Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

30.11.2008 um 20:44 Uhr

Einfach hmmmm...

von: Sadeyes

Zu viel um einfach "nichts" zu sein... und zu wenig, um es "etwas" nennen zu können.
Wie soll man so etwas beschreiben... und deswegen bleibe ich wohl heute Ohne Worte...

28.11.2008 um 08:35 Uhr

Einmal werden wir noch wach...

von: Sadeyes

Viel, viel Stress... und der Zeitpunkt des Aufbruchs kommt immer näher. Unwillkürlich hab ich gestern bereits die Stunden gezählt. Und es sind nicht mehr viele...

Bis dahin muss ich noch meine "gute Sache" abgeschlossen haben, packen und die Kleinen versorgen. Außerdem muss ich ausgerechnet jetzt noch Kehrwoche machen *nerv*
Aber gut... dann hab ich das wenigstens mal wieder hinter mir...

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit jetzt vergangen ist. Einfach immer auf das geschaut, was gerade zu tun ist. Aber wann immer ich es mir erlaubt habe, daran zu denken, wie nah nun meine Reise ist, so hat mich sofort immer ein starkes Kribbeln ergriffen. Wie sehr man sich doch freuen kann!

E macht es mir derzeit auch sehr leicht. Die letzten Abende hat er immer online bei mir verbracht... auch wenn es keine langen oder intensiven Gespräche waren, so fand ich seine Anwesenheit schon sehr schön. Und erstaunlich, dass wir uns bereits so annähern, bevor ich überhaupt bei ihm bin. Hätte ich tippen müssen, so hätte ich wohl gedacht, dass er sich vorher eher zurückzieht... Umso größer ist die Freude über seine Anwesenheit. Ein wenig gespannt bin ich schon, ob er sich sogar heute Abend noch blicken lassen wird. Ich hab allerdings ein gutes Gefühl dabei...

Und dann... dann ist es schon soweit und wir werden uns sehen können, wenn wir miteinander reden. Ich werde seine Stimme hören und in seine Augen schauen *seufz*

26.11.2008 um 11:33 Uhr

Gestern...

von: Sadeyes

Gestern... vor einem Jahr war der Tag, als E die Tür hinter sich geschlossen hat und unsere Beziehung, wie sie war, beendet hat.

Gestern... ist, genau wie dieser Tag vor einem Jahr, Vergangenheit.

Manchmal muss Altes sterben, damit etwas Neues entsteht.

Das muss nicht heißen, dass wir nicht richtig füreinander waren. Aber wir haben uns in dem Moment nicht gutgetan. Unsere Beziehung hatte sich so entwickelt, dass wir beide uns unsicher und unglücklich gefühlt haben. Obwohl da Gefühle für den anderen waren. So konnte es nicht weiter gehen.

Dadurch, dass wir nicht mehr zusammen waren, konnten wir beide erstmal diese Gefühle und die Erfahrung verarbeiten und davon wegkommen. Eine andere, gesündere Basis aufbauen. Uns ohne Zwang kennenlernen.

Heute... kann ich sagen, dass ich IHN von Herzen liebe. Das schreibe ich so, weil ich ihn liebe, wie er ist und nicht die Vorstellung von dem, wie ich ihn gerne hätte. Weil ich nun zu ihm, wie er ist, ja sagen kann.

Und vielleicht haben wir uns so die Chance auf ein Morgen geschaffen, die viel besser ist, als das Gestern.

25.11.2008 um 08:52 Uhr

Bald ist es soweit...

von: Sadeyes

Ich bin noch immer hundemüde und mein Hals brennt... Wird das irgendwann mal besser? Freue mich jetzt schon auf meine Couch heute Abend. Noch so viel zu tun und nur noch so wenige Tage, bis es endlich los geht.

Meine Motivation hier ist seit gestern eh mal wieder auf dem Tiefpunkt. Ich kann Ungerechtigkeiten nicht ausstehen. Und als solche empfinde ich es, wenn ich zusammen gestaucht werde, wegen etwas, was mir niemand mitgeteilt hat. Und ich bin nicht die einzige gewesen, die das nicht wußte. Ist es da nicht offensichtlich? Warum können manche Menschen ihre Emotionen nicht etwas besser im Zaum halten?

War gestern Abend dann zu wütend und zu müde, um noch viel zu lernen. Trotzdem habe ich das Gefühl, mein Niederländisch macht große Fortschritte. Und es macht Spaß!

