Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

25.11.2012 um 20:14 Uhr

Way back into love - Teil 1

von: Sadeyes   Kategorie: Bindungsangst

Drehen wir die Zeit nochmal eine Woche zurück... Vor einer Woche war ich auf der Wanderung und hatte das Gefühl, dass aus ihm und mir doch nichts werden kann. Ich hab mir hier alles vom Herzen geschrieben und mich hinterher nicht mehr ganz so hoffnungslos gefühlt.

Am gleichen Abend, eigentlich war es schon Nacht, kam er dann nach Hause und hat mich, wie versprochen auch gleich angechattet. Und da kam dann auch ziemlich schnell die Frage danach, was ich denn so für die Woche geplant habe. Und ruckzuck hatte er doch vorgeschlagen, am Mittwoch wieder gemeinsam in der Sportbar Fußball zu schauen und am Freitag wollte er mich auch noch zu einer Aktivität mitnehmen. Die war zwar für die vierzig und aufwärts, aber die paar Jährchen machen ja auch nix aus...

Generell war der ganze Chat irgendwie so schön warm und angenehm und ich hab mich riesig gefreut, dass wir nicht nur eine, sondern gleich zwei Verabredungen hatten. Auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass da bei einer von denen auch nur irgendwas passiert. Und so bin ich mal wieder auf den rosasten Wölkchen des siebten Himmels geschwebt...

Bis zum nächsten Mittag, als das Wölkchen zerpuffte und ich einen ziemlich harten Aufprall in der Realität hatte. An sich begann alles ganz harmlos. Er war online und nach einem Moment hatte ich ihn dann angeschrieben. War an sich ganz nett, aber nix Besonderes und dann wollte er nach kurzer Zeit noch los und Dinge erledigen. Da kamen dann schon wieder die ersten Stimmchen, die mir einreden wollten, dass ich mir alles nur einbilde und dass er mich eigentlich los werden will. 

Kurz darauf ruft auch noch meine Mutter und erzählt mir, dass es ja auch durchaus mal sein könnte, dass jemand auch kurzfristig absagt und dass sowas dann ja auch nicht unbedingt was Schlechtes bedeuten muss. Kann ja sein... aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar bereits sicher hunderte von Gedanken und Unsicherheiten, aber über die Möglichkeit, dass er absagen könnte, hatte ich irgendwie noch gar nicht nachgedacht. Und ab dem Zeitpunkt konnte ich es nicht mehr aus meinem Kopf heraus bekommen.

Als er abends dann auch noch so kurzangebunden war und meinte, er wollte mal früh ins Bett, stand für mich irgendwie fest, dass er sicher auf mich ganz und gar keine Lust mehr hat und er mich irgendwie los werden will. Und mit den Gedanken bin ich dann ins Bett und hab versucht zu schlafen. Bis ich ihn um seine "typische" Zeit wieder online gesehen habe. Da wars dann bei mir irgendwie ganz vorbei... 

22.11.2012 um 16:32 Uhr

Warten, warten, warten...

von: Sadeyes

Oh Mann, was hab ich mir denn dabei schon wieder gedacht? Da ist man nun in einem Alter, wo man eigentlcih davon ausgeht, dass man etwas reifer und vor allem klüger ist und tappt dann direkt in so eine simple Wartefalle...

Er hat sich bei mir angekündigt.  Er könnte ja vor seiner Tanzstunde (die bei mir in der Nähe ist) noch bei mir vorbei kommen. Und ich war viel zu beschäftigt damit, ja zu sagen, als dass ich mal auf die Idee gekommen wäre zu fragen, wann er denn dann hier sein will.

Vorhin hab ich ihn mal ganz kurz auf F*B gesehen und irgendwie dann angenommen, dass er sich vielleicht auf den Weg hierher macht. Das ist jetzt allerdings schon über eine Stunde her. Da hätte er schon längst hier sein müssen. Und seine Tanzstunde beginnt schon in nur noch etwas über zwei Stunden. Nun häng ich hier und schreck bei jedem Radfahrer auf, der an meinem Fenster vorbei kommt. Und das sind so ca zehn pro Minute...

