Auf der Suche nach dem Leben

31.07.2008 um 12:50 Uhr

Was soll das nur?

Stimmung: traurig, ängstlich

Da geh ich gleich los, um etwas zu tun, was mir Angst bereitet, mir nicht behagt, mir nicht bekommt, aber ich tue es, um existieren zu können.

Ich habe nichts anderes.

Warum dürfen Menschen nicht die Arbeit verrichten, die sie mögen und die sie können?

Warum müssen wir unsere Zeit mit Sinnlosem vertun?

Wir stehlen uns Lebenszeit, nur um essen, trinken und uns kleiden zu können... und viele werden dieses Jahr trotz Lohn-Sklavenarbeit frieren müssen.

Ist das nun Wahnsinn oder paradox?

Ich wünsche jedem, dass er etwas lernen oder studieren kann, was ihm behagt und dass er auf dem Gebiet dann auch später tätig werden und seine Brötchen verdienen kann.

Denn sonst ist das Leben schwer zu finden.

 

30.07.2008 um 08:58 Uhr

...und doch schon wieder aufgebracht

von: Haibara   Stichwörter: Menschen, Eigenschaften, Kinder, Diebe, HartzIV

Stimmung: erschüttert

Als ich am letzten wunderschönen Samstag mit den vielen Menschen in einer großen alten Innenstadt Deutschlands vorwärts geschoben wurde und das Ringsherum genießen konnte, wenn man man mal von der gewissen üblichen Einkaufshektik absah, erkannte ich eben, dass die Menschen so sind, wie sie sind:
Groß oder klein, dick oder dünn, egal welchem Glauben angehörig oder egal welcher Mode er frönt, Allen ist eins eigen: Sie alle wollen leben und dazu müssen sie erst mal existieren. Und ein jeder macht es so gut wie er kann, um in dieser von den Menschen zum großen Teil so unmenschlich eingerichteten Welt zurechtzukommen.
Wie ich so die Leute um mich herum betrachtete, dachte ich wieder, dass doch jeder sein Gutes hat. Keiner ist von Grund auf böse. Und auch die, in denen ich kaum etwas Gutes sehen kann, müssen doch noch etwas menschliches an sich haben. Aber was ist menschlich?
In dem Zusammenhang ging mir vieles durch den Kopf, was die Mächtigen anstellen, um den anderen das Leben zu vermiesen. Und da hatte ich es plötzlich echt satt:
Um mich herum plagen sich Alle und ein „paar" machen sich einen „Fetten" und denken, sie sind die Größten.
So dachte ich dann eben auch: Ruhe, Schluss, Punkt aus, ich muss meinen eigenen Frieden finden.Ich war alles so leid und so unendlich müde.
Bis gestern Abend ging das auch ganz gut, bis ich heim kam und auf einen laufenden Bericht im Fernsehn stieß, der mich doch wieder sehr aufbrachte:
Ein „HartzIV-Kind" hatte ein Geldgeschenk bekommen, welches doch tatsächlich der Mutter als Einkommen wieder von ihrer Leistung abgezogen wurde und man minderte noch ihre Leistung wegen Betrugsversuch. Das war ein Geschenk eines großherzigen unbekannten Menschen, um einem armen Mädchen zu helfen, sich eine Jacke kaufen zu können!
Der Fakt dieser entsetzlichen Anrechnungsweise war mir an sich bekannt und ich wollte auch nichts mehr dazu sagen, es hat eh keinen Zweck. Aber ich fragte mich nun doch schon wieder die halbe Nacht lang:
Wenn das Menschen sind, die sich ausdenken, Gesetze zu erlassen, in denen man sogar Kindern keine Geldgeschenke zugesteht, indem man sie den Eltern von HartzIV wieder abzieht und der Mutter noch Betrug unterstellt, wenn sie das Geschenk nicht meldet, dann weiß ich nicht, was ich dann bin.
Wie kommt ein menschliches Gehirn, welches in einem Körper steckt, der ja auch noch eine Seele beherbergen soll, auf solche Ideen? Das ist für mich unbegreiflich!
Solche Wesen, die einem wie Monster anmuten, aber Menschengestalt haben, denken sich HartzIV aus, geben als Regierende, die für ihr Volk da sein sollten, zwar Kindergeld und nehmen es im gleichen Atemzug als Einkommen den Eltern aber wieder weg. Sie nehmen weiterhin Kindern Geschenke weg! Kindern!!!
Wer Kinder bestiehlt ist in meinen Augen nicht nur kriminell sondern pervers bzw. verhält sich aus meiner Sicht heraus unmenschlich.
Oder ist es doch eine menschliche Eigenschaft, zu stehlen, insbesondere die Kinder zu bestehlen, die Zukunft der eigenen Spezies? Machen Tiere das eigentlich auch? Fressen die Älteren den Jungen das Futter weg?
Müsste nicht jeder Mensch soviel Intelligenz besitzen, dass er erkennt, dass ein Kind essen, trinken und sich kleiden muss? Und dass mit der Einteilung der Welt in Geld, das Kind Geld braucht! Und wenn man den Eltern keine Arbeit gibt, dann sollte der Staat gefälligst dafür Sorgen, dass wenigstens die Kinder versorgt sind!
Kinder sind die hilflosesten Geschöpfe unter den Menschen.
Man sagt, wir haben das Kindchenschema. Wo ist das bei der Regierung und den Gesetzgebenden unseres Landes geblieben?
Nein, sie bestehlen die Kinder ihres eigenen Volkes, von dem sie gewählt wurden, um die Geschicke des Landes zu leiten! Deutschlands Kinderarmut ist extrem hoch und eine Schande für so ein reiches Land!
Aber ich wollte mich ja nicht mehr aufregen. Ich sehe wieder mal viel zu schwarz, denn:
-Frau Merkel macht sich ja Sorgen um die armen Kinder in südamerikanischen Großstädten (die mir auch leid tun, aber sollte sie nicht erst mal ihren „eigenen Kindern" helfen?)
-Frau von der Leyen macht so eine tolle Familienpolitik, das am Ende die Armen immer ärmer werden.
-Frau Merkel ist entsetzt, wenn Mütter ihre Kinder töten, ohje! (Was ich auch nicht gutheiße, aber auch dafür liegen die Ursachen in der Gesellschaft)
-Das Kindergeld wird enorm erhöht. Hurra! Jede HartzIV-Mami wird entzückt sein.
Die 10 Euro werden ihr dann wieder von ihrem HartzIV-Geld abgezogen (wenn sie Glück hat, denn es könnte auch sein, dass sie durch die Erhöhung über dem Bedarf liegt und gar kein HartzIV mehr bekommt)
Was für eine kommendes wunderbares Jahr 2009 für Kinder in HartzIV-und anderen Familien mit geringem Einkommen! Denn Letztere verdienen so wenig, dass man kaum noch leben oder sterben kann. Wohngeld, z.B., gibt es für diese nämlich nicht. Ja, wenn der Winter hart wird, kann es durchaus die ersten Kältetoten geben. Aber das gehört eben dazu. Man spart ja Kosten, es fallen zukünftige oder gegenwärtige Rentner weg. Was für ein makaberes System! Und das soll alles menschlich sein? Na, ich weiß nicht.
Nein, ich wollte mich nicht mehr aufregen. Eigentlich bin ich es leid. Ich versteh solche Lebewesen nicht mehr. Sind das noch Menschen? Wo haben sie all ihre guten Eigenschaften versteckt?
Wenn sie schon die Erwachsenen ins Elend stürzen, aber warum Kinder ?
Ich verstehe es nicht. Ich werde es nie verstehen
Die Menschen sind etwas, was wohl sehr schwer begreifbar ist.
Und so muss man halt etwas für sich suchen, um den Wahnsinn nicht die eigene Seele foltern zu lassen. Und man muss etwas finden, was man im Kleinen tun kann, eben echten lebenden Menschen, Tieren und Pflanzen, helfen und beistehen. Wenn man sich eben so als Mensch fühlen kann und will.

