raum ist voll.

Voll von dem was wirklich ist.

Voll von dem was du wirklich bist.

Voll von dem was A L L E S I S T .

Du bist der leere Raum.

Du BIST.

ICH

 

Wer sagt das?

lachen

 

 

05.12.2008 um 08:51 Uhr

Über das Zuhören

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

...kommt ein Zugang zu den Mensch und den Dingen, den ich vorher nicht kannte.

Dieses Zuhören ist nicht einfach ein Hören was der Andere sagt, und wie sich die Dinge anhören. Es ist ein Lauschen auf die Essenz, die Information, die in allem ist. Damit eröffnet sich eine neue Dimension zu Allem. Da ist mehr als Worte, mehr als Ton, mehr als Verpackung. Da ist Inhalt.
Und dann reagiert mein Inhalt darauf. Und das ist keine Assoziation auf das gehörte Wort, den gehörten Ton. Keine Reaktion in Verbindung gebracht mit meinen Gedanken darüber. Es ist eine Antwort die über mich hinweg und durch mit hindurchrauscht, gleich einem Jubel, der sich freudig dem anderen hinzugesellt.

Es gibt so viele inhaltsleere Worte, Sätze, Gespräche. Sie sind einfach stumm, und machen doch so viel Lärm. Ich lausche darauf und höre doch nichts. Es ist nichts darin außer einer inständigen Bitte. In mannigfaltiger Ausführung ruft es: Hörst Du mich? Bist Du da? Liebst Du mich? Verstehst Du mich?
So rufen sie alle, und antworten nicht.

Über das Zuhören öffnet sich die Türe ins Herz des Lebens in dem die Antwort ist. Und sie gleitet über die Lippen wie die süßeste Kost. Und sie gibt allen alles. Auch Dir selbst.

Es ist immer nur Deine eigene Antwort, die zu Dir zurück will.
Es ist immer nur meine eigene Antwort, die zu mir zurück will.

 

01.12.2008 um 05:11 Uhr

Rollenspiele

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

Erwartungshaltungen. Bedürfnisse. Pflichten. Verantwortlichkeiten. Gesellschaftliche Regeln.  

Hier bin ich so, dort muss ich so sein, da darf man das nicht wissen, dort mich so nicht kennen… 

Das Thema ist durch. Keine Angst mehr, kein Versteckspiel. Vor wem auch? Vor was auch?

Ich streifte Haut um Haut ab. Manchmal gespannt, manchmal zaghaft, manchmal fast gewaltsam, während ein Teil von mir sich noch an ihr festkrallte.

Übrig blieb nichts.  

Manchmal ist die Verlockung da, dieses Nichts mit etwas zu füllen. Eine neue Rolle zu spielen. Spielerisch. Sie mir überzustreifen. Zu schauen, ob sie passt, und wie sie mir steht. Dann merke ich, sobald es kein Spiel mehr ist, wird es künstlich. Dann kostet es wieder Mühe die Rolle aufrecht zu erhalten. Sie zu leben, sie darzustellen, sie zu füllen. Das geht gar nicht, ist ein Unterfangen an dem man immer nur scheitern kann. 

Wie ist es, Nichts zu sein? 

Friedlich ist es. Die Dinge, die zu tun sind, tun sich nun von selbst. Die ehemaligen Rollen haben ihren Platz als diese eingenommen, und laufen von selbst ab. Es kostet keine Kraft, keine Energie mehr. Die vielen Luftblasen, schweben ohne Berührungspunke an mir vorbei.  

Es ist ein unbekanntes Leben, dem ich zuschaue. Ein Leben voller stiller Schönheit.

28.11.2008 um 10:42 Uhr

Mama und Papa

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

Wie habe ich Euch gegrollt. Mit welcher Inbrust die Geschichten erzählt, die mich als armes Opfer Eurer Elternschaft darstellten. Wie viele Jahre hat es gedauert, bis mir erstmals aufging, dass ich bei Euch goldrichtig war?! Wie lange hat es gebraucht, bis mir klar wurde, dass ich Euch nicht erst lieben lernen muss, sondern in all der Zeit, immer geliebt habe?!