Gleich merken für das nächste Mal... feste Zeiten ausmachen. Warten ist einfach ganz schrecklich! 

20.11.2012 um 03:31 Uhr

Mitten in der Nacht

von: Sadeyes

Mal wieder eine dieser Nächte, wo ich nach ein paar Stunden wieder aufwache und nicht mehr schlafen kann.

Anstrengend... ich bin das satt! Gerade nachts scheinen alle Sorgen und Selbstzweifel, alle negativen Gedanken geradezu darauf aus, sich bei einem einzunisten und einem das Leben bzw den Schlaf schwer zu machen...

Hoffe, der Schlaf kommt bald wieder... 

18.11.2012 um 20:35 Uhr

Warum macht man sich manches so schwer?

von: Sadeyes   Kategorie: Bindungsangst

Puh, ich wünschte, ich könnte einen klaren Gedanken fassen. Aber gerade schwirrt mir wieder alles im Kopf rum. Meine Emotionen reichen von Freude bis zu Traurigkeit, wobei letzteres überwiegt. Irgendwo ist da noch eine Stimme in mir, die mir sagt, dass ich das gar nicht sein muss.

Ich war heute wieder mit einer Gruppe von Leuten unterwegs. Einer davon war er. Schon, wo er auf uns zukam, hat er mir zugezwinkert. War irgendwie auch ein bisserl ein komisches Gefühl. Als wir letzte Woche mit der Gruppe unterwegs waren, hat er sich für mich noch irgendwie als Fremder angefühlt. Als Fremder, zu dem ich mich irgendwie hingezogen fühle (ich hab ihn da zum dritten Mal gesehen).
Dann während des Ausflugs haben wir irgendwie immer wieder miteinander geredet, diskutiert, geblödelt. Irgendwann ging es ein wenig in ein Necken über mit entsprechenden Seitenblicken. Für mich an sich schon alles komisch. Ich hab mich so lang von sowas fern gehalten und wenn ich gemerkt hab, dass jemand nur ansatzweise Interesse hatte (wie zB der süße Typ im Zug, der mich immer wieder anschaute und anlächelte und bei mir nur Panik auslöste, obwohl ich ihn echt attraktiv fand) und nun das.
Und als unser Ausflug zu Ende ging und die Gruppe sich auflöste, fragt er mich auf einmal, ob es okay für mich ist, wenn er noch mit mir mitläuft, dass er auch in die Richtung muss (im Nachhinein stellte sich raus, dass das gar nicht stimmt).

Wir sind dann einträchtig in Richtung meiner Wohnung gelaufen und nach einer Weile meinte er, dass er sich noch irgendwo was zu essen holen will. Ich hatte kaum Geld bei mir und hab deshalb gesagt, dass er das gern tun kann. Ich mein, das stört mich ja nicht, wenn er was essen will. Irgendwie wirkte er dann allerdings leicht irritiert und erzählte mir was, dass das ja auch nicht so wichtig wäre und er das später noch machen kann und dass er sowieso sparen müßte. Okay, dann eben nicht...

Unsere Unterhaltung war dann total nett und irgendwie waren wir wie im Flug fast am Ziel. Bei mir in der Nähe sind auch ein paar nette Restaurants (und Geldautomaten) und so hab ich ihm angeboten, dass ich mir was Geld hole und dass wir dann auch da was essen gehen können. Und das haben wir dann auch gemacht. Irgendwas zwischen zwei und drei Stunden haben wir da gesessen und alles mögliche durchprobiert und es war großteils total angenehm. Bis auf meine Panikanfälle zwischendrin, wenn der Augenkontakt doch etwas zu intensiv wurde. Das war so ein komisches Gefühl... sich mit jemanden wohl zu fühlen und eine Anziehungskraft und gleichzeitig eigentlich einen Fremden anzuschauen. Das hab ich irgendwie nicht wirklich gebacken bekommen. Ansonsten glaub ich, haben wir uns ab einem Zeitpunkt so ziemlich wie aufgedrehte, verliebte Teenies benommen. Wir waren am Glühen, Strahlen und Rumkichern...

