Auf der Suche nach... ja, was eigentlich?

30.07.2009 um 14:40 Uhr

Bindungsangst... und was mit dem Sex passiert

von: Sadeyes   Kategorie: Bindungsangst

In den Büchern, die ich zur Zeit lese, habe ich gelernt, dasss die Bindungangst auch Sex beeinflusst. Und habe mir zu diesem Thema mal Gedanken gemacht.

Erstmal vorneweg ein bissel Theorie. Derjenige in der Beziehung mit den größeren Bindungsängsten wird immer bestrebt sein, die absolute Kontrolle zu behalten. In der Beziehung, über den Partner und oft zeigt sich dieses Kontrollverhalten auch in anderen Bereichen des Lebens.

Kontrolle ist wichtig, damit sie ihre eigene Angst halbwegs kontrollieren können. Das heißt, sie wollen das Sagen haben über Nähe oder Distanz, Treffen oder nicht, Gefühle ja und wie tief, etc.
Nun ist Sex eben auch Bindung und Nähe und das ist das fatale für sie in einer echten Beziehung. Haben sie Sex mit dem Menschen, den sie lieben, fühlen sie sich ihm näher und auch irgendwie verpflichtet. Aber Nähe und Verpflichtungen lösen wieder Panik aus. Und damit einen Kontrollverlust. Außerdem... ist es nicht auch ein Kontrollverlust, wenn man sich einem anderen Menschen beim Sex wirklich hingibt? Nun wollte ich mir mal anschauen, wie das tatsächlich "gelebt" aussieht.

E ist nunmal der Mensch mit den größten Bindungsängsten, den ich kenne. Und ich kenne sein Denken und sein Handeln... daher hier mal unsere Beziehung als Beispiel, wie die Bindungsangst auch das Schlafzimmer regiert.

Was mich bei E sofort gewundert hatte war, dass er so darauf gepocht hat, dass wir möglichst schnell miteinander schlafen. Er war fast schon aufdringlich. Eigentlich nicht nur fast. Ich hab mich damals sehr überrumpelt gefühlt und nicht zuletzt auch verletzt, da ich ihm gesagt habe, dass ich für so etwas meine Zeit brauche und da einfach eine schwierige Vergangenheit habe.
Ich hab mich lange gefragt, wie er so handeln konnte. Er wirkte wie getrieben, wie besessen. Fakt ist aber, dass sie versuchen, so schnell wie möglich eine tiefere Verbindung herzustellen, weil Kontrolle für sie ja so wichtig ist.
Das heißt am Anfang sind sie einfach total verliebt und dadurch auch total verunsichert. Und dieses Gefühl gilt es, so schnell wie möglich abzuschalten. Und um schnellstmöglich eine Bindung herzustellen und sich sicher zu fühlen, legen sie großen Wert auf Sex.
E hat auch damals zu mir gesagt, dass er absolut keine One-Night-Stands hat. Sex bedeutet für ihn Liebe und Verpflichtung und deswegen schläft er nur mit Frauen, die ihm wirklich etwas bedeuten.
Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass solche Menschen Sex aus dem Weg gehen, wenn sie sich vor zu viel Erwartungen und Verpflichtungen scheuen.

Das war der zweite Punkt, der mich immer so verwundert hat. Ihm hat es immer sehr gut gefallen, was wir so allein zu zwein gemacht haben. Laut seiner Aussage war es aufregender, als das, was er vorher so erlebt hat und ich weiß, dass er es immer seeehr genossen hat. Er hat sich anfangs eigentlich selber so gegeben, wie wenn er nicht genug bekommen kann. Und mit einem Schlag war das weg. Er wollte nicht mehr. Gar nicht mehr! Ich konnte das nicht verstehen. Hab mir immer wieder den Kopf darüber zerbrochen. Mich gefragt, ob er mich nicht mehr geliebt hat. Fakt war, dass er mich da für seine Verhältnisse schon zu sehr geliebt hat. Auf Sex zu verzichten war für ihn eine Massnahme um wieder mehr Distanz zwischen uns zu bekommen.

Und das erklärt mir auch, warum er mich nie angerührt hat, als ich im Dezember bei ihm war. Oder auch noch im Januar/Februar, wo er mich oft nachts gehalten hat. Das Halten war die größte Nähe, die er zulassen konnte, ohne dass es für ihn zu nahe oder zu verpflichtend wurde.
Ich habe gespürt, wie erregt er war und ich habe ihm auch angesehen, dass er wollte. Auch dass er mehr Nähe und Liebe wollte. Ich habe seinen Konflikt damals förmlich gespürt. Aber erst jetzt habe ich wirklich verstanden.

Etwas, was mir noch aufgefallen ist, wofür ich aber noch keine Antwort gefunden habe. E hat Zärtlichkeiten immer unheimlich genossen. Er hat mich gern im Arm gehalten und er hat auch oft einfach nur in meinem Arm gelegen und sich berühren und streicheln lassen... im rein liebevollen Sinne. Da war er fast wie ein Schwamm, der diese Zärtlichkeiten aufgesogen hat.
So sehr er das aber genossen hat, so wenig hat er auch von dem zurück geben können. Er hat mich nie viel im Arm gehalten, um mich einfach nur zu streicheln. Und wenn er mir mal den Rücken gestreichelt hat, so hat sich das eher unbeholfen angefühlt.
Selbst beim Sex hatte ich manchmal eher das Gefühl, wie wenn er es genießt, Macht über mich/uns zu haben, als einfach nur mir nahe zu sein. Zumindest war Sex teilweise wirklich Ausdruck seiner Macht.
Ich hatte das Gefühl, dass es ihm daran mangelt, sich überhaupt einfühlen zu können.

Wenn ich all meine anderen Beziehungen Revue passieren lasse, so kann ich noch hier und da einige Bezüge zu diesem Thema finden. Und ich finde es unheimlich interessant, darüber zu lernen und mehr zu wissen. Deshalb die Frage an alle, die selber Bindungsängste haben oder mit einem Partner zusammen waren, der Bindungsängste hatte: wie habt Ihr den Sex mit Eurem Partner erlebt? Ich weiß, das ist sehr persönlich, aber ich würde mich freuen, wenn sich trotzdem ein paar zu Wort trauen würden! Danke!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLeilaLuna schreibt am 31.07.2009 um 09:20 Uhr:guten Morgen,

    Deine Theorie ist richtig und ich empfinde genau so. Wie du schon sagtest haben derzeit viele damit zu tun sich einzuordnen im Leben und erleben eine Enttäuschung nach der anderen.

    Nun zu deiner Frage,

    Das Thema mit M. ist dir bekannt und ich genoß die Nähe immer wenn wir Sex hatten, aber sah dies nicht als erfüllung, da ich ihn ja nicht "besitzen" konnte. Einerseit war ich froh wenn er wieder ging, der andere Teil wünschte sich einfach mehr...Ich glaube er hat meine Angst noch mehr geprägt. Damals mit S. also der Vater von meiner Tochter war er derjenige mit der Angst und ich erlebte dies aber ausgelebt von seiner Seite nur im Sex. Dort hatte er Macht und er konnte mich besitzen. Anfangs war das sehr neu und zog mit, aber es war ein Kampf und immer wieder um Macht und Aufmerksamkeit zu rangeln, machte mich jetzt zu dem was ich jetzt bin, jedenfalls förderlich waren die Sachen mit M oder dergleichen nicht. Das lange >Alleinesein< macht mich unabhänig und stark für das Leben,... man hat das Gefühl unsterblich zu sein, weil man sein Leben alleine bestreiten kann...Es ist schwierig wieder jemand herein zulassen wenn man so fortgeschritten ist wie ich.

    Falls dir unser besuch doch noch behagen soll, sag bescheid :)
    Ich habe ja deinen Blog verfolgt mit deiner Freundin...ich möchte dir natürlich keine Umstände machen...

    Liebe Grüße und bis später
    LeilaLuna
  2. zitierenSadeyes schreibt am 31.07.2009 um 11:38 Uhr:Ich glaube, der Punkt ist, wir werden so unabhängig, weil wir irgendwie müssen. Und dann haben wir Angst, wieder jemanden in unser Leben zu lassen, weil wir nicht wissen, wie wir einerseits unsere Unabhängigkeit aufrecht erhalten können und gleichzeitig mit einem anderen Menschen verschmelzen und ein Paar werden. Könnten wir klarere Linien zwischen dem "Ich" und dem "Du" bzw "uns" ziehen, dann hätten wir nicht so große Angst, unser "ich" im "uns" zu verlieren. Und das ist ja auch mit ein Punkt, der so viel mehr angreifbar macht...

    Natürlich darfst Du mich noch immer besuchen kommen, wenn Du das möchtest. Es ging ja auch nicht darum, dass jemand da war. Ich denke, es war eben einmal der Punkt, dass ich mit ihren Küssen nichts anfangen konnte und dann natürlich auch noch eifersüchtig war, als sie sich E so an den Hals geschmissen hat.
    Der dritte Punkt und das ist der blödeste... sie und ich wir stehen uns logischerweise verdammt nahe. Aber durch meine Umzug hab ich mich von allem mehr entfernt. Ich weiß jetzt, dass ich mich automatisch sperre, wenn es mir droht, hinterher jemanden zu sehr zu vermissen. Und das hat auch meine Gedanken mit ausgelöst.
    Dass ein Kind auch mal Unordnung macht, ist mir klar. Das ist dann auch in Ordnung. Aber wenn eine erwachsene Frau nicht darauf achtet, das Licht, die Kaffeemaschine, den Herd oder das Bügeleisen nach der Benutzung auszuschalten und damit riskiert, dass meine Wohnung abfackelt, dann finde ich das schon irgendwie... unverantwortlich. Und ich frage mich, wieso das so war, denn ich kann kaum glauben, dass sie daheim auch so ist (und ihre Wohnung noch steht)... ;)
  3. zitierenLeilaLuna schreibt am 31.07.2009 um 20:15 Uhr:Dies ist wieder wunderbar geschrieben und ich finde mich in jeden Satz wieder...Sadeyes du bist ein Engel, aber das weißt du sicherlich auch von "Lady" ;)

    Ich bin bestrebt diesen jungen Mann nicht so schnell meiner Ängste aufzugeben. Er ist sehr verständnissvoll und will mich gern unterstützen...(wäre da nicht schon wieder dieser innere Zwiespalt) Ich kann es schreiben und im nächsten Moment sofort schon wieder anders denken...

    Es nervt mich und ich fühle dieser Unsicherheit in mir und das macht mich fertig...dazu kommt noch der Stress mit meinen Eltern und meine Tochter macht mir grad auch nicht das Leben leichter mit Ihren Zicken und Getue...ach Mensch, da will man mal positives berichten und ich schwimme schon wieder im Netz der toten Fische..

    *lach* was deine Freundin betrifft, das ist wirklich sagenhaft und ich bin überrascht das du es nicht vorzeitig abgesprochen hast...aber mein Chef würde bei soviel Vergesslichkeit behaupten , Sie leben in der Generation doof ;)

    Lass uns mal mailen wann wir ein treffen machen:)

    Liebste Grüße an die Gute

    Leila Luna
  4. zitierenSadeyes schreibt am 31.07.2009 um 21:00 Uhr:Hmm, na ja, als Engel würde ich mich nicht bezeichnen...
    Momentan schon dreimal nicht. Ich fühl mich noch immer nicht so toll wegen dem, wie es mit meiner Freundin war. Außerdem versuche ich derzeit, die Wahrheit zu sehen und klar zu sehen. Das ist auch nicht immer einfach. Vor allem, weil die Wahrheit oft auch so wenig schön ist.

    Ich kann gut verstehen, wie diese Unsicherheit sich in Dir derzeit anfühlen muss und auch, wie sehr Du Dich selber darüber ärgerst. Vielleicht kannst Du ja in einen Dialog mit Deinen Ängsten treten und so herausfinden, was sie von Dir wollen, was sie brauchen, damit sie wieder gehen.
  5. zitierenMona schreibt am 24.08.2009 um 18:50 Uhr:Hallo Sadeyes,

    ich habe Deinen Beitrag über Sex mit einem BE interessiert gelesen. Was Du da schreibst, kommt mir ziemlich bekannt vor. Auch ich habe von Anfang an nie so richtige Zärtlichkeiten bekommen. Also kein Streicheln, liebe neckische Worte, Spielereien. All diese kleinen Dinge, die eigentlich im Voraus so wichtig sind, um überhaupt tollen Sex zu haben.

    Irgendwie war auch immer das Gefühl da, er hat Angst seine Kontrolle zu verlieren. Sich gehen zu lassen und ich könnte daraus Erwartungen (feste normale Beziehung,dass er mich liebt) schließen.

    Aber wie Du schon sagst, er hat genossen und wie, jede zärtliche Berührung, jeden Kuss, jedes Streicheln, regelrecht aufgesaugt, wie ein Schwamm.

    Aber für mich ist es manchmal schon schwer, ich sehne mich so danach, einfach nur mal gestreichelt zu werden. Als wir eine kleine Meinungsverschiedenheit hatten, da muss ich auch sehr aufpassen, er ist unheimlich schnell sehr gekränkt und kann ganz schlecht verzeihen, hab ich ihm mal nur so andeutungsweise kritisiert, dass ich auch gestreichelt werden möchte, dass mir das so sehr fehlt. Seine Antwort: aha, daher weht also der Wind.

    Er sieht in allen diesen körperlichen Dingen, die nicht so funktionieren gleich Kritik. Und wenn er gekränkt ist, muss ich wirklich lange bitten und betteln. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass will er dann, dass ich auf Knien angerutscht komme und ihn um Verzeihung bitte/anflehe. Da kommt wieder die Macht/Kontrolle zum Vorschein.

    Aber nochmal zum Sex. Sorry, wenn ich jetzt etwas direkt werde. Aber am allerliebsten hat er es oral. Er kann mir sehr lange dabei zuschauen und genießt es unendlich. Das "Normale" ist für ihn eigentlich nur ein Hin- und Hergetue, das er nicht gerne hat. Bringt mir aber auch nicht so viel. Gerne hat er es auch, wenn ich oben sitzte und da fällt dann oft von ihm die Bemerkung "Hol es dir". Was aber manchmal gar nicht so richtig funktioniert. Dadurch dass ich merke, dass er immer die Kontrolle haben will und mich manchmal sogar unter Zeitdruck setzt, fehlt mir einfach die pure SExlust. Und meistens muss ich dann bei mir selbst mit Hand anlegen, um überhaupt zu kommen.

    Was er auch mag, womit ich aber nie so viel anfangen kann, ist Analsex. Sorry, wenn ich jetzt noch mehr ins Detail gehe. Ich habe ihm mal gesagt, dass das mir eher peinlich ist, weil ich mich total schämen würde, wenn da etwas rauskäme. Dann lässt er es auch. Aber es kommt immer wieder mal zu diesem Sex, ausgehend von seiner Seite. Aber er ist behutsam, tut mir also nicht weh dabei und lässt es dann auch, wenn ich darum bitte.

    Was das Kuscheln danach betrifft, hat er es auch gerne, wenn wir in der Löffelchenstellung einschlafen. Zaghaft streichelt er mir manchmal meinen Arm, aber ein paar mal hat er schon meine Hand genommen und wir haben mit den Fingern gespielt und die Hände zusammen verschränkt. Das gefällt mir sehr gut und ihm anscheinend auch. Aber ansonsten würde ich auch sagen, wohl doch eher bei Zärtlichkeiten hingabegestört.
    Und mir ist klar, dass ich auf keinen Fall Zärtlichkeiten erwarten darf. Einzig meine Geduld und keine Kritik oder ausgesprochene Erwartungen haben mir da kleine Etappensiege gebracht.

    Aber er kann auch gemein sein, zynisch, bissig. Wenns mal nicht so läuft beim Sex, oder ihn plötzliche Angst vor Nähe überfällt, da merke ich, dass er mich loshaben will und es kommt oft von ihm beispielsweise die kaltschnauzige Bemerkung: Kannst dir ja nen Callboy nehmen.
    Ich sag dann immer ganz ruhig: Nein, den brauche ich nicht. Und dann gehe ich und lass ihn ein paar Wochen absolut in Ruhe. Null Kontakt.

    Wenn ich mich dann bei ihm wieder melde und frage, ob wir uns sehen können, kommt plötzlich die Antwort: gerne. Für ihn ist da alles wieder vorbei. Aber diese Ambivalenz kann einem wirklich zu schaffen machen. Und alle, die noch nie mit einem Bindungsängstler zusammen waren, können da gar nicht mitreden. Früher, als ich ihn noch nicht kannte, hätte ich auch jeder anderen Frau empfohlen, mach dich vom Acker, der benutzt dich nur, der will nichts von dir.

    Andererseits geht das mit uns beiden schon über 5 Jahre. Was ich in der Zeit gelernt habe: mich auf jedenfall unabhängiger von ihm zu machen. Das ist gerade in den Anfangsjahren wahnsinnig schwer gewesen. Aber heute leide ich nicht mehr unter dieser schlimmen Verlustangst. Heute genieße ich es fast, dass ich so stark sein kann und mich auch wochenlang nicht melde bei ihm. Und ich weiß, dass es ihm Angst macht, ich könnte mich gar nicht mehr melden.

    Manchmal war er auch schon eifersüchtig. Ich würde anderen Männern hinterherschauen usw. Das sagt er mittlerweile nicht mehr, weil ich ja immer noch bei ihm bin und immer noch keinen anderen Mann habe.

    Jetzt habe ich aber ziemlich viel geschrieben.

    Lg
    Mona
  6. zitierenSadeyes schreibt am 09.09.2009 um 11:49 Uhr:Liebe Mona,

    Danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.
    Das muss manchmal ganz schön schwierig für Dich sein. Vor allem, wenn ich lese, wie lange das schon bei Euch so ist.
    Ich verstehe sehr gut, dass es mit der Zeit irgendwie anders, vielleicht ein wenig leichter wird, weil man merkt, gewisse Dinge wiederholen sich und man weiß mit der Zeit, wie man damit umzugehen hat und dass es keine echte Bedrohung ist.
    Andererseits frage ich mich immer wieder, warum wir so zurückstecken. Sei es, wenn es um Liebe geht, die wir bekommen oder um Zärtlichkeiten. Stattdessen müssen wir immer wieder mit Zurückweisung zurechtkommen. Manchmal habe ich das Gefühl, man "stumpft" ein wenig ab, weil man weiß, das ist nun wieder einer "dieser Anfälle".
    Aber wenn jemand richtig tiefe Bindungsangst hat, dann zeigt sich das sehr vielschichtig. Wie Du es ja auch schreibst. Du merkst es beim Sex, bei den Zärtlichkeiten und auch beim Alltäglichen.
    Wie Du auch selber schreibst, das hat nichts mit benutzen zu tun oder dass er keine Gefühle für Dich hätte. Sie haben nur eine ganz andere Weise, damit umzugehen.
    Hast Du denn die Hoffnung, dass es sich eines Tages alles noch ändert oder reicht es Dir, was Ihr habt?

    Herzliche Grüße an Dich
  7. zitierenMocca schreibt am 10.09.2009 um 21:14 Uhr:Hallo!
    Ich habe seit 9 Monaten auch mit einem Mann zu tun, der aus meiner Sicht unter Bindungsangst leidet. Im Juni hatten wir uns mal für ca 2 Wochen getrennt. Wir standen vor unserem ersten gemeinsamen Urlaub und es kam dann ca 3 Tage vorher eine Mail, dass wir aus seiner Sicht nicht zusammen passen. Ich zog mich komplett zurück. Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten. Und dann meldete er sich dauernd und wollte mich zurück. Dann ging die Sache also weiter. Ich hatte so starke Gefühle für ihn.
    Heute habe ich die Sache quasi beendet. Ich "verdurste" neben ihm; ich bekomme nicht das Gefühl vermittelt, in seinem Leben wichtig zu sein. Wir sehen uns kaum. Immer ist Fußball im TV wichtiger. Wenn wir uns dann mal sehen, läuft immer der TV und ich sitze dum rum. Gestern Abend bin ich zu ihm; ihm ging es gesundheitlich nicht so dolle. Ich wollte ihm damit eine Freude machen, dass ich bei ihm bin in der Nacht (für ihn ist das nächtliche Beieinandersein immer sehr wichtig (aber ohne Sex)). Als ich nach meinem sehr sehr stressigen Tag zu ihm kam und meinte, dass ich meinen Wecker recht früh stellen müsste, meinte er, dass es sich doch dann gar nicht lohnen würde. Ich fühlte mich quasi wie vor die Tür gesetzt. Es lief auch wieder Fußball.
    Sein Verhalten geht so auf mein Ego. Fühle mich immer wertloser.
    Auf der einen Seite denke ich, dass ich ihm irgendwie doch wichtig ist (vor kurzem hat er mich zu einem Wellnessurlaub eingeladen; da stand im Hotelzimmer ein Strauß roter Rosen), aber auf der anderen Seite spüre ich es im Alltag nicht.
    Es ist alles so ambivalent.
    Nun aber zu dem Thema, welches hier angesprochen war: Sex
    Zu Beginn war alles ok, außer, dass es nie ein Vorspiel gab. Ich hatte das Gefühl, dass er gar nicht weiß, wie so ein Vorspiel geht. Es war immer drauf und fertig.
    Dann fing es an, dass er nicht mehr zum Höhepunkt kam.
    Und schließlich geht da gar nichts mehr.
    Ich habe auch das Gefühl, dass er Angst hat, dass ich ihn anfassen könnte. Das verletzt mich sehr. Ich habe versucht, ihm zu zeigen, dass ich ihn nur berühren möchte und keinen Sex "einfordere". Aber selbst das hat ihm scheinbar große Angst gemacht.
    Ich weiß nicht, ob meine heutige Entscheidung richtig war. Ich vermisse ihn auf der anderen Seite, auf der anderen Seite muss ich mich selbst retten. Durch sein Verhalten habe ich immer mehr das Gefühl, nichts wert zu sein, keine Bedeutung zu haben und sehr unattraktiv zu sein (auch wenn er meint, dem wäre nicht so).
    Er sieht die Sexprobleme darin, dass er Stress habe. Sicher hat er derzeit einiges auf der Arbeit zu tun, aber ich bin davon überzeugt, dass dies nicht der Grund ist, sondern die Angst vor Bindung.
    Was auch interessant ist: er schiebt für alles mir die Schuld in die Schuhe.