Aber vielleicht sind meine Gedanken auch alle verkehrt und die Leute, die solche Gesetze beschließen, die ihrer Macht frönen und ihre Euroberge sekündlich erhöhen, die wirklich menschlichen Wesen, die Zukunft unserer Spezies und die, die einst überleben sollen. Vielleicht ist es ja doch eine Art Auslese und solche Experten sollen durch kommen und das einfache Volk aussterben, wer weiß das schon.

Was ist menschlich? Ich weiß es auch nicht.

Ich geh jetzt lieber meinen Hasen füttern, schönen Tag auch für euch alle.

29.07.2008 um 21:44 Uhr

Warum Menschen sich gut oder merkwürdig benehmen

Stimmung: nachdenklich

Ich freue mich, denn ich habe in den letzten 2 Monaten viele neue Menschen kennen gelernt, von denen ich dachte, dass solche Typen leider schon ausgestorben wären. Sie sind nett, tolerant, nehmen einen so an, wie man ist, akzeptieren andere Meinungen und arbeiten fair mit einem zusammen. Aber ich bin auch traurig, denn ich habe in derselben Zeit eine Person erlebt, die ich zwar „nur" über das Internet „kenne", die ich aber all die Jahre für eine seriöse, aufgeschlossene gebildete Frau hielt, die sich vor kurzem outete und ihre Maske fallen ließ. Sie ist leider genau das Gegenteil meiner neuen Kollegen. Ich bin froh, dass solch eine Dame nicht zu meinem Team gehört und nicht in diesem Blog aktiv ist.
Die Diskussion über die Möglichkeiten der Anonymität im Internet, in Foren und Blogs, haben wir schon diskutiert. Es könnte Feigheit sein, es könnte etwas Fehlendes im echten Leben sein. Es könnte einfach nur „einfacher" sein, denn man muss ja den „zu Beleidigenden" nicht ansehen. Aber wenn ich über dieses Phänomen nachdenke, anhand dieses Beispieles des echten Lebens, komme ich immer wieder auf zwei grundlegende Dinge zurück, die ich einfach mal erörtern muss:

Einmal frage ich mich, ob es wirklich Menschen gibt, die dem Begriff „dumm" entsprechen. Dieses Wort haben ja auch wieder die Menschen erfunden. Ich habe immer innerlich kein gutes Gefühl gehabt, wenn jemand sagte, der oder die sei dumm. Ich habe das eigentlich abgelehnt. Aber jetzt habe ich resigniert. Es gibt Menschen, die einfach zu dieser Definiton passen! Man kann es nicht erklären. Es passt einfach wie die Faust aufs Auge. Diese Personen können die einfachsten Begriffe nicht voneinander unterscheiden, verdrehen alles und geben der ganzen Sache einen anderen Sinn. Solche Menschen eignen sich gut als Bild-Reporter oder Politiker. Diese bilden dann wiederum die Grundlage, um andere Menschen zu veralbern, in falsche Richtungen zu führen und diese gegeneinander aufzubringen, bis hin zur Ablenkung vom wirklichen Leben und zum Ausbruch von Zank und Streit.

Nun muss ich aber sagen, dass ich über dieses Outing zunächst zwar traurig war, aber ein richtiger Ärger stellte sich bei mir nicht ein. Eher wurde ich ich nachdenklich und bekam ein gewisses Mitleid. Und das ist meine zweite Erkenntnis:
Ich glaube, dass Menschen, die andere Meinungen nicht achten, intolerant sind, Anderen Vorschriften machen wollen, sich über das aufregen, was sie nichts angeht und dann sich noch dumm aufführen, einfach die Liebe fehlt. Irgendwann haben sie diese im Leben nicht bekommen. Ich weiß nicht, welche ihnen gefehlt hat. Es kann Mutterliebe sein, die unter Geschwistern oder auch ein fehlender oder falscher Partner.
Liebe ist wohl das Wichtigste, was wir nach der Nahrung und Wärme im Leben brauchen und wird sie uns entzogen, können wir wohl nur schwer mit unseren Mitmenschen umgehen.
Mitunter verliert man vielleicht sogar den Bezug zur Realität. Als Beispiel führe ich die heute sehr weit verbreitete Möglichkeit sich in eine fiktive Welt der Filme und Fernsehserien hinein zu denken und das echte Leben zu vergessen, an. Pflanzen, Tiere und Mitmenschen werden nebenrangig. Alles wird diesem anderen Leben untergeordnet. In Wirklichkeit schaut man aber einem „Fake-Leben" zu. Das hat dann nichts mehr mit Fan-Sein oder Hobby zu tun. Sein eigenes Realleben hat man aufgegeben. Es läuft nur noch nebenbei. So kann man auch die wahren Menschen nicht mehr richtig einschätzen und gesteht ihnen keine eigenen Ansichten mehr zu.
Aber echte Menschen haben nun mal eigene Meinungen und jeder sein eigenes Gehirn. Jeder hat seine ganz persönlichen Gedanken. Jeder Mensch ist anders und so muss man lernen, miteinander umzugehen.
Natürlich gibt es auch Menschen, die einfach so, gern andere ärgern und provozieren, aber auch diesen fehlte wohl irgendwann eine ganz bestimmte Liebe.
Kann man solchen Menschen helfen? Wie lange hat man die Kraft, ihnen so entgegen zukommen, wie sie selbst sein sollten: freundlich und tolerant. Oder darf man auch mal wütend werden, weil manches einfach nur ungehörig ist?
Am besten, finde ich, versucht man, ihnen zu erklären, was los ist und wenn sie es nicht verstehen, zieht man sich eben zurück. Manche sind uneinsichtig oder wollen auch keine Hilfe! Auch das muss man akzeptieren.

Manche aber sind auch falsch. Auch durch fehlende Liebe? Sie sprechen einem persönlich jegliche eigene Meinung ab, aber geben sich in der Öffentlichkeit leutselig, „heulen mit den Wölfen", sprechen plötzlich von Meinungsfreiheit und Toleranz, machen und akzeptieren Dinge, deren Akzeptanz z.B. genau mir vorgeworfen wurde, finden sich noch toll und feiern sich als Mittelpunkt ihres eigenen kleinen Fankreises.
Warum tun Menschen nun wieder so etwas. Wir sagen: Sie sind falsch. Was bedeutet das nun wieder?
Das ist mir langsam zu hoch. Bei so etwas komme ich dann nicht mehr mit.
Ich kann doch nicht heute so und morgen so reden.
Ich hoffe zwar immer, dass Menschen sich ändern und entwickeln können. Aber innerhalb von einem Monat sich um 180 Grad drehen? Das glaube selbst ich Naivling nicht.
Wollen sich Menschen mit solchen Aktionen die Liebe Anderer erkaufen?
Aber den Menschen, die sie vielleicht nicht so mögen, gestehen sie gar nichts zu, sprechen ihnen jegliche Meinungsfreiheit ab, lassen an ihnen kein gutes Haar und machen unglaubliche Unterstellungen, dass es schon wieder lachhaft ist. Einfach, weil dieser Mensch ihnen nicht gefällt? Muss ich als bewusstes Wesen nicht auch lernen, mit Menschen umzugehen, die ich nicht gerade meine Freunde nennen würde?
Ich muss sie ja nicht heiraten, aber akzeptieren und ihnen ihre Menschenrechte zu gestehen, das sollte ich schon können.
Ich glaube, dass es wirklich Menschen gibt, bei denen im Leben die Liebe an entscheidender Stelle fehlte und die Anlagen des Betreffenden sich so in einer Richtung entwickeln konnten, die dem menschlichen Miteinander sehr abträglich sind und für den Betreffenden selbst ist das dann auch sehr traurig. Seine Seele leidet und er quält sich mit Dingen, die unnötig sind und verfällt am Ende in Hass, Wut und Ungerechtigkeit.
Vielleicht sollte so ein armes Wesen doch mal einen Arzt aufsuchen oder aber das große Glück haben, wirklich geliebt zu werden.
Da mein Beispiel aber leider kein Einzelfall ist und ich im Leben schon einige Erkenntnisse gewonnen habe, sage ich:
Wenn wir es im Kleinen nicht schaffen, miteinander zu reden, auszukommen und uns zu akzeptieren, brauchen wir uns nicht wundern, dass es Kriege gibt.
Die Wurzel allen Übels ist dann wohl doch die fehlende Liebe der Menschen untereinander.