Als er mich daheim abgesetzt hat, hat er mich damit verabschiedet, dass er das schön fand und dass ich mich bei ihm melden sollte, wenn ich Lust hätte, was zu unternehmen. Bin es gar nicht so gewöhnt, dass man so auf die Art und Weise gefragt wird. Aber was bin ich auch schon noch gewöhnt?

Und daheim saß ich dann erstmal total verwirrt. Manche Sachen, die er mir erzählt hat, sind schon recht heftig. Andere haben mich ein wenig erschreckt. Und überhaupt mußte sich das alles erstmal setzen.

Dienstag hätten wir uns eventuell sehen können, wenn ich eine andere Entscheidung getroffen hätte, aber so hab ich ihm abends wenigstens eine Mail geschickt, auf die er auch gleich geantwortet hat. das Schöne ist bei ihm, dass er genauso schreibt, wie er auch redet und wie er auch ist. Er hat irgendwie eine wahnsinnig liebe und freundliche Art... jedem gegenüber.
Und Mittwoch hab ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihn gefragt, ob wir abends uns zusammen Fußball in der Sportsbar anschauen gehen. Ist gemeinsam ja auch viel schöner als allein. In den Stunden des Wartens hat sich dann mal wieder die volle Paranoia meiner Krankheit entfaltet. und als endlich sein Ja kam, schlug das um in Panik, weil wir ja das erste Mal ohne andere sein würden, also so komplett.

Er hat mich dann hier abgeholt und wir sind zusammen zur Bar. War richtig süß, wie er sich dann dort um Sitzplätze, Getränke und Snacks bemüht hat. Und unser Gespräch wurde zunehmend flirtig und unsere Blicke intensiver. Und diesmal konnte ich dabei auch entspannt bleiben. Für mich eigentlich schon ein kleines Wunder, dass ich weder das Gefühl habe, mich verstellen zu müssen, noch dass ich angespannt gewesen wäre. 
Allerdings in der Halbzeitpause hat sich unser Gespräch irgendwie so entwickelt, dass ich das Gefühl hatte, keine andere Wahl mehr zu haben, als ihm nun von meiner Krankheit zu erzählen. Erstens hätte ich mich anders in irgendwelche Halbwahrheiten verstricken müssen und zweitens, wenn er tatsächlich an mir Interesse haben sollte, muss er ja schließlich irgendwann wissen, was los ist. Also hab ich ihm von meiner Berufsunfähigkeit, meiner Krankheit und dem Grund dafür, dem Mißbrauch erzählt. Na ja, es gibt wohl kein Thema mit dem man sich sicherer sein kann, dass man damit jede flirtige, gelassene Stimmung im Keim erstickt. Er hat mich ziemlich groß und erschrocken angesehen und danach ging es halt mehr um Krankheit und ernstere Themen und alles andere war irgendwie weg. Er hat mich dann doch noch nach Hause gebracht und zu meinem Erstaunen hat er beim Abachied gesagt, dass er den Abend schön fand und wir das wiederholen sollten. Aber dass wir uns ja nun erstmal Sonntag sehen. Trotzdem hatte ich irgendwie das Gefühl, dass er nun nichts mehr mit mir zu tun haben will wegen meiner Vergangenheit/Krankheit. Aber trotzdem... irgendwie ab dem Abend fühlte er sich nicht mehr so fremd an.

Freitag konnte ich dann nicht auf die Veranstaltung gehen, wo wir uns wieder gesehen hätten. Aber das hatte ich ihm schon angekündigt, dass das wahrscheinlich nix wird. Ich hab ihn an dem Abend auch dann und wann online gesehen, aber nichts weiter von ihm gehört. Als er dann nachts von der Veranstaltung zurück kam, hat er mich dann angechattet. War zwar mitten in der Nacht, aber es war irgendwie schön. Er hat sich irgendwie die Dinge behalten, die wichtig waren und danach gefragt und von seinem Abend erzählt. Dass er sich freut, mich doch eben sprechen zu können, was wir irgendwann mal unternehmen können und immer so weiter. Bei der Verabschiedung hat er gesagt, dass er sich darauf freut, mich heute wieder sehen zu können. Und ich bin hinterher irgendwie glücklich in meine Kissen gesunken.