    So, das war mal mein Statement zu dem Thema. Wahrscheinlich habe ich etwas durcheinander geschrieben, aber in mir wühlen derzeit viele Gefühle und Gedanken.

    Mocca
  8. zitierenSadeyes schreibt am 12.09.2009 um 16:41 Uhr:Hallo liebe Mocca,

    ich kenne ja nur das, was Du hier geschrieben hast und ich bin selber sicher kein Experte auf dem Gebiet, aber es hört sich schon so an, wie wenn er an Bindungsangst leiden könnte.
    Dieses einerseits Nähe suchen bzw die Beziehung nicht aufgeben wollen und andererseits aber die Angst und der Rückzug, sobald es dann doch wieder näher wird.
    Dass Du Dich an seiner Seite "verdurstest" kann ich gut nachvollziehen. Ich verstehe auch, dass Du sagst, dass Du starke Gefühle für ihn hast.
    Mir geht es mit meinem E nicht anders. Ich bekomme durchaus immer wieder gezeigt, dass ich einen Platz in seinem Leben habe, aber mehr, als dass er manchmal heftig mit mir flirtet und meine Nähe sucht, nur um dann manchmal, wenn wir uns sehen, sich hinter seinem PC zu verstecken...
    Als wir zusammen waren und er mich auch immer wieder abgewertet hat (ich war auch immer Schuld an allem. Das scheint ein Mechanismus zu sein, mit dem sie sich beweisen, dass der andere eben doch nicht perfekt ist bzw der Richtige), hab ich mich auch immer schlechter gefühlt. Am Ende war kaum noch etwas von meiner Stärke und meinem Selbstvertrauen zu spüren und ich hab einige Zeit gebraucht, um wieder auf die Füße zu kommen. Seit wir nicht mehr zusammen sind, ist es leichter geworden, aber leider habe ich noch immer Gefühle für ihn und wir befinden uns in immer demselben Tanz.
    Ich kann Dir nicht prophezeien, ob das bei Euch auch so sein könnte. Aber nachdem ich Monas Geschichte gelesen habe, das von Dir und auch meine kenne (insgesamt geht das jetzt mehr als zwei Jahre so), glaube ich, dass so etwas nie ganz endet, außer wenn man selber konsequent den Schlussstrich darunter zieht.
    Wenn Du es schaffen kannst, damit zu leben (und auch leben zu wollen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich einmal eine ganz normale Beziehung entwickelt ist äußerst gering, wenn er wirklich unter starken Ängsten leidet) und vor allem nicht mehr zu leiden, dann warum nicht?
    Aber ansonsten mußt Du in erster Linie auf Dich selber achten...

    Was das Vorspiel und die Zärtlichkeiten angeht, so scheint es den Bindungsängstlern ja tatsächlich kaum möglich zu sein, sich da entsprechend "auszudrücken". Umarmungen und Händchen halten ist ja noch drin (wenn es nicht zuviel Nähe bedeutet), aber gerade beim Sex scheint echtes Streicheln und gegenseitig den Körper des anderen zu erforschen nicht drin zu sein. Und ich frag mich immer wieder warum.

    Falls Du Gedanken gerne loswerden möchtest, kannst Du mir gerne hier oder auch privat schreiben.

    Liebe Grüße

    Mona, Mocca... noch eine Frage an Euch... Habt Ihr eine Idee, warum es so ist, dass sie so "ungelenk" sind, so unsicher, wenn es um diese Zärtlichkeiten geht?
  9. zitierenMona schreibt am 17.09.2009 um 13:02 Uhr:Hallo Sadeyes, hallo Mocca!

    Komme leider erst heute dazu, zu antworten. War ein paar Tage beruflich weg auf Seminar.
    Zu Deiner Frage Sadeyes, ob ich die Hoffnung habe, dass sich etwas ändert? Ganz klar Nein. Ich muss vielleicht etwas weiter ausholen. Er ist 42 und ich bin sogar 5 Jahre älter. Werde aber immer für jünger geschätzt. Ich bin geschieden und habe 2 Kinder. Als er mir über den WEg lief, habe ich sogar nicht an eine Beziehung/Mann gedacht. Mein Leben hatte mir eigentlich gefallen, wie es war. Er war Umschüler für einen begrenzten Zeitraum in der Firma, bzw. in der Abteilung, in der ich arbeite und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Ich denke, ich konnte ihn damals schon leichter annehmen, weil ich nicht mehr darauf aus war, einen Partner fürs Leben zu finden und eine Familie zu gründen. Ich hatte anfangs es sogar genossen, dass nicht alles so schnell ging und er sich immer wieder mal zurückzog.

    Ich glaube, dass er sich in dem Alter auch nicht ändern will. D.h. er würde sich vielleicht ändern, wenn er genug Leidensdruck hätte.. Aber was ist sein Leidensdruck? Eigentlich doch die Angst vor Nähe, feste und enge Beziehung mit mir? Und da kennt er ja dann seinen Ausweg, er flüchtet, bricht Streit vom Zaun, oder meldet sich einfach nicht, um wieder die/seine nötige Distanz zu mir herzustellen. Also solange ich der Leidensdruck bin, weiß er ja seinen Ausweg. Welcher Leidensdruck ist also nötig? Die Angst, er könnte mich ganz verlieren. Vielleicht, ich weiß es nicht. Vielleicht liebäugt er ja auch auf eine Jüngere
    (so wie mein früherer Mann) und dann kann das Spiel von vorne beginnen. Aber er weiß natürlich auch, was er an mir hat. Ich kenne das Muster seines Verhaltens. Manchmal wünschte ich mir schon, dass es eine andere gäbe. Dann hätte ich eine Basis, um das ganze zu beenden. Ich habe ihm mal gesagt, wenn eine andere Frau ins Spiel kommt, dass ich dann sofort weg bin und nie nie wieder zurückkomme. Vor zwei Jahren hatten wir mal eine längere Auszeit. Wir hatten eigentlich nur eine kleine Auseinandersetzung, die jede andere Beziehung auf jeden Fall standhalten würde. Aber er ist furchtbar schnell und tief gekränkt( da sehe ich die narzisstischen Strukturen bei ihm). Für ihn war dieser kleine Streit schon eheähnlich. Das will er auf gar keinen Fall und hatte die Beziehung damals ohne triftigen Grund mit mir beendet. Ich konnte es lange nicht begreifen und bat ihn immer wieder mir eine Basis zu geben, damit ich loslassen kann von ihm.

    Ich habe sogar darum gebeten, er solle doch einfach nur sagen, es gäbe eine andere Frau, egal ob es die gibt oder nicht, aber dann hätte ich meinen Grund und keine Hoffnung mehrund würde mich nie wieder bei ihm melden. Aber ihr könnt es euch ja denken, er hat sich nicht festgelegt, einfach gar nichts dazu gesagt. Und dann als ich mich bereits emotional von ihm gelöst hatte, lief er mir über den Weg, d.h. auf einem Parkplatz fast vor das Auto. Ich war so erschrocken, ihn zu erkennen, dass ich gar nicht angehalten habe und einfach davon fuhr.

    Kaum zu Hause, kam schon eine Mail, ob das vorhin Absicht war, so zu tun, als würde ich ihn nicht kennen. Und das nach fast einem Jahr null Kontakt. Dann hat das ganze wieder angefangen. Aber ich bin wirklich gelassener geworden, lebe irgendwie tatsächlich mein eigenes Leben nebenbei. Vielleicht ist das wirklich der Grund, warum es einigermaßen funktioniert. Ich glaube aber auch, wenn irgendwann ein potentiell geeigneter Partner mir begegnen würde, dass ich dann weg bin. Ich gebe zu, dass ich schon Angst habe, ganz allein zu sein. Und ich würde wohl am meisten seinen Geruch und seine Küsse vermissen.
    Beim Küssen habe ich auch immer das Gefühl, dass er mir doch sehr nah ist. Irgendwie liebe ich ihn sehr, wenn er normal humorvoll und lieb ist, dann wieder nicht, wenn er grundlos Streit sucht, mich beleidigt oder flüchtet, weil er wieder mal keine Zeit hat.


    Hallo Mocca,

    bei deinem Freund würde ich auch fast vermuten, dass er ein Bindungsängstler ist. Eure Beziehung ist noch nicht sehr lange. Wenn du es schaffst, heraus zu kommen, dann tue es. Es ist das beste für dich. Das mit dem keine Zeit haben, kenne ich nur zu gut.

    Erst vor ein paar Wochen, haben wir uns zum Radfahren verabredet. Er hatte es vorgeschlagen. Kaum haben wir uns getroffen, hat er mir gesagt, dass er nicht lange Zeit hat (es war Sonntag). Da kamen wieder seine fadenscheinigen Ausreden: es ist zu heiß, er war schon lange nicht mehr in der Wohnung, würde jetzt lieber auf seinem Balkon sitzen und und. Ich fühle mich genauso überflüssig wie Du, nur mit dem Unterschied, dass ich es mittlerweile annehmen kann. Ich habe gesagt, ok, du fährst jetzt heim und ich fahre weiter. Damit hatte er auch nicht gerechnet. Wenn ich sonst gemeckert habe, kam immer: ihr Frauen seit alle gleich, euch genügt nicht eine Stunde, ihr wollt immer gleich den ganzen Tag bei uns Männer sein. Was für ein Schwachsinn manchmal. Aber ich habe mir angewöhnt, wenn er mir gegenüber so zweifelt, dass ich dann immer das NEIN aus seinem JEIN höre und nicht mehr das JA. Eine Woche später ist er auch in der größten Hitze Boot gefahren, allerdings mit seinen jetztigen Kollegen und einen ganzen Tag lang. Mann erkennt also wieder die Flucht von mir. Stefanie Stahl hat ja in ihrem Buch "Jein" geschrieben, je mehr Zuneigung diese Menschen für jemanden empfinden, desto größer ist der Fluchtimpuls. Das Gefühl habe ich auch bei ihm. Sie sind Gefangene ihrer selbst, eigentlich sehr bedauernwerte Menschen.

    Ich wünsche Euch beiden und auch mir selbst, alles Gute mit diesen Menschen.

    Liebe Grüße
    Mona

    Sorry, wenn es jetzt sehr lang wurde und auch ich etwas wirr durcheinander geschrieben habe.
  10. zitierenMona schreibt am 17.09.2009 um 13:11 Uhr:Zu deiner Frage noch,warum sie so ungelenk bei Zärtlichkeiten sind. Ich denke, dass sie vielleicht als Kinder wirklich nie Zärtlichkeiten erfahren haben, also kein Liebkosen und Streicheln. Und da ist vielleicht auch wieder die Angst vor Erwartungen, die wir Partner daraus ableiten. Wenn mich jemand hingebungsvoll streichelt, dann muss er mehr für mich empfinden. Und vielleicht auch ihr geringes Selbstwertgefühl.
    Das wäre so mein Gedanke.
  11. zitierenMocca schreibt am 18.09.2009 um 21:15 Uhr:Hallo zusammen!
    Habt Ihr auch damit zu kämpfen, den Kontaktabbruch zu einem Bindungsängstlichen zu verdauen? Irgendwie fehlt er mir. Was das mit den ungelenken Zärtlichkeiten betrifft. Ich glaube nicht, dass der Grund in fehlender Zuneigung in der Kindheit liegen muss. Ich könnte mir vorstellen, dass es dabei vielmehr darum geht, mit dem anderen nicht zu sehr eins zu werden.

    Mocca
  12. zitierenMocca schreibt am 19.09.2009 um 13:01 Uhr:Ich bin es nochmal.
    Ich habe ihm gestern einen ganz langen Brief geschrieben. Daraufhin rief er an und gab ganz großkotzig an, dass er mir nun die Gelegenheit biete, es mir persönl zu sagen, was da drin steht.
    Er will gerne Freundschaft. Er scheint total über den Dingen zu stehen und damit schon so schnell abgeschlossen zu haben.
    Er wisse, er habe Fehler gemacht.
    Ist es evtl so, dass er einfach durch und durch Egoist ist und keine Gefühle für mich hatte und er gar keine Bindungsangst hat?
    Wie kann man Desinteresse und Egoismus von Beziehungsangst unterscheiden?
  13. zitierenMona schreibt am 23.09.2009 um 17:42 Uhr:Hallo Mocca,

    immerhin reagiert er auf deinen Brief. Das machen nicht alle, manche stellen sich da wieder tot. Falls du nicht schon die Bücher "Jein" und "So nah und doch so fern" besitzt, solltest du dir diese unbedingt kaufen. Hier erfährst du alles über Bindungsängste und auch über das Verhalten von unsereins, der Partner.

    Wie lange hattet ihr denn schon den Kontaktabbruch, bevor du dich entschlossen hast, zu schreiben?

    Lg
    Mona
  14. zitierenMocca schreibt am 26.09.2009 um 18:23 Uhr:Hallo Mona!

    Danke für Deine Antw.
    Ich habe beide Bücher schon gelesen. Ich persönlich denke, dass Egoismus und Desinteresse evtl gleiche Anzeichen wie Bindungsangst haben. Was meinst Du/Ihr?
    Ich habe ca 1 Woche gewartet,bis ich die Mail an ihn geschrieben habe.
    Ich muss anmerken, dass er unbedingt den Kontakt halten möchte. Er sagt, lass uns Freunde bleiben. Das kann ich aber (noch) nicht. Er hat noch Zeug von mir. Habe ihn gebeten, dies einer gemeinsamen Freundin zu geben. Er will das nicht. Wenn ich es wieder haben möchte, soll ich es mir abholen. Ihm scheint die Trennung ja echt total leicht zu fallen.

    Viele Grüße
    Mocca
  15. zitierenHallo Mocca schreibt am 27.09.2009 um 18:39 Uhr:Also wenn er Desinteresse hat, glaube ich nicht, dass das die gleichen Anzeichen sind.
    Und um es herauszufinden, würde ich auf jeden Fall nicht auf die Freundschaftsfalle eingehen. Vielleicht funktioniert sowas mal in ein oder zwei Jahren, aber garantiert nicht jetzt.Was soll es letzendlich bringen mit dem "gut Freund sein". Du hast doch nur falsche Hoffnungen und er lässt sich eine Tür bei dir offen. Stell dir vor, ihr verabredet euch zum Kaffee und er bringt seine "Neue" mit. Tu dir das nicht an. Komisch ist allerdings, dass er nicht deiner Freundin, sondern nur dir die Sachen geben will. Wenn er absolutes Desinteresse an dir hätte, wäre es ihm egal, ob die Freundin die Sachen holt oder sonst wer. Am besten ist, du holst dir deine Sachen und redest mit ihm, wie es dir geht. Ehrlichkeit ist das Beste. Mache ihm klar, dass du noch viel zu viel für ihn empfindest, um nur noch Freundschaft mit ihm haben zu können. Das funktioniert nicht, glaub mir.

    Lg
    Mona
  16. zitierenSadeyes schreibt am 28.09.2009 um 23:17 Uhr:Hallo Mocca,

    also, ich denke, wenn er wirklich komplett desinteressiert wäre, warum sollte er dann eine Freundschaft wollen? Aber Interesse an einer Beziehung? So wie Du sie willst? Wohl eher nicht. Meist wollen sie sich so ein Türchen offen halten. Aber eben nur offen... das heißt nicht, dass sie auch da durch gehen wollen.
    Du solltest Dir wirklich überlegen, was Du willst. Wenn Du die Freundschaft nur willst, weil Du Dir Hoffnungen auf mehr machst, dann lass es lieber. Das wird sich dann nämlich ewig so hinziehen.
    Und die Frage ist ja auch, denkst Du, dass er nur ein Freund für Dich sein könnte? Habt Ihr denn eine Basis für eine Freundschaft? Also, wie sollte die dann aussehen?
    Ich kann nur von meiner Erfahrung aus meiner Situation von mir und E reden. Es wäre sicher leichter gewesen, damals einen radikalen Schlussstrich zu ziehen. Dann wäre ich heute sicher ganz woanders. Aber es schien ihm so wichtig und er war mir damals in einer schwierigen Situation auch eine Stütze. Und ja, ich wußte, dass er mich noch liebt. Also habe ich natürlich Hoffnung geschöpft, das wird wieder. Ich weiß nicht, ob Du ein bissel die Geschichte von E und mir hier verfolgt hast. Auf jeden Fall zieht sich diese "Freundschaft" nun seit fast zwei Jahren so hin. Ein paar Mal sah es so aus, wie wenn wir wieder zusammenkommen, dicht gefolgt von neuen Panikattacken, wo er teils sehr verletzend war.
    Aber andererseits muss man auch sagen, dass er mir in den Jahren auch ein wirklich guter Freund war. Egal in welcher Situation hat er mir beigestanden und mir geholfen, wo er konnte. Er war wirklich immer für mich da. Und allein darum kann ich jetzt nicht mehr gehen. Andererseits ist mir bewußt, dass das so nicht ewig weitergehen kann oder sollte.
    Deswegen solltest Du Dir wirklich gut überlegen, was Du möchtest, denn das kann sehr weitreichende Folgen haben.
    Ich kann da in allen Punkten Mona nur zustimmen *seufz*
    Was das schnell verarbeiten zu tun haben. Ich glaub, sie sind vielleicht einen Tag traurig oder so. Aber die Erleichterung, da wieder draußen zu sein überwiegt und deswegen wirkt das so.

    Alles Liebe
  17. zitierenMona schreibt am 04.10.2009 um 13:15 Uhr:Hallo Sadeyes, hallo Mocca.

    Ich habe auch mal eine Frage an Euch. Wie geht ihr beiden damit um, wenn ihr euch riesig auf ihn freut, er aber dann euch spüren lässt und äußert, dass er eigentlich gar keine Zeit hat. Das mit keine"Zeit haben" macht mir immer sehr zu schaffen.

    Vor 2 Wochen hat er sich bei mir gemeldet und wir haben uns zum Fahrradfahren für den nächsten Tag (Sonntag) verabredet. Die Initiative kam also von ihm. Als ich am vereinbarten Treffpunkt war, war er komisch (wie öfters schon). Er könne nicht lange bleiben, eigentlich ist es ihm zu heiß und das Fahrradfahren zu anstrengend (ist aber ein ausgesprochenen Extrem-Mountainbiker!), würde lieber jetzt alleine zu Hause auf dem Balkon sitzen und und und. Ich war natürlich enttäuscht und da kam: Dass ihr Frauen immer mehr wollt, nie mal wenig annehmen könnt. Ok, ich habe dann gar nichts mehr gesagt und nach knapp 2 Stunden ist er dann wieder heim. Es ärgert mich halt, weil er eine Woche später mit seiner Arbeitskollegen/innen Boot gefahren ist, und zwar den ganzen Tag in der größten Hitze. Ich frag mich dann, warum meldet er sich bei mir und schlägt Fahrradfahren vor, anscheinend kann er dann mit der Situation, ich hätte vielleicht Erwartungen, überhaupt nicht umgehen. Gut,ich könnte es eher verstehen, wenn ich den Vorschlag gemacht hätte und er geflüchtet wäre. Aber umgekehrt. Das sind für mich die Situationen, wo ich vielleicht mal die Kraft finde, es zu beenden, weil da kommt man sich schon ziemlich blöd vor. Wie ist das bei Euch mit dem keine Zeit haben, wie geht ihr damit um?

    Lg
    Mona
  18. zitierenMona schreibt am 04.10.2009 um 18:06 Uhr:Oh, da hab ich mich verschrieben, muss natürlich heißen: vor 2 Monaten.......

    Lg
    Mona
  19. zitierenMocca schreibt am 06.10.2009 um 22:03 Uhr:Hallo Mona!

    Zunächst einmal Danke für Eure Anteilnahme was meine Trennung betrifft.
    Was so Vorfälle wie bei Dir, Mona, betrifft:
    Es gab bei uns zum Glück nicht allzu viele solcher Situationen. Aber wenn sie vorkamen, schmerzten sie mich sehr und ich hatte dann sofort Angst, dass er sich trennen möchte. Man kann so schwer in den anderen reinschauen und man weiß nicht, was er denkt und ob er pläne hat zu handeln, sprich einen zu verlassen.
    Ich kann Dir leider nichts zu einem guten Verarbeitungsprozess diesbzgl sagen. Ich habe es dann umgekehrt einfach genauso gemacht. Natürlich nicht so à la: Duuu hast es ja auch so gemacht, sondern eher stillschweigend. Auch nicht gerade die feine Art, aber irgendwie musste ich ja auch handeln.
    Was mich halt immer super doll verletzt hat: das Medium TV, Handy etc war jeweils wichtiger als meine Gegenwart. So Situationen gab es jedesmal, wenn wir uns sahen. Ich habe erfahren, dass er das bei seiner Familie, WENN sie mal zu Besuch ist, genauso macht. Das macht es zwar nicht wirklich besser, aber wenn man weiß, dass der Grund nicht in der eigenen Person liegt, geht es wohl besser.

    Was in diesem Zusammenhang Euch noch fragen möchte:
    Gab bzw gibt es bei Euch auch Momente, in denen er soooo lieb und warmherzig ist? Wenn ja, in welchen Situationen ist dies? Bei ihm war es meist unter Alkohol oder zu Beginn unserer Beziehung.

    Ich knabber noch immer sehr stark an der Trennung. Ich habe noch nie so stark gelitten.

    Sorry, Mona; ich kam ein wenig vom Thema ab.
    Also: Ich habe in solchen kurzfristigen Rückzugsituationen meist erst einmal verständnisvoll à la ja kein Problem reagiert, wobei der Abend dann für mich gelaufen war. Ich glaube, das einzige, was dann hilft: selbst raus vor die Tür, Leute treffen und merken, dass man auch ohne ihn Spaß hat. Ich weiß, ist in solchen Momenten schwer, aber einen Versuch wert.

