Auf der Suche nach dem Leben

30.05.2008 um 22:38 Uhr

Gute Nacht

von: Haibara   Stichwörter: Hitze, Kreislauf, Nacht, Traum

Stimmung: müde
Musik: Stehn zwei Stern ...

 

Geschafft!

Hab den Tag ganz gut verbracht,

hätt's ab mittag nicht gedacht,

Die Hitze war doch ganz schön heftig,

ich meines Kreislaufs mäßig mächtig,

gehe nun ins Bett,

hoffe, dort wirds nett.

Wünsche euch und mir ganz sehr,

einen wunderschönen Traum daher.

Gute Nacht! Fröhlich

30.05.2008 um 07:10 Uhr

Morgenspaziergang

von: Haibara   Stichwörter: Morgen, Kühle, Grün, Kraft

Stimmung: gut

Soeben kam ich von einem kleinen Morgenspaziergang zurück.

Es ist draußen wunderbar kühl. Die frische Luft hat meine Arme gestreichelt und mein Gesicht in Klarheit getaucht. 

Meine grüngekleideten Bäume haben mir wie immer fröhlich zugezwinkert. 

Der Tag wird bestimt schön....sicher wird er auch heiß,... ja,.. aber auch schön... 

Das wünsche ich euch allen.

Ich habe viel Kraft und Zuversicht getankt.

Nehmt euch ein Stückchen, wenn ihr wollt!

Ich gebe es gern!

Es steckt an und reicht für uns alle

und schon klappt der Freitag!Fröhlich

 

 

29.05.2008 um 09:46 Uhr

Das Milchbild

Stimmung: traurig, nachdenklich,

Gestern früh sah ich ein Bild in unserer Zeitung, welches mich den ganzen Tag über beschäftigte. All meine Gedanken und Empfindungen gipfelten heut Nacht in einer Geschichte, die ich unbedingt niederschreiben musste.Namen, Personen und Handlungen sind frei erfunden.

Anmerkung:
Ich bin dafür, dass jeder Mensch in unserem Land genug Geld haben sollte, um leben zu können. Ich weiß aber auch, dass wir es in unserem kleinen wohlhabenden Land nicht schaffen werden, dass es allen gut geht, weil die Menschen an den entscheidenden Stellen des Staates und der Wirtschaft zu gierig, egoistisch und gleichgültig sind. Nimmt ein Mensch so eine Position ein, wirkt diese leider bei Vielen als Katalysator ihrer bösen Eigenschaften.
Dabei gäbe es verschiedene Lösungen, um Allen zu helfen!
Aber Lebensmittel vernichten ist für mich keine Lösung, niemals!
Wäre ich gläubig, würde ich sagen:"Lebensmittel vernichten ist eine Sünde!"
So sage ich: es ist ein Verbrechen und eine Schande! Der Mensch sollte sich schämen!
Auch den Tieren gegenüber ist es respektlos, so zu handeln.

Das Milchbild

Während Rita ihren Rücken durchstreckte, legte sie gleichzeitig die Bürste weg und atmete tief durch. Noch auf den Knien verharrend begutachtete sie ihr Werk. Der Boden vor ihr war sauber. Die Steine blitzten wieder in ihrem Rot. Die weißen Milchflecke waren verschwunden. Auch das Gitter des Abflusses war wieder rein und die Gitterstäbe getrocknet.
Aus dem Hintergrund drangen leise Kaugeräusche und gelegentliches Muhen der Kühe an ihre Ohren. Ein paar Fliegen schwirrten herum.
Sie seufzte erleichtert. Das war wieder ein harter Tag gewesen! Bäuerin zu sein, war nicht einfach. Es war ein Knochenjob! Aber sie war es schon seit Jahr und Tag, mit Leib und Seele. Eigentlich ging es ihr gut. Sie konnte sich nicht beschweren. Wenn nur das Leben nicht so teuer wäre! Die Preise stiegen fast täglich. Sie und ihr Mann Rainer hatten zu tun, ihre laufenden Kosten begleichen zu können. Wenn sie nur mehr verdienen würden! Aber so einfach war das nicht. Dass, was sie auf dem Bauernhof produzierten, konnten sie nur zu bestimmten Preisen verkaufen. Ja, wenn sie die Milch ihrer Kühe teurer verkaufen könnten, dann würde alles besser sein! Man musste sich wehren und es der Regierung und dem Handel zeigen! Ihr Blick fiel auf den Abfluss. Deswegen hatten sie heute viele Liter Milch weg geschüttet. Wenn sie sie verkauft hätten, hätten sie eh nichts weiter verdient. Also, dann lieber vernichten und die Preise hochtreiben, waren ihre Überlegungen gewesen.
Außerdem hatte man die Presse hinzugezogen. Morgen würde ein Bild von dieser Aktion erscheinen. Vielleicht nützte es ihrem zukünftigen Verdienst. Wenn alles gut ging, bekamen sie auch noch für dieses Foto ein paar Euros. Das Bild sollte groß auf dem Titelblatt zu sehen sein. Sie freute sich schon ein klein bisschen darauf und fühlte so etwas wie Stolz.
Voller Gedanken stand Rita auf, verließ den Kuhstall und machte sich in der Abenddämmerung auf den Weg ins Haus. Ihre Gedanken konnten vom Geld nicht los kommen. Was sollte das bloß werden! Das Futter und das Essen waren sehr teuer. Der Benzinpreis zog ständig an. Ihr 5 Jahre altes Auto schluckte viel Benzin. Sie brauchten ein neues, eines mit weniger Verbrauch. Aber woher das Geld nehmen?Ihre Küchenmöbel waren so abgenutzt, dass erst heute früh eine der Schubladen ihre Vorderfront beim Herausziehen verlor. Sie seufzte wieder. Das Leben war in Deutschland fast unmöglich geworden.
Während sie so grübelte, merkte sie nicht, dass sie ihre Füße vom sorgfältig gepflasterten Hofweg weg an den Rand trugen. Es wurde jetzt schnell dunkel. Plötzlich stolperte sie über den Wegrand und stürzte.
Kurz wurde ihr schwarz vor Augen, dann rappelte sie sich schnell auf und ging weiter. Ihr Schritt wurde langsamer. Alles schien plötzlich verändert. Sie konnte ihr Haus nicht mehr sehen. Es war auf einmal sehr warm um sie herum. Sie begann zu schwitzen. Ihr wurde schwindlig. Sie schwankte und fühlte sich, als wäre sie endlos lange in sengender Hitze gelaufen. Ihre Zunge war wie vom Durst ausgetrocknet. Der Hals kratzte.
Um sie herum hatte sich die Landschaft verändert. Die Bäume waren verschwunden. Überall war Sand zu sehen. Sie schüttelte ihren schmerzenden Kopf. Hatte sie eine Gehirnerschütterung? Das fehlte ihr gerade noch: Praxisgebühren und Medikamente! Langsam schleppte sie sich weiter. Da tauchte auf einmal ein Zelt im Halbdunkel vor ihr auf. Wollten die Kinder heute Nacht zelten? Es war ihr neu. Sie schaute genauer hin. Es war ein komisches Zelt aus alten Stoffresten, mit Planen versetzt, notdürftig zusammengebaut. Ärgerlich dachte Rita, dass die Kinder doch hätten sagen können, dass sie zelten wollten, dann hätte sie das Zelt vom Boden geholt. Sie müssen sich doch nicht so etwas zusammenbasteln! Wenn die Zeiten auch nicht einfach waren und man sich keine neues Zelt leisten konnte, aber ihr Altes war doch noch da!
Energisch und etwas wütend schlug sie die Eingangsplane zurück und betrat das Zelt.
Verblüfft blieb sie stehen.
Es war fast dunkel, ein leises Wimmern und Gemurmel erreichte sei. Die Luft war abgestanden und roch nach vielem Leben in einem Raum. Weiter hinten brannte ein kleines Öllämpchen. Sie sah viele Menschenumrisse. Ein Mädchen bahnte sich einen Weg zu ihr durch und rannte auf sie zu:"Mama! Hast du was zu essen und trinken mitgebracht? Ich habe solchen Hunger!", rief die Kleine und griff nach Ritas Hand. Die Kleine hatte eine sehr dunkle Hautfarbe, ihre fremdklingenden Wortlaute konnte Rita sonderbarer weise gut verstehen. Die Augen des Kindes waren groß und rund. Sie blickten traurig. Dann fiel Ritas Blick auf den stark gewölbten Leib des Mädchens:ein Hungerbauch! Das Mädchen streckte die Hand aus. Automatisch kam Rita ihr mit ihrer Hand entgegen. Sie hörte sich selbst in dieser fremden Sprache sprechen. Aber sie verstand, was sie sagte.: "Nein, ich habe wieder nichts für euch." Dabei schaute sie auf ihre Hand. Sie erschrak:diese Hand war dünn und hatte lange vom Hunger ausgezehrte Frauenfinger. Ihre Hand war fast schwarz. Es war die Hand einer Afrikanerin! Ihr wurde immer schlechter. Dass dumpfe Schwindelgefühl, dass sie die ganze Zeit begleitet hatte, wurde stärker:"Hunger!", dachte und fühlte sie. In diesem Moment winkte sie ein Mann nach hinten, in die äußerste Ecke des Zeltes. Die anderen machten ihr Platz. Sie ging dorthin. Auf einer alten Matratze lag ein kleiner Junge. Der Mann flüsterte:"Du musst ihm die Milch geben. Er wird sonst sterben.", Rita spürte Entsetzen und tiefe Trauer. Resignation stieg in ihr hoch:"Ich habe keine Milch. Die Hilfslieferung ist nicht eingetroffen. Die deutschen Bauern schütten zur Zeit ihre Milch weg.", flüsterte sie. Die anderen sahen sie verständnislos an. Der Junge vor ihr öffnete langsam seine Augen. Ein Erkennen flimmert in ihnen:"Mam..."formten seine trockenen Lippen, dann wurde es still. Kein Atemzug war mehr zu hören. Der kleine Körper hatte den Kampf gegen Hunger und Durst verloren.
Rita beugte sich tief zu dem Jungen hinunter. Sie wollte weinen. Sie schluckte. Aber die Tränen wollten nicht kommen. Sie war zu schwach. Das Leid war zu groß. Der Hunger hatte das ganze Volk im Griff.
Zärtlich zog sie den Kleinen noch einmal in eine letzte Umarmung, während sie gleichzeitig das kleine weiße Steinchen aus seiner Hand löste, mit dem er in den letzten Tagen noch gespielt hatte. Es war etwas,was ihr von ihm blieb.
Dumpf nahm sie dann wahr, dass ihr Mann sie schüttelte. Er rief sie laut beim Namen. Dann fühlte sie sich hochgezogen. Sie stand auf, schaute nach oben und...