29.07.2008 um 09:12 Uhr

Ein kleiner ellenlanger Nachtrag

von: Haibara   Stichwörter: Sinn, Leben, Menschen, Erkenntnisse, Freunde, Dank, Blog

Stimmung: gut

Ich möchte zu meinen Gedanken zum Beenden meines Blogs etwas Hinzufügen:

Ich danke euch Allen für eure Meinungen, Gedanken und Tipps sowie für die guten Wünsche für mich, um in meinem Leben zurechtzukommen.

Nein, Nyir, es ist nichts passiert. Ich habe einfach in der letzten Zeit über vieles nachgedacht, viele Menschen beobachten können und festgestellt, dass meine Gedanken eigentlich immer um dasselbe kreisen. Sicher kann man sehr viele Erörterungen darüber verfassen und sich selbst suchen gehen. Das Bloggen und der Meinungsaustausch bekommen meiner Seele auch sehr gut Ich bin auch sehr erfreut, dass so viele Leser sich meiner Gedanken annehmen und sich damit beschäftigen.
Aber irgendwie bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich sage, ich habe dazu jetzt nichts mehr zu sagen:
Der Mensch ist nun einmal auf der Welt .Und es ist echt so: er ist da und ein jeder muss etwas für sich finden, um es sinnvoll zu gestalten und etwas für sich persönlich daraus machen.
Wäre er nicht da, wäre es für die Welt auch nicht schlimm, ja, sogar besser.
Ich erkenne keinen Sinn für die Existenz genau unserer Spezies.

Als Schülerin haben wir in der Schule das Buch(Welches wohl heute keiner mehr kennt)"Pawel Kortschagin" gelesen. Dort kam eine berühmte Aussage vor, die mich sehr bewegt hat und die mir sinngemäß immer noch in meinem Gedächtnis haftet:"Der Mensch hat nur ein einziges Leben und nutzen soll er es so, dass er im Sterben weiß, dass er nicht ein einzigen Tag sinnlos verbracht hat." Das klingt zwar pathetisch und man könnte darüber schon wieder ellenlange Ausführungen schreiben. Aber vom Prinzip her sehe ich es auch so.
Jeder muss etwas finden, was für einen persönlich einen Sinn ergibt und was sein Leben lebenswert macht.
Für den einen ist es jedes Jahr ein Urlaub, der Andere kauft sich alle zwei Jahre ein neues Auto, der Nächste sammelt Bierdeckel und wieder Andere sehen den Sinn in der Welt an sich, der Natur und im tiefen Glauben an Gott.

Dann gibt es eben noch die Menschen, die den Sinn im Anwenden von Macht sehen, ein Volk ins Elend stürzen usw. usf.
Ich kann da nichts ändern.
Ich kann nur etwas für mich finden, was meinem Wesen entspricht.
Ich kann nur in meinem kleinen Umfeld agieren.
Ich kann gegen dieses Land der Diebe nichts ausrichten.
Die Menschen sind mit ihrer eigenen Suche beschäftigt, kommen irgendwie zurecht und wollen so leben. Also, reihe (resigniere?) ich mich ein, ehe ich noch ganz verrückt werde.
Vielleicht nutzt ja unsere Regierung genau dies aus. Indem die Menschen mit dem Leben beschäftigt sind, können sie alles unternehmen, um die Menschen zu vernichten, indem sie ihnen auf lange Sicht die Existenzgrundlagen entziehen. Ehe die Menschen es merken, ist es zu spät.

Ich werde wieder mehr lesen, nicht um mich in einer fiktiven Welt zu vergraben, sondern, weil es für meine Seele wichtig ist. Ich werde auch die mir hier empfohlenen Bücher lesen. Vielen Dank für die Tipps, danke liebe annaswelt.