Und ein Gespräch mit meinem Lieblingsholländer ist dann auch wieder entstanden. Er brauchte meine Hilfe und ich... ich durfte dann meinen Ärger bei ihm abladen. Einfach schön, so miteinander reden zu können, füreinander da zu sein... und schon ein wenig Nähe aufzubauen, bevor wir uns sehen. Und ich habe noch ein Versprechen von ihm... noch einmal im Messenger treffen, bevor ich zu ihm komme... Und es fühlt sich alles so richtig an!

24.11.2008 um 11:18 Uhr

Nacht durchwacht...

von: Sadeyes

Na ja, nicht ganz... aber fast...

Einmal die ganze Aufregung wegen dem fast zum Greifen nahen Besuch in meinem Lieblingsland bei meinem Lieblings-E ;)

Und dann... ja, dann hab ich auf einmal das Bedürfnis gehabt, eine dieser CDs einzulegen... mit der Aufschrift D.
Schwer vorzustellen, dass dies nun schon drei Jahre her ist... Die Zeit vergeht rasend schnell... Und ich muss sagen, ich denke immer noch an ihn. Nicht ständig, nicht täglich... ich könnte noch nichtmal sagen, wie oft. Es ist einfach mittlerweile so, dass mich manche Dinge an ihn und unsere Zeit erinnern. Und das ist dann auch immer gut so. Schon lang bin ich an diesem Punkt, wo es nicht wehtut, sondern einfach nur eine schöne, warme Erinnerung an einen wundervollen Menschen ist.

Das Einzigste, was ich wirklich bedauere ist, dass wir so gar keinen Kontakt mehr haben. Er fehlt mir als Mensch, als guter Freund. Einfach hin und wieder mal hören, wie es ihm geht, was er macht, ihm mal was erzählen können oder nach seinem Rat fragen. Wir haben uns so gut verstanden, weil wir einander wirklich verstanden haben. Und das ist so selten...

Ich weiß, ich könnte das jetzt... ihm einfach eine Freundin sein und nicht mehr... Freundschaft ohne traurig sein oder hoffen auf mehr. Und ich würde mir wünschen, dass es ihm genauso geht. Ich weiß nicht, ob ich ihm mal versuchen sollte, zu schreiben... ob es seine Mailadresse überhaupt noch gibt. Aber ich möchte auch nicht, dass er es dann falsch auffassen würde.

Hmmm....

23.11.2008 um 21:50 Uhr

Schneeee mit viel E

von: Sadeyes

Desto näher Tag X kommt, umso aufgeregter werde ich so langsam... und ich frage mich natürlich, wie das bei ihm aussieht... Natürlich kommen von ihm jedes Mal, wenn wir uns nun hören, auch irgendwelche Aussagen, die auf unser baldiges Treffen abzielen. Und ich denke, das ist ein Zeichen davon, dass er sich auch freut. Leider hat er mich so genannt, wie ich das manchmal als kleinen Trick anwende... was natürlich nichts schlechtes ist. Eigentlich ja ein Zeichen großer Zuneigung. Nur eben nicht der, die ich gerne hätte. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Wir werden bald ja etwas Zeit dazu haben. Und ich kann nur daran glauben, denken und hoffen, dass es auch so passieren wird.

Heute wär ich gerne dort gewesen. Denn jetzt gerade liegt dort Schnee. Wie wunderschön muss es dort mit Schnee sein. ich träume davon, seit ich diese Stadt das erste Mal gesehen habe. Sie sieht aus, wie ein verwunschenes Dörfchen aus einer Schneekugel... oder diesen zauberhaft verträumten Schneelandschaften auf so manchen Gemälden. Nur bis jetzt hat immer der Schnee gefehlt... Aber vielleicht habe ich ja Glück!

Und obwohl ich dachte, wir bleiben hier verschont vom Schnee, so hat es nun bei uns heute Abend zugeschlagen. Mindestens 5 cm liegen da bereits und ich fürchte, das wird noch mehr. Da freu ich mich ja gar nicht auf morgen auf den Weg zur Arbeit...
Auch wenn ich zugeben muss, dass es einfach herrlich aussieht! Wie gern hätt ich E hier gehabt und wäre mit ihm Hand in Hand durch den Schnee spaziert... Aber vielleicht ist das etwas, was in Zukunft so sein wird. Ich wünsche es mir auf jeden Fall von ganzem Herzen!

21.11.2008 um 18:07 Uhr

Die Macht der Gedanken

von: Sadeyes

In letzter Zeit habe ich wieder festgestellt, wie kraftvoll doch unsere Gedanken sind und wie sehr sie uns beeinflussen. Ich hab es durch die Geschichten von Freunden erfahren, habe es bei anderen Bloggern erlebt... aber am allermeisten hab ich es am eigenen Leibe gespürt.