...sah ihrem Mann Reiner ins Gesicht. Er schüttelte mit dem Kopf:"Was ist denn bloß passiert. Ich habe dich überall gesucht und jetzt endlich hier am Wegesrand gefunden! Was machst du nur! Geht es dir gut?", meinte er erschrocken. Sie nickte nur.
„Komm rein, es ist spät." brummte er, drehte sich um und ging langsam vor ihr her, zurück ins Haus.
Vollkommen durcheinander, leise schluchzend folgte Rita ihm. Wie durch einen Schleier nahm sie ihre Umgebung war. Es war ihr vertrautes zu Hause!
Sie musste sehr lange bewusstlos gewesen sein, denn als sie die Küche betrat, schlug die Uhr schon die vierte Stunde des neuen Tages an. Das blinkende Pendel zeigte ihr für einen Moment ihr gewohntes Spiegelbild.
Stumm setzte sie sich an den großen Tisch. Ihr Mann schob sich den Stuhl gegenüber zurecht, stellte Rita einen großen Topf mit dampfendem Kaffee hin und setzte sich dann:"Duschen und zum Arzt, das machen wir dann, okay? Trink erst mal," murmelte er und begann mit der Morgenzeitung zu rascheln: "Sieh da, es hat geklappt, Rita! Wir haben uns gewehrt! Jetzt geht es los, jetzt wird es besser!", mit einer triumphierenden Geste schob er ihr eine Seite hinüber. Ihr Blick fiel auf das große Titelbild. Es zeigte ihren Reiner. Sie, die Bäuerin Rita, stand daneben und goss mit zufriedenem Lächeln eine große Kanne Milch in den Abfluss des Kuhstalls.
Darunter stand ein Satz von ihr, der ihr noch gestern sehr klug erschienen war: "Wir müssen so handeln, damit wir wieder eine Zukunft haben."
Während sie nun flüsternd diese Worte las, öffnete sie ihr rechte Hand, in der ein kleiner weißer Stein lag.

28.05.2008 um 10:29 Uhr

Warum verliert ein Mensch sein "ich"?

Stimmung: gut , nachdenklich
Musik: Here I Am (Brian Adams)

Als ich noch ein kleines Mädchen war, habe ich so einige Freunde und Schulkameraden gehabt. Ich wohnte in einem Dörfchen und wir spielten froh und munter sehr oft draußen mit all unseren Geschwistern jeglicher Altersstufen. Es war schön.
Wenn das Spiel zu Ende war oder wir nach Hause mussten, gingen wir auseinander und jeder machte sein Ding.
Wir hielten zusammen, aber jeder war eine eigene kleine Persönlichkeit. Jeder hatte seine Anschauungen, Vorstellungen, Neigungen und Vorlieben. Jeder hatte sein eigenes Bewusstsein und seinen eigenen freien Willen, nach dem er handelte. Ein jedes Kind war auch in der Lage, für sich selbst zu bestimmen und einzutreten. Jeder sagte seine Meinung, jedem wurde zugehört. Wir halfen uns und jeder war gleich. Wir hatten keinen kleinen „Führer" und keiner musste sich vor ihn stellen, ihn glorifizieren, beschützen und ihm nach dem Munde reden oder für ihn handeln.
Aber in meiner Klasse war ein Mädchen: schlank und rank, hochgesteckte feine Haarfrisur, immer schick gekleidet und irgendwie war sie charmant und hatte Charisma. Sie wirkte auf der einen Seite distanziert und kühl, konnte sich aber auch freundlich geben. Sie beobachtete ihre Mitmenschen. Dann begann sie zu handeln:sie wählte aus, scharte ein paar Mädels um sich herum, die sie anbeteten, war sehr freundlich zu ihnen, gewährte ihnen gewisse Vorzüge und brachte ihnen ihre Lebensansichten bei. Nach einer Weile war dieses Grüppchen unzertrennbar. Irgendwie wurden sie alle immer ähnlicher. Alles, was die kleine Führerin sagte, wurde gemacht und war richtig. Wehe, wenn wir, die wir nicht dazugehörten, auch nur ein Wort gegen das Mädchen sagten, bekamen wir sehr wütende Worte von ihren Anhängerinnen zu hören. Wahrheiten wurden so verdreht, bis das Mädchen wieder das Engelchen war. Nun geht es mir aber eigentlich nicht darum, ob diese Person gut oder böse war, sondern um deren "Freundinnen": es ist ja üblich, dass schon in Schulzeiten sich solche Grüppchen bilden.Aber in im Laufe der Entwicklung des Menschen sollte sich so etwas eigentlich verlieren.

Der einzelne Mensch lernt, dass er selbst ein Mensch ist, mit seinen eigenen Vorstellungen und seinem eigenen freien Willen, den ich zwar manchmal angezweifelt habe, aber jetzt sehe ich, dass jeder einen hat: und deswegen prallen sie auch manchmal aufeinander.
Aber auch hier ist es wohl mit so vielem, was man uns mit auf den Lebensweg gegeben hat: ich kann diesen Willen nutzen oder nicht. Ich habe die Entscheidung, was ich tun will. Ich kann jedes mal, auf jedem Gebiet wählen:gut oder böse, hell oder dunkel, "ich" sein oder "mein ich" aufgeben.

Wird der Mensch erwachsen, hat er Erlebnisse gehabt, Erfahrungen gesammelt und ist in der Lage zu entscheiden.
Aber wenn er so gelebt hat, dass ihm das Wichtigste im Leben gefehlt hat: die Liebe, dann ist er vielleicht nicht in der Lage, er selbst zu bleiben, weil die Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft ihn nicht mehr klar sehen lässt.

So kann es passieren, dass diese Grüppchenbildung auch in der Erwachsenenwelt stattfindet und wir sie dann mit dem schönen Wort „Sekte" benennen. Menschen werden hörig, geben sich selbst auf. Handeln nur noch im Sinne ihres Gurus. Es friert mich, während ich das hier schreibe, denn ich finde, dass das eine schlimme Entwicklung eines Menschen ist. Ich denke auch, dass es im Kleinen beginnt. Ich habe so etwas in den letzten Jahren indirekt von außen und aus weiter Entfernung teilweise beobachten können: Es gibt Menschen, die das entsprechende Auftreten haben, um Leute um sich zu scharen, die sie dann benutzen und von sich abhängig machen. Ihre Jünger halten das für Freundschaft. Auch hier wurde dem Menschen der freie Willen genommen. Manche merken es nicht einmal. Sie sind noch stolz, die Nähe und Ansichten der betreffenden Person teilen zu dürfen und bekommen nicht mit, dass sie ihr eigentliches Leben aufgeben. Und sie denken noch, dass sie etwas Gutes tun, wenn sie sich z.B. wie ein Hund blaffend vor das Herrchen stellen, um ihn auf jeden Fall zu verteidigen...Nein, das war kein guter Vergleich! Ein Hund respektiert sein Herrchen, wenn sein Herrchen ihn auch respektiert. Beide leben dann in Achtung gemeinsam zusammen! Das ist in Serena_s Video wunderschön zu sehen.

Aber Menschen untereinander können anders sein. Sie können ihren Charaktereigenschaften benutzen, um andere auszunutzen, ihren Willen zu brechen und sie in ihre Abhängigkeit bringen, damit diese ihnen gehorchen. Aber warum? Sehnen sich solche Personen auch unbewusst nach Liebe und Freundschaft und können sie diese anders nicht erhalten? Oder scharen sie bewusst Menschen um sich,um ihre Ziele, was es auch immer diese sind, zu erreichen?

Wenn ich den kleinen normalen Alltagsbereich verlasse und eine Stufe höher steige, treffe ich auf große mächtige Sekten,wie „ Scientology ", und ich frage mich, wie so viele Menschen gegen ihr eigenes Leben entscheiden können. Die Sektenbildung fängt im kleinen an, geht weiter und nimmt ungeahnte Außmaße an. Es ist für mich ein unheimliches Phänomen.

Und dann...ich wage es kaum, zu denken, aber nach einem Schockerlebnis ist mir etwas klar geworden:nämlich dass auch die Kirche eine Sekte ist, wohl die Größte der Welt.
Und das finde ich entsetzlich: Menschen, die einen Glauben haben, werden ausgenutzt.
Jesus, der etwas Gutes wollte, wird missbraucht...

Jeder Religion hatte wohl ihre Sekte. Menschen wurden wohl auch im Glauben stets ausgenutzt.

In Verbindung mit Sekten und Hörigkeit, sehe ich auch immer dieses Bild vor mir, als Hitler rief:"Wollt ihr den totalen Krieg" und ein ganzes Stadion voller Menschen schrie"Ja!".

Wieder friert es micht.

Ich will das alles nicht gleichsetzen, aber die Anlagen der Menschen werden von anderen Menschen im Alltag, in der Gesellschaft und in der Politik ausgenutzt. Und die Menschen lassen sich ausnutzen!

Warum aber entschließen sich Menschen, ihren Willen zu unterdrücken oder gar aufzugeben? Warum folgen sie anderen willenlos?

Sie beginnen im kleinen sich selbst und anderen zu schaden.Nur ihr "Führer" hat Vorteile. Das Ganze setzt sich im größeren Rahmen fort, Einige haben wieder ihr Gutes. Aber oft endete es schon in schrecklichen Aussmaßen, bis hin zur Selbstzerstörung des Menschen und seiner eigenen Welt.

Müßte aus den Erfahrungen der Mensch nicht auch mal etwas lernen?

Sollte so etwas nicht in der Schule vermittelt werden?

Die Menschen haben viele Anlagen mitbekommen, sie können unter anderem ihren freien Willen nutzen oder aber auch nicht.

Man soll niemals nie sagen, weil man nicht was, was das Leben birngt und wie man selbst handelt.

Aber ich denke, dass ich in meinem Leben, immer "ich" geblieben bin und mir meine Meinung bewahrt habe. Ja, ich habe Fehler, aber ich habe mich nie zum Untertan eines anderen gemacht, und ich hoffe, dass ich das auch weiter schaffe, denn auch das ist ein Stück vom Leben, was ich suche und auch brauche.

27.05.2008 um 11:01 Uhr

Wann ist ein Mensch schön?

von: Haibara   Stichwörter: Mensch, Schönheit, Gardemaße, Ansicht, Kosmetik

Stimmung: gut , träumerisch
Musik: No Bravery (James Blunt)

Wann empfinden wir eigentlich einen Menschen als schön?

Als ich eben die Fernsehbeilage meiner Tageszeitung herausnahm, um sie ordentlich für die nächste Woche neben das Fernsehgerät zu deponieren, ist mir etwas aufgefallen:

Auf dem Titelblatt sind immer Personen abgebildet. Meistens sind es junge Frauen, die toll aussehen und auch noch entsptrechend gestylt sind.Man zeigt oft natürlich auch viel nackte Haut. Fast immer wirklich ein Blickfang.

Aber heute ertappte ich mich doch tatsächlich dabei, dass ich spontan dachte:"Wer ist denn das, die ist doch nicht schön genug für ein Titelbild!"

Dann war ich erschrocken? Wie dachte ich denn da? Kann ich denn die Menschen einfach so herablassend über ihr Aussehen beurteilen, zu mal Bilder oft täuschen und in Zeiten des PC's sicher kaum noch den Originalpersonen gerecht werden.