Mama und Papa, ihr seit so wertvoll. Ihr lebt Euer Leben mit aller Kraft und Inbrunst. Ihr habt so viele Hoffnungen und Träume gehen lassen. Ihr habt immer noch Wünsche. Ihr habt immer noch Ziele. Ihr denkt kein bißchen an das Ende. Ihr plant für die Zukunft und seit trotzdem sehr verankert im Jetzt. Ich habe Euch so lange gar nicht gesehen. Jetzt fällt mir so vieles wie Schuppen von den Augen. Ihr seit wundervoll! Wundervolle Lehrer! Ich bin Euch so dankbar!

27.11.2008 um 15:54 Uhr

Am Anfang...

von: ARS   Kategorie: Gedanken über mein Leben

... stehen viele Geschichten. Geschichten, die das Leben schrieb. Schrieb sie das Leben? Wer oder was schrieb sie? Wer (oder was) bin ich?

Klar war immer nur, dass ich mir nicht so klar war, was das alles hier eigentlich soll. Ich kann mich nicht erinnern, mit den Umständen meines Lebens in meiner Kindheit und Jugend glücklich gewesen zu sein. Das soll nicht heißen, dass es keine glücklichen Momente gab: Schlittenfahren wenn es endlich Schnee gab im Winter, in den Kopfweiden und Obstbäumen klettern, im Freibad und im Meer schwimmen, oder im Hallenbad wenn im Sprungturmbecken die Unterwasserbeleuchtung eingeschaltet war, mit dem Fahrrad unterwegs sein und Kunststückchen darauf vollführen, ja, da waren viele schöne Momente!
Es war die Grundstimmung, die irgendwie nicht stimmig war. Das Gefühl, da wo ich bin, nicht richtig zu sein. Irgendwie verlaufen, im falschen Nest gelandet, voller Sehnsucht nach Zuhause.

Dieser Zustand war lange, sehr lange präsent in meinem Leben, bis weit ins Erwachsenenalter hinein.
Und dann, war er auf einmal vorbei, überwunden, überholt. Das schlich sich so ein. 

Ich habe viel Zeit mit esoterischer Literatur verbracht. Ich habe Karten gelegt, ich habe erlernt, wie man Geburts- und Karmahoroskope erstellt und deutet. Das war unterhaltsam und manchmal tatsächlich auch erkenntnisreich. Aber das war nicht des Rätsels Lösung. Die schlich sich ganz anders ein.

Ich bin Mutter von drei Kindern. Mein Sohn ist bereits ausgezogen und studiert. Meine Töchter pubertieren munter vor sich hin. Mit den beiden Vätern meiner Kinder bin ich nicht zusammen geblieben. Meinen Partner habe ich in einem Mann gefunden, in den ich mich gar nicht verliebt hatte, in dem ich gar nichts besonderes sah, als wir anfingen uns kennenzulernen. Das kam später, das schlich sich so ein.

Es gab einige Momente in den vergangen 10 Jahren, in denen ich das Gefühl hatte, für kurze Momente andere Räume zu betreten. Eine andere Wirklichkeit, jenseits der ständig sichtbaren Welt. Darüber gibt es nichts besonderes zu schreiben. Ich könnte es gar nicht vollständig ausdrücken. Es war total unspektatkulär, weil irgendwie total "normal" und doch so anders als alles scheinbar normale, dafür gibt es keine Worte. Dieses Erleben konnte ich nicht willentlich herbeiführen, das schlich sich von selbst ein.

Seit einiger Zeit nun, es können wenige Jahre oder auch viele Monate sein, ich kann es nicht genau sagen, ist Ruhe in mir. Frieden. Es ist nicht unerschütterlich, aber es kommt selten vor, dass er erschüttert wird. Um mich herum und mit mir mittendrin passiert immer wieder ganz viel, und ich nehme rege teil. Aber innen drin, ist Ruhe. Kein Trubel, keine Aufregung.
Und aus diesem Zustand nun, kam etwas Neues auf mich zu. Und ich weiß erst seit kurzem: es ist die Liebe. Und sie überwältigt mich, mit ihrer Macht, mit ihrer Kraft, mit ihrer sanften starken Intensität. Sie ist vergleichbar mit keinerlei Sympathie, die ich jemals vorher hegte, und für Liebe hielt. Ich empfand sie kurzzeitig, bei der Geburt meiner Kinder, das erinnere ich jetzt.

Ich weiß nicht, wo sie all die vielen Jahre war. Sie muss wohl irgendwo in der Nähe auf mich gewartet haben.