Durch meine Gedanken an E einerseits. Aber noch viel stärker im täglichen Leben. Ja, ich fühl mich noch immer irgendwie bedroht von dieser Situation mit meinem Ex und den Ämtern. Und ich bin finanziell dermaßen eingeschränkt, dass nicht wirklich irgendwas geht. Und da meine Stelle nur befristet ist, weiß ich nicht, wie es nächstes Jahr weitergeht, wenn es dann Ernst wird. Ich weiß nicht, ob ich in Holland oder hier eine Stelle finde, wo ich ähnlich gut verdiene. Weniger darf es nicht sein, denn das wäre mein absoluter Ruin. Aber ich hab vorher noch nie so viel verdient... Was wenn es nicht klappt? Aber... das darf nicht sein, das wird nicht sein. Irgendwie wird es gut ausgehen!

Es gibt also Gründe genug, um auf meine Finanzen zu schauen und zu sagen, dass ich absolut eingeschränkt lebe und alles zu wenig ist, etc
Nein! Damit ist Schluss! Stattdessen habe ich meinen Fokus auf das gerichtet, was ich habe. Und ich sage mir immer wieder, dass ich in Fülle lebe. Ich habe meine Wohnung, alles, was ich brauche. Ich habe es warm, habe zu essen, habe meine Familie und meine Freunde. Was brauch ich denn mehr? Und immer wieder, wenn ich Angst habe oder mich eingeschränkt fühle, dann denke ich an meine Fülle. Dann kann ich es spüren... dieses Gefühl von Überfluss und innerer Fülle. Ja, ich lebe in Fülle und es geht mir gut!

20.11.2008 um 15:54 Uhr

Glücklich...

von: Sadeyes

E hat mich mal wieder überrascht... Gestern war er online. Einfach so, ganz außer der Reihe. Und es war einfach schön. Wir haben uns endlich wieder komplett ungezwungen unterhalten... eben dieses Wohnzimmer-Couch-Gefühl. Herrlich!

Besonders schön war es, als er zum Schluss eine Bemerkung hat fallen lassen, die mich sehr überrascht hat. Nämlich, dass sein Land mein zweites wäre... Und genau das schien ihm ja zuvor noch so Angst zu bereiten. Es ist gut, dass er das nun akzeptiert und es verstanden hat. Dass ihn das nicht mehr so erschreckt...

Ich freue mich einfach nur darauf, dass ich ihn bald endlich wieder sehen kann!

18.11.2008 um 13:21 Uhr

Irgendwie vergiftet...

von: Sadeyes

Ich merke, ich bin schon viel weiter, als noch vor ein paar Monaten. Ich rege mich schon lang nicht mehr so über all die Anfeindungen von meinem (endlich!) Ex auf. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, wie wenn er wie ein Giftstachel in meinem Leben und in meiner Seele sitzt. Schon wieder Pos von ihm bekommen... und es nervt mich einfach ungemein.

Ich weiß, es wird sich alles auflösen, auch wenn es noch einige Monate dauern kann. Ich weiß, dass ich danach noch Monate oder vielleicht Jahre mit den Folgen beschäftigt sein werde. Aber da vertrau ich auf mein Glück und auf meine Stärke, dass ich das alles möglichst schnell bewältigt haben werde.

Trotzdem merke ich, wie jedes Mal, wenn ich von ihm höre, ich am liebsten von hier weg möchte. Schon allein deshalb bin ich froh, dass ich bald ein paar Wochen hier rauskomme. Und auch das wäre ein Punkt mehr, hier weg zu gehen. Ich brauche Abstand zu ihm, zu der ganzen Sache. Ja, ich liebe diesen Ort hier und ich habe ein paar sehr liebe Freundinnen, die ich sehr vermissen würde. Aber derzeit hab ich einfach das Gefühl, wie wenn mich diese Nähe, diese Möglichkeit, sich ständig über den Weg zu laufen, vergiftet. Und ich werde es niemals zulassen, dass er in irgendeiner Weise über mich bestimmt oder mich kaputt macht!

10.11.2008 um 22:52 Uhr

Es ist amtlich...

von: Sadeyes

...ich bin endlich rechtskräftig geschieden. Seit ein paar Stunden bin ich wieder eine freie Frau :)

Heute Morgen war ich ziemlich nervös. Ich wußte, es gab eigentlich nicht viel, worüber ich hätte nervös sein müssen. Trotzdem, der Gedanke daran, ihn sehen zu müssen und überhaupt...