Ich trat mit der Zeitung ans Fenster und schaute mir die Frau genau an: ein normales Gesicht, leichte lockige Kurzhaarfisur, eine ernster Blick.Nichts Besonderes, Auffälliges. Da: bei ihren Augenbrauen blieb mein Blick zuerst hängen, die eine war etwas mehr zur Nasenwurzel geneigt, die andere weniger, aber beide waren mehr in den inneren Bereich gewachsen; wärend die Augen selbst ein kleines bisschen weiter nach außen liefen, als ihre Brauen sie abdeckten. Dadurch wirkte ihr Blick ernst, als hätte sie Brauen zusammengezogen, um zu überlegen. Sie schaute mich an, als ob sie mir etwas Wichtiges sagen wollte...Da war ich plötzlich fasziniert. Alls andere im Gesicht wurde nebensächlich.Die Augen! Die Augen waren das ganz besonders Schöne!

Ich bin mit der Aussage aufgewachsen, dass jeder Mensch etwas Schönes an sich hat.Ich glaube, das stimmt, man muss nur ganz genau hingucken, manchmal.
Während man in Definitionen, in der Kunst z.B, immer von der klassischen Schhönheit ausgeht, während man bestimmte Maße ermittelt, um danach Menschen in eine bestimmte Vorgabe „zu pressen", finde ich, man sollte sich den Menschen einfach ansehen und auf sich wirken lassen.

Jeder Mensch ist so, wie er ist, richtig. Er ist eben er und er ist einmalig!

(Gedankenfragen blitzen auf: Was ist mit Zwillingen?Gibt es nicht auch garantiert einen Doppelgänger von jedem auf der Welt, wie viele sagen?)

Sicher gibt es auch Ausnahmeerscheinungen, wo man sich sagt, hier ist ein fach alles perfekt, Angelina Jolie oder Anna Netrebko gelten als klassiche Schönheiten.

Aber vielleicht ist auch alles ein bisschen Ansichtssache.
Jeder Mensch hat einen andern Blick, andere Gefühle und einen anderen Geschmack.

Ja, und viele Menschen, zunehmend auch Männer, benutzen Kosmetika, um Unzulängliches auszugleichen.Schon Kleopatra hatte ihre Cremes und Wässerchen.

Sich schminken, finde ich okay. Ich schmiere mir auch viel ins Gesicht, wenn der Tag lang ist.

So lange das unterstützend ist, ist das für mich okay. Diese kleinen Verschönerungen sollen Unzulängliches abdecken sowie, dazu dienen, die eigenen charakteristischen Züge zu unterstreichen.

Aber sich selbt so zu verändern, dass man nicht mehr die ursprüngliche Person ist, finde ich nicht gut.

Vieles benutzen wir nur, weil die Werbung es uns aufschwatzt.

Schönheitsoperationen, nur um des Aussehens Willen, lehne ich ab.

Schönheit hat nicht nur was mit dem Äußeren zu tun.

Schönheit kommt auch von innen.

Wer sein Leben mit sich im Einklang verbringen kann, wirkt oft an ziehend und schön.

Not und Leid verhärmt, macht älter, oft und leider. (Das wäre in diesem Land bei niemandem nötig, aber....nein, heute nicht mein Lieblingsthema.)

Aber was mir noch aufgefallen ist: Ich habe neulich eine schwangere junge Frau gesehen, die früher eher unscheinbar wirkte: jetzt ist sie strahlend schön! Ich betone das Wort:strahlend! Sie strahlt von innen heraus, man spürt ihre Wärme, ihr Glück und hat wohl schon das Muttergefühl in sich getroffen.

Was ist schön: wir empfinden Säuglinge als niedlich...schön...was wäre wenn uns nicht die Natur oder der Schöpfer das Kindchenschema mitgegeben hätte...würden wir sie dann auch so sehen?

Was ist mit alten Menschen? Sind sie häßlich?

Ich habe schon in von Jahren gealterte Gesichter gesehen: in jeder Falte lagen Erfahrungen,Leben, Leid und Glück. Aber in mitten von all dem, habe ich oft in junge Augen geblickt, die mich mit großer Weisheit und Güte angesehen haben.

Ich habe damals älteren Damen in meiner Tätigkeit als Pflegerin ihre weißen Haarknoten gelöst, um sie zu kämmen.Es waren lange weiße weiche Haare, die auch jetzt noch wunderschön waren, und die die Frauen in ihrer Jugend bestimmt im Wind wehen ließen oder zu langen schweren Zöpfen geflochten hatten und so ihrem Liebsten gefielen und auch für andere schön anzusehen waren.

Ja, der Mensch ist durchaus schön.

Aber ist Schönheit ein allgemeines Kriterium? Sollten wir uns an offizielle Richtlinien halten?

Ich glaube nicht. Ich denke, ich werde ab jetzt einfach mal ein bissel genauer hinschauen, wenn ein Mensch vor mir steht oder mein Blick auf das Bild eines Menschen fällt.

(Kleine Zusatzfrage: Oder gibt es in unserem Innern, so eine Art "Empfindungsgen", das uns vorgibt, was wir als Menschen schön empfinden können. Ist uns das im Großen und Ganzen vorgegeben, und weicht nur etwas individuell bei jedem ab?)

26.05.2008 um 09:44 Uhr

Der Mensch und sein selbstbestimmtes Handeln

Stimmung: gut, nachdenklich

Ich frage mich, warum sind Menschen so, wie sie sind?
Haben wir wirklich einen freien Willen? Können und dürfen wir selbstbestimmt handeln? Hat jeder einzelne Mensch das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen und sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte? Darf er das tun, was ihm sein eigenes „ich" ihm vorgibt, dass tun, was er selbst will? Oder muss er sich nach den Wünschen seiner Mitmenschen richten? Und wenn er anders handelt, als andere das tun würden? Ist er diesen dann rechenschaftspflichtig?
Und wenn nicht, warum gibt dann der „Bedrängte" Erklärungen ab: um des lieben Friedens Willen, weil er Angst vor den anderen hat, weil er sie nicht verletzen will oder weil er einfach kein eigenes Selbstbewusstsein hat? Oder kann es auch in der Kindheit begründet sein: dass er von klein auf nie seine eigenen Ansichten sagen durfte bzw. danach handeln oder Entscheidungen treffen musste, die andere ihm vorgaben? Dass man einen Menschen „abgerichtet" hat?
In den letzten Tagen habe ich etwas erlebt, was mich aus dem Grübeln über die menschlichen Eigenschaften und Grundwerte, wie: „freier Wille", „Toleranz", „Einmischung" und „Meinungsfreiheit" nicht mehr heraus lässt:
Ich habe ja immer viel gelesen. Eigentlich bin ja immer für Tipps und Hinweise auf neue oder interessante Literatur dankbar. Aber hat ein anderer Mensch ein Recht, mir vorzuschreiben, welches Genre ich lesen soll und welches nicht. Wenn dieser Mitmensch anderes Leseverhalten als ich hat, ist er dann berechtigt, mir seins aufzwingen zu wollen. Hat er das Recht, sich in langen Schreiben, mir meine Art und Weise, meine Vorstellungen auszureden und auch gleich noch auf eine etwas unflätige wütende Art?
Ich glaube nicht. Ich denke, dass ich schon einen freien Willen und das selbstbestimmte Recht eines Menschen habe, zu entscheiden, was ich lesen möchte.
Daran anschließend ergibt es sich logischerweise für mich, dass ich als Mensch Gedanken, Gefühle und Meinungen zu dem Gelesenen habe. Es entwickelt sich in meinem Gehirn und in meiner Vorstellungswelt. Darf ich das, was ich daraus für mich ersehe, auch äußern, oder ist es für mich als Mensch Pflicht, meine Meinung zu unterdrücken und mich der allgemeinen oder der Meinung einer anderen Person anzuschließen, aus welchen Gründen immer? Hat nicht jeder einzelne Mensch das Recht auf eine eigene Meinung?
Menschen müssen miteinander umgehen. Es kommt auf die Art und Weise an. Wenn ich rede, schreibe oder spreche, habe da nicht die Pflicht, mich ordentlich zu artikulieren? Was ist mit denen, die das nicht können, sondern frech, arrogant, in Fäkalsprache und überheblich daherkommen? Ist man dann als Gegenüber erschrocken und verletzt? Was ist, wenn man trotzdem versucht, höflich zu bleiben und ein ordentliches Gespräch zu Stande zu bringen, ja wenn man sich sogar selbst eigene Fehler eingesteht, sich überwindet und entschuldigt, aber das Gegenüber noch grinst? Soll ich diesem Wesen gegenüber verärgert sein oder muss ich Mitleid haben, denn wenn ein Mensch so handelt, keine eigenen Fehler sieht, selbst behauptet, dass er so bleibt wie er ist, sich nie verändern wird, dann frage ich mich. Ist ein Mensch so? Sind diese Wesen die Zukunft der Menschheit?
Ich weiß es nicht.

Irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, dass Menschen, die so handeln und denken, die Menschheit im Ganzen voranbringen können.Ich denke, sie engen eher die Entwicklung ein und sind wohl selbst mit sich im Unreinen. Sie sehen nur ihr eigenes kleines "ich" und nicht das, was den Menschen im Rahmen seiner Spezies als Individuum ausmacht.

Vielleicht lassen sich meine Grübelein mit 2 Zitaten zusammenfassen:

"Ein Kleingeist kann nicht großzügig sein.", Anka Rahn

"Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden", Rosa Luxemburg

 

21.05.2008 um 10:38 Uhr

Ach wäre alles nur ein Traum!

Stimmung: gut, nachdenklich,träumerisch

Zur Zeit habe ich eigentlich Zeit.

Aber es ist mir, als würde die Zeit an mir vorbeilaufen. Es gibt Momente, da scheint sie still zu stehen.

Ich finde auch keine Worte, etwas zu schreiben oder zu beschreiben. Es fällt mir schwer, andere Beiträge zu kommentieren, ja manchmal zu erfassen. Ja, die Buchstaben der Zeitungsartikel zerfließen vor meinen Augen zu einer schwarzen Masse.Ich komme mir vor, wie gelähmt oder erstarrt.

Ich habe das Gefühl, als würde ich seit langer Zeit in einem tiefen Schlaf liegen und alles, was um mich herum geschieht, ist eine langer Albtraum. Manchmal habe ich das Gefühl, kurz vorm Aufwachen zu sein. Und wenn ich aufwache, bin ich etwa in der Zeit vor der Umstellung von DM auf Euro. Da ging es noch halbwegs sozial zu. Die Menschen waren noch anders.

Das wirklich Wichtige im Leben war noch mehr im Vordergrund, denn man hatte noch nicht so viele Existenzsorgen und musste sich nicht mit Nebensächlichkeiten abplagen.Der "Teufel" hatte seine Köder in der Gesellschaft noch nicht so etabliert.