    Viele Grüße
    Mocca
  20. zitierenMona schreibt am 12.10.2009 um 13:22 Uhr:Hallo Mocca,
    leider kann ich mich erst jetzt melden. Es ist etwas Tiefgreifendes passiert. Er hat nach 5 Jahren die Beziehung mit mir beendet. Er hat seit 4 Wochen eine neue Freundin und mit ihr ist - Zitat von ihm: "komischerweise alles anders wie mit mir". Eigentlich ärgere ich mich etwas, weil ich selbst ja schon ein paar Mal den Gedanken hatte, alles mit ihm zu beenden. Ich wäre nämlich dann jetzt in der besseren Position. Andererseits wäre er dann vielleicht wieder angekommen in ein paar Monaten, wenn es mit der "Neuen" doch nicht funktioniert und ich hätte nichts gewusst von ihr und mich vielleicht wieder auf ihn eingelassen. Jetzt muss ich an dich denken Mocca. Er ist jetzt nämlich wieder in der Anfangsphase mit der neuen Freundin. Seine Ängste sind noch nicht da. Alles ist neu.
    Auch bei mir hatte er damals in der Kennenlernphase oft gesagt, sowas wie mit mir, hätte er noch nie erlebt. Also das Spiel beginnt von vorn.

    Aber ich war doch etwas geschockt und habe 2 Tage geheult. Jetzt geht es mir besser. Ich muss wirklich den Blick nach vorn richten. Ich denke dabei an zwei Sätze aus dem Buch "Jein". 1. Am Ende verlässt der Bindungsphobiker den Partner, weil er ihn verachtet oder sich andersweitig verliebt. Das ist wohl jetzt eingetreten. Er verachtet mich wohl auch noch. Der Satz: mit ihr ist alles anders ging mir schon unter die Haut.

    Aber ich habe noch einen anderen Satz im Kopf, der mir Mut macht: Frau Stahl versichert uns Partner, dass die Bindungsängstlichen in der nächsten Beziehung NICHT glücklicher werden. Dies ist im Moment mein größter Trost. Ich stelle mir nämlich vor, wenn die Verliebtheitsphase in ein paar Monaten vorbei ist, und seine Ängste hoch kommen. Dann hat diese Frau wohl alles noch vor sich, was ich hinter mir habe.

    Und ob sie dann mit seiner Bindungsangst überhaupt umgehen kann ist fraglich. Ich weiß noch, wie er mich das erste Mal aus heiterem Himmel ziemlich launisch angeschrien hat. Ich wusste damals gar nicht, was mir passierte.

    Aber ich muss im Moment auch öfters an deine Worte denken. Vielleicht war er wirklich desinteressiert an mir. Es hat sich was Neues ergeben und somit war ich nicht mehr gefragt. Auch habe ich im Moment manchmal Zweifel, ob es tatsächlich Bindungsangst gibt. Vielleicht ist alles nur eine Taktik, um uns auf Distanz zu halten. Aber wenn ich dann in den Büchern wieder lese, denke ich doch, dass es sie gibt.

    Übrigens hilft mir im Moment das Lesen in den Büchern sehr viel. Ich denke, dass ich in ein paar Wochen über die Sache bin. Aber mit Trauer und Heulphasen rechne ich noch in nächster Zeit. Aber das muss ich jetzt wohl oder übel durch.
    Ich denke auch an Dich und wünsche Dir viel Kraft.

    Lg
    Mona
  21. zitierenSadeyes schreibt am 20.10.2009 um 13:11 Uhr:Hallo Mocca und Mona,

    Also, E kann schon sehr liebevoll und warmherzig sein. Eigentlich ist er das meist, so lang er sich nicht bedrängt fühlt oder das Gefühl bekommt, dass ich all das von ihm erwarte.
    Soll heißen, er kocht öfters für mich, wenn ich ein Problem habe, versucht er für mich da zu sein und mich zu unterstützen und dass er sehr oft Dinge in seiner Wohnung für mich hat, wo er weiß, dass ich die mag, wie zB meinen Lieblingssaft oder auch mal was Süßes oder so.
    Ich glaube durchaus, dass es ihm Freude bereitet, wenn er mir irgendwas besonderes kocht oder mir was Gutes tut.
    Wie gesagt, wäre er nicht so ein guter Freund für mich und würde mir nicht auch zeigen, dass ich ihm als Mensch wichtig bin, so hätte ich wohl all das Theater zwischendrin nicht mitgemacht. Ich habe immer abgewogen, was mir wichtiger ist und ob mir die Freundschaft mehr gibt, als dass sie schadet oder wehtut. Und es war eben immer so gewesen, dass sie mir mehr gibt. Wesentlich mehr...

    Auch heute kann es natürlich sein, dass ich etwas mit ihm unternehmen möchte und er ablehnt. Aber ich denke, er wird schon seinen Grund haben (oft nennt er ihn auch) und nehme das dann so hin. Mir selber geht es ja manchmal auch so, dass ich einfach müde bin und mal den Abend für mich will oder so.
    Ich nehme es einfach nicht mehr persönlich. Denke auch, oft ist es gar nicht persönlich gemeint.
    Aber das ist sicher bei jedem und in jeder Situation anders. Sicherlich hilft es aber generell, wenn man sich nicht zu viele Gedanken darum macht, es einfach so annimmt und eben sein Leben lebt. Nicht so viel nachdenken und mich einfach auf mich selber konzentrieren. Immerhin haben wir keine Beziehung und er ist auch nicht verpflichtet, immer Zeit oder Lust zu haben, mich zu sehen. Deswegen bin ich ihm aber auch nicht gleich weniger wichtig.

    Es tut mir Leid, dass Du derzeit unglücklich bist, liebe Mona, Sicher geht es auch wieder bergauf. Natürlich ist für ihn nun erstmal alles wieder leichter, weil er nun erstmal von seinen Ängsten befreit ist. Aber das wird sich wohl auch wieder ändern. Außer seine neue Freundin würde diesmal den aktiven Part übernehmen. Zu wünschen wäre ihr ja eigentlich, dass sie es rechtzeitig erkennt und die Beziehung beenden kann, bevor es zu schmerzhaft wird. Keiner sollte sich an solche Verhaltensweisen anpassen müssen. Entweder man ist so und es lquft soweit gut oder eben nicht. Sich selber zu verbiegen ist nie eine gute Idee.
    Sei nicht traurig! Für Dich ist es doch nun eine gute Gelegenheit, endlich aus dem Teufelskreis heraus zu kommen. Vielleicht schaffst Du es, für Dich herauszufinden, warum Du das so lange gemacht hast und es das nächste Mal zu vermeiden. Es wäre doch sicher viel schöner, eine echte, befriedigende Beziehung zu haben, wo jeder gleichgestellt ist! Das wünsche ich Dir auf jeden Fall!

    Liebe Grüße
  22. zitierenTina schreibt am 13.11.2009 um 03:00 Uhr:Hallo Ihr Lieben!

    Ich bin heute auf dieser Seite gelandet, weil ich mich ein wenig über Bindungsangst informieren wollte. Es ist wirklich sehr interessant, Eure Beiträge zu lesen. Ich finde mich dort absolut wieder. Allerdings bin ich „Anfänger“ im Umgang mit einem Mann, der Bindungsangst hat. So wäre ich sehr um eine Einschätzung bzw. Meinung dankbar.

    Ich (43) bin mit meinem Freund T. (43) seit 9 Monaten zusammen und ich würde uns als sehr glückliches Paar bezeichnen. Ich liebe ihn und ich weiß vom Gefühl her, dass er mich liebt. Der Alltag, den wir zusammen erleben, die gemeinsame Lebensphilosophie und Wertevorstellung passt sehr.

    Allerdings ist mir nach ein paar Monaten bewusst geworden, dass er von sich aus die Nähe zu mir nicht sucht und „liebevolle“ Worte nicht aussprechen kann. Ähnlich wie bei Euch saugt er meine „Aktivitäten“ wie ein Schwamm. Ab dem Zeitpunkt, wo mir das auffiel, wurde es für mich schwieriger, weil ich mich nach Nähe, Anerkennung, liebevollen Worten, die von ihm aus kommen, sehne. Entsprechend habe ich „gemeckert“. Mal gab es einen Tag, wo ich besser mit seiner Art umgehen konnte, aber dann kamen auch wieder Tage, wo ich gar nicht damit klar kam, dass „so gar nix von ihm kam“. Ich habe mir dann den Mund fuselig geredet. Von wegen, dass es wichtig sei, dass Beide in einer Beziehung etwas geben usw. Das ganze Programm habe ich abgespult, wonach sich die emotionale Frau so im Allgemeinen sehnt. Irgendwann fing ich an mir auf die Zunge zu beißen, damit ich nicht schon wieder mit dem Thema anfange. Aber unterschwellig blieb das schlechte Gefühl. Das ganze komplexe Thema, dass es mit Bindungsangst zu tun hat, wurde mir erst vor zwei Wochen richtig klar. Erst jetzt weiß ich, dass er mit einer Beziehung eine Bedrohung verknüpft. Er Angst hat, seinen Freiraum und seine Selbstständigkeit zu verlieren. Er hat Angst, wieder verletzt zu werden. Er hat Angst, Erwartungen zu erfüllen. Er hat Angst vor Zurückweisungen. Er hält sich selbst nicht für liebenswert. Und aus dieser Angst heraus, kann er einfach nicht anders.

    Ich wurde/bin zunehmend überforderter, hilfloser, ratloser und fassungsloser, wozu ein Mann fähig sein kann, der mir grundsätzlich seinen Willen ausstrahlt, mit mir eine Beziehung führen zu wollen. Regelmäßige Antworten sind „Ich will nicht reden“, „Ich kann nicht reden“ „Ich weiß nicht, warum ich so bin“, „Ich habe das Reden nie gelernt“ „Ich bin so“. Und er schiebt geschmeidig immer die Schuld gerne auf seine Ex, die ihn dazu gemacht hat.

    Somit ist ihm also schon bewusst, dass er „ein Problem“ hat, aber ich denke nicht, dass er so weit ist, um zu erkennen, dass er eine Bindungsangst hat. Er kommt aus einer 14-jährigen (unglücklichen) Ehe. Dort wurde anscheinend generell nicht offen geredet und somit hat er da auch wenig andere Erfahrungswerte. Wie bei Euch hat er viele Strategien entwickelt, um mich auf Abstand zu halten: grundlose Streitigkeiten, kalte und abweisende Reaktionen, er nimmt sich sang- und klanglos aus dem Sortiment etc. Im Grunde ist es das volle Programm, das Ihr so beschreibt.

    Aktuell haben wir unsere erste richtige Krise. Vor zwei Wochen. Es war ein ganz banaler Streit, wo ich anschließend mit ihm drüber reden wollte. Nachdem er 20 Mal gesagt hat, dass er nicht reden will, war ich so an meiner Überforderungsgrenze, dass ich erstmal gegangen bin (aus meiner eigenen Wohnung), was im Nachhinein auch gut war, um mich herunterzufahren. Aber auch am Tag später wollte er nicht reden, dann kam eine Mail, wo er Zeit bräuchte, erstmal alles zu verdauen, dann kam eine Mail, dass er erstmal überlegen muss, wie er damit umgeht. Womit? Dass ich ihn innerhalb des Streits an seine Ex-Frau erinnert habe, wo er glaubte, dass solche Streitereien mit der Scheidung vorbei sind. Ich will den Inhalt des Streits nicht ausführen, damit es nicht zu weit führt.

    Jetzt sind zwei Wochen rum und der See ruht ganz still. Er weiß, dass es das Schlimmste für mich ist, gar nicht zu reden. Aber, so wie ich vorhin bei Euch gelesen habe, ist das wahrscheinlich die „Kontrolle“, die er damit glaubt zu haben, wenn er noch nicht einmal ein Piep von sich gibt. Ich komme also absolut nicht an ihn ran, weil es nicht möglich ist, mit ihm zu reden.

    In seiner letzten Mail schrieb er unter anderem auch, dass er sich vor diesem Wochenende melden will. Vom Gefühl rechne ich damit, dass er sich trennen wird, weil er nicht weiß, wie man redet bzw. er absolut überfordert ist, mit dieser Situation umzugehen. In gewisser Hinsicht ist diese für ihn neu.. weil ich ihn nicht so einfach aus der Nummer rauslasse (obwohl ich jetzt zwei Wochen die Füße komplett still gehalten habe).

    Ich habe in den zwei Wochen sehr viel über mich, aber auch über die Bindungsangst, gelernt. Ich weiß mittlerweile auch, dass meine Verlustängste mit seinen Ängsten arg kollidiert sind. Ich habe mir therapeutische Hilfe gesucht und viel gelesen und weiß auch, dass ich an mir arbeiten muss. Ich habe mir in den letzten zwei Wochen sehr oft die Frage gestellt, ob ich diese Beziehung weiter führen kann und will. Ich habe mich dafür entschlossen, weil ich den Mann liebe. Ich will versuchen, ihm die Zeit zu geben, mir Vertrauen zu schenken. Ich möchte ihn gerne dabei unterstützen, dass er seine Einstellung zu sich selbst und zu Beziehungen erkennt. Voraussetzung ist dafür allerdings, dass er seine Beziehungsangst überhaupt sieht und im ersten Schritt anfängt, sich damit auseinander zu setzen. Was dann kommt, kann ich im Moment noch nicht sagen.

    Jetzt meine Frage: Ich glaube, dass ich gerade viel weiter in der „Analyse“ bin. Heißt also, dass er vermutlich „nur“ den Streit und den Vergleich mit seiner Ex auf dem Kalender hat. Nicht die ganze Thematik rund um die Bindungsangst. Er grübelt sich vermutlich gerade im Kreis und sieht keinen anderen Ausweg als die Trennung.

    Meine Taktik, mit Verständnis auf ihn einzugehen, hat nicht funktioniert. Macht es jetzt Sinn, wenn ich ihn „sehr direkt“ mit seiner Bindungsangst konfrontiere? Vermutlich wird das nur über Brief möglich sein, weil er wieder nicht reden will (kann). Einkalkulierend, dass er dann auch erstmal komplett untertaucht? Aber darüber – vermutlich – das erste Mal in seinem Leben sich damit auseinandersetzt? Ich gebe zu, dass mir danach ist, weil ich so wütend bin. Nicht, darüber, dass er die Ängste hat, sondern dass er so blind ist und immer andere – im speziellen gerade ich – dafür herhalten müssen. Oder glaubt Ihr, dass das komplett nach hinten los geht? Ist die behutsame Methode besser? Die habe ich allerdings bis jetzt gefahren und da angelte er sich immer mit Ausreden raus bzw. er sieht nicht, dass er auch mit verantwortlich für unsere Probleme ist? Und da könnte ich mir vorstellen, dass ich das auch nicht lange durchhalte.

    Ich wäre um Eure Einschätzungen dankbar, da ich mich gerade sehr überfordert fühle.

    Liebe Grüße… Tina
  23. zitierenSadeyes schreibt am 14.11.2009 um 18:43 Uhr:Hallo liebe Tina,
    eine schwierige Situation... ist immer schwer, einen Rat zu geben. Ich denke, dass eine direkte Konfrontation nicht viel mehr bringen würde, als weiteren Rückzug und Verschliessen. Aber ich kenne Deinen Freund natürlich auch nicht.
    Aber das sind Ängste, die er hat. Und wenn er selber nicht das Gefühl hat, dass er Probleme hat bzw das sein Problem ist, dann wird er sich auch nicht weiter damit auseinandersetzen, wenn Du ihm Deine Erkenntnisse mitteilst.
    Sollte er tatsächlich kurz davor sein, sich aus Angst zu trennen und Du bist Dir sicher, dass Du es gerne weiter mit ihm versuchen möchtest, könntest Du vielleicht auch folgendes probieren:
    Erstmal müßt Ihr Eure Situation ein wenig "entschärfen". Heißt, nimm Dir generell ein wenig mehr zeit für Dich, in der Du Dich gut um Dich selber und Deine Bedürfnisse kümmerst. Damit ist es nicht so wichtig, dass er sie erfüllt. Ihn wird das auch etwas Entlastung geben.
    Ich verstehe auch, dass es Dir immer schwerer gefallen ist, nachdem Dir die Situation aufgefallen ist. Auch das ist ein Kreislauf. Versuche, Dich etwas mehr darauf zu besinnen, wie es vorher war und wie und warum Dir da es nicht so gefehlt hat. Natürlich wartet man mehr auf Zeichen, wenn man sich unsicher fühlt. Das macht es nur leider immer schwerer. es bauen sich immer mehr Erwartungshaltungen auf. Das macht verkrampfter und auch damit wird alles wieder schwieriger.
    Ich finde es gut, dass Du Dir helfen läßt. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass Du ihm von Deiner Angst berichtest und dass Du da etwas dagegen tust. Vielleicht kannst auch einmal mit Deinem Therapeuten reden und es gibt die Möglichkeit, dass Ihr da gemeinsam hingeht. Wenn er das Gefühl hat, dass er da hingeht, um Dir zu helfen, wird es ihm sicher leichter fallen und es ist eventuell möglich, dass er dabei auch mehr über sich selber herausfindet.
    Leider fällt mir auch nichts besseres ein... Aber wenn Du magst, dann berichte doch mal, wie es weiter gegangen ist...
    Liebe Grüße
  24. zitierenTina schreibt am 15.11.2009 um 15:23 Uhr:Hallo Sadeyes,

    vielen Dank für Deine liebe Antwort.

    Im Grunde bestätigst Du das, was schon vorab in meinem Kopf wuselte: Ich sehe auch das Risiko, dass er komplett dicht macht, wenn ich ihn direkt konfrontiere. Das würde dann noch mehr Distanz zwischen uns bringen. Dazu kommt, dass mich Deine Anmerkung überzeugt hat, dass meine „Analyse“ ihn nicht wirklich interessiert, wenn er glaubt, sich darin nicht wieder zu finden. Das kann ich immer noch machen, wenn sich die allgemeine Stimmung zwischen uns wieder eingerenkt hat und er Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema signalisiert. Auch versuche ich, meine Gedanken und Tagesablauf von ihm unabhängiger zu gestalten. Das ist wahrlich ein wichtiger Punkt, den Du angesprochen hast.

    Freitagabend hat er sich nach zwei Wochen Funkstille „emotionslos“ per E-Mail gemeldet. Er fragt, ob wir uns treffen, damit wir uns unterhalten können. Die E-Mail endet mit der Frage: Ob ich mich überhaupt treffen will? Er scheint unsicher zu sein. Im Moment bin ich froh, dass seine Worte transportieren, dass er sich nicht trennen will, aber ich merke, dass ich hier misstrauisch bin. Natürlich möchte ich ihn gerne sehen, aber im Moment merke ich, dass mich irgendwas daran hindert, ihm zu antworten. Und wenn ich das hier gerade so schreibe, wird mir klar, dass es meine Angst ist, dass er mir etwas sagen könnte, was ich nicht hören will. Ich denke, ich habe Sorge, dass er nach wie vor in dem „Ich kann nicht anders“-Stadium ist, so dass ich dann wieder hilflos da stehe. Ein elendiger Kreislauf.

    Ich hatte überlegt, dass ich einfach mal anrufe – also keine Mail schreibe. Dann merke ich vielleicht an seiner Stimme, wie weit er ist und komme so auch für mich einen Schritt weiter. Vielleicht tue ich das ja heute Abend. Mal gucken…

    Ich werde berichten.
    Viele liebe Grüße ... Tina
  25. zitierenTina schreibt am 19.11.2009 um 15:26 Uhr:Hallo Ihr Lieben,

    wenn ich so auf die letzten zwei Wochen zurückblicke, ist das schon sehr skurril und traurig: Vor zwei Wochen hatten wir nach neun Monaten (die – bis auf die Angstauswirkungen, dass wir nie richtig über uns reden konnten – extrem harmonisch waren!) unseren ersten, richtigen Streit. Dann hat er sich 14 Tage aus dem Sortiment genommen, um mir vorgestern zu sagen, dass er sich trennen will. Ich hatte übrigens am Sonntagabend wirklich bei ihm angerufen, allerdings hat er sich nicht getraut, ans Telefon zu gehen. So hatte ich dann nur freundlich auf dem AB hinterlassen, dass ich probiert habe, ihn zu erreichen. Dann war wieder zwei Tage Funkstille. Erst zwei Tage später führte eine Mail von mir dazu, dass er sagte, dass er abends vorbei kommt. Als er dann vorbei kam, war ich erstmal sehr zurückhaltend. Ich sollte etwas sagen, aber den Ball habe ich ihm dann zurück gespielt, da ich ja bereits viel geredet habe und er jetzt mir signalisiert hat, dass er reden möchte:

    Er hat sich in unserer Beziehung nicht wohl gefühlt und deshalb konnte er sich nicht fallen lassen. Als Begründung gab er an: weil er so zugenommen hat und deswegen mit sich selbst unzufrieden ist und sich nicht für attraktiv, erotisch und sexy hält. Und weil unsere Versuche, zusammen Sport zu betreiben bis jetzt nicht wirklich zum Erfolg geführt haben, sieht er keine Chance. Außerdem hätte ich mal gesagt, dass ich ihn so liebe, wie er ist und damit hätte ich gespiegelt, dass mir eine Gewichtsabnahme nicht wichtig ist.

    Da sitzt man erstmal da und ist erstmal fassungslos. Für diese Erkenntnis benötigt er 14 Tage? Es war nach neun Monaten das erste Mal, dass wir überhaupt „näher“ geredet haben und dann das? Ich habe extrem vorsichtig versucht, erstmal viel zu fragen. Es läge nicht an mir und er hätte Gefühle für mich. Ich wäre schuldlos, weil er derjenige ist, der mit sich selbst nicht zufrieden ist. Ich sagte ihm dann, dass aus meiner Sicht das mit dem „Nicht-Wohlfühlen“ schon stimmt und das Gewicht unweigerlich eine Rolle im Hinblick auf das Selbstwertgefühl spielt, aber dass es wohl eher mit der Macht seiner Ängste zu tun hat. Ich habe ihm auch von meinen Ängsten erzählt. Er würde doch nicht tatsächlich glauben, dass – wenn wir 10 Kilo weniger wiegen würden – seine Angst für Nähe, Enttäuschung, Verantwortung, Zurückweisung, Kontrolle etc. sich in Luft auflösen? Auch habe ich erwähnt, dass ich erst in den letzten zwei Wochen erkannt habe, dass ich die Auswirkungen seiner Angst immer persönlich genommen habe, aber mir jetzt bewusst ist, dass jede andere Frau das genauso erleben würde. Darauf kam dann von ihm, dass er sich noch keine Gedanken darüber gemacht hat, wie weit seine Ängste Einfluss auf seine Psyche haben. Und es kam auch „zum Psychiater gehe ich niemals!“.