Gestern las ich einen Spruch:"Im Unglück wird man Egoist".
Erst dachte ich, das geht doch nicht. Egoisten sind bei mir immer Menschen gewesen, die auf Kosten Anderer alles erreichen und fröhlich durch die Welt wandern. Aber das stimmt so nicht. „Ego" kommt ja aus dem Lateinischen und heißt einfach: „ich". Und das bedeutet, dass man wirklich auch mal an sich denken muss, sich annehmen und für sich selbst da sein sollte. Auch dass muss man erst einmal erkennen, insbesondere wenn man in einer diktatorischen Familie groß wurde, immer alles für andere machen musste, sich selbst immer hinten anstellen musste und so ganz schnell einen eigenen Anspruch am Leben verlernte und dann in seiner eigenen Familie weiter so agierte. So wird es dann schnell zur Selbstverständlichkeit, sich immer zurückzunehmen und wenn man dann irgendeinen kleinen Wunsch äußert, dann wird dieser sofort verneint. Und das kann auch nicht sein. Jeder Mensch hat auch das Recht, etwas zu tun oder zu erleben, was er möchte und was für ihn einen Sinn ergibt.
Also ist es schon richtig auch mal egoistisch zu sein.
Nur hat die Menschheit auch diese Eigenschaft wieder überstrapaziert und ins Böse verlagert.
Danke also auch an den Kommentar über das „Recht des Egoismus".

Ich habe ganz viele Menschen gesehen:
Menschen sind so.

Ich habe ja noch einige Gedanken offen. Etwas gibt es noch zu erörtern.

Vielleicht lasse ich den Blog auch erst mal ruhen.
Aber ich habe das Gefühl, dass ich dieses Thema für mich geklärt habe.
Es ist irgendwie abgeschlossen, ein ganz bestimmter Punkt erreicht.
Ich lasse das jetzt mal so stehen und warte noch mal ab.
Bald würde mein Blog ein Jahr alt. Er hätte also Geburtstag. Vielleicht lasse ich ihn diesen noch erleben.

Für heute morgen lasse ich es gut sein und drücke euch allen, die ihr mir immer so beisteht, die Daumen, dass auch ihr euren Sinn findet und gut durch eure einmaligen Leben kommen werdet.

Natürlich werde ich auf jeden Fall in euren Blogs weiter lesen.
Anhalli, Sternenschein, Seren_a, Shadowfax, inge, indalo und viele andere, wie ja auch aus meinen Favoriten ersichtlich ist, werden weiter zu meinem Leben gehören, wie die schönen Sterne, die ich des Nachts am Himmel glitzern sehe und die mir genauso zu blinkern wie ihr und die mir so eine große Hoffnung für das Leben geben.

Ganz doll danke ich auch mal hier meiner Tochter, die immer für mich da ist und die ein ganz großer Teil meines „Lebenssinns" ist.

Übrigens: Ja, ich weiß, der Sinn des Lebens ist 42. Das gibt mir auch viel Kraft!

Also dann, bis bald, ihr lieben Blogger und Leser, auf in diesen Tag, den es zu leben gilt.

28.07.2008 um 09:39 Uhr

Vorankündigung durch Erkenntnisse im Menschenmeer

von: Haibara   Stichwörter: Menschen, Leben, Sinn, Antworten, Blog

Stimmung: gut, Klarheit,müde

In den letzten Tagen schwamm ich im Menschenmeer.Ich habe viel gesehen und beobachtet.

Ich habe hier viel geschrieben und Antworten bekommen.Ich habe mich beobachtet, meine Existenz überprüft.

Ich bin dessen müde. Ich glaube, die Ernüchterung ist eingetreten.

Einen Sinn in der Existenz der Menschheit werde ich wohl nicht mehr finden.

Ich selbst muss mir was für mich suchen.Irgendwie. zunächst eine Existenzgrundlage schaffen, die ich ertragen kann.Weiterhin muss ich um mich herum Kleinigkeiten in dieser Welt erkennen, die für mich das Leben sind. Ich weiß jetzt, in welcher Richtung ich schauen muss.

Ich muss auch die Zeit, die Hektik und den Wahnsinn um mich herum akzeptieren. Es nützt nichts, ich bin nun mal hier. Aber vielleicht bin auch ich verrückt und alles um mich herum ist normal.

Die Menschen sind so wie sie sind: sie existieren, hasten, essen, trinken und berauschen sich oft an merkwürdigen Dingen.

Gott soll sie alle lieben. An so Vielen ging ich vorbei und fragte mich: den auch, den auch....warum?

Vielleicht hat man uns deswegen den Egoismus gegeben, um selbst für sich einen Sinn zu finden.Aber die Eigenschaft ist aus den Fugen geraten und hat die Menschheit verdorben.

Ich bin es leid und müde. Ich denke auch, meine Antwort gefunden zu haben.

Ich werde wohl meinen Blog schließen.

Ein paar Gedanken hab ich noch. Das muss noch raus. Aber dafür muss ich noch die Worte finden.

Aber diesen Eintrag muss ich genau jetzt schreiben, das ist mir wichtig.

Es muss sein!

Vielleicht morgen kommt dann noch der Rest. Es ist der Mensch, der mich wieder plagt...

Aber:

Ich danke schon mal allen, die bei mir gelesen und mir geantwortet haben. Ihr habt mir viel geholfen.

Ich habe hier wunderbare Menschen getroffen, die ein wirkliches Leben verdienen und die mir viel Kraft gegeben haben.

Vielleicht eröffne ich später wieder mal ein Blog.