Vielleicht bin ich in einen Tiefschlaf versetzt worden, weil ich früher im Fach Geschichte lieber vor mich hingeträumt habe, als das Thema "Kapitalismus" behandelt wurde und nun soll ich eben ganz hart die Realität erleben.. oder, weil ich nie Geld und Macht als das Wichtigste im Leben erachtete? Soll es mir dadurch eingebleut werden? Ja, mir fehlt irgendwie das Machtgen.Ich bin auch nicht besonders ehrgeizig. Ich möcht einfach hier sein und leben können, so vor mich hin. Das muss man doch auch dürfen oder ist das das Falsche im Menschen? Will man das mir zeigen, mit dieser Gesellschaft und ihren Regeln und Gesetzen? Aber es quält mich, dass so viele Menschen leiden müssen,sich plagen, um existieren zu können. Aber vielleicht muss es so sein?

Egal, ich muss, dieses Thema irgendwie in meinem Kopf ganz nach hinten packen, sonst werde ich wohl nie das eigene Leben wiederfinden. Die, die das Leben anderer Menschen zerstören, machen sich keine Gedanken. Sie trampeln auf dem Leben anderer herum und sind noch glücklich. Das wiederum lässt mich erschauern.Aber vielleicht ist es auch vorgegeben, dass das Glück des einen das Unglück des anderen ist.

Schön wäre es, in dieser Hinsicht, wenn all die vergangenen Jahre wirklich nur ein Traum wären, dann würde ich irgendwann aufwachen und um mich herum würde ich Menschen sehen, die besser leben könnten als heute. Jedem würde ich von meinen schrecklichen Traum mit HartzIV, Euro, überteuerten Benzin, Gas-und Heizkosten erzählen, vom Missbrauch des Umweltschutzes und Erhalt der Erde, gequälten und gepeinigten Kindern usw. Alle würde herzlich lachen und mich beruhigen und mir sagen:"Es war doch nur ein Traum.Geh nach draußen und sieh: wir sind doch Menschen und wissen wie wir miteinander leben müssen. Wir haben eine gewählte Regierung, die uns gut vertritt. Alle Menschen können gut existieren und der Erde geht es auch gut. Geh, und schau! Wie kommst du nur auf so einen Albtraum."

Und ich würde hinausgehen und sehen: ja, wir haben die Kurve gekriegt. Es ist zwar noch viel zu machen, aber es geht. Viele existieren nur und können noch nicht leben.Aber es ist eine positive Entwicklungstendenz eingetreten....eine ganz andere, bessere schöne, als in meinem "Traum".

Ungläubig, zögernd würde ich dann meine Geldbörse zücken, 10 DM herausnehmen und mir tatsächlich noch ganz viel zu essen kaufen können, dann würde ich zum Arzt gehen und würde einfach behandelt werden, ohne Eintrittsgebühr und auch richtig ordentlich; dann, zu Hause bräuchte ich nicht mit dicker Vliesjacke dazusitzen, ich könnte meine Heizung anstellen, ohne Angst haben zu müssen, dass ich die Rechnung nicht bezahlen kann. Die Menschen würden auf Arbeit fahren, ohne Angst haben zu müssen, das Benzingeld nicht bezahlen zu können. Viele Leute würden mit Bussen und Bahnen. Die Fahrtkosten sind billig, um die Umwelt zu entlasten. In der Zeitung lese ich, dass Beamtentum, Studiengebühren usw. abgeschafft wurden....usw. usw. Der Bundestag habe vor, über eine Grundsicherung für alle abzustimmen...und vieles mehr.

Ja, ich weiß, das Letzte ist ein Traum von mir und das Erste ist die harte, bittere Realität, leider.

Aber es gibt eine Realität, die schön ist: wenn ich zum Fenster hinausschaue und in das Grün der Bäume mir gegenüber blicke, dann ist es mir, als atme ich den Baumduft ein und das Grün der Blätter streichelt meine Seele.Es ist auch so, als würden die zwei großen Bäume zu mir sagen: "Ruhig, bleib ruhig, noch sind wir da, alles wird gut."

Dann kann ich lächelnd wieder in meinen Tag starten, so wie jetzt.

 

 

17.05.2008 um 14:01 Uhr

Des Menschen Tat und seine falschen Worte

von: Haibara   Stichwörter: Mensch, Elend, Natur, Katastrophen, Armut, Elend

Stimmung: ruhig, etwas geschafft

Ich bin hilflos.

Es passieren so viele Dinge auf der Welt, die sehr schrecklich sind. Die Erde selbst ist krank und zeigt uns ihre Krankheit in für den Menschen furchtbaren Schüben, wie zum Beispiel Erdbeben, Zunamiwellen, Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen, sich laufend veränderndem Wetter usw.

Die Menschen, Tiere und Pflanzen sind die Leidtragenden.

Am allertraurigsten macht mich, dass es sehr viele Menschen betrifft, die gar nichts dazu getan haben, um die Erde krank zu machen. Die Schuldigen sitzen in ihren gesicherten Häusern, ihnen passiert nichts. Ihre Gegenden werden noch verschont bzw., sie können in sichere Gebiete ziehen.Die armen Völker aber sterben!

Wenn es einen Gott gäbe, wäre es nicht fair, er würde all die Katastrophen umlenken,(wenn er die Erde schon nicht heilen kann oder mag), damit es die betrifft, die auch dran schuld sind, z.B. ein plötzlich sich auftuendes Erdloch unter dem Bundestag? Nein, eigentlich wünscht man niemandem etwas Böses, ich weiß. Aber manchmal kommen einem schon solche Gedanken, wenn man die Politik verfolgt und ringsum das Elend der Welt sieht.

Alle Menschen sollen nun wieder spenden. Helfen ist gut und keiner wird wohl nein sagen.Aber ob die Spenden auch ankommen?

In meinem Leben habe ich schon viel gespendet, früher sogar von Staats wegen für alle verordnet, vom Lohn abgezogen. Am Ende kam raus, dass damit Terroristen ausgebildet und keine vietnamesischen Kinder gerettet wurden.

Am liebsten würde ich selbst etwas an die betreffenden Orte zu den Bedürftigen hinschaffen und selbst helfen. Um dort zu helfen, genügen ja oft kleinere Summen. Aber schon, um dort hinzu gelangen würde mein Geld nicht reichen.Gebe ich mein bissel Geld aber hier irgend jemandem, wird es weiter gereicht und es bleiben an jeder Hand einige Euros kleben.

Ach, wie macht man es richtig? Wem kann man noch trauen? Ich weiß es nicht...

Ich bin auch noch traurig.

Es gibt so viel vom Menschen geschaffenes Elend auf der Welt.

Unsere Regierung mit samt Frau Merkel sind sehr vorbildlich in ihrem Land im "Leute in die Armut stürzen".

Frau Merkel aber sagt jetzt, dass sie die Armut in den Städten und Dörfern Lateinamerikas mit beseitigen will.

Wie scheinheilig ist das denn?

In ihrem eigenen Land fördert sie die Armut in Städten und Dörfern doch sehr konsequent.

Am Ende der Nachrichten im TV gestrigen Abends aber kam die Wahrheit in einem Satz zum Ausdruck: "Europa ist an der aufstrebenden Wirtschaft Lateinamerikas interessiert." 

Der Mensch in unserer Zeit ist ein eigenartiges Wesen, er handelt so, dass er seine Welt zerstört und seine Mitmenschen in die Armut stürzt, aber er redet so, als würde er genau das Gegenteil tun.

Das verstehe ich nicht.

Ob er sich selbst beschwichtigen muss, damit er nicht er erkennt wie böse er handelt? 

13.05.2008 um 19:31 Uhr

Neue Erfahrungen in einer neuen Miniwelt

Stimmung: gut

Komisch, es gibt so viele verschiedene Lebens-und Arbeitsbreiche in der Menschenwelt.

Mit der Zeit glaubt man, so vieles zu kennen und zu können. Man ist stolz auf seine Kenntnisse und Fähigkeiten.

Aber dann muss man sich plötzlich einem ganz neuen Gebiet widmen und man sieht, wie Menschen anders agieren und reagieren, wie sie arbeiten und leben. Es ist erstaunlich, welche kleine abgeschlossenen Miniwelten, (in Formen von Firmen z.B), existieren. Und was da für Spezialwissen vom Menschen abverlangt wird!

Der Mensch kann schon, wenn er will. Er kann sehr viel schaffen!

Aber eigentlich ist es wie in der Wissenschaft allgemein, oder speziell in der Philosophie: je tiefer man eindringt oder etwas neues entdeckt, desto sicherer weiß man, dass man nichts weiß. 

Aber ich lerne.Und es macht sogar Spaß! 

12.05.2008 um 14:03 Uhr

Gestern war Muttertag

Stimmung: heiter, locker

Heute bin ich irgendwie heiter und alles geht gut von der Hand.
Jetzt sitze ich hier und genieße mein "Sodaclub-Wasser" und denke nach:
Gestern war „Muttertag".

Ein Tag, der sich irgendwie nie in mein Bewusstsein eingespeichert hat.
Ich weiß auch warum. Ich sehe zwei Gründe:

1.)Offiziell

In unserer heutigen Zeit sehe ich den Muttertag von der offiziellen Ebene her mehr als ein Geschäft der Blumen-und Geschenkebranche an.

Als allerdings Misses Jarvis im Zuge der Frauenbewegung sich dazumal für die Einführung eines Muttertages einsetzte, hatte sie Großes vor: sie wollte die Anerkennung der Mutter und Mutterschaft erreichen.
Was ist eigentlich erreicht worden? Sicher nicht viel.
Noch immer erkennt die Gesellschaft nicht an, dass „Mutter" der schwierigste aber auch schönste Beruf der Welt ist. Das mindeste wäre eine Bezahlung dieser Arbeit.
Diese generelle abwertende Stellung einer Mutter hat aber auch leider auf viele Frauen abgefärbt. Viele belächeln die Tätigkeiten einer Mutter, wollen sich nur noch selbst verwirklichen, nehmen sich laufend Auszeiten, achten auf ihre Kinder nicht mehr so genau, manche Mütter mit gutem Einkommen in unserem Land, bemerken z.B. nicht einmal das Untergewicht ihrer Kinder und lachen dann noch drüber, wenn es Ärzte feststellen.
Aber sie lachen andere aus, wenn sie ihren Pflichten nachkommen, sich einsetzen und auch große Liebe und Gefühle für ihre Kinder empfinden und dass auch als Beispiel weiter empfehlen. Denn dass unsere Familien immer mehr kaputtgehen, ist eine schlimme Sache und Grundlage für viel Arges im Kinder-und Jugendbereich. Für diese Tendenz gebe ich aber wiederum der Gesellschaft die Schuld.
Sicher soll eine Frau auch ihre Persönlichkeit sehen und sich weiterentwickeln, und mal „Luft holen", aber wenn ich „Mutter" bin, dann sollte ich mich erst mal hinten anstellen können und meine Kinder als das Wichtigste sehen. Wenn sie dann größer sind, gibt es wieder mehr Zeit. Und trotzdem, auch große Kinder brauchen ihre Mütter. Die Kinder sollten immer das Wichtigste bleiben!
Und da ist noch viel zu tun.
Unsere Gesellschaft mitsamt Frau von der Leyen arbeitet aber leider ganz dagegen und hat eine große Mitschuld an dem Werteverfall der Familie und der Achtung vor Müttern im Allgemeinen.