    Da wurde mir so sehr bewusst, dass er noch nicht einmal „am Anfang“ ist, um zu erkennen, dass er eine positivere Einstellung zu sich und seinem Leben finden könnte/müsste/sollte. Und mir wurde klar, dass er die Trennung bzw. Scheidung von seiner Ex-Frau nicht verarbeitet hat. Hier kommt erschwerend dazu, dass sie die einzige (schlechte) Erfahrung mit Frauen in seinem Leben ist. So hat er generell wenig bis gar keine Erfahrung und er verbindet Reden im Sinne von Gedankenaustausch mit negativem Stress. Er sieht darin keine Bereicherung. So sagte er auch innerhalb unseres Gespräches, dass er ja jetzt gar nicht hätte vorbei kommen müssen, um sich „den Kopf waschen zu lassen“.

    Alle Register habe ich gezogen, um ihm bewusst zu machen, dass der Preis sehr hoch ist, eine wirklich gute Beziehung nach dem ersten Streit aufzugeben. Ich hätte mir auch viel Gedanken darüber gemacht, ob die Beziehung es wert ist, daran zu arbeiten und habe mich eindeutig dafür und für ihn entschieden – wohlwissend, dass dies viel Zeit und Vertrauen bedarf. Ich merkte, dass da der Punkt erreicht war, wo er unsicherer wurde. Auch habe ich ihm erzählt, dass ich weiß, dass ich ihn auch mal „lassen“ muss. Aber das Vertrauen und das Reden eine Grundlage für eine Beziehung sind. Wenn er das nicht zulassen kann, würde er niemals erfahren, ob ich wirklich „Erwartungen“ an ihn habe oder er sich dafür nur in seinem Kopf entscheidet, dies zu glauben.

    Ich vermute, dass er mich jetzt noch mehr als Bedrohung sieht und er nutzt wieder eine Strategie, um mich auf Abstand zu kriegen, in dem er flüchtet. So war auch der Abschied. Plötzlich sprang er panisch auf, dass er jetzt gehen müsse, weil ihm das alles zu viel ist und weil er nicht mehr kann. Er registrierte in dem Moment gar nicht, dass ich sagte: „Ist okay und das kann ich verstehen!“. Er „flüchtete“ dann aus meiner Wohnung – ohne allerdings seine Sachen mitzunehmen oder mir den Schlüssel zu meiner Wohnung zurück zu geben. Es wurde also die Trennung nicht offiziell vollzogen. Er hat allerdings einen Brief von mir mitgenommen, in dem ich zum einen sehr klar geschrieben habe, was ich denke, was unser Problem ist, zum anderen aber auch sehr verdeutlicht habe, wie sehr ich gerne für ihn da wäre.

    Innerlich habe ich mich an dem Abend von ihm getrennt und alle seine Sachen zusammen gepackt, weil mein Verstand mir so klar sagt, dass alles so hoffnungslos ist, wenn er keine Bereitschaft zeigen kann, mir Vertrauen zu schenken. Weil ich an unsere Liebe glaube, hätte ich ihn gerne unterstützt, alte Bahnung zu verlassen. Aber das kann er nur ganz alleine und für sich selbst entscheiden. Natürlich stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt, aber ich sehe diese nicht. Ich habe auch kein Bedürfnis, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Ich muss mir selber treu bleiben und mich um mich selber kümmern.

    Alles sehr traurig… findet sich da jemand von Euch wieder? Lohnt sich vielleicht doch eine Hoffnung?
    Ich danke so sehr dieser Seite und Euren Einträgen, weil ich sehr viel über mich und die Ängste gelernt habe.

    Liebe Grüße… Tina
  26. zitierenanna schreibt am 07.12.2009 um 17:58 Uhr:ich kann mich hier nur teilweise wieder finden...ich kenne meinen schon seit 2 Jahren...am Anfang war sehr interessiert..und es kam auch von beiden Seiten gewollt sehr schnell zum Sex..und es ist auch so, dass von seiner Seite aus wennig Zärtlichkeiten kommen..aber Probleme habe ich deswegen nicht...ich genieße das Zusammensein mit Ihm....er hat mir nach 2 Monaten eröffnet, er wolle nur sein Vergnügen..und damals war ich auch damit einverstanden..nur habe ich mich halt im Lauf der Zeit in Ihn verliebt..Ihm das auch mit geteilt...seine Reaktion wir könnten uns dann halt nicht mehr so oft sehen(bis dato wöchntlich)...er ist auch nicht bereit mit mir in der Öffentlichkeit zu treffen...gut am Anfang habe ich durch Missverständnise abgelehnt..weil ich bicht wusste was er eigentlich wollte..hat sich nicht klar ausgedrückt (zB ich sagte da und dort ist ein Fest..er meinte ich geh mit meinen Kumpels hin..wir müssen noch einen Termin ausmachen..meinte mich damit..was ich nicht registriert hatte)
    Er hat auch scon des öfteren Schluß gemacht...und auf Grund meines Anrufes wieder getroffen..wir sehen und 1 mal wöchentlich...da ist er der beste Zuhörer, verständnisvoll..alles einfach super...wenn ich öfter als 1 mal anrufe tickt er aus..wirft mir vor zu klammern..das ist in der Regel wenn 3 Wochen alles gut ging..dann 2-3 Wochen keine Treffen..bei Anrufe spährliche Gespräche..und wenn ich für mich beschließe..Schluß aus..kommt er wieder..er muss es irgendwie riechen...er erzählt mir auch er hätte intereesse für andere Frauen..und zwar immer dann wenn es besonders schön war..er mir besoders intime Sachen seines Lebens erzählt hat..er hat mir eröffnet vor ca 2 Monaten dass er Bindungsangst hätte...und nach seinem letzdem "Anfall"..er hat vor meinen Augen mit einer Frau geflirtet obwohl er 1 Woche davor bei mir war..und wir die ganze Nacht geredet hatten über Ihn...war 3 Wochen kein Treffen aber ausnahmsweise Telefonate..und in einem solchem habe ich Ihm gesagt, dass er solche Attakecn immer macht wenn er Angst hat..er meinte kann scon sein

    wir hatten vor 3 Tagen ein Anruf-Date..er war nicht zu erreichen....muss wohl wieder 1 Woche unter tauchen..

    Was ich mich natürlich immer frage..hat er wirklich Bindungsangst..oder ist das nur eine Masche..und loskommen tue ich noch nicht von Ihm....sonst wäre ich nicht hier im Forum.
  27. zitierenSadeyes schreibt am 12.12.2009 um 22:22 Uhr:@Tina: Hallo liebe Tina,

    erstmal sorry für die späte Antwort, aber momentan fehlts mir ein wenig an Zeit und Energie... :(

    Es tut mir Leid zu hören, was passiert ist. Und ja, ich finde da sehr viel Bekanntes wieder.

    Als E sich damals von mir getrennt hat, hat er auch gesagt, dass er noch Gefühle für mich hat, dass es nicht an mir liegt, aber dass er sich nicht wohlfühlt. Also, dass er sich zwar bei mir zuhause fühlt, sich aber selber einfach nicht mehr gut fühlt. Klar, seine Ängste wurden immer stärker und er hat sich immer mehr hin- und hergerissen gefühlt. Die Schuldgefühle, die dadurch entstehen und gleichzeitig aber auch die Angst, mich dann ganz zu verlieren.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das schlimm anfühlen muss.
    Aber es ist so traurig, dass der Weg daraus so schwer scheint. :(

    Auch er hat eigentlich gewußt, dass er es beenden würde und hat meine Sachen aber nicht wieder mitgebracht und hat auch meinen Schal wieder mitgenommen.
    Ihm war sehr daran gelegen, dass wir weiterhin Kontakt halten, während ich das im ersten Moment nicht wollte.

    Für mich hört es sich so an, wie wenn auch Dein Freund sich zwar von dem Druck und der Verantwortung der Beziehung entziehen möchte, Dich aber auch nicht ganz verlieren möchte. Klar, da ist es praktisch, die Sachen nicht zurückzugeben, den Schlüssel, etc und irgendwie die Verbindung aufrecht zu erhalten. Sie wollen nicht ja sagen, aber auch nicht komplett nein.

    Hat er denn auf Deinen Brief reagiert? Wie ist es denn weiter gegangen?

    Es ist schwer, etwas zu raten. Das Vernünftigste wäre wohl, wenn Du es schaffen könntest, Dich von ihm zu lösen und dann auch an den Problemen zu arbeiten, die Du bei Dir selber entdeckt hast.
    Ich weiß nur zu gut, wie schwer das ist. Denn so oft geben uns unsere bindungsängstlichen Partner eben das Gefühl, da könnte wieder mehr sein und es ist so leicht, sich daran festzuhalten und zu hoffen.
    Die Frage ist, wie sehr das erfolgsversprechend ist. Du sagst ja selber, dass er noch weit davon entfernt ist, seine Probleme in vollem Umfang zu erkennen und daran zu arbeiten. Die Frage ist, wird er jemals dazu bereit sein.
    Und dann ist da wieder die Frage, ob wenn es so bleibt, Du auch damit fertig werden könntest, wenn es immer wieder so abläuft wie jetzt. Eine zeitlang gut, dann vielleicht mal wieder eine Trennung, wieder zusammen, etc.

    Die Entscheidung kannst nur Du selber treffen...

    Ich selber habe Tage, wo ich glücklich bin mit dem, was E und ich haben, auch wenn das noch nichtmal eine Beziehung ist. Aber ich eben noch immer die Hoffnung auf mehr habe. Allerdings sind das mittlerweile nun schon zwei Jahre, wo ich die Hoffnung auf mehr habe... und manchmal denke ich, es muss doch irgendwann mal genug sein... Dann macht er aber wieder irgendwas, wo ich denke, vielleicht sind wir doch auf einem guten Weg... Und dann kommt der Gedanke, dass ich vielleicht Jahre und Jahre damit verbringen werde zu hoffen und es wird nie mehr werden... und dann?
    Man muss wirklich entscheiden, was man kann und will ... und ich weiß, wie schwer das sein kann!

    Ich wünsche Dir viel Kraft für diese Zeit und um die richtige Entscheidung für Dich zu treffen!

    Liebe Grüße
  28. zitierenSadeyes schreibt am 12.12.2009 um 22:32 Uhr:@Anna:
    Hallo liebe Anna,
    das klingt schon sehr nach Bindungsangst. Natürlich kann es so sein, dass er einfach nur "seinen SPaß will", wie Du sagst. Aber irgendwas steckt ja normalerweise hinter so einem Verhalten.
    Die typischen Anzeichen sind sicher da.
    Ihr seht Euch relativ regelmäßig
    Nähe läßt er nicht zu
    Wird es zu nah, ist er weg
    Und wenn Du versucht, etwas mehr Nähe, mehr Treffen oder so etwas zu erzeugen, dann zieht er sich auch zurück
    Das Problem ist, dass Du ihn wahrscheinlich nicht ändern kannst. Du merkst ja selber, dass alles, was Du machst, darin endet, dass er sich zurückzieht, blockt oder sonst irgendwie ausweicht.
    Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Du es nicht schaffst, von ihm loszukommen?
    Ich meine, klar ist es schön, wenn er so ein toller Zuhörer ist. Und ein Tag in der Woche ist ja auch nicht so wenig. Wenn der eben besonders schön ist und das auch so regelmäßig, dann hat man etwas, an dem man sich festhalten kann. Und ich kann sehr gut verstehen, wie schwer es ist, das aufzugeben.
    Aber Du mußt Dich fragen, ob es Dir genug sein wird, wenn es immer so bleibt. Ob es das ist, was Du willst. Wenn es das nicht ist, dann mußt Du versuchen, die Situation zu verändern. So, dass Du die Chance hast, das Leben zu leben, das Du möchtest.

    Liebe Grüße
  29. zitierenTina schreibt am 19.12.2009 um 02:04 Uhr:@Sadeyes
    Hallo Sadeyes,

    ... erst heute sehe ich, dass Du geschrieben hast. Sorry, aber der Alltags-/ Weihnachtsstress hat mich voll im Bann und da habe ich nicht ins Forum geschaut. Vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich finde mich in Deinen Worten wieder, wie Du Deine Beziehung mit E. beschreibst.

    Wie ist es bei mir/uns weitergegangen? Vorweg.. wir sind wieder zusammen! Ein paar Tage nach seiner Trennung schrieb ich ihm eine Mail, wann „wir unsere Sachen“ austauschen. Da rief er dann abends an und sagte mir (fast vorwurfsvoll), dass er ja so alles gar nicht gemeint hätte. Wir haben dann zwar geredet und er ist zu der Erkenntnis gekommen, dass er mehr reden muss. Wenn ich die letzten Wochen so im Rückblick sehe, stelle ich fest, dass da wenig bis gar nichts von ihm aus gekommen ist. Achja.. zu dem Brief meinte er nur, dass er sich gar nicht so sieht. Mehr haben wir darüber nicht gesprochen. Zwei Tage später haben wir uns dann wieder gesehen und die Welt war wieder in Ordnung. Ich wollte auch nicht sofort mit dem Thema um die Ecke kommen .. habe gewartet, dass er es vielleicht mal tut?! Weit gefehlt. Seit dem haben wir nicht wirklich „über uns“ gesprochen. Wenn ich dann mal einen Versuch starte (und das kommt nicht oft vor), wenn eine Kleinigkeit vorgefallen ist, verdreht er die Augen. Und dann entsteht bei mir das Gefühl zwischen Wut und Enttäuschung, dass er so mit mir umgeht. Ich fühle mich da machtlos, weil sämtliche Versuche, ihm zu erklären, worum es mir geht, bei ihm nicht ankommen oder ankommen sollen.

    Mal komme ich damit klar.. mal gar nicht! Gerade ist so ein Punkt, wo ich damit meine Probleme habe. Insgesamt ist alles so lang in Ordnung bis ich merke, dass ich „nur gebe“, aber von ihm nichts zurückkommt. Schwerlich kann ich dann auch über meinen Schatten springen, mal nichts zu geben. Ich glaube, er würde das auch gar nicht merken. Lach.. oder erst nach ein paar Wochen und das halte ich nicht durch.
    Und.. ich musste beim Lesen Deiner Zeilen schmunzeln: E. hat Dir gesagt, dass er Gefühle für Dich hat. Ich würde mir sehr wünschen, dass irgendwas in dieser Art mal aus dem Mund von T. käme. T. nimmt mich noch nicht einmal von sich aus in den Arm und auch beim Sex muss ich die Initiative ergreifen… ).

    Die Zeit wird zeigen, wie es bei uns weiter geht. Der „Alltag“ läuft bei uns wirklich prima ... in jeder Hinsicht. Da gibt er mir auch zweifellos das Gefühl, dass ich ihm wichtig bin. Ich frage mich immer, ob das am Ende nicht das Wichtiger ist als die Gefühlsduselei, die ich mir ab und an mal wünsche?! Ich weiß es nicht.

    Ich werde berichten.

    Jetzt wünsche ich Dir und den anderen hier im Forum erstmal schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch.

    Liebe Grüße… Tina
  30. zitierenSensibelchen schreibt am 31.01.2010 um 11:10 Uhr:Hallo, durch Zufall bin ich hier gelandet, und muss sagen ich war überrascht wieviel parallelen es bei mir und ihm gibt.
    Ich versuche es möglichst kurz zu halten,kann aber für nichts garantieren ;-) weil es schon so lange geht.Kennengelernt haben wir uns vor 11 jahren,er hat mich angesprochen,weil wir Hunde im gleichen alter haben.
    Sagte ihm wo ich wohne und schon am nächsten Tag stand er vor der Tür.
    Wir telefonierten,er fuhr mich wohin und schien sehr bemüht...nach ca 2 Wochen war er total abweisend..und ich war verknallt...hatte es ihm nicht gesagt.Ich bin tierisch ausgeflippt,und als entschuldigung stand ich bei ihm dann vor der Tür,er lud mich ein zum Fil gucken..nach ein paar Std kam es wie es kommen musste,nein wir hatten nur was mündliches..lol
    danach war er noch beschissener,verleugnete sich usw.Habe ihm daraufhin nen Brief geschreiben wo ich meine Gefühle offen legte,Sein lapidarer Kommentar;warum passiert mir das immer.Ich war baff..wenn er mir keine hoffnungen gemacht hätte,hätte ich mich sicher nicht dazu hinreissen lassen.
    Jedenfalls war er dann kurz danach mit einer freundin von mir zusammen.die beiden leugneten es aber(habe dann von der aktuellen erfahren das seine Ex von ihm schwanger ist)nach Tagen,dieser albernen Show ist mir wieder der Kragen geplatzt.Hat beide angeschrien und mich verabschiedet.Nach nem Monat fing er mich ab und war so anhänglich,dass ich wieder Feuer&Flamme war...alles nur heisse Luft...wir hatten ab und an mal was miteinander,merkwürdig,er küsste mich nie und geschlafen haben wir auch nicht miteinander.Die beiden waren nach knapp 2 Jahren getrennt,er hat ihr nachgestellt und wir hatten hin und wieder was miteinander,vielleicht 1 mal im halben Jahr.Ansonsten hatten wir stress,und er ignorierte mich wieder.Vor 3 Jahren zog er in eina andere Stadt,ich dachte alles wird gut..aus den Augen aus dem Sinn.Ich vermisste ihn schrecklich.nach nem Halben Jahr wo es mir soweit gut ging,meldete er sich wieder und bot mir nen Job bei nem Bekannten von ihm an.Vorstellung war an meinem Geb,er kam auch,sein merkwürdiger Kumpel erzählte irgendwelche geschichten von gemeinsamen Puffbesuchen und ner Frau die er geschwängert hatte.
    Später am Abend fing mich sein Kumpel ab und fragte was ich für ihn empfinde würde..usw..er sagte was Gefühle bei Ihm betrifft hätte er nen Stock im Arsch.Er fuhr mich nach hause und ich war wieder hin&her gerissen.Teilte ihm das auch mit,auch was sein Kumpel alles gesagt hat,er ignorierte mich wieder.Ein halbes Jahr später traf ich ihn auf nem Konzert wieder,ich stand draussen um eine zu Rauchen,mein Handy klingelte,ohne Nr.er war dran.Sagte,er gibt ein aus und wir quatschtenmer meinte er wäre nur da weil er wüsste dass ich auch da bin,"wo sind hier die Smileys dem die Augen rausfallen"??Moserte während des Konzerts nur rum,ich motzte ihn an, er solle doch gehen wenns ihm nicht gefällt und weg war er.5 Minuten später kam er wieder Konzert war zu ende,er fuhr mich nach Hause,er hätte noch Filme,ob ich mir die schnell überspielen will usw.Nein,wollte ich nicht.Zuhause hab ich mich an den Pc gesetzt und er war on mit nem neuen Namen,hab ihm gesagt wie meine msn Adresse ist.Chatteten 3 Std lang..danach ignorierte er mich wieder ein Jahr lang.Ich hab ihm alle paar Wochen oder Monate mal ne Email geschrieben oder Sms..nie kam ne reaktion.
    Letzten Monat,bot er plötzlich auf ne Ebay Auktion von mir mit.Er weiss das ich es war,hatte den Artikel gekauft,und sich dann aber nicht mehr gemeldet..Habe ihn dann angerufen und er sagte,machen wir schon.
    Wieder keine Reaktion.Schrieb ihm dann über Ebay dass ich die Gebühren wieder haben wolle,er musste dazu seine zustimmung geben,da konnte er sich nicht mal 5 Std später melden,dass er das ablehnt.Er schrieb was das solle,er sagte doch er würde es abholen.Hat er mir nicht gesagt.Jedenfalls hat er auf meine Emails geantwortet,eine die ich ihm schrieb war, er ist wie der Opa aus Dennis,oder Oben,ständig grummelig und genervt aber man hat sie dennoch lieb, er hat tatsächlich selbst eine geschrieben,wenn auch nur 1 Satz,meinen Geburtstag hat er ignoriert,vor 3 Tagen.
    Ich war lustig hab ihn angerufen und gesagt,gut dass ich dich noch erreiche somit kanste mir ja noch gratulieren :-).Er fand es auch lustig,sagte aber dann, alles gute.
    Hatte vorher noch ne Email geschrieben,bezüglich erwartungen und was ich bekommen habe.Er schrieb,als trost gratuliere nicht mal meiner Familie.
    Dann noch nen blöden Satz,ich solle vernünftig bleiben,und man reift ja mit dem Alter.Ich fragte daraufhin;hey war das etwa ne verteckte Beleidigung und du findest mich unreif,er schrieb,nee schreibe garnichts mehr,immer ist irgendwas...Tja seitdem ignoriert er mich wieder.Habe ihm aufs Band gesprochen dass ich das meinte mit ist mir zu anstrengend immer nachdenken zu müssen,kann ich das jetzt sagen,wird das evtl wieder falsch verstanden.Sagte ich ihm nachdem er die Auktion ignorierte.Was soll ich nur davon halten,findet er mich einfach scheisse,und seine Freundin ist weg,und er kennt mich jetzt wieder,oder empfindet er genauso für mich wie ich für ihn und er kann das nicht akzeptieren.ER hätte mich ja genauso gut weiterhin ignorieren können,hatte er ja schon 1 jahr lang.Danke fürs lesen..Grüsse
  31. zitierenMocca schreibt am 30.11.2010 um 21:22 Uhr:Hallo!
    Schade dass hier kaum noch jmd schreibt. Hoffe, Ihr seid entweder gut aus der Beziehung rausgekommen oder habt gelernt, damit umzugehen (was mehr als schwierig ist)

    VG
    Mocca
  32. zitierenCafissimo schreibt am 05.12.2010 um 00:11 Uhr:Hallo ihr,

    ich bin neu hier und hoffe dass wir uns hier etwas austauschen können...Ich habe viele der Beiträge gelesen und erkenne meinen gerade-seit-10-Tagen-Ex-Freund wirklich wieder. In so vielem was hier geschrieben wurde...Auch er hat grundlos Streit gesucht, und immer dann wenn ich dachte es ist alles so schön zwischen uns, hat er sich wieder zurückgezogen...Und jedes Jahr im Oktober/November hat er auf einmal, ohne Vorwarnung oder Anzeichen die Beziehung beendet...Im Frühjahr haben wir uns dann immer wieder ganz langsam angenähert...Und waren dann auch wieder fest zusammen. Und der Sommer war dann auch immer wunderbar, er hat mich auch immer mitgenommen, zu Familien-oder Freundestreffen. Ja und dieses Jahr dachte ich irgendwie wir haben es geschafft und er weiß was er an mir hat...Und doch ist es wieder genauso gekommen. Er sagt seine Gefühle sind weniger geworden und jetzt fühlt er gar nichts mehr...Ziemlich genau dieselben Worte, die er auch die Jahre davor verwendet hat...