Aber mit diesem Thema komme ich zum Ende. Ich spüre es, in ein paar Tagen ist dann wohl die Luft raus bzw. es wird mir zuviel...

Eine schöne Woche wünsch' ich euch allen,

eure Haibara.

 

 

24.07.2008 um 17:06 Uhr

Müssen wir essen?

von: Haibara   Stichwörter: Nahrung, Menschheit, Körper, Evolution

Stimmung: gut, erschöpft

Die Ernährung des Menschen lässt mir wieder mal keine Ruhe:

Was wäre, wenn wir Menschen uns so entwickelt hätten, wie die Wissenschaftler es uns bis zum jetzigen Zeitpunkt verkaufen? Wir entwickelten uns von tierischen Vorfahren, einer Art „Urmensch" bis hin zu Lucy, von der wir alle abstammen sollen und dann weiter bis zum heutigen Menschen, wobei sich das Gehirn seit Jahrtausenden nicht weiter entwickelt hat.

Irgendwann vor Jahrmillionen waren dann Lebewesen auf der Erde, die, um zu überleben, aus einem Instinkt heraus, in irgend etwas hinein bissen und so seither leben konnten. Dies hat sich weiterentwickelt, herausgebildet und von Generation zu Generation weiter vererbt. Was wäre, wenn wir dieses Ernährungsschema übernommen haben? Aber warum? Hätten wir es in unserer „Urzeit" ausschalten können? Hätten wir von Anfang an auf geistige Nahrung umschalten können? Wie wäre dann unsere Entwicklung verlaufen? Hätten wir dann überhaupt einen Körper gebraucht?

Es heißt, die Seele ist unsterblich. Wir alle haben jeweils einen materiellen Körper bekommen. Warum? Nun müssen wir ihn erhalten, sind in ihm gefangen, spüren Schmerzen, Leid, Freuden und Hunger: und müssen essen.
Wie ist das alles passiert? Hat Gott die Menschen nicht so erschaffen, wie ein paar Knetmännchen, sondern hat denen von der Evolution geprägten Wesen die Seelen eingegeben, damit sie menschlich werden? Haben wir es einfach nicht geschafft, die Ernährungsweise der Tiere zu überwinden? Können wir es je schaffen?
Fragen über Fragen...
Und doch bekomme ich gerade eine Antwort. Ich habe Hunger. Ich esse jetzt etwas Materielles: ein Käsebrot. Ob die Getreidehalme traurig waren, Schmerz empfanden, als man sie mähte, ob die Kuh mir böse ist, dass ich aus ihrer Milch gemachten Käse esse? Ich weiß es nicht. Aber ich gestehe, dass mir mein Brot jetzt schon schmeckt. Ich spüre schon den guten Geschmack und das Wasser läuft mir im Mund zusammen.Mein Körper und meine Sinne funktionieren der Enwicklung und dem üblichen menschlichen Verhalten gemäß.
Also müssen wir Menschen zum gegenwärtigen Entwicklungszeitpunkt unserer Spezies essen, bis auf Einige, die es wohl tatsächlich schaffen, sich auf eine andere Ebene begeben zu können. Haben sie sich weiterentwickelt oder vorgegebene Möglichkeiten ihres Bewusstseins genutzt, die bei uns verschüttet sind?
Ich weiß es nicht.

23.07.2008 um 05:41 Uhr

Weisheit aus China

von: Haibara   Stichwörter: Respekt, Tiere, Leben

Stimmung: gut, etwas aufgeregt

Vom Respekt dem Leben gegenüber zeugt diese Weisheit aus China: 

 "Jedes Tierchen, selbst das Kleinste, hängt an seinem bißchen Leben."

Ich würde sagen: das reicht von der kleinsten Mücke über den Menschen bis hin zu unseren großen Walen, die auch gern weiter leben möchten.

22.07.2008 um 09:51 Uhr

Ich mag Wasser, aber manchmal ist es mir zu nass

von: Haibara   Stichwörter: Leben, Grundlage, Wasser, gut, böse

Stimmung: gut
Musik: "Reichtum der Welt", Yvonne Catterfeld

Wasser ist die Grundlage alles Lebens, habe ich einst gelernt. Ob diese Aussage noch stimmt? Vielleicht hat die Wissenschaft längst neue Erkenntnisse.

Es könnte aber auch sein, dass dies wieder nur eine menschliche Erfahrung ist. Was ist, wenn es Leben gibt, welches wir uns mit unserem Gehirn nicht vorstellen können und welches eine ganz andere Basis hat? Irgendwo da draußen in den „unendlichen Weiten des Universums", um mit Startrek zu sprechen.

Wasser... ich höre es plätschern...es regnet...es fällt einfach so vom Himmel.
Ja, ja, ich weiß, es ist ein Kreislauf...wir alle haben es schon in der Schule gelernt.
Aber ist es so selbstverständlich?
Ich glaube nicht. Es ist eine Kostbarkeit...ein Stück Reichtum der Natur, welchen sie großzügig mit uns teilt.

Als ich z.B. vorhin unter der Dusche stand und meine Haut diese wunderbare erfrischende Nässe spürte, fühlte ich mich sofort besser. Die Gedanken wurden klarer und ich einfach fröhlicher.
Später machte ich mir meine Tasse Senseo-Kaffee und siehe da: auch dazu brauchte ich Wasser! Auch das tat mir wieder gut.