Er hat mir auch kaum in die Augen schauen können und hat sich sofort woanders hin verkrümelt, als er mich gesehen hat. Feige... kein Wunder aber...

Während der relativ kurzen Anhörung mußte ich irgendwann anfangen zu lächeln. Es war ja nicht weiter schlimm und diese ganz reale Aussicht, diese rechtlichen Bande zu ihm trennen zu können, es war einfach zu schön. Und was soll ich sagen... als ich nach Hause kam, da hat mich diese Erkenntnis nochmal voll getroffen: Ich bin jetzt wieder nur ich. Ganz für mich allein! Ich bin getrennt von dem, an dem ich keinen Anteil haben möchte. Und ich habe gespürt, wie mir in diesem Moment jede Menge Energie zugeflossen ist. Ich habe mich kräftig und ganz gefühlt. Und es war ein gutes und richtiges Gefühl!

06.11.2008 um 18:08 Uhr

Weitere Erkenntnisse...

von: Sadeyes

Zufällig bin ich in die alten Mails gestolpert, die mir E damals täglich während der Arbeit geschickt hat. Und ich hab darin gelesen... viele, fast alle... Man muss dazu sagen, dass E nicht der Mann der großen Worte ist. Er fasst sich auch in seinen Mails eher gerne kurz.

Ich weiß noch, wie ich die Mails vor einem Jahr bekommen habe. Irgendwie waren sie mir immer zu kurz, zu wenig Hinweise darauf, dass er mich liebt, zu viel Zeit zwischen den Mails etc.
Ich hab immer nur gesehen, fast schon danach gesucht, was weniger wurde oder irgendwie nicht "richtig" war.
Ja, ich weiß woher meine Unsicherheit kam und er war sicher nicht unschuldig daran, aber wer ist nicht in den ersten Wochen irgendwie anders, wenn er frisch verliebt ist? Er hat sich immer so gegeben, wie er wirklich ist. Und ich habe übersehen, wie unterschiedlich die Holländer doch von uns Deutschen sein können. Und auch wie anders E ist, als all die Männer, die ich kenne. Hätte ich die Ruhe gehabt, die ich nun hatte, als ich die Mails gelesen habe, dann hätte ich erkannt, dass sie durchaus liebevoll sind, dass ich ihm viel bedeutet hab. Aber das ist wohl auch der Unterschied, wenn man jemanden besser kennt. Damals konnte ich ihn noch so gar nicht einschätzen. Nun hab ich ihn ganz anders kennengelernt und ich kann diese Mails richtig werten und einschätzen. Und auf einmal erkenne ich deren Wert. Und es macht mich ein wenig traurig, dass es nicht möglich war, das damals schon zu erkennen.
Und es läßt mein Herz hüpfen, wenn ich daran denke, dass ich diesem Menschen bald wieder persönlich gegenüberstehe.

Ich habe es mir auch seit langem mal wieder erlaubt, mir sein Foto anzuschauen... und es war ein Gefühl, wie wenn mein Herz aufgeht und sich weitet...

Wenn das mal nur gutgeht...

05.11.2008 um 14:33 Uhr

Bewußt-Sein, Vorfreude und Probiersteine

von: Sadeyes

Musik: Blof - Oktober

Hach, was für ein herrliches Lied... Es lädt so schön ein, die Gedanken und Gefühle einfach fließen zu lassen. Einen Moment innehalten, bewußt atmen, sich am Leben erfreuen.

Und wie so oft in diesen Momenten spüre ich die Vorfreude auf Holland. Auf das Land, auf die Leute, den Kurs, meine geliebten Grachten. Ich hoffe, ein wenig von der Vorweihnachtszeit dort mitzuerleben, auch wenn es dort wohl so ganz anders als hier ist. Und ich freue mich auf E. Ihn tatsächlich anschauen zu können. In seine Augen zu sehen, ihn lachen zu sehen und seine schöne Stimme zu hören. Wie lang habe ich darauf gewartet...


Übrigens... ich möcht Euch gern noch einen Beitrag von Seren_a in unserem Gemeinschaftsblog Glücksmomente ans Herz legen. Probiertsteine heißt er und Ihr findet ihn HIER...

04.11.2008 um 14:41 Uhr

Erkenntnisse

von: Sadeyes

Obwohl derzeit noch immer viel zu viel zu erledigen ist, versuche ich, ruhig zu sein, meine Mitte zu finden. Ich versuche, den Moment zu leben und zu genießen, so gut es mir möglich ist. So, wie in diesem Moment die Sonne, die auf mein Gesicht scheint...
Dieser Moment des Genießens und des Innehaltens muss sein... auch wenn der Berg Arbeit äußerst mahnend vor mir thront.