    Es ist für mich so unendlich verletzend, dass er mich wieder nicht sehen will und sagt ich solle ihne in Ruhe lassen. Ich quäle mich mit Selbstvorwürfen, was ich falsch gemacht habe / warum er einfach nicht dauerhaft mit mir glücklich sein kann oder will.

    Von heute auf morgen wird einem so der Boden unter den Füßen weggerissen. Man fragt sich: war die ganze Zeit denn nichts wert? Wieso wird er immer wieder von diesen Gefühlen überrant, dass das mit uns nicht das Richtige ist und kommt dann aber doch wieder zurück zu mir?

    LG.
  33. zitierenGreen_Fire schreibt am 07.12.2010 um 13:49 Uhr:...ich weiss nicht, wie ich hier hingeraten bin - aber jetzt bin ich völlig gefesselt. Ich bin sein ca. 4 Jahren mit einem Mann "zusammen", der unter starken Beziehungsängsten leidet - und das hier kommt mir vor wie ein Spiegel. Ich
    bin nicht alleine mit diesem Problem. Ich danke allen, die hier darüber geschrieben haben. So langsam bekomme ich einen Begriff davon, was sich schon so lange in meinem Leben abspielt, ohne das ich es hätte benennen können. Ich hab mich so lange nur benutzt gefühlt, gezweifelt - und unendlich geliebt und gelitten. Hier kann ich so viel lernen. Es ist schwer, so einen Mann so sehr zu lieben.
  34. zitierenGreen_Fire schreibt am 08.12.2010 um 12:41 Uhr:Dieses "das passt nicht, weil SIE nicht die Richtige ist" ist wohl die typischte Art sich die eigene Flucht zu begründen, oder? Das hab ich mit IHM schon tausendmal erlebt. Eine Erklärung, um nicht weiterdenken zu müssen.
    Schlimm finde ich persönlich diese ständigen Absagen wenn wir uns verabredet haben. Von 3 Verabredungen sagt er 2 in letzter Sekunde ab, mit den unterschiedlichsten Ausreden. Meist bin ich dann schon fix und fertig, Kaffeetisch ist gedeckt o.ä. und in letzter Sekunde die Absage per SMS. Ich nehme an, er kriegt dann einfach Panik.
    Ich bin dann jedes mal völlig fertig, weil ich mich über mich selbst ärgere, das ich schon wieder drauf reingefallen bin.
  35. zitierenCafissimo schreibt am 10.12.2010 um 12:17 Uhr:Hallo Green-Fire,

    danke für deinen Beitrag. Ich bin auch froh, dass man hier sein Leid in gewisser Art "teilen" kann. Das tut sehr gut, weil ihr genau wisst wovon ich spreche...

    Ja, ich denke auch dass es irgendwie für IHN leichter ist, sich einzureden, dass ich einfach die Falsche für ihn bin. Nur was nützt einem diese Erkenntnis? Leider gar nichts...Weil er eben einfach das Thema im Moment verdrängt...Ich glaube es zu verdrängen ist für ihn um vieles einfacher. Er setzt sich einfach gar nicht "so richtig" damit auseinander. Aber das kann doch nicht gut sein. Für ihn nicht und für mich natürlich auch nicht . Ich komme nicht damit klar, dass er keinen Kontakt mehr zu mir haben will...Und habe ganz fürchterliche Angst, dass diese "Pause" diesmal für immer sein könnte !
  36. zitierenNic schreibt am 04.04.2011 um 13:33 Uhr:Hallo zusammen,

    dann reihe ich mich mal hier ein als EX-Partnerin eines Beziehungsängstlichen.

    Im November 2010 habe ich ihn per Zufall im Internet kennengelernt. Wir waren beide zu der Zeit in unglücklichen Beziehungen. Ich hatte eine fast 16 Jährige Beziehung mit nem Eisblock und er 5 Jahre Terror mit ner Borderlinerin (sie hat ihn nachts gewürgt, ist auf ihn losgegangen und hat auf ihn eingeschlagen, ihn bespuckt und verbal runter gemacht...ich habs selber einmal miterlebt). Wir haben fast täglich geschrieben...mit Cam gechattet. Die Gespräche drehten sich oft darum, wie wir beide uns eine glückliche Beziehung vorstellen...wir hatten so viele Gemeinsamkeiten. Er hat mir so warm in die Augen geschaut...so etwas habe ich noch nie erlebt. Nach ein paar Tagen sagte er mir, wie sehr er mich liebt...für mich eine ganz neue Erfahrung und ich hab mein Herz an ihn verloren. Dann ist seine Ex-Freundin ungefragt bei ihm eingezogen...er ist so der Typ, ich steck den Kopf in den Sand, dann passiert schon nichts...der Typ Feigling. Wir wollten uns dann an einem Wochenende treffen....das Zimmer war gemietet, die Vorfreude scheinbar auf beiden Seite. Er meldete sich nicht mehr bei mir, ich dachte, er ist im Job eingespannt...fuhr ins Hotel und verbrachte das Wochenende alleine.
    Er kam nicht...sagte nicht ab, es kam nichts von ihm.
    Meine Mails und SMS blieben unbeantwortet.
    Irgendwann um Weihnachten schrieb ich ihm ne SMS und wünschte ihm und seiner Familie schöne Feiertage. Ein paar Tage später meldete er sich...meinte, ich hasse ihn jetzt bestimmt...natürlich tat ich es nicht und das sagte ich ihm auch. Ich hatte bei ihm das Gefühl, er ist "Mein Deckel"...ich hatte mich noch nie im Leben so verliebt.
    Nach ewigem hin und her hatte ich mich vor Silvester endlich von meinem langjährigen Freund getrennt...Ende Januar 2011 fuhr ich 2 Wochen an die Nordsee...das schrieb ich ihm, lud ihn auch in meine Ferienwohnung ein (hatte in der Zeit auch Geburtstag). Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir uns noch nie gesehen...er schrieb mir dann freitags ne sms, ob wir uns sehen wollen....an dem abend. ich hab sofort alles stehen und liegen gelassen...wir trafen uns und uns traf der blitz...sind uns direkt in die arme gefallen und haben uns geküsst. Nun muss ich dazu sagen, dass ich es so kenne, das Männer einem gern direkt die Zunge Richtung Mandeln schieben...das war bei P. nicht so. Zarte Küsse...wir haben uns stundenlang im Arm gehalten und ich hatte immer das Gefühl, ihm gibt es genausoviel Wärme und Geborgenheit wie mir. Waren Kaffee trinken, im Kino und lagen danach die ganze Nacht auf meiner Rückbank...haben in die Sterne geschaut, geknutscht und irgendwann hatte ich das Gefühl, er wollte Sex. Hatte meine Tage...also war da nichts zu machen...zum Glück.
    Als er in seine Wohnung kam, hat er mit seiner Freundin schluss gemacht, ihr gesagt, dass er sich neu verliebt hat und sie innerhalb einer Woche ausziehen soll.
    Mittwoch bis Sonntag besuchte er mich dann an der See...es war traumhaft schön...wir quatschten, kochten zusammen, sassen stundenlang eng aneinandergekuschelt zusammen oder verbrachten die Zeit im Bett. Eingeschlafen sind wir immer ganz eng umschlungen...und ja...wir hatten Sex...ich hab mir nicht solche Gedanken gemacht, da mein Ex mich auch nicht unbedingt angefasst hat. P. verwöhnte mich gerne oral (sorry)...aber mich einfach mal streicheln oder den Körper erkunden...Fehlanzeige. Angeblich kannte er das nicht...Oral fand er bei sich angenehm...aber kommen konnte er dadurch nicht. Trotzdem war es für uns beide schön.
    Er sagte mir immer wieder, wie sehr er mich liebt, dass er mich nie wieder losläßt. Er meinte, dass ich bestimmt bald genug von ihm habe, weil er so verschmust ist...das stimmte auch...er lag gerne in meinem Arm, hat sich streicheln lassen. Dass er mich gerne vom Fleck weg heiraten würde, wenn es in 2 Jahren immer noch so schön zwischen uns wäre...ich sollte sofort zu ihm ziehen, er wollte keinen Tag mehr ohne mich sein. Wow...rasantes Tempo aber ich fand ihn sooooo toll, hatte mich so sehr verliebt und stimmte begeistert zu. (Uns trennen 400 km).
    Die Woche drauf sollte ich zu ihm kommen...sollte so lange bleiben, wie ich wollte. Muss dazu sagen...er ist beruflich sehr stark eingespannt...arbeitet wie ein Pferd, weil er den Traum vom Eigenheim hat, Kinder will (ach ich werd so ne übelst liebe Mama...ab Dezember 2011 wollten wir versuchen schwanger zu werden)...alles bar zahlen will. Er kennt keinen Menschen da oben...hat keine Freunde, außer in seiner alten Heimat (ca 450 km weg) alte Schulkollegen. Sein bester Freund ist doppelt so alt wie er. Mit dem fuhr er auch immer in den Urlaub. Parties oder so...nicht unbedingt. Mal mit Arbeitskollegen in die Sauna oder Fußball spielen...aber eher selten.
    War 5 Tage bei ihm...es war sooo schön. Hab ihn mit zu meiner Familie genommen, die bei ihm um die Ecke wohnen und auch mit zu Freunden. Alle mochten ihn und sahen die Funken, die zwischen uns hin und hersprangen.
    Zum 1.3. sollte ich dann zu ihm ziehen....5 Tage vorher rief er dann bei mir an...druckste rum...er hätte nachgedacht, und es wär vielleicht zu schnell, wenn ich zu ihm ziehe. Ich sagte ihm, ok...dann such ich mir in Deiner Stadt ne Wohnung und wir gehen es langsam an. Das wollte er auch nicht...weil ja seine Ex extra wegen ihm von zu Hause weggegangen ist und er so ein schlechtes Gewissen hat...weil sie gar keinen kennt und jetzt alleine da hockt.
    Ich lenkte ein...bin ja verständnisvoll....und sagte, ok, dann such ich was in meiner gegend und wir führen erstmal ne fernbeziehung. Damit war er einverstanden...fand es toll, und war auch am Wochenende meines Umzugs (1.3.2011) mit dabei. Hat meine Eltern kennengelernt, mit mir bei denen übernachtet...dann die letzte Nacht in meiner neuen Wohnung. Wir waren uns so nah...alles wie immer. Küssten uns, schliefen nackt arm in arm ein. Und das war das letzte mal, dass ich ihn sah.
    Da kommende Wochenende sollte ich zu ihm kommen...wollte Freitag bis Montag bleiben (du kannst so lange bleiben, wie du willst)...Mittwoch rief er mich dann an...sagte er ist auf dem weg zu seinen eltern...die hatte er seit weihnachten nicht mehr gesehen und er muss einfach mal raus. ich war enttäuscht aber hatte verständnis. donnerstags telefonierten wir wieder...da sagte er, er meldet sich in ein paar tagen nochmal...es kam nix mehr
    das wochenende drauf wollte er eigentlich wieder zu mir kommen, weil er keine 30 minuten von mir weg ein seminar am wochenende hatte. er kam nicht...und ich hörte auch nichts. das ist jetzt 3 wochen her...ich schrieb ihm ne sms, dass ich gerne wüßte, woran ich bin...auf zahlreiche sms gabs gar keine reaktion...eine antwort bekam ich diesmal: " nach der trennung von seiner ex fällt es ihm unsagbar schwer sich auf eine beziehung einzulassen. er glaubt, dass er im moment mit der firma verheiratet ist. er hat ehrlich gesagt große angst sich zu binden und jemanden zu lieben. möchte einfach nicht mehr entäuscht werden. ich könne nichts dafür."
    hab ihm angeboten, dass er sich zeit nimmt, um über alles nachzudenken und wir in ein paar wochen nochmal miteinander reden....er fand das ganz toll, wenn was ist, könne ich mich jederzeit melden er freue sich, wenn er von mir liest/ hört.
    es kam nix....die ganzen 3 wochen nicht. schrieb ihm dann vorgestern ne sms, ob er den sonnigen tag mit mir verbringen möchte, da ich bei meiner familie in seiner nähe war.
    gestern...da schrieb er mir per icq, erst totales blabla...dann, als ich fragte, ob wir abends vielleicht telefonieren könnten schrieb er plötzlich: du, ich will ehrlich sein...ich hab jemanden kennengelernt und bin ganz glücklich. seit einer woche"

    ich dachte ich spinne...hab ihm gesagt dass ich das nicht glauben kann...ein paar stunden später hatte er zum 1. mal seit ich ihn kenne ein profilfoto bei icq...er und seine neue.

    wie kann man sich nur so in einem menschen täuschen???? mir sagt er, er kann es nicht und dann gehts plötzlich?

    ich hatte immer das gefühl, dass auf intensive nähe extreme distanz folgte....darauf hatte ich mich notgedrungen eingestellt...er hatte mir ja auch nen anlass gegeben an uns zu zweifeln...außer dass er seine euphorischen versprechungen immer schritt für schritt wieder weggenommen hat.

    ich weiß nicht, was ich seiner neuen wünschen soll...ob sie schnell reißaus nehmen soll. hoffentlich ist es so wie in dem buch "jein"...dass auch sie nicht mehr glück mit ihm hat...

    ich versteh das alles nicht...vor allem per icq...ich war es ihm nichtmal wert, dass er mir schreibt oder anruft.

    übrigens....bei meinem besuch hatte ich dvd's, meinen surfstick, zahnbürste etc bei ihm gelassen...die wollte er mir schon vor 3 wochen zurückschicken...nix. angeblich war er bisher zu faul dazu. jetzt hat er mir gesagt, dass er sie diese woche schickt...

    bin so durcheinander...denke im moment für 10...glaub ich. ich hätte mein leben so gerne mit ihm geteilt...aber wahrscheinlich bin ich ihm viel zu nah gekommen.
    Hat meine Eltern kennen gelernt
  37. zitierenNic schreibt am 04.04.2011 um 13:35 Uhr:Hallo zusammen,

    dann reihe ich mich mal hier ein als EX-Partnerin eines Beziehungsängstlichen.

    Im November 2010 habe ich ihn per Zufall im Internet kennengelernt. Wir waren beide zu der Zeit in unglücklichen Beziehungen. Ich hatte eine fast 16 Jährige Beziehung mit nem Eisblock und er 5 Jahre Terror mit ner Borderlinerin (sie hat ihn nachts gewürgt, ist auf ihn losgegangen und hat auf ihn eingeschlagen, ihn bespuckt und verbal runter gemacht...ich habs selber einmal miterlebt). Wir haben fast täglich geschrieben...mit Cam gechattet. Die Gespräche drehten sich oft darum, wie wir beide uns eine glückliche Beziehung vorstellen...wir hatten so viele Gemeinsamkeiten. Er hat mir so warm in die Augen geschaut...so etwas habe ich noch nie erlebt. Nach ein paar Tagen sagte er mir, wie sehr er mich liebt...für mich eine ganz neue Erfahrung und ich hab mein Herz an ihn verloren. Dann ist seine Ex-Freundin ungefragt bei ihm eingezogen...er ist so der Typ, ich steck den Kopf in den Sand, dann passiert schon nichts...der Typ Feigling. Wir wollten uns dann an einem Wochenende treffen....das Zimmer war gemietet, die Vorfreude scheinbar auf beiden Seite. Er meldete sich nicht mehr bei mir, ich dachte, er ist im Job eingespannt...fuhr ins Hotel und verbrachte das Wochenende alleine.
    Er kam nicht...sagte nicht ab, es kam nichts von ihm.
    Meine Mails und SMS blieben unbeantwortet.
    Irgendwann um Weihnachten schrieb ich ihm ne SMS und wünschte ihm und seiner Familie schöne Feiertage. Ein paar Tage später meldete er sich...meinte, ich hasse ihn jetzt bestimmt...natürlich tat ich es nicht und das sagte ich ihm auch. Ich hatte bei ihm das Gefühl, er ist "Mein Deckel"...ich hatte mich noch nie im Leben so verliebt.
    Nach ewigem hin und her hatte ich mich vor Silvester endlich von meinem langjährigen Freund getrennt...Ende Januar 2011 fuhr ich 2 Wochen an die Nordsee...das schrieb ich ihm, lud ihn auch in meine Ferienwohnung ein (hatte in der Zeit auch Geburtstag). Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir uns noch nie gesehen...er schrieb mir dann freitags ne sms, ob wir uns sehen wollen....an dem abend. ich hab sofort alles stehen und liegen gelassen...wir trafen uns und uns traf der blitz...sind uns direkt in die arme gefallen und haben uns geküsst. Nun muss ich dazu sagen, dass ich es so kenne, das Männer einem gern direkt die Zunge Richtung Mandeln schieben...das war bei P. nicht so. Zarte Küsse...wir haben uns stundenlang im Arm gehalten und ich hatte immer das Gefühl, ihm gibt es genausoviel Wärme und Geborgenheit wie mir. Waren Kaffee trinken, im Kino und lagen danach die ganze Nacht auf meiner Rückbank...haben in die Sterne geschaut, geknutscht und irgendwann hatte ich das Gefühl, er wollte Sex. Hatte meine Tage...also war da nichts zu machen...zum Glück.
    Als er in seine Wohnung kam, hat er mit seiner Freundin schluss gemacht, ihr gesagt, dass er sich neu verliebt hat und sie innerhalb einer Woche ausziehen soll.
    Mittwoch bis Sonntag besuchte er mich dann an der See...es war traumhaft schön...wir quatschten, kochten zusammen, sassen stundenlang eng aneinandergekuschelt zusammen oder verbrachten die Zeit im Bett. Eingeschlafen sind wir immer ganz eng umschlungen...und ja...wir hatten Sex...ich hab mir nicht solche Gedanken gemacht, da mein Ex mich auch nicht unbedingt angefasst hat. P. verwöhnte mich gerne oral (sorry)...aber mich einfach mal streicheln oder den Körper erkunden...Fehlanzeige. Angeblich kannte er das nicht...Oral fand er bei sich angenehm...aber kommen konnte er dadurch nicht. Trotzdem war es für uns beide schön.
    Er sagte mir immer wieder, wie sehr er mich liebt, dass er mich nie wieder losläßt. Er meinte, dass ich bestimmt bald genug von ihm habe, weil er so verschmust ist...das stimmte auch...er lag gerne in meinem Arm, hat sich streicheln lassen. Dass er mich gerne vom Fleck weg heiraten würde, wenn es in 2 Jahren immer noch so schön zwischen uns wäre...ich sollte sofort zu ihm ziehen, er wollte keinen Tag mehr ohne mich sein. Wow...rasantes Tempo aber ich fand ihn sooooo toll, hatte mich so sehr verliebt und stimmte begeistert zu. (Uns trennen 400 km).
    Die Woche drauf sollte ich zu ihm kommen...sollte so lange bleiben, wie ich wollte. Muss dazu sagen...er ist beruflich sehr stark eingespannt...arbeitet wie ein Pferd, weil er den Traum vom Eigenheim hat, Kinder will (ach ich werd so ne übelst liebe Mama...ab Dezember 2011 wollten wir versuchen schwanger zu werden)...alles bar zahlen will. Er kennt keinen Menschen da oben...hat keine Freunde, außer in seiner alten Heimat (ca 450 km weg) alte Schulkollegen. Sein bester Freund ist doppelt so alt wie er. Mit dem fuhr er auch immer in den Urlaub. Parties oder so...nicht unbedingt. Mal mit Arbeitskollegen in die Sauna oder Fußball spielen...aber eher selten.
    War 5 Tage bei ihm...es war sooo schön. Hab ihn mit zu meiner Familie genommen, die bei ihm um die Ecke wohnen und auch mit zu Freunden. Alle mochten ihn und sahen die Funken, die zwischen uns hin und hersprangen.
    Zum 1.3. sollte ich dann zu ihm ziehen....5 Tage vorher rief er dann bei mir an...druckste rum...er hätte nachgedacht, und es wär vielleicht zu schnell, wenn ich zu ihm ziehe. Ich sagte ihm, ok...dann such ich mir in Deiner Stadt ne Wohnung und wir gehen es langsam an. Das wollte er auch nicht...weil ja seine Ex extra wegen ihm von zu Hause weggegangen ist und er so ein schlechtes Gewissen hat...weil sie gar keinen kennt und jetzt alleine da hockt.
    Ich lenkte ein...bin ja verständnisvoll....und sagte, ok, dann such ich was in meiner gegend und wir führen erstmal ne fernbeziehung. Damit war er einverstanden...fand es toll, und war auch am Wochenende meines Umzugs (1.3.2011) mit dabei. Hat meine Eltern kennengelernt, mit mir bei denen übernachtet...dann die letzte Nacht in meiner neuen Wohnung. Wir waren uns so nah...alles wie immer. Küssten uns, schliefen nackt arm in arm ein. Und das war das letzte mal, dass ich ihn sah.
    Da kommende Wochenende sollte ich zu ihm kommen...wollte Freitag bis Montag bleiben (du kannst so lange bleiben, wie du willst)...Mittwoch rief er mich dann an...sagte er ist auf dem weg zu seinen eltern...die hatte er seit weihnachten nicht mehr gesehen und er muss einfach mal raus. ich war enttäuscht aber hatte verständnis. donnerstags telefonierten wir wieder...da sagte er, er meldet sich in ein paar tagen nochmal...es kam nix mehr
    das wochenende drauf wollte er eigentlich wieder zu mir kommen, weil er keine 30 minuten von mir weg ein seminar am wochenende hatte. er kam nicht...und ich hörte auch nichts. das ist jetzt 3 wochen her...ich schrieb ihm ne sms, dass ich gerne wüßte, woran ich bin...auf zahlreiche sms gabs gar keine reaktion...eine antwort bekam ich diesmal: " nach der trennung von seiner ex fällt es ihm unsagbar schwer sich auf eine beziehung einzulassen. er glaubt, dass er im moment mit der firma verheiratet ist. er hat ehrlich gesagt große angst sich zu binden und jemanden zu lieben. möchte einfach nicht mehr entäuscht werden. ich könne nichts dafür."
    hab ihm angeboten, dass er sich zeit nimmt, um über alles nachzudenken und wir in ein paar wochen nochmal miteinander reden....er fand das ganz toll, wenn was ist, könne ich mich jederzeit melden er freue sich, wenn er von mir liest/ hört.
    es kam nix....die ganzen 3 wochen nicht. schrieb ihm dann vorgestern ne sms, ob er den sonnigen tag mit mir verbringen möchte, da ich bei meiner familie in seiner nähe war.
    gestern...da schrieb er mir per icq, erst totales blabla...dann, als ich fragte, ob wir abends vielleicht telefonieren könnten schrieb er plötzlich: du, ich will ehrlich sein...ich hab jemanden kennengelernt und bin ganz glücklich. seit einer woche"

    ich dachte ich spinne...hab ihm gesagt dass ich das nicht glauben kann...ein paar stunden später hatte er zum 1. mal seit ich ihn kenne ein profilfoto bei icq...er und seine neue.

    wie kann man sich nur so in einem menschen täuschen???? mir sagt er, er kann es nicht und dann gehts plötzlich?

    ich hatte immer das gefühl, dass auf intensive nähe extreme distanz folgte....darauf hatte ich mich notgedrungen eingestellt...er hatte mir ja auch nen anlass gegeben an uns zu zweifeln...außer dass er seine euphorischen versprechungen immer schritt für schritt wieder weggenommen hat.

    ich weiß nicht, was ich seiner neuen wünschen soll...ob sie schnell reißaus nehmen soll. hoffentlich ist es so wie in dem buch "jein"...dass auch sie nicht mehr glück mit ihm hat...

    ich versteh das alles nicht...vor allem per icq...ich war es ihm nichtmal wert, dass er mir schreibt oder anruft.