Gestern haben wir dann auch irgendwann mittags und dann nochmal nachts miteinander gechattet. Wie soll man sich da nicht auf einmal komisch fühlen, wenn man sich in der kurzen Zeit doch irgendwie hat besser kennenlernen können und sich irgendwie anders fühlt? Und dann steht man da in der Gruppe und er kommt und zwinkert? Und für alle anderen hat sich nichts geändert.

Ein bisserl merkwürdig wars dann schon. Ich hatte mich mit den anderen (Männern) unterhalten und er brachte dann auch mal gleich ins Gespräch ein, dass wir letzte Nacht noch gechattet haben und so kleine Informationen, die irgendwie durchblicken ließen, dass wir uns schon besser kennen. Fast kam er mir vor, wie so ein Hund, der an Laternenphähle pinkelt, um sein Revier zu markieren. Zumindest kann ich den Sinn darin nicht erkennen... was und ob wir chatten interessiert sicher "keine Sau". 

Wir sind dann auch immer mal wieder nebeneinander gewesen und haben erzählt und gelacht und so. Sicher mehr als weniger. Und auch später im Cafe saßen wir wieder nebeneinander. Eigentlich haben wir uns dann bis auf wenige Ausnahmen nur miteinander unterhalten. Und er hat mir seine Fotos gezeigt von heute. Und von Freitag. Und weiter... bis auf einmal mein Foto kam. Eines der Fotos, die ich bei F_B habe. Nur irgendwie war auch das nicht wirklich komisch. Er hats kurz angeschaut und ich hab nur gemeint "die kenn ich" und dann hat er sein Handy ausgeschaltet und weggepackt und wir haben weiter nicht mehr drüber geredet.
Eigentlich sollte ich wohl froh sein darüber, wie der Tag war. Wir haben ein paar schöne Stunden zusammen gehabt und haben uns wieder gesehen. Aber irgendwie hakt sich dann mein Hirn wieder daran fest, dass er im Gespräch irgendwas gesagt hat, dass er Gemeinschaft und Gemütlichkeit vermißt und dass er deshalb eben auch bei diesen Ausflügen mitmacht. Und dass er das dann mit dem Mittwoch so nett fand und unseren nächtlichen Gespräche mag, weil es schön ist, dass dann noch jemand da ist. Na ja, ich kann es irgendwie nicht mehr so zusammen bekommen, aber es klang halt eben, wie wenn ich ein Jemand bin. Eine von vielen und beliebig austauschbar auf der Suche nach Gemeinschaft, vielleicht einem Stück Geborgenheit.

Zum Abschied hat er nur gesagt, dass er mal schaut, ob ich heute Abend noch wach bin, wenn er wieder nach Hause kommt. Und dass wir uns sehen... ... aber wann?

Und ich fühle mich verwirrt, ein wenig leer... ich versuche, alles ein wenig einzuordnen. Was ist er? Was bedeutet er für mich? Und was davon bin ich? Was will ich? Abgesehen von diesen anfänglichen Verliebtheitsgefühlen. Und hat er die überhaupt auch?
Manchmal bin ich mir da ganz sicher und im nächsten Moment irgendwie gar nicht mehr. Alles, was ich weiß ist, dass ich ihn wirklich sehr gern habe und mich bei ihm so wohl fühle. Ich möchte noch viel mehr über ihn wissen und ihm auch mehr über mich erzählen. Ich möchte mehr davon verstehen, was seine Situation ist und ob ich damit umgehen könnte oder ob das ein Hindernis wäre. Ich würde gerne wissen, wie es sich anfühlt, sich gegen ihn anzulehnen. Und ganz manchmal und heimlich möchte ich auch, dass er einfach meine Hand nimmt ... mich vielleicht sogar küßt. 

Alles ist irgendwie so neu und ungewohnt. Alles ist so leicht und irgendwie auch so schwer.

 

12.11.2012 um 20:20 Uhr

Raus aus der Isolation?

von: Sadeyes   Kategorie: Bindungsangst

Fast fünf Jahre hab ich nun keine Beziehung mehr gehabt. Auch wenn sich die Freundschaft zu E auf manchen Ebenen manchmal wie hundert Jahre verheiratet angefühlt hat. Und seit meine Gefühle für E sich komplett zu Freundschaft gewandelt hatten, war ich auch nicht mehr verliebt.