2.)Privat

Ich brauche solche Tage wie Frauen-oder Muttertag in Bezug auf Ehrung nicht! Deswegen merke ich mir sie wohl nie.
Es nützt mir doch nichts, wenn Mann oder Kinder sich an diesem einen Tag bald „einen abbrechen" und alles mögliche unternehmen, um gut dazustehen.
Davon habe ich als Frau oder Mutter doch gar nichts.
Mir ist es lieber, eine Familie zu haben, die mich von Grund auf achtet und ehrt. Mir braucht keiner an einem Tag Frühstück ans Bett zu bringen (wenn ich nicht gerade krank bin) oder an bestimmten Tagen „zu verbieten", meinen Haushalt zu erledigen. Denn wenn die Familie zusammenarbeitet, ist alles schnell geschafft. Jeder hat seine Aufgaben.
Wenn die ganze Familie zusammenhält, sich gegenseitig hilft und füreinander da ist, ist so etwas nicht notwendig.
Ich habe so eine Familie.
Sicher gibt es auch mal Zank und Streit, dafür sind wir ja jeder eine eigene Persönlichkeit mit den jeweils spezifischen Eigenarten des Betreffenden, aber auch seinem freien Willen und den ganz bestimmten Vorstellungen vom Leben.
Aber wenn man sich achtet und respektvoll miteinander umgeht und sich gegenseitig auch den Freiraum gewährt, um seine eigene Persönlichkeit zu erhalten, dann kann man zusammenleben, manchmal gut, manchmal weniger gut und manchmal wird einem auch klar, wie gut es einem eigentlich geht, wenn man sich die große Welt ansieht und mit bekommt, wie manche schon im kleinen familiären Kreis kämpfen müssen. Wo ich dann wiederum schlussfolgere: wenn wir im Kleinen nicht miteinander klar kommen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn es immer wieder Kriege gibt.
Aber ich kann nicht klagen.
Ich sollte dankbar sein.
Ja, ich bin dankbar.
Dankbar, dafür, das mein Mann mich so lässt, wie ich bin und dass er mich ertragen kann, dass wir beide uns ertragen können. Denn jeder von uns beiden hat so seine Fehler.
Nach 25 Jahren sind wir immer noch füreinander da :in guten wie in schlechten Zeiten...
Dankbar bin ich aber vor allem dafür, dass ich zwei wunderbare Kinder habe, die es in ihrer Kindheit sehr schwer hatten, z.B. mit ihren Krankheiten zu leben und durchzuhalten. Die immer gut zu mir sind, aufmerksam z.B. sich nach dem Essen bedanken oder die mich fragen, ob sie mir helfen können, die mich nie vergessen, die mir beistehen, für mich hoffen und die sich auch mal entschuldigen können. Und die selbst gestern noch zusätzlich an mich dachten, liebe Worte gaben, obwohl sie es selbst im Moment unendlich schwer haben, bzw. mir noch ein „Merci" in meine Hände legten.
Ja, ich kann nicht klagen, und wenn ich auch an der Menschheit im Allgemeinen zweifele, zeigen mir aber meine Kinder und mein Mann, dass das Leben durchaus einen Sinn haben kann und wie Menschen wirklich sein sollten.
Ich spüre und weiß, dass sie mich mit all meinen Fehlern als Mutter sehen, akzeptieren können und auch gern haben.
Also habe ich eigentlich 365 Muttertage im Jahr! Und das ist wunderschön!
Das ist auch der Halt, den ich habe und der mir die Kraft gibt, diese Welt zu ertragen.
Und dadurch habe ich auch den Mut, ein kleines bisschen was an andere weiterzugeben und hoffe, dass ich sie erreichen kann, damit auch sie die Wärme und Liebe verspüren und durchhalten, wofür auch immer.

11.05.2008 um 14:40 Uhr

Frohe Pfingsten!

Stimmung: gut, aufgeräumt

Heute ist Pfingstsonntag.

Ich wünsche euch allen ein schönes, friedliches und ruhiges Pfingsfest.

Ja, besinnlich sollte es auch sein.

An Pfingsten war es, wenn ich als Atheist richtig informiert bin, dass über die  Apostel und Jünger der Heilige Geist ausgeschüttet wurde. Irgendwann später sollte er dem ganzen Volk gegeben werden.

Auf Grund vieler Diskussionen, meiner Erlebnisse und einiger Kommentare in diesem Blog, frage ich mich, ob es eventuell dass ist, was den Menschen noch fehlt.

Aber, was ist der "Heilige Geist"? Ein bisschen habe ich gegoogelt und mir ein Bild gemacht. Es scheint etwas sehr Gutes zu sein.

Ich danke Seren_a und Nyir dafür, dass sie sich solche Mühe mit mir geben. Ich habe wieder viel gegrübelt und werde sicher bald Worte haben, um aufzuschreiben, was ich jetzt denke und fühle.

Heute aber ist ein Tag, an dem ich mir sage, ich versuche, mein Hirn mal abzuschalten und mich nur in meinem kleinen realen Umfeld zu bewegen. Ich erledige normale Dinge.

Es gibt so viele Kleinigkeiten im hier und heute, die einem echt gut tun. Und diese Momente muss man wohl tief in sich aufnehmen, um nach den Feiertagen weitermachen zu können.

Ich hoffe, dass jeder dieses verlängerte Wochenende als kleine Wohlfühlinsel für sich erleben kann. 

 

 

 

08.05.2008 um 09:23 Uhr

Verdi's fieses Schülerfoul

Stimmung: verärgert

Heute finden in Sachsen die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Englisch statt.

Junge Menschen haben seit Jahren fleißig (oder auch mal weniger fleißig), beharrlich oder sehr mühsam eine fremde Sprache erlernt.

Nun sollen sie zeigen, was sie können.

Unserem Schulsystem stehe ich ja sehr skeptisch gegenüber. In diesem Zusammenhang sage ich mir wieder, dass man heute Glück haben muss, dass das "dran kommt", was man gelernt hat bzw. , beherrscht. Ich persönlich finde es sowie so unmöglich, das Können eines Menschen auf einem Fachgebiet zu einem beträchtlichen Teil an einer Prüfung auszumachen.

Gut, in unserer Welt brauchen wir einen Abschluss, einen bestätigten Zettel Papier mit einer geschriebenen Erlaubnis und einem Stempel drauf, um in die Gesllschaft aufgenommen zu werden, um existieren zu können, wenn wir denn ganz großes Glück haben und nicht von den Gierigen an den Rand gedrängt werden.

Aber zurück zu den Jugendlichen: sie haben sich darauf vorbereitet, gelernt, ihre Nerven strapaziert, ihre Seele gequält und sind heute morgen bestimmt sehr aufgegregt gewesen.Manche leiden ja unter regelrechter Prüfungsangst. Viele werden ein Grauen vor diesem Tag gehabt haben

Nun gut, es nützt nichts. sie müssen sich ihm stellen. Also sind sie heute morgen tapfer los gezogen, in ihren Englisch-Kampf.

Dann auf einmal stellten sie fest: Verdi bestreikt gerade an diesem Tag die Schulbusse!

Was nun? Wie schnell zur Prüfung kommen? Wie jetzt noch die Nerven behalten? Ich wäre wohl in Tränen ausgebrochen oder hätte mich irre lachend an den Straßenrand gesetzt.

Wenn einer den Weg nun nicht pünktlich geschafft hat, gilt er dann als durchgefallen?Was haben sich die Verantwortlichen für diesen Streik nur gedacht? Es sind eiskalte Menschen, die kein Gefühl für andere haben und wieder nur ans Geld denken.

Schämen sollten sie sich!

Ich wäre dafür, wieder in den Orten einen Pranger anbringen zu lassen, und dort solche politischen und menschlichen Banausen ausstellen zu lassen. Dort sollten sie für einen Tag stehen und jeder hätte das Recht, sich solche missratenen Exemplare der Menschheit anzusehen. Nein, ich will ihnen nichts tun, nur dort stehen zur Ansicht für alle, sollen sie.

Aber, ob sie sich schämen würden?

Ich glaube nicht. Diese Leute haben wohl keine Gefühle mehr.

Wahrscheinlich könnte man sie nur treffen, wenn man ihnen ihre Konten und all ihr Geld nehmen würde und ihnen anschließend HartzIV verordnen würde. Aber Solche würden auch da noch Kapital draus schlagen.

So: meine lieben jungen Leute, ich hoffe und wünsche, dass ihr heute alle eure Prüfungen ablegen konntet, dass ihr sie gesundheitlich gut übersteht (ohne Nachwirkungen) und wer es nicht schafft, da findet sich auch ein Weg.

Wer immer, wo auch immer, sich zur Zeit plagt, mit Abschlüssen und allem möglichen von Menschen selbst gemachten Unsinn um das Leben zu verschlimmern, der hat mein Mitgefühl, mein Daumendrücken und dem rufe ich jetzt mal zu: "Kopf hoch, das wird schon, ganz bestimmt. Also, auf in den Kampf, der Tag geht auch vorbei!"

Und ist dann die Zeit rum, und ihr habt gemerkt, dass es nicht so lief, dann verzweifelt nicht.

Es wird besser, ganz bestimmt. Es muss!!!

Und wer hinterher zur Beruhigung ein Tröpfchen trinkt, der sollte beachten, dass es nicht zum Megatropfen wird, denn dann hat man am nächsten Tag auch nur einen Riesenkater und besser wird auch nix.

07.05.2008 um 10:18 Uhr

Mein Zeitfenster in eine kleine Anderswelt

Stimmung: ruhig, nachdenklich

Ich staunte.

Es war, als wäre ich heute morgen in eine Anderswelt getaucht.

Es war noch ziemlich früh. Ich stand heute morgen gegen 6.00 Uhr in meinem kleinen Gärtchen. Ich stand still da. Es war noch kühl, aber die Bäume lockten mich mit ihren erwachenden Blüten. Zartgrüne Blätter reckten sich dem Tag entgegen. Jeder Baum schien mit seinen Zweigen, Armen gleich, die des Nachbarbaumes fassen zu wollen. Es war mir, als würden am Ende der einzelnen Äste, die Zweiglein  wie Hände in grüne Handschuhe gehüllt, sich festhalten, um so meinen Blick einzufangen, damit er nicht weiter wandern kann. Denn weiter hinten warteten den ganzen kahlen Winter über, graue Neubaublöcke auf meine müden Morgenaugen. Jetzt waren sie weg. die Natur hatte für mich gezaubert.

Vögel zwitscherten ihr Morgenlied.Es war eine "Gute- Laune- Morgenmelodie".

Ich atmete tief ein.Die Luft war ganz klar und rein.Ich spürte, wie ich Kraft tankte.Mein Körper und meine Seele schüttelten sich wie befreit und sehr erfrischt. Wir streckten uns als eins dem Tag entgegen.