    übrigens....bei meinem besuch hatte ich dvd's, meinen surfstick, zahnbürste etc bei ihm gelassen...die wollte er mir schon vor 3 wochen zurückschicken...nix. angeblich war er bisher zu faul dazu. jetzt hat er mir gesagt, dass er sie diese woche schickt...

    bin so durcheinander...denke im moment für 10...glaub ich. ich hätte mein leben so gerne mit ihm geteilt...aber wahrscheinlich bin ich ihm viel zu nah gekommen.

    vielen dank fürs lesen

    lieben gruß
    nic
  38. zitierenDanae schreibt am 10.05.2011 um 00:14 Uhr:Hallo zusammen!
    Als ich auf der Suche nach ein paar Antworten war, bin ich auf diese Seite gestoßen.
    Ich bin seit drei Monaten mit jemandem zusammen, der starke Bindungsangst hat. Anfangs wollte er gar nicht zu mir stehen, sagte immer, wir wären nicht wirklich zusammen und solche Dinge. Inzwischen steht er einigermaßen dazu. Jedoch ist es so, dass er sich ständig widersprüchlich verhält. Er macht eigentlich alles, um mich loszuwerden. Er sagt, er ruft an, macht es nicht, er meldet sich einfach tagelang nicht. Er will mich nie besuchen, ich muss zu ihm kommen. Dann läuft immer der Fernseher, so dass selten mal eine richtige Unterhaltung aufkommt. Wenn wir dann gerade mal angeregt über irgendwas sprechen, bricht er das Gespräch plötzlich ab, macht wieder den TV an, spielt mit seinem Handy, geht an den PC usw. Und wenn wir mal kuscheln (was nicht sooo häufig ist, da er sowas kaum zulässt), dann kommt es sehr oft vor, dass er mich aus heiterem Himmel aus der Wohnung wirft, weil er schlafen will oder irgendwas anderes zu tun hat. Wir haben übrigens noch nie zusammen übernachtet. Er sagt, er kann das nicht.
    Auf der anderen Seite jedoch sagt er, er würde mich lieben und vermisst mich ständig. Außerdem hat er teilweise regelrecht Panik, ich könnte ihn verlassen und mir einen anderen Mann suchen oder ihn betrügen. Wenn ich nur mal einen Mann erwähne, ob Kollege oder Bekannter, dann wird er schon eifersüchtig.

    Ein heikles Thema ist auch der Sex: Anfangs konnte er mich gar nicht schnell genug ins Bett kriegen. Auch jedesmal, wenn ich da war, wusste ich, wie es laufen wird. Sobald die Sendung im TV zu Ende war, wollte er Sex. Und er kam immer direkt zur Sache. Sowas wie ein Vorspiel kennt er nicht. Inzwischen hat sich das radikal geändert. Er will so gut wie gar nicht mehr. Und wenn es dann mal dazu kommt, dann müssen wir mittendrin abbrechen, weil nix mehr geht, wenn ihr versteht, was ich meine. Er meidet immer mehr jeglichen Körperkontakt und küsst mich auch kaum noch. Andererseits kann er aber auch nicht von mir lassen, will mich dann unbedingt sehen.
    Ich leide wirklich massiv darunter, aber jeder Versuch, mit ihm darüber zu sprechen, wird abgeblockt. Fast immer kommt dann der Spruch: "Ich bin halt so". Ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll. Ich mag ihn sehr und komme trotz allem nicht von ihm los. Inzwischen bin ich selbst verunsichert. Eigentlich bin ich schon selbstbewusst, auch in sexuellen Dingen, hatte da noch nie Probleme, aber durch sein merkwürdiges Verhalten zweifle ich langsam an mir selbst.
    Was kann ich tun, um ihm zu helfen? Ich merke ja auch, dass er selbst nicht glücklich ist.....
  39. zitierenSilvy schreibt am 20.05.2011 um 21:12 Uhr:Ich war mit meinem zwei Monate zusammen, ich kann nur bestätigen Zärtlichkeiten aufgesaugt wie ein Schwamm und genossen ohne Ende . Aber zurückgeben Fehlanzeige nix zu machen und wenn dann nur ganz kurz , am liebsten mochte er es auch Oral oder aber von Hinten wegen der Macht . Sein Problem war aber noch tiefer .... , er hat zwar auch bei mir übernachtet aber nur gekuschelt und in meinem Arm gelegen , sich dann aber immer mal wieder weggedreht auf den Bauch , dann hab ich mich auch weggedreht und er kam wieder an ..... oder er hat es genossen das ich seinen Rücken gestreichelt hab ..... ich hab jedoch immer Pech gehabt weil er mir nix zurückgeben konnte , damals dachte ich noch was ein Egoist .... bis mich meine Arbeitskollegin auf die Bindungsstörung angesprochen hat und mir das Buch Jein mitgebracht hat ... da wurde mir einiges Klar .....das größte Problem war jedoch das er schwierigkeiten hatte das sein bestes Stück überhaupt steif wurde , das hatten wir fast jedes Mal das Problem , er meinte er kennt das schon das wäre immer so wenn er ne neue Freundin hat würde aber bei jedem Mal besser werden ..... übel auch das er nach jeder verbrachten Nacht spätenstens nach dem Frühstück weg musste kein kuscheln kein Kuss mehr aufstehen Frühstücken ... flüchten

    Am Schlimmsten war für mich jedoch die Nacht wo er mit mir die ganze Nacht nur gekuschelt hat und gegen morgen um 7.00 wollte er dann doch noch sex jedoch nur schnell rein , kommen und dann Flucht weil er ja jemanden helfen musste und pünktlich beim Umzug sein musste .... da kam ich mir dann ziemlich ausgenutzt vor ....später kam dann die Sexverweigerung, selbst verführen konnte man ihn dann nicht man hat ihn gestreichelt er war erregt aber ließ sich nicht darauf ein ..... eigentlich können sie einem nur Leid tun .... :-( Aber ich will so einen Nie wieder ....
  40. zitierenDanae schreibt am 10.07.2011 um 12:47 Uhr:Hallo nochmal!
    Jetzt bin ich mit meinem beziehungsängstlichen Freund 5 Monate zusammen, aber wirklich besser ist es nicht. Zwischenzeitlich kam raus, dass er mich, kurz, nachdem wir zusammen waren, betrogen hatte. Er hat total gelitten, nachdem er mir das beichtete, da er Angst hatte, ich könnte ihn verlassen. Naja, ich habe ihm dann doch verziehen. Und danach klappt es auch erstmal viel besser zwischen uns. Er bemühte sich auf einmal, suchte mehr Nähe, sprach plötzlich offen mit mir. Ich dachte erst, dass sein Betrug in diesem Fall vielleicht etwas Gutes hatte, da er nun scheinbar zu merken scheint, dass ich ihm doch etwas bedeute. Naja, leider hielt das nicht so lange an. Inzwischen ist es wieder wie gehabt. Er hält mich meistens fern von sich, ich lebe quasi nur noch für die Momente, in denen er sich mir dann doch mal annähert. Außerdem fühle ich mich total ausgenutzt. Er verpulvert ständig sein Geld für irgendwelchen unnötigen Mist und hat dann nichts mehr zum Leben übrig. Also nervt er mich dann immer so lange, bis ich ihm Nahrungsmittel kaufe. Nun hat er es geschafft, dass ich mich auch noch verantwortlich für ihn fühle. Insgesamt ist er weiterhin total passiv, alles geht von mir aus. Ich muss immer alles regeln, weil er zu bequem ist. Was den Sex angeht, der ist so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Egal, was ich mache, er will einfach nicht. Andererseits will er mich ständig sehen, am liebsten jeden Tag. Ich bin in einer totalen Zwickmühle. Ich habe durchaus Gefühle für ihn, denn er kann wirklich sehr nett und liebevoll sein, wenn er gerade will. Ich kann ihn einfach nicht verlassen, soweit bin ich noch nicht. Ich habe weiterhin die Hoffnung, dass es besser wird. Naja, aber er lässt mich emotional so sehr verhungern, dass ich kurz davor bin, untreu zu werden. Ich bin noch nie fremdgegangen und habe das bisher immer verurteilt und jetzt denke ich selbst darüber nach. Ich kenne einen Mann, mit dem ich früher mal was hatte. Eine Beziehung mit ihm kommt nicht in Frage, weil wir so gar nicht zusammenpassen. Sexuell war er allerdings immer eine Offenbarung. Ja, und dieser Mann hat sich wieder gemeldet und würde mich gerne wiedersehen.....Ich bin hin und hergerissen. Ich will meinen Freund nicht verletzen, aber ich bin es so verdammt leid, immer zurückgewiesen zu werden. Ich habe schon so viele Gespräche geführt, habe schon so oft gesagt, dass ich mehr emotionale und körperliche Nähe brauche. Wir haben darüber gesprochen, wie man es besser machen könnte, aber es ändert sich einfach nichts. Dabei weiß ich, dass mein Freund wirklich Gefühle für mich hat. Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich tun soll.....
  41. zitierendaniela boellis schreibt am 02.09.2011 um 15:36 Uhr:Hallo an Alle, es ist wirklich interessant zu lesen was ihr so schreibt und vor allem, ist es genau das Gleich was mir widerfahren ist.(2mal schon in einem Jahr). Deshalb stecke ich gerade in einer Depression und komme nicht herraus. Es waren 2 verschieden Partner, wobei der 1. nicht mehr relevant ist. Wichtig ist der jetzige, der sich leider vor 4 Wochen getrennt hat und ich jetzt abgestürzt bin.
    Habe ihn vor 9 Monaten beim Skifahren kennen gelernt, am Anfang war es nur ein Wochenende, aber er ging mir nicht aus dem Kopf, also habe ich ihn kontaktiert und ihn besucht(lebt ihn Österreich). Als ich bei ihm ankam , dachte ich mich trifft der Schlag, lagen auf dem Boden Bücher über Beziehungsangst. Als ich ihn darauf Ansprach kam nur zögerlich dass er glaubt ein Problem zu haben(ist aber in Psych. Behandlung). Haben sehr viel darüber geredet, wusste ja über das Thema von meinem ex bescheid, hatte auch die gleichen Bücher wie er daheim. Nachdem er mir immer wieder sagte, dass er soweit ist und ne feste Beziehung wil, lies ich mich auf ihn ein. Sagte aber immer zwischen wollen und können stecken 2 Paar Schuhe, er meinte er kann es diesmal. Kurze Zeit ging es auch wirklich gut, dann hat von einem zum nächsten Tag alles zerstört. Er war sich über uns nichtmehr sicher, hat, wenn er bei mir war Gründe zum streiten gesucht bevor er gehen musste, wenn ich bei ihm war und gehen musste war er traurig. Er zog sich immer mehr zurück, aber nur emotional, haben uns jedes2. WE gesehen, waren 2 mal im Urlaub wo sehr schön war, hatte nie das Gefühl dass er sich vor mir zurückzog. Obwohl manchmal wollte er kein Sex, sondern lieber kuscheln. Im Juni hatte ich ein ernstes Gespräch mit ihm und er war auch sehr traurig, da von ihm nie ne liebe Sms kam, oder mir sagte dass er mich lieb hat, ging immer von mir aus. Es kam weiterhin nichts, worauf ich ihm 1 Monat später noch ne Email geschrieben habe, dass es so nimmer weitergeht-daraufhin hat er dann 1 Tag später Schluss gemacht über skype, kam aber ne Woche später zu mir um zu Reden. Geredet habe ich und er meinte dann nur, dass die Gefühle für mich nicht ausreichen würden. Habe vesucht ihm zu erklären dass ich da bin, er da aber alleine durch muss, aber er ist nicht drauf eingegangen. Er meinte nur er weiss wie sich das anfühlen muss und bei mir hätte es sich nicht so angefühlt, wäre eher ne Kameradin gewesen. Und er wüsste nicht gegen was er kämpfen solle, denn er habe ja kein Problem!!!! MUsste ihn ziehen lassen, habe seit 3 Wochen nichts gehört. Würde gerne wissen ob er sich mit der psychologin auseinandersetzt, ob er über uns nachdenkt oder verdrängt. Er hatte einige Beziehungen, davon glaub 1 mal 3 Jahre ging, viele Fernbez. die nicht lange hielten und er war einmal für 1 Jahr verheiratet.
    Was meint ihr dazu??? Hab ich ne chance dass er zurückkommt wenn er weit genug davongelaufen ist, soll ich mich melden oder warten??? Bin total verzweifelt!!! Wie fühlt sich ein Beziehungsphobiker wenn man sich bei ihm meldet???
  42. zitierenMona schreibt am 07.09.2011 um 14:27 Uhr:
    Hallo Sylvie,

    sag mir mal den Vornamen von Deinem Freund. Es kommt mir fast vor, als hätten wir den gleichen Typen gehabt.

    Lg
    Mona
  43. zitierenNise schreibt am 11.09.2011 um 20:02 Uhr:Wow...es ist echt verdammt tröstend, wenn man feststellt, dass man nicht die Einzige ist der sowas widerfährt. Wobei bei mir auch verschärfte Umstände gelten, da ich selber auch noch unter Bindungsangst leide....alles echt super zutreffend! Wie war das nochmal...Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung ;-)!
  44. zitierenDaniela schreibt am 12.09.2011 um 21:12 Uhr:Hallo, scheinen hier nichtmehr viele zu schreiben, hätte irgendwie gerne irgendeinen Ratschlag erhalten, weiss nichtmehr weiter, hätte ihn gern zurück!!! Melden oder nicht melden????

    Grüssle Dani
  45. zitierenSadeyes schreibt am 13.09.2011 um 00:26 Uhr:Hallo Dani,
    ich kann Dir gerne antworten. Bin mir aber nicht sicher, ob es Dir wirklich gefallen wird...
    Ich kann Dir nur raten, Dich nicht bei ihm zu melden. Und das hat auch gleich zwei Gründe.
    1. Wenn er Bindungsangst hat, dann bedeutet das ja, dass er sich viel schneller bedrängt fühlt, als jemand ohne Bindungsangst. Wenn er etwas aus freien Stücken tun kann, dann fühlt er sich viel wohler. Und er wird sicherlich auch seine Gründe haben, warum er sich nicht meldet. Ich denke, die Chance, dass er sich von Deinem Anruf bedrängt fühlen könnte, als dass es das Gegenteil bewirkt (dass Ihr wieder ein Paar werdet), sind vielfach höher.
    2. Ich denke, dass es auch Dir besser tut, wenn Du Dich nicht meldest. Hast Du Dir denn mal überlegt, warum Du ihn überhaupt zurück möchtest? Du schreibst, dass seine Beziehungen alle maximal drei Jahre gedauert haben, seine Ehe ein Jahr. Und nach dem, was Du beschreibst, war die Beziehung ja auch nicht so einfach. Ist es das, was Du Dir unter einer Beziehung vorstellst? Dauerhaft? Manchmal denke ich, dass wir Frauen, wenn wir verliebt sind, dazu neigen, einfach all das auszublenden, was uns nicht gefällt. Wir wollen nur gefallen, ohne uns zu fragen, wo eigentlich unsere Wünsche und Vorstellungen bleiben.
    Vielleicht macht Dir auch das alles, was Du beschrieben hast, nichts aus und Deine Vorstellungen einer Beziehung decken sich mit dem, was er bisher hatte. Ich kenne Dich ja nicht und kann das nicht beurteilen.
    Ich denke einfach nur, dass Du ganz genau (und vor allem ehrlich) in Dich hineinhören solltest, was Du möchtest in einer Beziehung und schauen, ob es wirklich realistisch ist, dass er Dir das bieten kann.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück, wie auch immer Du Dich entscheidest. Und dass Du irgendwann die Liebe findest, die Dich glücklich macht!
    Wenn Du magst, lass uns wissen, wie es Dir ergangen ist.
    Liebe Grüße
    Sadeyes
  46. zitierenDaniela schreibt am 13.09.2011 um 16:21 Uhr:Hallo, lieben Dank für deine Antwort.
    Liebe ihn halt sehr, die Beziehung ansich war sehr schön, er ist ein lieber, einfühlsamer Mensch. Nur manchmal kam zur Sprache dass er sich mit uns unsicher ist und das 5 Monate lang zu hören, dachte es wird schon werden, aber bei nem Beziehungsphobiker wohl nicht, trotz Theraphie!!!

    Grüssle Dani
  47. zitierenSadeyes schreibt am 13.09.2011 um 16:44 Uhr:Bindungsphobiker können auch durchaus liebevolle, einfühlsame Menschen sein. Manchmal frage ich mich, ob das nicht auch einen Teil der Angst ausmacht. Eben weil sie sehr empfindsame Menschen sind, sind die Ängste so groß... sprich mangelndes Selbstbewußtsein oder Selbstliebe, etc.
    Wenn einem ein Teil fehlt und man sich selber deswegen nicht gut schützen kann, dann werden auch die Gefahren größer. Ist vielleicht schlecht ausgedrückt? ZB wenn jemand ein ausgefülltes Leben hat und wirklich mit sich im Reinen ist, den wird es auch Treffen, wenn eine Beziehung zerbricht. Aber das war für ihn nur ein Teil seines Lebens und er wird eine Zeit trauern und es verarbeiten und sich wieder aufrappeln und auf die anderen Dinge besinnen. Nur ein Teil seines Lebens wurde von der Trennung berührt.
    Wenn man sich aber selber nicht wenigstens auch etwas vom Partner abgrenzen und um sich selbst zu lieben oder geliebt zu fühlen, die Liebe eines anderen nötig hat und die Beziehung dadurch so einen zu hohen Stellenwert bekommt, der alles andere beinahe verdrängt, dann hat man viel mehr zu verlieren und es tut viel mehr weh. Weil man ja tatsächlich fast sein komplettes tägliches Leben genommen bekommt. Und diese Angst mit den Gefühlen, die Abhängigkeit vom anderen ist so ein enormes Risiko, was einen Beziehungängstlichen letztendlich dazu bringt, die Reißlinie zu ziehen, bevor er sich selber verliert.
    Mein E war und ist auch ein sehr empfindsamer und durchaus auch einfühlsamer Mensch. Er läßt es wegen seiner Ängste nur kaum jemanden sehen. Auch ich habe lange genug geglaubt, dass Zeit, Verständnis oder was auch immer etwas ändern würden. Aber das tut es nicht...
    Ich habe es Gott sei Dank nun schon vor mehr als einem Jahr gelernt, dass wir durchaus gute Freunde bleiben können, aber das auch immer seine Beschränkungen haben wird.
    Therapie ist gut, aber sie braucht ihre Zeit. Je nachdem wie groß das Problem ist und wie tief alles sitzt kann das wirklich Jahre dauern... und damit meine ich nicht nur zwei oder so...
    Es ist halt immer die Frage, ob man wirklich den Kern findet und wie man es schafft, den zu entkräften. Dann muss man ja nur noch etwas Selbstvertrauen aufbauen und sonstige kleineren Minenfelder entschärfen... das geht leider alles nicht so schnell.

    Vielleicht meldet er sich irgendwann mal wieder bei Dir. Vielleicht kannst Du Dich auch irgendwann bei ihm melden. Aber dafür würde ich viel Zeit verstreichen lassen und es dann auch nur unter dem Aspekt der Freundschaft versuchen, wenn Dir wirklich viel an ihm als Mensch gelegen ist. Ich würde nur eben an Deiner Stelle wirklich gut auf Dich aufpassen, auf Deine Gefühle und was Du willst und was Dir gut tut. Dann wirst Du es so oder so schon richtig machen ;)

    Liebe Grüße,
    Sadeyes
  48. zitierenDaniela schreibt am 14.09.2011 um 17:33 Uhr:Vielen Dank...
  49. zitierenDaniela schreibt am 14.09.2011 um 17:40 Uhr:Hallo, mein Psychologie, bin aus Verzweiflung hin und wie du schon sagtest muss ja dann mit mir auch was nicht stimmen.
    Er meint, vielleicht ist es keine Beziehungsangst, sondern die Gefühle reichen tatsächlich nicht aus. Hab ihm Bilder gezeigt und er meint bei mir würde es tiefer gehn von den Blicken, bei ihm sähe es eher unreif und nicht tief aus."Achselzuck"!
    Bin mir ziemlich sicher, dass er Bindungsangst hat, aber er macht mich unsicher!!!
    Grüssle Dani
  50. zitierenMichael schreibt am 22.10.2011 um 21:44 Uhr:Hallo Zusammen.