Ja, manchmal hat mir das alles gefehlt. Aber meistens war ich einfach froh über die Ruhe. Darüber, dass nicht wieder etwas passiert, was mich so aus der Bahn wirft. Noch einmal so betrogen und hintergegangen oder im Stich gelassen zu werden, wäre einfach zu viel. Und so bin ich eben in die selbstgewählte Isolation gegangen.  

Und auch, wenn das nicht geplant war, das zu ändern, ist das nun geschehen. Habe jemanden kennengelernt, den ich irgendwie mag, zu dem ich mich irgendwie hingezogen fühle. Nicht mehr und nicht weniger.

Und einfach ist das gerade ganz und gar nicht... 

07.11.2012 um 21:59 Uhr

Was ist...

von: Sadeyes

Fakten:

E ist weggezogen. Sein Vertrag wurde nicht verlängert und ohne Arbeit läßt sich schlecht eine Wohnung bezahlen. So wohnt er wieder gezwungenermaßen bei seinen Eltern. Ich wußte, dass das schwer werden würde. Wie sehr es doch weh tut, hab ich nicht geahnt.
Eigentlich hat es sich angefühlt, wie wenn eine Beziehung zu Ende geht. Wo er mich zum Abschied in den Arm nahm, war es, wie wenn es zum zweiten Schluss zwischen uns ist. Die Stadt fühlte sich lang genug sehr leer ohne ihn an. Und die ersten Tage konnte ich nicht über ihn reden, ohne dass mir die Tränen in die Augen kamen. Mittlerweile hab ich mich dran gewöhnt. Liegt vielleicht auch daran, dass wir uns seitdem kaum gesehen oder gehört haben. Er meldet sich zwar immer, wenn vorher was von mir kommt, aber mal ganz ehrlich, ich möcht auch nicht immer diejenige sein und irgendwie finde ich, könnte da auch mal mehr von ihm kommen. Ich weiß, es liegt nicht an mir, nicht an uns. Keine Ahnung, woran... Vielleicht ändert sich das auch nochmal, wenn er wieder eine eigene Wohnung irgendwo hat. aber ehrlich gesagt, weiß ich das nicht mehr...

Ich glaube auch, dass wenn ich tief genug in mich reinhören würde, dass ich ihn dann immer noch irgendwie vermisse. Aber ich bin Meister im Verdrängen geworden und so bleibt mir das auch irgendwo verborgen... 

E ist nicht der einzige, der von mir gegangen ist. Auch zwei meiner lieben Kaninchen sind kurze Zeit nacheinander wegen der Folgen einer schweren Krankheit über die Regenbogenbrücke gehoppelt.

Was drei Verluste für jemanden bedeuten, der unter Verlustängsten leidet, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen.

Aber... was ist, das ist. Das sind diese Dinge im Leben, die man nicht verändern kann. Dinge von außen, wo man keinerlei Kontrolle hat, was geschieht.
Und genauso sieht es auch bei mir mit der Arbeit aus... abwarten und Tee trinken.

 

 

06.11.2012 um 23:53 Uhr

Regen tropfen

von: Sadeyes

Draußen regnet es. Mein Kopf ist irgendwie leer und zugleich auch voll. Es fühlt sich an, wie wenn ich schon hunderte oder tausende Male hier so gesessen habe und gleichzeitig, wie wenn dieser Augenblick frisch und neu ist.

Tage kommen und gehen. Und aus Tagen werden Wochen, Monate, Jahre. Das Leben geht seine eigenen Wege. Manchmal kommt es mir vor, wie wenn man diesen Wegen fast wie ein Schlafwandler folgt. Ein wenig blind dem hinterher stolpert, was so geschieht. Dann diese Momente, wo alles klar ist, wo man sich fragt, wie man eigentlich hierher gekommen ist. Und wie es ab hier weiter geht.

Manchmal erscheint mir das Leben wie ein Meer voller Fragen. Wo selbst fraglich ist, ob es auf alle Fragen eine Antwort gibt.