Es regnet immer noch. Der Tag ist düster. Aber auch das gehört zum Leben.
Die Pflanzen freut es. Es wird Zeit. Sie brauchen genau wie ich das Wasser, um gedeihen zu können.Doch ich persönlich habe gerade ein Gefühl von Klammheit und von zuviel Nässe...

Das Wasser ist so wichtig! Aber es wird leider auch immer unbezahlbarer. Die Natur schenkt es uns. Aber auch diese Gabe unserer Welt haben wir zur Ware gemacht, leider.
Es ist wie in dem Märchen (der Fabel?) aus meiner Kindheit, wo der Löwe vor einem Brunnen in der Wüste sitzt und das Wasser bewacht. Ein anderes Tier, welches trinken möchte, muss einen hohen Preis bezahlen, sonst wird es gefressen.
Nein, ich will mich ja bessern und nicht mehr so viel über Politik nachdenken. Das Leben ist eben so, wie die Menschen es gestalten und wollen.
Und wenn ich so lese, dass bereits die „Oktoberwiesn -Zelte" trotz hoher Preise jetzt schon ausgebucht sind, ist mir alles klar und ich brauche mir echt keine Sorgen zu machen. Wir Menschen leben eben nach unseren Prämissen.
Ja, und auch beim Oktoberfest braucht man viel Wasser: z.B.: Für das Bier.(nicht lebensnotwendig, aber wichtig für die Menschen)

Wasser....es plätschert noch...gleich werde ich waschen, wischen und kochen.
Wieder brauche ich es.
Durst habe ich auch: ich werde gleich ein Glas Wasser trinken.

Wenn wir auf Grund des Wassers entstehen konnten, dann haben wir nie die Verbindung zu ihm verloren.

Leben ohne Wasser geht nicht.

Wir bestehen ja auch aus viel Wasser!

Lächelnd lehne ich mich zurück, ziehe meine Jacke fester zu, um mich gemütlicher zu fühlen und akzeptiere den vielen Regen da draußen. Auch er ist also gut und wichtig für das Leben.

Plötzlich fällt mir ein, dass es auch eine andere Seite des Wassers gibt: 

Das Wasser ist ein fester Bestandteil der Natur. Alles ist eine Einheit. Und wenn wir sie nicht beachten, kann die Natur uns auch mit ihrer Grausamkeit die Gewalt ihres Wassers auf eine sehr böse Art spüren lassen.

Es gibt immer zwei Seiten: Wir Menschen haben sie mit den Worten „gut" und „böse" definiert.

Daran sollte man wohl auch immer mal denken.

21.07.2008 um 10:53 Uhr

Ein anderes Leben?

Stimmung: gut

Jeden Tag treffen wir viele Entscheidungen, oft im Kleinen und manchmal auch im Großen. Es geht am frühen Morgen los, wenn ich überlege, was ich esse. Esse ich ein Knäckebrot, ist mein Bauch mit mir zufrieden. Esse ich aber ein Brötchen, ist mein Genussverlangen gestillt, aber mein Bauch ärgert sich, und bläht sich auf.
Ja, nur ein kleines Beispiel, so zum Spaß, aber mal im Ernst:
Wie oft habe ich mich schon gefragt, was wäre wenn ...
... mir zum Beispiel jemand erscheinen würde, der die Macht dazu hätte, etwas in meiner Vergangenheit zu ändern und mir erlauben würde, eine Entscheidung in meinem Leben anders zu fällen.
Für welche würde ich mich entscheiden?
Würde ich es überhaupt tun?
Schon, wenn ich mir wünschen würde, dass ich damals nicht in meinem jetzigen Wohnort studiert hätte, wäre mein ganzes Leben anders verlaufen. Ich hätte meinen Mann nicht kennen gelernt, meine Kinder nicht geboren. Ich hätte vielleicht einen vollkommen anderen Beruf gewählt. Vielleicht würde es mir heute materiell besser gehen. Oder ich wäre immer noch ganz allein auf der Welt. Vielleicht wäre ich auch Konditorin geworden, da ich ja sehr gern gern backe. Dafür wäre ich jetzt ganz dick, aber glücklich zwischen meinen vielen Torten und müsste vielleicht nie grübeln. Oder aber ich hätte gelernt, mich durchzusetzen und wäre Töpferin geworden...oder Schriftstellerin nach meinen Vorstellungen (Träume von mir, aber zu den Zeiten in meinem Land damals fast unmöglich)....oder ...oder ...oder.
Aber was wäre mit meiner jetzigen Familie?
Ich hätte sie nicht. Gut, ich wüste ja nicht, dass es sie geben könnte.
Aber mit meinem jetzigen Wissen und meinen jetzigen Gefühlen, möchte ich sie nicht missen. Ich bin froh, dass ich sie habe. Und wenn auch manchmal alles nicht so leicht ist, dennoch würde ich nichts ändern wollen.
Halt, ich würde diesen Mächtigen bitten, dass alles so bleibt, aber er möge mir doch bitte eine Entscheidung in meiner Vergangenheit aufzeigen, die es meinen Kindern ermöglicht, gesund zu sein. Aber kann man im Vorfeld als Frau, eine Entscheidung treffen, damit Kinder bestimmte Krankheiten nicht bekommen? Man kann sich in der Schwangerschaft an alles halten und dennoch...Zum Glück ist heute die Wissenschaft viel weiter und so kann es heutigen Kindern viel besser gehen. Manchmal bringt auch die Wissenschaft einen Nutzen.