    Ich habe die Beiträge alle mit Interesse durchgelesen, und möchte meine Geschichte diesbezüglich auch teilen.

    Zuallererst: ich bin ein Mann (30) und mit einer ebensolchen bindungsängslichten Frau (auch 30) 'zusammen'. Auch daher schreibe ich meinen Beitrag, weil es eben geschlechtsmäßig genau 'umgekehrt' ist. Im Großen und Ganzen sind die 'Symptome', welche hier beschrieben werden, auch auf 'meine' Frau C. zutreffend.

    Auch ich führe eine 'Beziehung' mit ihr auf Basis der Annahme, mit genügend Geduld, Rücksichtnahme (da ich mich schon selbst während einer jahrelangen Therapie mit dem Thema Bindungsangst auseinandergesetzt habe) und einer, nennen wir sie 'ruhigen Hand' könne ich ihr helfen, ihre Ängste zu überwinden. Sie hat so direkt noch nie von ihren Blockaden gesprochen, doch ich glaube es zwischen den Zeilen herauslesen zu können: ihr Vater/ihre Eltern verlangten viel von ihr (was sie repräsentieren soll/muss in der Gesellschaft), gepaart mit sehr wenig emotionaler Zuwendung. Klassiker.


    Meine Probleme im Umgang mit ihrem Verhalten neben der Unberechenbarkeit und Unsicherheit, in welche sie mich zuweilen stürzt:

    - das wiederkehrende Gefühl, an der 'ausgestreckten Hand' langfristig emotional zu verhungern
    - die sich aufdrängende Frage, 'wird das jemals anders/wird sie sich öffnen und die Mauern abbauen'
    - meine 'Angst' dass dieses destruktive Verhalten auf mich abfärbt - ich bin selbst ein 'Beziehungsmensch' und habe derer einige jahrelange in meinem Leben gehabt, und fühle mich größtenteils in mir 'angekommen'
    - die Frage, welchen Beitrag kann ich für ihr Leben leisten, um ihr diese Angst zu nehmen bzw. ihr Leiden zu verringern (man sieht das diesen Menschen idR ja an)

    Die wesentlichen Fragen jedoch, die für mich selbst, fallen mir wesentlich schwerer zu klären. Im Grunde drehen sie sich um zwei Punkte:

    - will ich diese Frau überhaupt in meinem Leben und wenn ja, warum eigentlich? (Das Warum ist noch um ein Wesentliches einfacher als das Ob Überhaupt)
    - und bin ich nicht selbst ein gnadenloser, uneinfühlsamer Mann, wenn ich dieses - bitte verzeiht mir diesen Ausdruck aber es ist so trefflich - ängstliche Mädchen allein im Regen stehen lasse?

    Natürlich: Die 'Chance' auf eine Beziehung (mit anderen Worten, die Hoffnung) 'denkt' im Hintergrund immer mit. Und da ich mich auf sie eingelassen habe (dies jedoch mit großer Vorsicht..) versuche ich sie auch zu sehen - in ihrem Verhalten, in ihrem Ausdruck.. und ich glaube ich könnte es mir nicht verzeihen, alle Hoffnung auf einen Schlag fahren zu lassen, sie einfach stehen zu lassen ohne es zumindest versucht zu haben, ihr zu helfen.

    Ist es grundlegend falsch, einem Menschen helfen zu wollen (Helfersyndrom etc..)? - Ich denke NEIN, denn ich habe selbst gelernt, wie destruktiv es sein kann, erbarmungslos oder egoistisch zu sein. Meine Antwort mit 30 Jahren lautet: wenn du einen Mensch gerne hast, dann geh auch auf sein 'inneres Kind' zu und versuche es mit besten Willen, anzunehmen. Sei 'lieb' zu einem Menschen, es hallt aus dem Wald zurück wie du hineinrufst. Aus diesen und mehreren Gründen MÖCHTE ich für sie da sein, ihr aus dem dunklen Loch helfen, in dem sie ihre Gefühle weggesperrt hat. Doch ich frage mich: geht das.

    Liebe Frauen, die ihr sicher das Geschlecht seit, welches besser über Gefühle reden kann: was glaubt ihr?

    liebe Grüße
    Michael
  51. zitierenGastin schreibt am 07.01.2012 um 16:20 Uhr:Hallo Sylvie und Mona!

    Ich glaube wir haben alle drei den gleichen gehabt- bei meinem war es auch so - beginnt der Vorname mit F???
  52. zitierenGast2 schreibt am 07.01.2012 um 16:39 Uhr:Hallo Sylvie und Mona!

    Ich glaube wir haben alle drei den gleichen gehabt- bei meinem war es auch so - beginnt der Vorname mit F???
  53. zitierenEl´isa schreibt am 08.07.2012 um 13:33 Uhr:Hallo, ihr Lieben,

    ich habe vor ein paar Tagen erst hier zum ersten mal hereingeschaut und habe meine Erfahrungen in euren Erfahrungen oft wiedererkannt. Viele von euren Mitteilungen sind schon ein paar Jahre her, und ich hoffe, dass euch das Leben viel Gutes gebracht hat in der Zwischenzeit.
    Auch ich erlebe diesen Selbsterkenntnis-prozess im Angesicht des Spiegels eines Mannes, der in einen Nähe-Distanz-Dilemma meine eigenen Seelenwunden berührt seit einem Jahr. Ich habe viel von meinen eigenen Prägungen begreifen dürfen, die mein Leben zuvor unbewusst gestaltet haben, und dafür bin ich dankbar. Es geht in erster Linie hierbei um uns selbst und weniger um den anderen, weshalb ich meinen Blick auf mich selbst gelenkt und die Energie, die in den anderen, sein Verhalten, seine Schwierigkeiten investiert habe, wieder zu mir selbst zurück geholt habe. Es ist wunderschön zu merken, dass ich mein Herz für mich selbst öffnen und Verständnis, Mitgefühl, Selbstliebe durch mich selbst fließen kann. Wirkliches sich selbst mit all den aufkommenden Gefühlen zu spüren und davon genährt zu werden, so dass das "Innere Kind" erhält, was es wirklich braucht um froh und lebendig zu sein. Mein Sog zu dem Anderen hat merklich nachgelassen, ohne dass meine Wertschätzung ihm gegenüber geschmälert worden wäre. Diese Beziehungen, an deren Wurzel Ängste in den Boden reichen, sind aus meiner Sicht sehr wohl zu schätzende Gelegenheiten sich wie eine Knospe zu entfalten und man selbst zu werden. Welche Schritte auf diesem Weg liegen, ist wiederum eine individuelle Metamorphose.

    El´isa
  54. zitierenconni schreibt am 03.08.2012 um 22:12 Uhr:Hallo!
    Ich lernte im Februar einen Mann über Internet kennen und lieben.Er sagte mir schon nach einer Woche das er mich sehr liebe und nun endlich angekommen wäre.Die Fragen die er mir stellte"ob ich wirklich ihm gehöre und womit er so eine schöne Frau verdient hätte"fand ich zwar etwas seltsam aber ich hatte mich Hals über Kopf in ihn verliebt.Er ist selbständig und wir verbrachten die ersten 3Monate fast täglich zusammen.Der Sex war sehr schön mit Vorspiel.Er kam nur selten zum Orgasmus.Ich fragte ihn dann weshalb das so wäre,da meinte er Versagensängste. Dann kam die Baustelle in Münster und die Zweifel gingen los.Er unterstellte mir Dinge...ich wäre auf Suche ect.Dann veränderte er sich.Er unterstellte mir ich wäre auf suche und würde mit anderen meinen Urlaub planen und er will mich nicht teilen.Ich war bei Facebook angemeldet und habe dort einigen freunden etwas über Urlaub gepostet.Es gab immer öfters Streit.Zärtlichkeiten kamen nur noch von meiner Seite die er wie ein Schwamm aufsog.Sex gab es dann nicht mehr.Ich fragte ihn dann ob er mich nicht mehr begehre...seine Antwort,ich solle mal überlegen was ich getan habe(Suche und Urlaubsplanung).
  55. zitierenconni schreibt am 03.08.2012 um 22:21 Uhr:Dann gab es auch keine Telefonate mehr.Alles ging über Mail und sms.Immer wenn ich etwas fragte reagierte er mächtig sauer.Da kamen sms"Übetreibe es nicht"!!!!oder Du wirst doch noch wissen warum das jetzt so ist(Internetsuche und Urlaubsplanung)ich solle ihm nichts in die Schuhe schieben.Ich wäre Schuld.Dann kam er ein letztes Mal mich besuchen und schlief bei mir Arm in Arm sind wir dann eingeschlafen.Am nächsten Tag fragte ich ihn was er hätte....da meinte er ich hätte sein Vertrauen missbraucht mit meiner Suche!Ich habe nichts!!!getan.Dann ging er und meinte er kann noch nicht sagen ob wir uns wieder sehen.
    Dann haben wir noch Wochenlang SMS geschrieben.Er wünschte mir einen schönen guten morgen und fragte wie es mir geht.Sobald ich eine Frage stellte wurde er aggressiv und ignorierte mich.Das kann er gut tagelang.Und so ging das hin und her.
  56. zitierenconni schreibt am 03.08.2012 um 22:30 Uhr:Ich muss noch erwähnen das ich zu seiner Familie einen sehr guten Kontakt habe....er war 20Jahre verheiratet.Die Exfrau ging fremd und er hat beide Kinder grossgezogen.Danach folgten 4Beziehungen alle sehr kurz und immer waren die Frauen Schuld.Seiner Aussage waren sie alle"zickig".Die Familie lies ihn dann links liegen wenn er gemein drauf war.Dann hat er die woche über gebockt und am wochenende kam er gut gelaunt und über den Streitgrund wurde nie gesprochen.
    Ich muss erwähnen das ich mich in Psychologische Hände begeben habe...ich konnte damit nicht umgehen.Habe dann euer Forum gefunden und erkenne F.wieder:-(Gestern habe ich ihn unter druck gesetzt und habe ihn gefragt für mich gibt es nur ein ja oder nein...kein vll.oder mal sehn.Das (Ja)für ich solle aus seinem Leben verschwinden und das nein ich solle bleiben.Dann kam eine sms"Höre auf zu nerven,ich kann auch anders"
    Ich habe immer wieder und immer wieder gefragt....letztendlich hatte ich F.ja schon verloren und dann kam das (Ja)per sms.Jetzt kann ich endlich abschliessen,es wird Zeit brauchen aber wäre es so weiter gegangen ich wäre daran zerbrochen:-((((Sorry das es doch so lang geworden ist.ganz liebe Grüße conni
  57. zitierenconni schreibt am 03.08.2012 um 22:49 Uhr:Er hatte nach seiner Trennung noch 4Beziehungen,alle sehr kurz und jedes mal waren die Frauen Schuld an der Trennung.Sie wäre zu zickig gewesen,seine Aussage und er hat die Beziehungen per sms beendet.
  58. zitierenMichaela schreibt am 10.04.2013 um 18:38 Uhr:Hallo
    Ich hoffe ihr könnt mir mit euren erfahrungen helfen. Letztes jahr hab ich c. Kennengelernt. Ich sollte noch anmerken ich bin verheiratet und er kennt meinen Mann sehr gut.
    Wir haben uns kennengelernt und ich war recht schnell verliebt hab es aber ignoriert. Dann fing er an. Wir haben eine zeit lang eng zusammenarbeiten müssen und er fing immer mehr an meine Nähe zu suchen. Irgendwann wollte ich das klären und wir trafen uns. Erst fing er an das ginge nicht das können wir nicht bringen usw. Es endete in einer heftigen knutscherei. Wir hatten also Sowas wie eine Affäre ich wollte mich oft genug von ihm lösen weil er auch immer wieder absagte oder mich wie Luft behandelte. Aber dann kämpfte er immer. Auf meine Frage was er von mir will kam immer er weiß es nicht. Ob er Gefühle hàtte weiß er nicht. Hat aber immer gewollt das ich mich von meinem Mann trenne was ich für ihn auch getan hätte! Dann wollte er es wieder nicht. Er schrieb immer so und tat so das jeder der davon wußte ganz klar sagte ja der hat Gefühle für dich. Er sagte auch immer wenn ich nicht verheiratet wäre usw. Dann hab ich ihm die Pistole auf die brust gesetzt er hatte 4 Wochen entweder Beziehung oder Trennung. Die letzte Mail klang nach ja Beziehung dann kam das treffen und er sagt er liebt mich nicht. Nach 4 Wochen nicht sehen und null kontakt treffen als Freunde aber dabei blieb es nie. Ging immer von ihm aus und ich hungere so nach seinen berührungen das ich nicht nein sagen kann. Es läuft auch einige Wochen gut aber es häuft sich das er nicht zurückschreibt oder mich sehen will aber dann kein Kuss gar nichts. Er liegt dann da und schläft. Jetzt ignoriert er meine Nachrichten wieder :( ich weiß nicht mal liebt er mich? Er sagt nein aber sein verhalten ja :( um sec geht's nicht denn wo wàre da der Sinn wenn ich bei ihm bin und dann läuft nichts.. Wenn ich dann aber frage ob er überhaupt noch will das ich komme sagt er ja und das er sich doch freut wenn ich komme. Liebt er mich? Dieses Wissen würde es mir schon etwas leichter machen.
  59. zitierenMichaela schreibt am 10.04.2013 um 18:58 Uhr:Ach ja momentan ignoriert er mich wieder weil ich es gewagt habe zu sagen das ich ihn liebe und er das nicht hören will weil er sich blöd vorkommt weil er nix drauf sagen kann. Ich will es ihm nur sagen dürfen. Jetzt ist er auf Skype ständig on aber zurückschreiben tut er nicht wo ist da der Sinn? :(
  60. zitiereneli schreibt am 16.07.2013 um 15:20 Uhr:das ist wahrscheinlich eine der schönen Erklärungen, was passieren kann wenn mann in eine Beziehung mit den Schwierigkeiten von Nähe - Distanz rutscht:

    'Es geht in erster Linie hierbei um uns selbst und weniger um den anderen, weshalb ich meinen Blick auf mich selbst gelenkt und die Energie, die in den anderen, sein Verhalten, seine Schwierigkeiten investiert habe, wieder zu mir selbst zurück geholt habe. Es ist wunderschön zu merken, dass ich mein Herz für mich selbst öffnen und Verständnis, Mitgefühl, Selbstliebe durch mich selbst fließen kann. Wirkliches sich selbst mit all den aufkommenden Gefühlen zu spüren und davon genährt zu werden, so dass das "Innere Kind" erhält, was es wirklich braucht um froh und lebendig zu sein. Mein Sog zu dem Anderen hat merklich nachgelassen, ohne dass meine Wertschätzung ihm gegenüber geschmälert worden wäre. Diese Beziehungen, an deren Wurzel Ängste in den Boden reichen, sind aus meiner Sicht sehr wohl zu schätzende Gelegenheiten sich wie eine Knospe zu entfalten und man selbst zu werden. Welche Schritte auf diesem Weg liegen, ist wiederum eine individuelle Metamorphose.

    El´isa'
    danke dir El'isa,
    eli
  61. zitierenPetra schreibt am 18.07.2013 um 11:42 Uhr:Hallo! Was für eine fantastische Seite......es liest sich als ob alle mit meinem freund zusammen waren...hahahha
    also ich habe mich und bin GOTT sei dank getrennt..ich wäre zugrunde gegangen und meine wünsche und sehnsüchte wäre nie und nimmer nur ein bisschen in erwägung gekommen für ihn. Am Anfang wollte er das selbe wie ich ....wir haben beide zwei kinder jeder von einem anderen partner...wir wollten angekommen sein und familie. zusammen glücklich sein und das leben geniessen....sooooooooooooo oft sagte er mir wie sehr er mich liebt.......das war auch schon der einzige satz der gefühle beschrieb,.....nie und wenn ich das sage meine ich nie hat er mit mir über emotionale dinge gesprochen..gings mir schlecht hörte ich: ja mei so is das...jojo....
    die bezihung zu seiner tochter ist erloschen..die beziehung zu seinem sohn durch mich und meine kinder gefestigt...oh mein gott wie er nur seinen sohn erzieht..ich könnte heulen weil mir der bub so leid tut( wohlgemerkt der geht seit er 6 jahre ist schon zur therapie!!!!seit 2 jahren!) nun ich habe mich getrennt weil er auch immer auf rückzug ging..kaum war es schön und ich nun auch die letzten wochen beharlicher wurde mit dem zusammenieihen.....ich will Familie leben jeden tag..das ist mein wunsch...ich könnte seitenweise geschichten von den 5 jahren schrieben..denke sogar ein ganzes buch! das was mir am meisten an der geschichte wehtut ist das er sich jetzt für alle die uns kennen( man erwähne das ich mich von ihm getrennt habe!!!) eine wahnsinnsgeschichte zurechtgelegt hat: ja wir hatten eine aussprach( waaaaaaaaaaaaassssss sowas hat es noch nie gegeben..) und seit 3 jahren trägt er das mit sich rum das er mit meinen kindern nicht kann....weil ich ja eine gluckenmutter bin und die bei mir hotel mama haben und nix tun müssen( was überhaupt nicht stimmt!) und mit meinem erziehungstil nicht zurecht kommt....und er ist ja so erleichtert das er das jetzt gesagt hat und beendet hat...er will nciht alleine bleiben und die neue die wird seinen wert jetzt endlich schätzen...wahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh mir kommt alles hoch......es ist eine so riesengroße frechheit das ein typ den man geliebt hat und den man die stange 5 jahre gehalten hat...mit ihm bei zwei verschiedenen therapeuten einem mediator war..auf seinen wunsch hin! und er sich bis heute in dei eigene tasche lügt....
    am anfang hat er immer gesagt das er es sooo toll findet wie ich mutter bin das ich ihm so viel helfen kann mit seinen kindern..weil er ja gar keine ahnung hat und ich hab ihm auch viel geholfen...und das er sich alles mit mir vorstellen kann...er dachte nicht mehr das er nocheinmal sooooo eine liebe freudnin finden wird.....jetzt bin ich der feind und die neue auch schon im anmarsch.....
    danke fürs lesen.....
    aber ich war jetzt so animiert durch diese gschcihten:-)
    vielen dank
    LG von Petra

  62. zitierendirk schreibt am 21.07.2013 um 12:31 Uhr:Hi...ich denke auch dass ich mit einer Frau mit Beziehungsangst zusammen war...auf ein mal konnte Sie keine Nähe mehr ertragen...dachte Sie müsse mir immer gerecht werden es wurde sogar so schlimm dass Sie regelrecht Panik bekam,ich wolle Sie küssen und umarmen...es war Monate lang alles super....ihr ginge es so gut usw...auf einmal kam es sagte Sie dass sie keine körperliche Kontakte haben kann....auch zu anderen Menschen...Sie war dann sogar krank geschrieben und saß nur depri zu Hause....ich hab Sie dann ein wenig in Ruhe gelassen...irgendwann sagte Sie Sie wüsste warum dass alles so sei....es wäre wegen mir weil ich so körperlichen Kontakt mag und auch küssen will usw...(klar wollte Sie sekündlich abknutschen)...ich hab mich nicht anders verhalten wie zuvor...nur wurde die Beziehung nach Monaten vertrauter und man plante die we...ich arbeite immer recht unregelmäßig und dann wollte ich das eben wissen...ja irgendwann meinte sie es wäre ja keine Beziehung so ohne Kontakt...ich möchte das bestimmt ja nicht....dann war die Trennung da...und bei ihr war der Druck endlich weg usw...Sie würde sich aber freuen wenn ich mich melden würde...
    Is das ein typischer Fall? Oder einfach gemerkt dass ichs nicht bin? Is da noch ne Chance oder nicht? Ich hab mich allerdings nicht gemeldet....Sie aber auch nicht...
  63. zitierenMaeggie schreibt am 04.01.2014 um 21:09 Uhr:Ihr Lieben, auch ich war mit einem Bindungsphobiker zusammen, der sein Problem bereits erkannt hat. Es war sehr schön und wir können uns super gut unterhalten, er ist sehr intelligent. Er sagte mir gleich zu Beginn dass er eigentlich keine Beziehung mehr möchte, dass er sich als Einzelgänger am wohlsten fühle, dann sind wir doch zusammen gekommen da er gemerkt hat dass wir von den Interessen her sehr gut zusammen passen. Er sagte freiwillig dass er mich sehr gern habe und dass ich Geduld mit ihm haben solle bitte. Wir haben mehrere schöne Verabredungen gehabt und auch noch weitere geplant gehabt. Plötzlich kam eine Mail dass er die Beziehung beenden müsse, er sich eingeengt fühle und in meiner Gegenwart unwohl. Also: zuviel Nähe und ich habe ihm gesagt dass ich ihn liebe. Wie ich jetzt lese hätte ich ihm das nicht sagen sollen.
    Ich habe ihm bei unserem letzten Treffen meine Freundschaft angeboten. Ich wollte ihn nicht unter Druck setzen. Ich liebe ihn sehr und würde ihm gern helfen. Ich habe mir auch das Buch 'Jein' bestellt um ihn besser verstehen zu können....wenn Worte berühren....
    Im Moment melde ich mich nicht bei ihm, es ist ja offiziell Schluss. Es fällt mir sehr schwer. Und ich weiss auch nicht wie es weiteregeht, spüre aber instinktiv, dass wir weiter Kontakt haben werden.
  64. zitierenOtto W schreibt am 17.02.2014 um 15:31 Uhr:Ich bin irre verzweifelt. Männlich, über 40, wohne bei Eltern genieß es, wir verstehen uns gut, immer gut behütet aufgewachsen, hatte ich 3 Beziehungen, wo sich alle trennten, 1 x eine verheiratete Frau, dann eine aus einem anderen Land mit Problemen und dann eine sehr junge.

