Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

08.10.2011 um 20:36 Uhr

Irgendwo im Nirgendwo

von: Sadeyes

Ich sitze mit meinem Laptop im Dunkeln auf dem Bett. Neben mir läuft die passende Musik und hüllt mich ein. Alles nur um nicht zu denken, nicht zu fühlen, am liebsten für einen Moment mal eben gar nicht sein...

Fühle mich komplett merkwürdig, erschöpft, ausgelaugt und leer. Ich hasse Leere! Irgendwie will ich nicht im Nirgendwo sein und trotzdem ist Nirgendwo manchmal einfach der sicherste Ort zu sein. Endlich mal nicht gesehen, beobachtet, analysiert zu werden. Irgendwie hab ich mich auf einmal wie ein Zootierchen gefühlt. Ist wohl einfach zu viel gewesen.

In unserer Gruppe gab es ziemlich große Probleme und wochenlang sind wir alle mit der Anspannung und Ärger oder Angst rumgelaufen, bis es sich nun endlich geklärt hatte. Diese ganze Gewöhnungsgeschichte an meinen neuen Therapeuten ist irgendwie auch nicht gerade einfach. Ich wünschte, er würde mich nicht manchmal so verwirren. Es reicht schon, wenn sie mich begucken und meinen Kopf durchleuchten. Da muss sich doch nicht noch einer einnisten. Ich versuche mir ja auch zu sagen, dass das nur Kleinigkeiten sind und ich da vielleicht nicht so drauf achten muss. Aber diese Kleinigkeiten stupsen irgendwelche feinen Alarmantennchen bei mir an und vorbei ist es mit der Ruhe.

Gestern hatte es dann auch nur noch einen kleinen Tropfen gebraucht und da ist irgendwie alles explodiert. Heute find ich es schon nicht mehr ganz so schlimm, aber ich merke die enorme Erschöpfung, die fehlende Energie und das Bedürfnis niemanden zu sehen, außer es wäre jemand von den wenigen Menschen, die mir ganz nahe stehen...

Und deswegen bleibe ich momentan noch eben ein wenig irgendwo im Nirgendwo, bis es wieder besser ist.