Leise, um diesen Zauber nicht zu zerstören, drehte ich mich um, und ging langsam in meine Küche zurück.

Lächelnd, erwartungsfroh und gespannt auf diesen Tag, schenkte ich mir meinen Kaffee ein und schaltete das Radio an.

Im selben Moment verschwand meine Anderswelt. Ich konnte sie nicht halten. Sie verflog ins nichts!

Die Menschenwelt hatte sie verjagt! Denn diese hatte wieder von mir Besitz ergriffen.

Eine laute Stimme nagelte mich im hier fest:

"Nachrichten: ....über Diätenerhöhung beraten... Die Katastrophe in Birma hat mehr als 20000 Menschenleben gekostet....Die Beamtenbesoldung soll erhöht werden...."

Ich schluckte und hatte Mühe, meine Morgenkraft zu wahren und in diesen Tag zu starten. Dieser aber hat mir dann die Sonne geschickt hat. Mit ihrer Wärme versucht sie gerade, mein Lächeln zurück zu holen.

05.05.2008 um 14:10 Uhr

Oh, hab' ich eine Wut auf die Verbraucherverschwörung!!!

Stimmung: wütend

Da sind sie wieder:
Meine Kartoffel- und andere Verbraucherprobleme!
Naiv, wie ich bin, kaufte ich Kartoffeln, einfach: KARTOFFELN! Ich wollte Kartoffelbrei machen. Es hat ewig gedauert. Natürlich hatte ich Dussel die falsche Sorte erwischt. Ich nahm sie, weil sie am günstigsten waren. Müssen wir denn tausenderlei Sorten von allen Dingen herstellen, angeblich, um bessere Speisen gestalten zu können oder um uns mit allem möglichen zu umhüllen und das soll dann Freiheit sein, wenn ich z.B. aus „25 verschiedenen Irgendwas" auswählen kann und eins ist teurer als das andere! In Wirklichkeit ist das doch bloß wieder mal eine riesengroße Geldschneiderei und Veralberung der Verbraucher!
Ich kann es nicht fassen! Wie gierig sind denn die Menschen bloß! Durch ihre unersättliche Geldgier werden sie auch noch falsch, hinterlistig und gemein. Sollen Menschen wirklich so sein? Ich weiß es nicht! Und ist das „LEBEN"?
Das geht doch im Kleinen los:
Ich lese ein Rezept, will den neuen Kuchen ausprobieren, messe und wiege haargenau alles ab.Die Zutaten reichen kaum für eine normale Springform, die der vorgegebenen Größe entspricht. Der Inhalt einer Tüte Tortenguss reicht nur für eine dreiviertel Torte! Erst dachte ich, ich kann nicht mehr backen. Aber ich backe schon etwa seit 40 Jahren! Aber so etwas wie in dieser Zeit ist mir noch nie passiert!Will ich ein Brot backen, reicht das Mehl einer Brotbackmischung laut Etikett für 2 Brote, wiege ich das Mehl ab, reicht es aber nur für 1 Brot und ein dreiviertel Brot.
Kaufe ich meinen Deoroller, den ich seit Jahr und Tag benutze, der immer eine gute Konsistenz hatte und mir Trockenheit gewährte, läuft doch jetzt schon beim „Rollern" die „Brühe" aus dem Roller heraus. Strecken macht sich gut für die Geldbörse der Produzenten!
Leistet man sich tatsächlich an seinem Lieblingsstand ein Mozzarella-Tomaten-Sandwich, weil einem u.a. immer die Remoulade sehr gut geschmeckt hat, erlebt man jetzt sein blaues Wunder. Als beim vorletzten mal kaum noch ein Geschmack davon da war, dachte ich noch, sie hätten es vergessen. Kann ja mal passieren. Aber diesmal wieder! Das ist unglaublich!
Gut, darauf kann ich verzichten, auf manches andere auch. Aber gehört zum Leben nicht auch einiges mehr, als nur Brot und Butter? (Und das ist kaum noch bezahlbar, apropos Butter: da spritzt das Wasser auch nur so!)Überall spart man an Zutaten, veralbert die Verbraucher und zieht ihnen das mühsam hart verdiente Geld aus der Tasche.
Ich weiß langsam nicht mehr, was in den Menschen vor sich geht.
Früher war ein Produkt aus unserem Land Wertarbeit, man konnte sich darauf verlassen.
Aber heute versucht jeder jeden zu betrügen!
Und warum?
Weil auf der einen Seite kaum noch jemand existieren kann und auf der anderen Seite eine Schicht unserer Bürger nicht genug bekommen kann.
Also, ich bin im Moment so aufgebracht!
Kann man nicht wenigstens den Verbrauchern die Waren in guter Qualität lassen, die sie zum Leben benötigen und um ihren Alltag bewerkstelligen zu können? Gönnt man ihnen nicht mal das allerkleinste bisschen Lebensqualität?
Nein, man ersinnt immer neuen „Schrott":
Hat man nicht viel Geld, ist man auf Billigangebote angewiesen. So kaufte ich mir eine Billigpfanne. Natürlich fiel sie mir runter, platsch war der Griff abgebrochen. Gut, nun habe ich einen Wok, aber den wollte ich nicht. Auch preisgünstige Sachen müssen doch eine gewisse Qualität haben!

Oder: ich kaufe mir eine Art Schiene, um meine Heizungsrohre zu überdecken. Nach 2 Jahren, geht mir eine kaputt. Tja, Pech gehabt. Ich müsste alle komplett auswechseln. Das Produkt gibt es nicht mehr!
Oder: vermehre ich mal einen Deckel von einer Dose, dann kann ich sie auch wegwerfen, denn ein anderer passt nie.
Auch alles sehr toll für unsere Umwelt, besonders, wenn die Produkte aus Plaste sind und ständig immer mehr davon auf dem Müll landen. Wir sollen kaufen, kaufen und nochmals kaufen, damit einige ihr Geld umschaufeln können. Der normale Bürger stöhnt im Gleichklang mit der Erde. Sie sind beide arg belastet. Aber was stört das die Menschen, die wieder etliche Euronen mehr haben!
Oh, ich könnte mich heute aufregen!
Und im Hintergrund höre ich im Radio noch irgendeinen Heini plappern, dass es keine Altersarmut gibt, da ja jeder was hat und wenn es unter Hartz IV-Niveau sinkt, bekommt derjenige Sozialgeld. Ob er selbst welches bezieht? Er muss ja ein glücklicher Mensch sein!
Ach, wie schön, lebt es sich doch in Deutschland! Gerade für solche Menschen, die doch tatsächlich noch eine Unmenge Sozialgeld bekommen!

Was für eine Falschheit und Verlogenheit,

Oh, ich höre jetzt lieber auf, sonst platze ich...


PS: sollte jemandem mein „mittlerer Wutausbruch" etwas sarkastisch und sehr verärgert vorkommen, es war durchaus beabsichtigt.

04.05.2008 um 13:35 Uhr

Wenn Vorbilder nicht ausreichen

Stimmung: gut , träumerisch, nachdenklich

Wir Menschen haben unsere Träume.
Ohne diese könnten wir wohl nicht leben. Wir würden nur funktionieren oder wären vielleicht gar nicht mehr existent.
Wir Menschen schaffen vieles nicht, wollen aber oft anders, besser sein. Wir träumen von anderen Leben, anderen Beziehungen und auch von ganz anderen Welten.
Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder hat auch einen anderen Geschmack.
Es wäre auch schlimm, wenn alle die gleichen Empfindungen hätten. Denn dann würden z.B. alle Frauen der Welt sich in ein und denselben Typ Mann verlieben und alle anderen würden leer ausgehen.
Viele Menschen interessieren sich für das Gleiche. Das ist auch wichtig, denn wäre es nicht so, würden z.B. im Freizeitbereich (Geschäfts-und Gewinnbereich?) bei Sportveranstaltungen Stadien leer bleiben, bei Filmen die Kinos usw.
Hätten wir in großen Dimensionen nicht gleiche Wünsche und Bedürfnisse, die durch den Katalysator „Neugier" vorangetrieben würden, würden wir uns nicht weiter entwickeln, z.B. in Wissenschaft und Technik.

Die Menschen wünschen sich besser zu sein. Darum haben sie immer Vorbilder gehabt.
Haben wir heute noch Vorbilder? Oder träumen wir uns mit unseren Sport-, Musik-, und Filmidolen nur in eine andere Welt hinein, um uns aus dieser auszuklinken?
Nutzen wir insbesondere auch die Kunst, um in den Handlungen, die uns geboten werden, etwas „erleben" zu können, was in unserer Gesellschaft unmöglich ist?
Schaffen wir uns ein „Ersatzleben"?
Hilft es unserer Seele, wenn am Ende eines Buches, Filmes oder auch eines gut gelaufenen Fußballspieles alles gut wird, wenn der Held seine Traumfrau bekommt, wenn ungeklärte Fragen, wie Existenzsicherung, Wärme, Güte und Geborgenheit innerhalb kürzester Zeit geklärt werden? Stärkt es uns, wenn wir danach wieder ins echte Leben treten?
Ich denke, es ist schon so. Es gibt uns Kraft. Wir erleben eine andere Welt und wissen, ja so kann es sein. Wir können dadurch regelrecht auftanken. Wir können unser Leben besser gestalten und erkennen, wenn wir bereit sind, uns auf die Kunst einzulassen. Aber wir sollten niemals den Blick für das echte Leben verlieren.
Oft nutzen gerade Künstler aber auch ihr Medium, um uns zu Wahrheiten zu sagen, die tief in uns stecken und nach denen wir uns sehnen. Oder sie weisen auf Probleme unserer Gesellschaft hin, die aber leider von den Mächtigen ungehört verhallen. Aber uns tut es gut, wenn einer den Mut hat, die Probleme nach außen zu tragen.

Bewundernswert finde ich auch die Menschen, denen es gegeben ist, dieses alles darstellen zu können, wie Schauspieler, Musiker, Maler und Tänzer. Natürlich kann man sagen, jede Arbeit ist wichtig und jeder ist auf seinem Gebiet gut. Das stimmt. Ich will das auch nicht abwerten. Jede Tätigkeit, die ausgeführt wird, ist wichtig.
Aber ich glaube, dass Künstler noch eine zweite Aufgabe haben: nämlich, uns zu zeigen, wie wir sein könnten oder nicht sein sollten. Sie haben dieses Talent nicht zum Selbstzweck, sondern es ist eine ganz besondere Gabe.
So bewundere ich z.B. Johnny Depp, wie schon in"Fynns Welt" gesagt, sehr für seine schauspielerischen Leistungen. Er ist in der Lage, auf eine ganz authentisch wirkende Art, mit sehr viel Gefühl und immer seiner Rolle entsprechend, Menschen darzustellen, wie sie sind, sein sollten oder eben nicht sein sollten. Dieser Mann hat eine sehr große Gabe mitbekommen, sie weiterentwickelt und gibt sie an uns zurück. Er hilft uns, die Welt besser zu erkennen. Er ist Balsam für unsere Seele. Ich hoffe, dass er auch hinter dem steht, was er uns zeigt.
Sicher ist das aber auch Geschmackssache. Vielleicht sagt auch jemand, dass er ihn nicht mag. Gut, das hat was mit Antipathie und Sympathie zu, welches ein anderes Thema ist. Ich versuche hier, objektiv, was mir aber auch schwer fällt, heraus zu finden, welche Fähigkeiten gerade Künstler haben, um uns Menschen, ein Stück Leben geben zu können oder auf „Wunden" hinzuweisen.
So finde ich z.B, dass auch Mary Steenburgen eine exzellente Schauspielerin ist. Besonders ihre Rollen in „Joan of Arcadia" und in einem Film, dessen Namen ich leider vergaß, in welchem sie eine „behinderte" Frau darstellte, welche erst durch ihre erwachsene Tochter lernte, ganz einfache Alltäglichkeiten zu bewältigen und so ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, haben mich sehr beeindruckt. Dieses Thema ist dem ähnlich, wie in „Benny & Joon" und ich bin ja der Meinung, dass wir als Menschen noch viel lernen müssen, um uns alle als gleichwertig zu betrachten. Wir sollten solche Worte wie „normal" und „behindert" in Bezug auf die Menschen abschaffen.