Und auch, wenn es zu dieser friedlichen Stimmung nicht ganz paßt, so will ich doch eine Erkenntnis festhalten, die ich in den letzten Tagen hatte. Ich habe mich verschlossen. Mauern aufgebaut, in die ich eigentlich niemanden hereingelassen hatte. Ich glaube, das habe ich schon früher ein wenig gemacht, aber da war das seltener und viel durchlässiger. Erst nach D ist es so geworden. Ja, ich hab mich verlieben können, aber ich habe niemanden so richtig nah an mich gelassen. Zwar nah genug, dass es schon auch wehgetan hat. Aber nie wirklich nah. Und dem ganzen hat die Angst zugrundegelegen. Die Angst, dass derjenige dann weg ist und es wehtut. Ich hab meine Omi weniger besucht, als ich es vielleicht gekonnt hätte, weil es so offensichtlich war, dass es nicht mehr ewig geht. Meine Mutter seh ich weniger. Ja, liegt auch an ihr und ihrem Freund. Aber eben auch daran, dass es nicht wehtun soll. Genau wie mit meinem Vater. Meinen Bunny hab ich so geliebt und doch hab ich viel zu wenig mit ihm gemacht... und trotzdem hat es schon so wehgetan, ihn zu verlieren. Und nun geht es mir so mit meiner kleinen Weißen.... Sie ist auf einmal so lieb und verschmust. Und ich hab richtig gemerkt, wie es mir schwerfällt, sie zu mir zu holen, weil dann meine Bindung zu ihr stärker wird. Und wenn sie dann mal geht, dann wird wieder etwas so sehr fehlen....

Mit D habe ich damals gespürt, wie nach und nach so viele meiner Mauern und Grenzen gefallen sind. Und es war gut. Es war ein sehr schönes Gefühl, so zu lieben, so zu vertrauen. Und noch heute sage ich, dass es das wert war... auch wenn es besser gewesen wäre, er hätte sich damals von mir verabschiedet, als er ging.

Ich möchte mich wieder so öffnen können... Ich möchte lernen, diese Angst hinter mir zu lassen und sie aufzulösen...

02.11.2008 um 00:43 Uhr

Zurück ins Leben

von: Sadeyes

Trauerfeier und Urnenfeier sind vorbei. Beide Tage waren besonders heftig für mich. Der Gedanke, sie nicht mehr sehen zu können, sie nicht mehr halten zu können und mit ihr nicht mehr über Wolle und das Stricken zu reden, das ist so schwer vorstellbar. Ich habe gar nicht richtig gespürt, wie tief es mich beschäftigt hat, bis ich gemerkt habe, wie mein Lachen, mein Humor und mein Reden verstummt war. Ich war anders, mehr in mich gekehrt. Aber in den letzten Tagen habe ich wieder angefangen, ein wenig zu leben, wieder aus den Tiefen herauszukommen und zu mir zu finden. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die Trauer noch mehr als einmal ihren Weg zu mir finden wird.

Auch die Gemeinheiten meines Nochmannes kann ich etwas gelassener betrachten. Ich will keine Angst vor ihm haben und mir keine machen lassen. Und ich habe mal wieder bestätigt bekommen, was so klar war... er versucht lediglich mich auszunehmen und wieder alles zu drehen, wie es ihm nützt. Aber er kann sich seine "Macht" auch nur versuchen zu erpressen. Und seine Hilflosigkeit dabei ist manchmal unverkennbar. Es geht mir nicht darum, ihn hilflos zu machen... das hier soll kein Kampf sein. Nicht, wenn es nach mir geht. Aber ich werde es eben nicht zulassen, mich von ihm unterdrücken zu lassen.

Weiterhin freu ich mich auf die bevorstehende Zeit in Holland und auch E wiederzusehen. Meine Gefühle und Gedanken dazu aufzuschreiben, fällt mir ein wenig schwer. Manchmal denke ich, man kann doch nicht sagen, dass man jemanden liebt, den man nun schon fast sechs Monate lang nicht gesehen hat. Und doch ist das mit E einfach sehr wertvoll für mich. Mein Gefühl sagt mir, dass es gut und richtig so ist. Und auf dieses Gefühl will ich mich verlassen. Weitere Gedanken werden verschoben, denn nun gehör ich mal wieder ins Bett.

Also, Gute Nacht da draußen, wo immer Ihr auch seid!