Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

12.09.2009 um 16:59 Uhr

Allein im Cafe

von: Sadeyes

Ich sitze allein in meinem Stammcafe. Eigentlich fast schon den ganzen Tag. Heute Morgen hatten wir unsere Strickrunde im sehr kleinen Kreis und danach bin ich einfach noch hier geblieben. Habe hier Internet, wenn auch sehr langsam...
Viel schreiben kann ich noch immer nicht, weil mein Arm weh tut. Aber ich kann mich entspannen, mir mit wenig etwas gutes tun und bin nicht nur in meiner Wohnung. Es tut gut, rauszukommen, die Leute auf der Strasse vorbeigehen zu sehen. Zu merken, dass ich es noch nicht verlernt habe, Fremden einfach ein Lächeln zu schenken. Das Leichte und Einfache des Lebens zu genießen. Auch wenn manchmal Gefühle hochkommen, die ein wenig anders sind... vielleicht melancholisch.

Mittlerweile kommt die Sonne raus und wenn das Cafe gleich schließt, werde ich meine Sachen nach Hause bringen und vielleicht einfach noch ein wenig mit meinem Rad am Wasser entlang fahren. Sonne tanken, weiter treiben lassen. Der Tag ist noch lang...

05.09.2009 um 18:54 Uhr

Manchmal...

von: Sadeyes

Manchmal weiß ich nicht, ob ich im Gestern, Heute oder Morgen lebe.
Manchmal weiß ich nicht, ob es alles wirklich so ist, wie ich denke.
Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob alles so richtig ist.
Manchmal braucht es nur ein Wort, einen Musikfetzen oder einen Geruch und ich bin irgendwo ganz woanders.
Und dann scheint manchmal alles ganz einfach, wie wenn alles so ist, wie es sein soll und nichts falsch gehen kann.

02.09.2009 um 16:56 Uhr

So ist es nunmal...

von: Sadeyes

Ja, ich weiß, es ist mal wieder still geworden um mich. Das Übliche... Stress auf der Arbeit, kein eigenes Internet und in den letzten Wochen kaum mal einen Tag für mich gehabt. Irgendwie immer unterwegs, irgendwas am machen.

Jetzt ist es Zeit, mal wieder ein wenig anzuhalten... Kraft zu tanken.

Mit E ist alles normal und schön. Wir haben uns wie so oft an "unserem" Montag getroffen und rumgealbert, gekocht, TV geschaut. Schön und entspannt ist es. Vertraut und mit viel Wärme. Ich fühl mich bei ihm zuhause. Und das darf ich auch. Diesmal sogar mit liebevoller Begrüßung seinerseits und einer kleinen Rückenmassage, weil mein Arm mich so plagt. Und ich weiß, dass er sowas nicht immer macht und genieße mal wieder still die unausgesprochenen Dinge und die Nähe.

Der Kürzellose wird kürzellos bleiben. Ich weiß, man sollte nicht alles hinterfragen und von vornherein zerdenken. Aber ich weiß auch, dass es wichtig ist, zu wissen, was man will und sich selber gut zu kennen. Deswegen habe ich mich für mich beschlossen, dass ich nicht umziehen will. Ich bin hier glücklich und zufrieden. Vielleicht ändert sich das eines Tages, aber jetzt ist es nicht so.
Und das habe ich ihm so geschrieben. Er hatte mich ja nach meinem Leben hier gefragt. Und ich habe erzählt, was ich alles mag und wie gut es mir gefällt und dass ich froh bin, diese Entscheidung getroffen zu haben.
Wäre er mit einer Freundschaft zufrieden und alles ohne Hintergedanken, dann hätte er sich ja für mich freuen können und mich trotzdem besuchen können. Aber wenn er auf Beziehung aus war mit dem Hintergedanken, dass ich ja dann umziehen kann, dann ist es besser, wenn wir uns erst gar nicht sehen. Und so bin ich froh, dass ich es so gemacht habe. Auch wenn ich dadurch keine netten Mails mehr bekomme.

Gestern Abend, als mir mein altes Tagebuch in die Hände gefallen ist und ich vieles über meine Gedanken und Gefühle und deren Entwicklung bei D nochmal erinnert und durchlebt habe, ist mir sowieso klar geworden, dass mich kein Mann genauso lieben muss, wie D es getan hat. Aber es sollte ähnlich sein. Die Worte, die ich da gelesen habe, waren sehr besonders und mir ist einmal mehr klar geworden, dass ich so noch nie gefühlt hatte und dass ich nur hoffen kann, irgendwann noch einmal so zu fühlen. Und jemanden zu haben, der so für mich fühlt.
Ich habe geweint. während ich gelesen habe. Aber nicht, weil ich so traurig um den Verlust war (auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es noch immer so wäre, wie damals), sondern weil es so schön war diese Entwicklung zu lesen, die Gefühle, das Besondere. Es hat mich berührt...

Und auch wenn es fast wie unmöglich scheint, dass so etwas noch einmal passieren kann, so hoffe ich auf jemanden, der mich wieder so berührt, mir so unter die Haut geht, mit dem ich so viel teilen kann wie mit D