Ja, ich bewundere Künstler für ihre Leistungen. Manch einer ist einem sympathischer, manch einier eben nicht so sehr.
Ich glaube auch, das gerade Jugendliche in unserer Zeit, wo der Mensch oft vergessen wird, und nur noch in Zahlen gedacht wird, Vorbilder brauchen, um sich selbst Ziele setzen zu können und um eine Orientierung zu finden.
Aber, mir ist auch aufgefallen, dass es auch hier schon wieder eine Richtung gibt, die mit Vorbild nichts mehr zu tun hat: wenn ich nicht die Leistungen oder auch den Charakter der Persönlichkeit achte, sondern ihn blind verehre, ihm (ihr) „hinterherrenne", ihn (sie) anhimmele und wenn es geht, sogar wie ein seltenes Artefakt berühre oder mich noch mehr annähere bzw. sogar mein Leben nach seinem ausrichte, dann geht das doch zu weit.

Denn dann ist das Selbstaufgabe und Ablegen des eigenen Lebens. Ich will nur noch für diesen Menschen oder sein Werk bzw. seine Filmrolle usw. da sein. An diesem Stadium angekommen, habe ich kein Vorbild mehr, kein eigenes Leben sondern schaue „meinem Helden" beim Leben zu und richte all meine Tätigkeiten nur noch nach diesem „Wesen" und seiner Arbeit aus. Mein eigenes ist nicht mehr existent. Hier muss ich aber auch wieder unterscheiden, zwischen normalen Fans, und jenen, die nicht mehr erkennen können, dass es noch ein echtes Leben gibt.

In dem Zusammenhang saust mir, außer diversen Fernsehserien, insbesondere „Tokio Hotel" durch den Kopf. Ich kann die Massenhysterie der Kinder für die Kinder (jetzt Jugendliche )nicht ganz nachvollziehen.Ich sehe weder Vorbilder in den jungen Menschen noch eine besondere Leistung. Nun muss ich zugeben, dass ich musikalisch gesehen, keine große Ahnung habe. Ich kann nur sagen, was mir gefällt oder nicht. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass diese Gruppe bis jetzt musikalisch etwas Herausragendes geleistet hat, um so angebetet zu werden. Aber vielleicht irre ich mich auch.

Viele andere Künstler bringen sehr gute Leistungen. Ich habe hier nur 2 Menschen erwähnt, die für mich stellvertretend für viele stehen. Ich danke ihnen, dass sie mir helfen, mein Leben zu bereichern und ich achte sie und ihre Leistung.
Aber im großen Reigen der Menschheit nehmen sie genauso ihren Platz ein, wie jeder einzelne von uns auch.

 

03.05.2008 um 15:38 Uhr

Des Menschen dunkle Seiten

Stimmung: fassungslos, traurig

Es passieren so viel schreckliche Dinge.
Passieren?
Nein, eigentlich werden sie gemacht. Die Menschen machen diese ungeheuerlichen Sachen. Vieles ist kaum zu glauben.
Mein Verstand und mein Bewusstsein wehren sich dagegen, diese Sachen aufzunehmen. Man kann es sich nicht vorstellen. Aber man kann auch die Augen nicht davor verschließen.
Warum ist im Menschen soviel Böses verborgen? Warum macht er so etwas?
Liegt in jedem Menschen gut und böse?
Shadowfax hat diese Frage auch schon aufgeworfen und sie möge mir bitte nicht böse sein, wenn ich auch etwas darüber schreibe.
Denn ich denke noch in eine andere Richtung, die mir schon lange Sorgen macht.

Es gibt meiner Meinung nach tief im menschlichen Innern eine verborgene üble Lust und Neugier, welche ein Phänomen für mich ist und was ich mir nicht erklären kann. Aber es scheint vielen Menschen eigen zu sein:
Menschen schauen anderen Menschen gern zu, wenn sie leiden.
Ich nenne sie die „Katastrophentouristen":

Schon früher, bei den alten Römern sahen die Leute den Gladiatoren gern beim Sterben zu und schrien, johlten und kreischten.

Als vor ein paar Jahren bei uns dieses Jahrhunderthochwasser war, waren tatsächlich Leute dabei, die sich auf erhöhte Ebene stellten und zusahen, wie Bauern (selbst in Lebensgefahr) krampfhaft versuchten, ihre Kühe vor dem Ertrinken zu retten.

In meiner Stadt hat sich letzte Woche ein Polizist erschossen. Ruck zuck standen Leute dort und beobachteten Notarzt und Polizei. Später wurden Bilder ins Netz gestellt, die bis hinein ins Zimmer des Mannes reichten.

In meiner Stadt wurde auch letzte Woche ein Vermisster gesucht. Es standen Presseleute an der zu vermutenden Stelle und als es hieß, dass er gefunden ward, starteten sie durch, wie nach einem Startschuss für einen 100 m-Wettlauf, um den ersten Schnappschuss des toten Menschen machen zu dürfen.

Vor einiger Zeit brannte ein Haus. Cirka 100 Menschen standen da und beobachteten, wie die Feuerwehr sich abmühte, eine Tür zu öffnen. Man hatte viel Spaß.

Es passieren Verkehrsunfälle. Menschen gehen dort hin und schauen den Rettungssanitätern zu, ja, behindern teilweise die Rettung!

Dann gibt es Menschen, die sehr gern Bücher lesen oder Filme ansehen, in deren Handlung die Helden gequält werden. Die Zuschauer behaupten dann noch, die Figuren sehr zu mögen bzw. sprechen sogar von Liebe zu den Gestalten!

Dazu gibt es auch die passenden Buch -und Geschichtenautoren.
Sie schreiben nicht nur von Gewalt und Gebrechen, Krankheiten und Elend, sondern stellen alles noch genüsslich bis ins kleinste Detail dar, nehmen der Figur jede Würde und verweigern dieser, einem Menschen nachempfundenen Gestalt, jeden Respekt.

Es ist ungeheuerlich, was Menschen anderen Menschen oder auch Tieren antun. Es ist genauso ungeheuerlich, dabei noch zuzusehen, gern darüber zu lesen oder zu schreiben (Nicht zu verwechseln:es ist ein Unterschied, ob ich einen Krimi lese oder mich an Gewaltdarstellungen ergötze!). Wie kommt ein Mensch dazu, sich so etwas auszudenken: aus seinem Inneren heraus solche Gedankengänge zu entwickeln, sie dann auch noch aufzuschreiben und zu veröffentlichen oder voller Anspannung und Neugier los zugehen, um das Leid anderer zu betrachten?

Aber die Menschen tun es eben.
Das ist einfach unvorstellbar für mich.
Warum machen Menschen so etwas? Ist es dem Menschen eigen?
Müssen wir so sein?

Aber, wie shadowfax auch schon festgestellt hat: Es gibt auch sehr viele gute Menschen.

Ich kenne viele Menschen, die nett und freundlich sind, ganz normal leben, aber auch ganz aufgeregt erzählen, dass sie „dabei" waren und was sie wieder gesehen hätten.

Oder die sich in solche Bücher regelrecht verkriechen oder von solchen Filmen mit großen Augen berichten.

Wie passt das zusammen?

Ist es wirklich so, dass wir das böse in uns ab und zu nicht beherrschen können und es dann jeder auf seine ganz individuelle Weise zum Ausdruck bringt?

Ich z.B. kann bei Gewalt und Verbrechen nicht hinschauen. Ich mag auch nicht drüber lesen. Es tut mir fast selbst körperlich weh, wenn ich lesen muss, wie jemandem Leid zugefügt wird. Ich weiß aber auch, dass es wahrscheinlich durch mein Leben bedingt ist und nicht in den Genen liegt.

Aber dafür kann ich z.B. sehr wütend werden. Ich schimpfe dann wie ein Rohrspatz. Einige kennen meine „mittleren Wutanfälle" leider zu genau.

Ist die Menschheit zwei geteilt: in Gut und böse?

Ich mag kein schwarz-weiß denken. Es gibt so viele böse Charaktereigenschaften, aber auch sehr viele gute. Jeder macht mal was Gutes oder Böses.
Aber bei manchen Menschen scheint das Gute ganz verloren gegangen zu sein.
Und bei manchen schlägt wohl das Böse zu, in dem die Menschen gern Gewalt, Mord und Totschlag beobachten.
Das befremdet mich sehr.
Ich verstehe es nicht.
Es macht mich traurig.

 

02.05.2008 um 14:07 Uhr

Herzlichen Glückwunsch, Frau Merkel, ... oder?