    Nie ging was gut, viele Versuche und nie ging was gut bei anderen. Bis ich vor kurzem meine Traumfrau fand wo ich mir dachte he die ist lustig, die ist nett, sie sieht nett aus, und wir trafen uns, oft habe ich dann über Sex geredet und als wir im Bett lagen habe ich einen Schock vorher bekommen den aber überwindet, da ich so Angst hatte.

    Ich habe mir immer vorgestellt wie eine Beziehung ist, wie in Filmen dann das Mädchen dass selber viel Ärger hatte in einer gewalttätigen Beziehung, ich habe sie über alles ausgefragt, mich gut gefühlt wenn sie mir was erzählt hat, aber nie schlecht gemeint von mir.

    Dann habe ich erfahren von christlicher Seite wie schlecht Sex ist vor der Ehe, und ich fühlte das stimmt und brach die Beziehung ab und meinte dann auch dass ich sie nie liebte und immer so war sie super alles habe ich genossen aber Liebe so richtig war nie da, so Schmetterlinge im Bauch usw.

    Sie war am Boden zerstört, sucht Nähe und Freude und meint auch schon, ja sie ist sich nicht sicher, hat keine echte Liebe verspürt und weiß auch nicht was sie tun soll.

    Ich denke an sie und eine Art Druckgefühl von der unangenehmen Seite fängt an, nur wenn ich an sie denke, Ich war bei Ihr Kuscheln, wir versprachen uns Freundschaft und Umarmen usw. und Küssen und ich genoss es, dann auf einmal hatte ich wieder so was wie Distanz, ich sagte es ihr, da wir vorher nie über so was redeten, sie weil sie es nicht gewohnt war, weil sie ist sehr ruhig und ernst erzogen worden, Ich hyperaktiv habe gedacht, egal Reden schadet sonst verliere ich sie und machte immer weiter.

    Ich habe sie überall als Freundin vorgestellt aber mehr aus dem Grund weil ich das liebe, mir so vorzustellen ich habe eine Freundin, oder eher zu gleichen Teilen vielleicht.

    Und das arge, wir sind uns irre ähnlich, meine Elter lieben sie, sie ist die einzige und sicher auch die Letzte weil ich eben nicht der jüngste mehr bin. Schön waren die Fahrten, das tägliche Besuchen das ich gar nicht so richtig mochte aber wenn ich bei ihr war, fühlte ich mich wieder gut.

    Ich habe oft einen Druck und ziemlich angst wenn ich sie sehe oder sie nur anruft und mir denke, he ok dass will sie, sie will Nähe usw.

    Was kann ich machen?

    ich hoffe es kann mir wer helfen und anschreiben unter dralli@sms.at
  65. zitierenJust me schreibt am 04.03.2014 um 10:58 Uhr:Diese Diskussion ist zwar schon jahre alt, aber ich habe sie halt heute gesehen und das Bedürfnis, was zu sagen. Ich leide unter Bindungsangst, bin seit Jahrzehnten verheiratet. Ich konnte meiner Frau und mir gute 20 Jahre sehr gut "aus dem Weg gehen", in dem ich den Sex kontrollierte. Das gab mir wohl das Gefühl, auch die Nähe im Griff zu haben. Das endete dann, als meine Frau sich der Kontrolle zu entziehen begann und selbst "Einfluss nehmen" wollte. Erst habe ich mich instinktiv mit verfrühter Ejakulation, dann mit Erektionsschwäche aus der Affäre gezogen. Nach 4 Jahren Therapie habe ich es vor einiger Zeit geschafft, mit ihr zu schlafen und ihr dabei so nahe zu kommen wie noch nie. Es war eine Riesenanstrengung und löste in mir zunächst aus, dass ich mir zunächst kaum vorstellen konnte, sie noch einmal auch nur zu küssen. Seitdem bin ich so hin- und hergerissen bin wie E. Und ich fühle, dass ich mich lieber entziehen möchte als den Fluchtreflex zu überwinden. Es deprimiert mich enorm und ich fühle mich emotional behindert. Das macht aber alles nur schlimmer. Ich hoffe nur, dass ich in meiner Therapie diesen Punkt überwinden kann und meine Frau dann immer noch da ist.

    Ich hatte keine besonders schlimme Kindheit, aber Eltern, die nicht in der Lage waren, Liebe zu geben. Eine eingeschüchterte Mutter, die bis heute oft den Eindruck hinterlässt nur Raum zu füllen. Die nicht weiß was sie will, die für nichts steht und nicht viel zu geben hat. Ein asozialer Vater, der uns als Kinder gelegentlich verprügelt hat und Alkoholiker war, selbst tyrannisiert von einem Vater, der ihm das Gefühl gab, für die ihm zugewiesene Rolle als Stammhalter und zu allem anderen auch unfähig zu sein. Das nicht, um mich zu entschuldigen oder so. Sondern nur um zu erklären, wo ich herkomme. Und ja, während ich das schreibe, merke ich selbst, dass ich mein Elternhaus immer noch zu verteidigen versuche. Ich kann ja nicht einfach sagen, meine Kindheit sei beschissen gewesen. Ist leichter zu sagen, ich sei beschissen. Das habe ich ja auch gelernt: Dass man mich nicht liebt, ist meine Schuld. So und jetzt höre ich auf.
  66. zitierenStefanZ schreibt am 17.03.2014 um 04:41 Uhr:Hallo,
    auch ich möchte mich hier mal zu Wort melden.

    Habe jetzt den ein oder anderen Beitrag gelesen. Mich würde es jetzt interessieren, ob es eigentlich schon mal einen BÄ gibt, der "geheilt" wurde?

    Nachdem ich mich in manchen Beiträgen widergefunden habe, musste ich hier mal schreiben.
    Bin ein 45jähriger Mann, der seit 5 Monaten eine BÄ-Partnerin hat. Diese ist sich allerdings bewusst, das sie eine Bindungsangst hat und Hilfe benötigt. Sie gleubt allerdings auch, das ich unter "Verlustangst" leide. Deshalb haben wir in den nächsten Tagen einen Termin bei einem Paartherapeuthen. Dieser Wunsch ging auch von ihr aus.
    Ihre bisherigen Beziehungen waren immer mindestens 60km von ihr weg, damit die Distanz bleibt. Bei uns ist es nun anders, sie meint sie hat sich mit absicht mich als partner ausgesucht, 1.weil sie in mich verliebt ist und 2. weil ich nur 500 Meter weg wohne.

    Nun bin ich mal gespannt was der Therapeuth sagen wird. Wenn Interesse besteht werde ich euch auf dem Laufenden halten!

    GVLG
  67. zitierenNiki schreibt am 31.07.2014 um 01:43 Uhr:Hammer, was ich hier lese. Ich als Mann habe so eine gestörte Frau, glaube ich. 25 Jahre Ehe inzwischen, ich bin durch die Hölle gegangen, ich habe darüber MS bekommen, habe heftigst somatisiert, Herzinfarktangst mit Zittern am ganzen Körper und Schweissausbruch, ich bin übelst fertig gemacht worden. Ich wollte auch immer helfen und wenn ich die Beiträge hier lese, und dann die Frage, ob man helfen könne und man wolle helfen, muss ich fast kotzen, vor Wut, vor Trauer und vor Ohnmacht. Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, ich hätte sie niemals geheiratet.

    Diese Partnerwahl sagt auch etwas über uns aus, ich glaube, wir leiden wirklich unter Verlustangst, weil wir diese Angst aus der Kindheit mit einem emotional distanzierten Partner reinszenieren wollen, um unser Trauma aus der Kindheit schrittweise zu heilen, das klappt aber in den wenigsten Fällen. Aus dieser Co-Abhängigkeit wir eine klare Suchtbeziehung aus der es schon sehr früh keinen Ausweg mehr gibt und die geradewegs in den Tod führt, wenn nicht in den phyischen, dann doch sicherlich in den emotionalen Tod. Ich habe die Schnauze so voll mich wegen ein paar Kleinigkeiten immer wieder so runtermachen zu lassen, damit ich verletzt bin und Distanz wahre, ich habe es verdient entlich wirklich angenommen und geliebt zu werden und ich will nach 25 Jahren eine Frau, die mich begehrt und die mich das jeden Tag spüren lässt. Ich bin so ausgehungert und ich fühle mich, als ob ich in einem 25 Jährigen Krieg kämpfen würde, ich werde diesen Krieg jetzt beenden.
  68. zitierenHubi schreibt am 05.10.2014 um 18:33 Uhr:Hallo an alle,
    ich war 5 Jahre lang mit einem klassisch bindungsängstlichen Mann zusammen und habe mit ihm 3 Trennungen durchgemacht. Nach jeder Trennung dauerte es länger bis er wieder zu mir zurückkam.
    Hier möchte ich unsere Phase vor der dritten Trennung beschreiben: Ich bin das erst Mal zu ihm gezogen und merkte schnell, dass etwas nicht mit unserer Intimbeziehung stimmt. Er wollte mich nicht mehr küssen und wollte keinen Sex mehr mit mir. Er hatte nur noch Pornos gesehen. Er sagte, es würde daran liegen, dass ich nicht mehr anziehend für ihn bin. In dieser Phase, wusste ich noch nicht, dass er Bindungsangst hat und habe das Problem bei mir gesucht. Zuvor hatten wir Fernbeziehungen und sein Problem ist mir nicht so gut aufgefallen. Man muss erwähnen (und ich möchte nicht eingebildet sein), dass die meisten Männer mir zu Füssen liegen. Nur der Mann, den ich liebte, wollte nicht mit mir schlafen. Ich denke, er hat damit Distanz zwischen uns schaffen wollen. Er sagte es leben 2 Seelen in seiner Brust, die eine will mich die andere nicht. Er genoss, es immer, wenn ich ihn gestreichelt habe. Gab es aber nie zurück. Nicht weil er böse war, aber er hat es nicht gekonnt.
    Dann kam die dritte Trennung er sagte nur, dass ich nicht anziehend für ihn bin, er sei nicht mehr verliebt und wolle deswegen keinen Sex und er glaubt die Lust kommt nicht wieder. Er meinte auch er sei nicht verliebt. Dabei hat der gleiche Mann noch ein paar Tage zuvor von Kindern und Zukunft gesprochen. Hier ist meine Frage an euch da draußen: Wir wissen bereits das Bindungsangst zu Sexentzug führen kann. Aber kommt die sexuelle Anziehungskraft wieder nach einiger Zeit? Wir sind jetzt seit einigen Wochen getrennt und er meldet sich nicht, er stellt sich Tot und sucht neue Partnerinnen. Ich habe Angst, dass er nie mehr wieder kommt und das ich mir die Bindungsangst einbilde. Vielleicht ist einfach die Liebe weg. Ich bin verzweifelt und hoffe ihr könnt mir eure Erfahrungen mitteilen.
  69. zitierenDevine schreibt am 06.02.2015 um 09:31 Uhr:Hallo zusammen,
    ich hoffe nach so langer Zeit werden sich noch Schreibfreudige hier finden.

    Zu meiner Geschichte: Ich (heute 21/w) war damals 16 Jahre und hatte von der Liebe so gar keine Ahnung. Klar, man hat mal geschwärmt, hatte seinen ersten Freund, aber was Liebe wirklich ist und vorallem, wie viel Leid wir damit spüren können, war mir in keiner Sekunde klar.

    Das Schicksal nahm seinen Lauf und ich begann im Betrieb meine Ausbildung, der erste Arbeitstag stand an und da geschah es dann auch schon. Ich sah ihn da um her laufen und war plötzlich in einer anderen Welt. Wir mussten auch eine Woche zusammen arbeiten, haben heftig miteinander geflirtet und uns gegeseitig geneckt. Bis der Tag kam, als ich mit bekommen habe, er hat eine Freundin. Für mich brach eine kleine Welt zusammen, aber ich akzeptierte es. (Damals war C. 26 Jahre, heute ist er 30 Jahre).
    August 2010 bis Februar 2011 war alles ein auf und ab, wir trafen uns, küssten uns eine Stunde lang liebevoll, mein Gott habe ich mich verliebt. Auch zum ersten gemeinsamen Sex kam es. Am nächsten Morgen ging ich dann nach Hause und dann kam eine Woche lang keine Reaktion, Totstellen ohne Ende.
    Ich kam mir benutzt und verarscht vor (Achja in der Zwischen Zeit hat er sich von seiner damaligen Freundin getrennt).
    Ich forderte immer mehr Aufmerksamkeit von ihm, Zeit und vorallem wollte ich einen Schritt weiter gehen (Beziehung). Da hat er ja die totale Krise bekommen, ich würde klammern etc. also endete das ganze von seiner Seite aus im Februar 2011.

    August 2012 musste ich dann wieder in seine Abteilung auf Arbeit und jeden Tag bin ich da mit Bauchschmerzen und Krämpfen, weichen Knien auf Arbeit. Er brach nach einigen Tagen das Eis, in dem er auf mich zuging, ich machte mir wieder Hoffnungen. War im 7. Himmel und meine rosarote Brille war wieder voll da.
    Wir trafen uns öfters mal, aber ich musste fast immer nerven und darum betteln. Fußball war sein heiligstes und er möchte gerne alleine zu Hause sein und Fernsehen gucken. Und wenn ich bei ihm bin, dann freut er sich zwar immer, liebt es auch meine Nähe zu spüren, aber am nächsten Morgen wenn wir aufstehen, möchte er einfach nur wieder alleine sein. So seine wortwörtlichen Aussagen.
    Ich hatte wieder Hoffnungen und Erwartungen irgendwie, schließlich wollte er wieder Kontakt und wir hatten in der Zeit auch Sex. Ja wenn wir schon bei dem Thema sind.. er findet mich, mit seinen Worten heiß und super sexy, meinen Mund liebt er und auch wie ich ihn küsse, so sagt er es zumindest. Wir haben ein super Vorspiel, er ist immer bemüht, mich respektvoll und gut zu behandeln. Nur leider ist er schnell fertig, er würde nicht verstehen wieso, früher ging alles normal, aber seit dem er mich hat, geht es nicht. Aber es habe auch nichts mit mir zutun, sagt er direkt im Nachgang. (Dabei unterdrückt er nur, zu viele Gefühle und Nähe zuzulassen, aus Angst).
    Damals wusste ich nicht was ich denken oder fühlen soll, aber ich habe mich nicht weiter verrückt gemacht. Dann kam nach paar Wochen von ihm aus: "Wir müssen reden, so kann es nicht weitergehen. Ich sehe wie du leidest unter der Situaion." Ich hatte Angst, aber dachte, er will die Beziehung. Schließlich wollte ich noch am selben Tag wissen, was ist und drängte ihm mir zu schreiben, dass tat er dann auch. Seine Erkenntnis: "Es gibt drei Möglichkeiten: 1. Freundschaft, ohne Sex, aber wir müssen uns besser kennen lernen, damit die Liebe in ihm "hochkommt". - 2. Wir belassen alles wie bisher (also praktisch Affäre, Techtesmechtel, was auch immer) mit Sex. 3. Wir gehen eine Beziehung ein mit dem Wissen, es kann auch nach kurzer Zeit schief gehen, wenn er merkt er fühlt sich nicht wohl. Damals war das natürlich dieses berühmte JEIN! Aber ich habe es nicht verstanden. Ich war zu verletzt und war erstmal am Boden. Die ganze Nacht durchgeheult und morgens mit dicken roten Augen zur Arbeit, wo auch er war. Ich wollte ihm keines Blickes würdigen, zu den Kollegen sagte ich, habe eine ALlergie (die wunderten sich wieso ich plötzlich aussah wie ein Zombie). Plötzlich reagierte er auf meine Ablehnung, machte sich Sorgen. Ihm tut es leid mich so zu sehen und zu verletzten, aber eine andere Antwort könne er mir nicht geben. Er will die Beziehung, kann aber nicht.
    Im November 2012 beendete ich das alles, ich war am Boden zerstört, total abgemagert, naja nur ein Heufchen elend. Daraufhin legte er richtig los, kämpfte um mich. Ich ging die Beziehung mit ihm ein.. die ersten 2 Wochen war er ein Traum. Danach kam das Totstellen wieder, alles war wichtiger als ich. Zu Silvester wollte er mich mit seinen Freunden bekannt machen, aber hatte wieder abgesagt. Zu Neujahr bekomme ich nichtmal eine SMS, erst nach dem ich ihn rund gemacht habe.
    Er wurde krank im Januar 2013, ich durfte ich nicht sehen, schwachsinn echt. Ich stand dann einfach vor der Tür, dachte er habe eine andere. Wow, da war er böse, dann kamen die Schuldzuweisungen, ich würde eine perfekte Beziehung wollen bla. Dann servierte er mich ab, er müsse Fußball schauen. Aso ging ich, ohne schlauer zu sein wie vorher. Was für eine Beziehung ist das.. er bestimmt immer wann und wo wir uns sehen und wie lange etc.
    Schließlich trennten wir uns im Februar 2013, ich wollte ihm helfen, er sagte er ist das Problem, er kann sich nicht binden, er habe zuviele Chancen gegeben und wieder immer enttäuscht. (Damals als Kind verließ seine Mutter ihn, sein Vater war es gleich was er macht. Seine große Liebe hatte ihn nach 4 Jahren betrogen und er hatte ihr verziehen, sie ging dann aber ins Ausland und machte Schluss). Sein Selbstwert liegt auch bei Null, er ist sehr materiell veranlagt und findet sich als schlechter, nicht liebenswerter Mensch. Er wäre langweilig und hätte sein leben schon gelebt.. mit 28!
    Die Zeit danach Februar 2013 bis August 2014 war echt die Hölle, das war wie ein Drogenentzug für mich. Sehnsucht, Wut, Verletzungen.. alles war in mir, aber meine Ausbildung und ein Job finden, war mir wichtiger, ich musste mich von ihm lösen, irgendwie.
    Dann schrieb ich ihm einen Brief im Oktober 2014, ich wollte mir selber beweisen, es geschafft zu haben, von ihm loszukommen. Und beim abschicken merkte ich, wie viel Erwartungen ich im Unterbewusstsein hatte. Ich dachte echt er schreibt zurück, Fehlanzeige!
    Also ließ ich alles so laufen, wollte mich freimachen von ihm und einfach versuchen endgültig loszulassen. Und ja am 01.01.2015 um 0 Uhr meldet er sich, einfach so. Wieso weiß ich nicht, wir haben uns vor 2 Wochen auch getroffen, danach wieder eine Woche komplett totgestellt, angeblich wegen der Arbeit, glaube ihm kein Wort. Morgen sehe ich ihn wieder, freuen kann ich mich nur halb, weil ich weiß danach geht der Teufelskreis von vorne los.
    Habe alle Bücher zu Bindungsangst etc. gelesen. Nach 5 Jahren verstehe ich endlich, wieso er so ist wie er ist und wieso ich so bin, wie ich bin. Ich bin damit zum Glück nicht alleine.
  70. zitierenIvana schreibt am 12.06.2015 um 20:10 Uhr:Ich habe seit 6 Monaten einen Freund. Ich kannte ihn von früher her, da hatten wir einmal eine kurze Beziehung. Wir sind 59/und 60 Jahre alt.
    Mein Feund hatte noch nie eine längere Beziehung. Er sagt er sei seit fast 20 Jahren ohne Frau gewesen. Nur Selbstbefriedigung. Er ist ein Typ der ziemlich negativ ist und voller Hass. Trotzdem hat er auch wunderbare liebe zu der Natur. Er hatte eine sehr schwere Jugend, viele Schläge und andere ernsthafte Probleme.
    In den ersten zeit unserer Beziehung hat er mch fast aufgefressen vor Liebe. Dann wurde es merklich kühler. Er hatte mit mir noch keinen einizigen Orgasmus. Macht es sich anscheinend selber 2 bis 3 mal die Woche. Für mich ist dies alles sehr schmerzhaft und diskriminierend. Meldete sich auch oft nicht und machte totes Männchen, oder schrieb immer kalte mails.
    Nun habe ich definitiv Schluss gemacht weil ich mich überflüssig vorkomme. Es hat lange gedauert bis mir klar wurde dass nicht ich es bin sondern er. Ich denke er will keinen Orgasmus weil er sich sonst Gefühlsmässig ausgeliefert fühlt. Leider habe ich ihn am Anfang unter Druck gesetzt weil ich dachte, da sei irgendjemand anderer oder ich sei zuwenig attraktiv etc.
    Er schrieb mir per mail er habe total Angst und könne keine Bindung eingehen. Er bleibe lieber alleine, sonst würde ich noch viel mehr leiden mit der Zeit.
    Da ich selber eine 10 Jährige Therapie hatte verstehe ich ein wenig von der menschlichen Psyche.
    ich habe ihm dringend geraten eine Therapie zu machen.
    Hat er eine Chance ?
    Ich liebe ihn trotz allem, habe ich ihm auch gesagt und ich sei immer für ihn da.
  71. zitierenClaudi schreibt am 29.05.2017 um 01:49 Uhr:Was ist aus all den Beziehungen geworden?
  72. zitierenSherrie schreibt am 01.09.2017 um 12:21 Uhr:vielen Dank für die schnelle Antwort. Für mich war die Sachlage nach meinen Recherchen bisher auch klar, bis ich vor Kurzem erfahren habe, dass einem ehemaligen Kollegen, der auch meinen Weg gegangen ist, von der Agentur für Arbeit eine Sperrfrist aufgebrummt wurde (ohne dass ich dazu Einzelheiten kenne).
    Vielleicht gibt es ja im Forum noch jemanden, der auf diesem Gebiet Erfahrungen gemacht hat.
    Ich selbst habe Ende September einen Termin zur Leistungsberatung bei der Agentur für Arbeit und werde meinen Aufhebungsvertrag und den Sozialplan zur Prüfung hinsichtlich evtl. Sperrzeiten vorlegen, bevor ich mich für Dispojahr oder An-/Anmelden entscheide. Mal sehen, ob ich dazu eine verbindliche Aussage bekomme.
    Gruß
    BestAger

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