Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

08.04.2012 um 10:07 Uhr

Das Problem mit der Neugier

von: Sadeyes

Gestern hatte ich dann tatsächlich Besuch von meinem Vater plus Anhang. Und irgendwie ist mir mal wieder bewußt geworden, wie komisch das alles funktioniert. Die beiden sind hier angekommen und es gab Begrüßung und dann ein wenig zusammen sitzen bei Kaffee. Danach sind wir ein wenig in die Stadt und was essen, wieder zurück und bei mir noch Kaffee und Kuchen. Und dann hatte mein Vater es wie immer auch schon wieder ganz eilig, um wieder zu fahren. 

Als sie weg waren, hab ich mich dann mal wieder irgendwie komisch gefühlt. Und mir ist irgendwie klar geworden, dass die paar Stunden irgendwie so an mir vorbei gerauscht sind. Es war zwar irgendwie nett, aber es bleibt nichts hängen... oder kommt nicht rein?

Ich versteh es auch nicht richtig. Und schon gar nicht, wie man das ändern kann. Ist doch irgendwie blöd, wenn man Sachen erlebt und kurz drauf kaum noch richtig was erinnert. Also hab ich mich wohl mal wieder von meinen Gefühlen abgeschnitten. Aber wie ich das tue oder lassen kann... *schulterzuck*

Mein Therapeut meinte, ich sollte versuchen, neugierig zu sein, anstatt verstehen zu wollen. Neugierig, was bei mir passiert und wie. Aber selbst wie ich das machen soll ist mir schleierhaft. Ich will halt nunmal alles immer irgendwie verstehen. Das ist bei mir so.

Und wie soll ich in meinem Kopf auch noch Platz haben für die Neugier und Beobachtungen, wenn der schon voll ist, mit dem ganz normalen Leben?

*seufz* Manchmal glaub ich, ich bin ein hoffnungsloser Fall. Oder muss es irgendwann einfach nur "Klick" machen und alles wird klarer? 

05.04.2012 um 23:58 Uhr

Dieser Therapeut.... *augenroll*

von: Sadeyes

Oh Mann...! Manchmal könnt ich mich über meinen Therapeuten echt aufregen. Irgendwie ist der entweder total chaotisch oder hat keine Böcke oder was weiß ich... Diesmal durfte ich ihm schon wochenlang nachrennen, weil er wegen der Untersuchung für die Arbeit einen Brief aufsetzen sollte. Diese Untersuchung ist ziemlich wichtig, weil die Unterlagen auch an meine Arbeitsstelle gehen und einen wichtigen Beleg darstellen wird, falls mein Arbeitgeber versuchen sollte, mich in einem halben Jahr los zu werden. Außerdem ist der wohl zur Unterstützung notwendig, wenn ich in ein paar Monaten beantragen muss, dass ich teilweise Geld bekomme wegen der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit. 

Und jedes Mal hat er mich wieder vertröstet, mußte ich ihn erinnern, hat er was neues versprochen und es wieder verschoben. Letztendlich hat er den Brief heute (fast sechs Wochen hatte er die Anfrage nun schon) in meiner Sitzung geschrieben, während ich dann doof dabei hocken konnte. Echt ohne Worte!

Und dann komm ich nach Hause und tja, da hatten die von dem Institut wohl keine Lust mehr, auf seinen Brief zu warten und haben nun so ein Ergebnis verfasst, ohne seine Antwort. Das meiste ist ja auch echt okay, was da drin steht... mit einer Ausnahme... sie schreiben, dass ich in ein bis zwei Jahren fertig wäre, was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Niemand mit so einem Trauma ist nach so kurzer Zeit austherapiert.

Natürlich hab ich nun den Ärger am Bein, das mit denen wieder klar zu stellen, nur weil der Herr nicht in die Gänge kam. Manchmal frag ich mich echt, warum ichs immer noch nicht schaffe, dem mal ordentlich die Meinung zu geigen...