Stimmung: gut, nachdenklich

Warum bekommt Frau Merkel eine Auszeichnung?
Es hat etwas mit Europa zu tun, glaube ich.
Sicher, ich weiß nicht, was sie wirklich im Zusammenhang mit Europa erarbeitet und erreicht hat.
Aber ob das so positiv ist?
Die Einigung der Länder eines Kontinents ist aus politischer Weitsicht bestimmt etwas Fortschrittliches. Aber ob es den Menschen im Allgemeinen nützt, bzw., ob es in der Gegenwart des Stadiums der Entwicklung der Länder und des Lebens der Menschen im einzelnen notwendig ist, die Sache so zu beschleunigen, wage ich zu bezweifeln.
Ich habe auf dem Gebiet noch nichts gesehen, was dem Menschen allgemein genützt hat.
Ich habe nur gesehen, dass es hilft, gewisse Geldbeutel praller zu füllen.
Auch sind die kulturellen Unterschiede und wirtschaftlichen Entwicklungen der Länder so groß, dass meiner Meinung nach eine Einigung in dieser Zeit echt kompliziert und schwer ist.
Ich sehe das so, als wenn ich mir einfach eine Tür in den Zaun zum Nachbarn einbaue, weil dieser wohlhabend ist. Dann laufe ich respektlos über seinen mühsam gezüchteten Rasen hinweg, betrete einfach sein Haus und setze mich wie selbstverständlich in sein teures Wohnzimmer und lasse mich von ihm durch füttern oder hole mir einfach was aus seinem Kühlschrank. Das geht ja auch nicht.
Eigentlich müsste erst einmal jedes Land sich für sich selbst entwickeln und erst dann, wenn alles etwas angeglichen ist, bzw. es den Menschen in den Ländern besser geht, dann kann man sich gegenseitig so sehr öffnen und annähern.
Nun weiß ich ja, dass man gleich nach dem 2.Weltkrieg angefangen hat, die Grundlagen für ein geeintes Europa zu legen. Lange dachte ich, diese Idee war aus der Angst vor einem neuen Krieg entstanden. Aber jetzt denke ich, dass es von Anfang an nur um Geld, Macht, Besitz und Land ging. Durch den Krieg sind ja viele Ländereien und Besitztümer an Grund und Boden für viele Mächtige und Reiche verloren gegangen. Durch ein vereintes Europa könnten die Erben bestimmter Familien nun ganz leicht und locker ihr "altes Zeug" ohne kriegerische Handlungen wieder bekommen. Sogar ohne Geld, wenn alles gut läuft! Auch kann man ja dann die billigen vereinten Europäer für sich auf seinen ehemaligen und jetzt wieder erhaltenen Gütern für wenig Lohn als Dienstpersonal wieder einsetzen. Auch können vereinte europäische Nachbarn bei uns für noch weniger Geld arbeiten, als es unsere Leute schon jetzt tun müssen. Eine Friseurin in Sachsen, z.B. verdient 3.05 Euro Brutto in der Stunde. Ich frage mich, was verdient dann z.B. eine rumänische Friseurin? „Macht" sie es dann für 2.05Euro?
Gut, vielleicht übertreibe ich, vielleicht erkenne ich wieder nicht das Große und Ganze der Sache.
Aber ich bin der Meinung, wenn jeder sich erst mal um sein eigenes Land kümmern würde, wäre es für die Menschheit besser.
Zumal auch landschaftlich gesehen, viele Länder wunderschön gelegen sind und die Menschen diese herrlich gestalten könnten, wenn sie nur wollten und von ihrer eigenen Regierung unterstützt und gefördert würden. Niemand brauchte aus zuwandern oder beim Nachbarland zu gucken oder von dort Geld einfordern. Jeder könnte sein Land gestalten. Wir könnten alle gute Nachbarn sein und uns friedlich nebeneinander und miteinander entwickeln und irgendwann, wenn der MENSCH so weit ist und es selbst aus seinem Inneren heraus, ohne Zwang und Verordnungen, möchte, dann kann man sagen: wir könnten eins sein.
Aber so sind Zeitpunkt und Gründe falsch gewählt. Es wird dadurch Elend und Kummer bei vielen Menschen geben. Nur einige werden wieder ihre Geld-, Macht-und Giersucht befriedigen können, leider.
Aber Frau Merkel hat einen Preis bekommen und das ist viel wichtiger.
Immer öfter denke ich an die schon erwähnte Voraussage, dass eine Frau in unserer Zeit zu großer Macht kommt, die die Grundlage für einen späteren Krieg legt.
Dies hier bietet sich gerade zu wieder an.
Oder aber wird es Hilary sein?
Oder war es schon Benazir Bhutto?
Oder kann ich die Frau noch nicht sehen bzw. die Voraussage stimmt gar nicht?
Das wäre mir das Liebste.

Fazit:
Die Welt könnte ihre Schönheit behalten bzw. zurückbekommen, wenn der Mensch sie aus seinem Inneren, seiner Entwicklung, seinen Gefühlen heraus und seiner Seele entsprechend voller Achtung und Respekt gestalten würde. Auch müsste er sich selbst endlich als einen Faktor des gesamten Geschehens begreifen und seinen ihm angestammten Platz einnehmen und gut ausfüllen, so wie die anderen Lebewesen des Planeten es auch tun.

 

02.05.2008 um 08:52 Uhr

Freundschaften muss man pflegen, aber manchmal....

von: Haibara   Stichwörter: Freundschaft, Schuld, Briefe, Schreiben, Dank

Stimmung: gut, aufgeräumt

Oh je, es tut mir so leid!

Freundschaften muss man pflegen, sagt man. Ja...auch Brieffreundschaften!

Jetzt ist es aber bei mir so, dass ich oft sehr viele Gedanken habe und vieles, vieles aufschreiben müsste, gerade Menschen gegenüber, die mir sehr viel bedeuten. Vieles davon betrifft mich persönlich, die Welt im allgemeinen und ist oft auch traurig. 

So lasse ich es oft sein, einen Brief zu schreiben, obwohl ich es gern täte. Aber ich will eben auch nicht liebe Menschen herunterziehen, die eh schon ein schweres Leben haben oder sich durch den Alltag durchkämpfen müssen.

Manchmal spüre ich auch, wie nah mir ortsmäßig ferne Menschen sind und hoffe einfach, dass sie wissen, dass ich an sie denke.

Vergessen tu ich niemanden.Ganz bestimmt nicht!

Aber manchmal bin ich eben auch wie gelähmt und unfähig, Gedanken in Worte zu fassen.

Dabei habe ich früher so gerne Briefe geschrieben. Aber die heutige Zeit macht mich oft stumm. 

Die Welt stürmt auf mich ein und macht mich sprachlos. Und wenn sich dann noch mein Realleben drastisch ändert, alles anders wird, habe ich zu kämpfen, alles auf die Reihe zu kriegen und muss mir erst mal wieder einen Plan machen.

Wenn alles läuft, dann gehen auch andere Sachen wieder.

Es gibt auch Zeiten, wo ich denke, ich stehe neben mir, schaue dem Leben zu und bin kaum in der Lage etwas zu erledigen. Das ist echt schlimm! 

Aber heute habe ich das Gefühl, dass ich die nächsten Tage wieder mal echte Briefe schreiben kann.

Also: an Ute (x2), Sammy, Jenny, Vivi, Magi, und alle, bei denen ich noch Briefschulden habe: wenn ihr das lesen solltet, bitte verzeiht mir, wenn ihr könnt, ich melde mich bald!

Aber auch hier, auf Blogigo geht es mir ähnlich:

Ich lese oft wunderbare oder interessante Einträge, kann dann aber im Moment oft nicht reagieren.Manchmal kommt es noch später und manchmal muss ich es einfach stehen lassen.

Manchmal fehlt mir auch der Mut, um eine Meinung kundzutun oder mitunter habe ich auch Angst. Komisch!

Dabei bin ich so froh, hier zu sein, danke euch allen und wünsche euch einen schönen Mai und jetzt erst mal ein schönes Wochenende,

eure HaibaraFröhlich

01.05.2008 um 11:44 Uhr

Die "Gute-Laune-Sicht" oder: alles ist relativ...

Stimmung: gut, fröhlich, erleichtert

Bald darf ich wieder arbeiten! Ich bin schon ganz aufgeregt.
Manchmal habe ich echt Angst, dass mich wieder jemand bloß veralbert oder ich das alles nur träume.
Manchmal bin ich ja etwas abergläubisch und denke, man soll sich nicht zu früh freuen oder man kann etwas zerreden.
Aber ich habe jetzt schon einige Bekannte getroffen, die "davon" wissen. Andere haben meinen Namen schon am Dienstplan gesehen. Also stimmt es.
Ich hätte nie gedacht, dass man sich mal so freuen kann, auf Arbeit zu gehen.
Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob ich die Arbeit bringe und was auf mich zukommt.

Aber dank dem Schreiben und Lesen bei Blogigo habe ich gelernt, positiver zu denken. Meine vielen netten „Kommentatoren" haben mich soviel gelehrt und mir Mut gemacht. Danke!

Ja, ich habe erst diese Woche wieder gemerkt, dass ich anfange, offener und anders zu denken.

Vorgestern ging ich im strömenden Regen durch eine Gartenanlage. Ich hatte es eilig. Verschiedene Probleme sausten durch meinen Kopf. Obwohl ich den Regen eigentlich mag, stecke ich in solchen Situationen leider viel zu oft voll innerlicher Panik und Angst, ob ich einen einen solchen Tag schaffen werde.

Aber diesmal habe ich mich ertappt, mich selbst zu beobachten, als stehe ich neben mir und schaue mir zu.
Links und rechts neben meinem Grübeln habe ich Blätter gesehen, die sich richtig strecken zu schienen, ihr grün in den Regen hielten und Wasser genussvoll aufnahmen. Ich musste lächeln. Es war so wohltuend, ein Hauch echten Lebens! Spontan blieb ich stehen und streckte meine Nase unter dem Schirm hervor. Als ich auch Tropfen ab bekam, fühlte ich mich wohl und ging mit sehr guter Laune weiter und dachte: Ein schöner Tag! Der Regen ist gut!

Und als in dem Moment mein kleiner innerlicher „Pessimistenteufel" mir gerade zuflüstern wollte:"Und wenn es saurer Regen ist?", dachte ich fast gleichzeitig:"Halt die Klappe, heute ist ein schöner Tag!" Und die Gefühle „schön" und „gut" waren da!

Später musste ich länger an einem Ort bleiben, als ich eigentlich wollte.
Diesmal dachte ich nicht:"So ein Mist, wie soll ich meine Arbeit bloß nachher zu Hause noch schaffen!", sondern überlegte:" Ob ich jetzt aufräume, oder später oder wenn was liegenbleibt, was solls. Ich bin jetzt hier, höre zu und beteilige mich an der Diskussion. Ich sitze im Warmen, die Menschen erzählen interessantes und ich habe sogar eine Tasse heißen Kaffee's vor mir stehen! Es ist eine friedliche Stimmung. Es geht mir gut. Was will ich mehr!", und lehnte mich zurück und konnte die zusätzliche Zeit genießen.

Vielleicht lerne ich, noch positiver zu denken. Auch wenn manches im ersten Moment sehr negativ erscheint.

Und wenn es auch Tage gibt, die so grau erscheinen, dass man kein Licht mehr sieht und man darinnen zu ertrinken scheint, sollte man vielleicht versuchen, die Hand auszustrecken, um seinen Halt an einem Grashalm des Namens "Positive Sichtweise" zu finden, um sich dann ganz fest daran zu klammern und langsam, ganz langsam, kann er uns helfen, zurück in das Licht des Lebens zu finden.

So kann man vielleicht auch lernen, seine Sorgen für Momente aus zu blenden und die Gegenwart zu genießen.

Diese positive Sicht ist vielleicht auch ein Stück Leben, ohne dass man sich was vormachen muss.
Es kommt ganz bestimmt auch auf die Sichtweise der jeweiligen Situation an..

So las ich vor einiger Zeit in einem anderen Blog eine interessante Diskussion über die Aussage:"Ist ein Glas nun halb voll oder halb leer?"

Diese Frage entspricht wohl einer Zusammenfassung meiner Überlegungen am ehesten und ist für mich eine unglaubliche Aussage für das einzelne Lebensgefühl des Menschen.

Oder man kann auch sagen: Alles ist relativ...