Aber wäre es möglich, die Krankheit meinen Kindern zu nehmen, wäre auch wieder unser aller Leben ganz anders gelaufen.
Jedes kleine Fitzelchen, was ich jetzt ändern würde, würde alles ändern!

Manchmal frage ich mich auch, ob es wirklich diese berühmten Parallelwelten gibt.
Vielleicht läuft da ja noch eine „Parallel-Haibara" herum und hat alles genau andersherum gemacht, als ich in dieser Welt. Das würde ich gern mal sehen!
Oder, nein lieber nicht.
Ich bleib lieber hier.
In dieser für mich realen Welt, mit meinen erfolgten Entscheidungen, habe ich mich ja auch z.B. für blogigo entschieden, dadurch euch, meine lieben Leser kennen gelernt, und das gefällt mir gut.

Und so entscheide ich jetzt, euch meine Gedanken zum Lesen zu geben und werde mich inzwischen meinem realen Montag widmen.

19.07.2008 um 05:41 Uhr

Von der Zeit und dem Geld

von: Haibara   Stichwörter: Zeit, Geld

Stimmung: gut

Als ich gestern wieder mal so durch den Tag hetzte, die Zeit mich fast auszulachen schien und ich ständig am überlegen war, was ich alles erledigen muss, was wichtig ist und was noch warten kann und ich so ganz nebenbei noch dringende Einkäufe erledigte, kam mir plötzlich folgender Gedanke:

Mit der Zeit ist es wie mit dem Geld. Ich kann jede Sekunde und jeden Cent jeweils nur einmal verwenden. Dann ist es vorbei. Es gibt kein zurück.

Und schon haste ich weiter.

Nein, heute ist samstag. Heute muss es ruhiger und friedlicher zu gehen.

Der Tag beginnt gerade erst. Die Vögel zwitschern, die Luft ist frisch. Der Kaffee schmeckt.

Was will ich mehr!

Also los, mal sehen was uns dieser Tag heute bringt!

 

 

18.07.2008 um 09:27 Uhr

Nachdenklich

von: Haibara   Stichwörter: weise

Stimmung: ruhig, etwas geschafft

Wie jeden Tag in der Früh schaute ich eben meine Google - Startseite durch, so wie ich auch meine Zeitung jeden morgen lese. Einen besonderen Tagesauftakt verspreche ich mir dann durch einen schönen Spruch, den mir Aphorismen.de anietet. Manchmal verstehe ich sie nicht oder sie treffen nicht für mich zu.

Der heutige Spruch allerdings erweckt zwiespältige Gefühle in mir, denn ich muss zu geben, dass man doch schon ab und zu gedacht hat, ob es wirklich gut ist, geboren zu sein.

"Einst war ich weise, nämlich als ich weinte bei meiner Geburt."   (Aus Wales) 

Wenn man bedenkt, dass dies nicht der Gedanke eines einzelnen Menschen ist, der des Lebens überdrüssig ist, sondern eine Volksweisheit, dann gibt das schon sehr zu denken. 

Und ich fange wieder einmal an, über die Bedeutng des Wortes "Weisheit" nachzudenken... 

denken, denken, denken...kann man auch mal....nicht denken? 

Ein schönes WE euch Allen! 

17.07.2008 um 08:16 Uhr

Wenn Ochsen die Bullen narren

von: Haibara   Stichwörter: Ochsen, Tiere, Fähigkeiten, Entwicklung

Stimmung: gut

Das find ich ja mal lustig!

Da ist doch schon vor über einer Woche eine Ochsenherde ausgerissen und hat sich versteckt! Bis jetzt ist es selbst der Polizei nicht gelungen, sie einzufangen. Halt! Ein Tier haben sie "erledigt", mit einem Betäubungspfeil!

Wie steht so schön in der Morgenzeitung:" Die Ochsen sind schlauer als die Polizei" oder anders ausgedrückt:"Die Ochsen sind schlauer als die Bullen."

Natürlich merken auch die Tiere, was der Mensch mit ihnen vor hat.

Und so wie ich immer davon ausgehe, dass der Mensch sich evolutionär im Geistigen weiterentwickelt und ich damit die Hoffnung verbinde, dass es in einer Richtung geschieht, die der Menschheit nützt und sie erhält, werden sich ganz bestimmt die Tiere auch weiterentwicklen.

Und wer weiß, vielleicht werden sie einst das Sagen auf der Erde haben. Vielleicht überholen sie uns oder wir stagnieren, degenerieren oder rotten uns gar selbst aus?

Oder sollten wir es schaffen, in einer fernen Zeit alle friedlich und gleichberechtigt nebeneinander und miteinander zu leben? Das wäre eine schöne Zukunftsvision! 

Im Laufe der Jahrtausende werden sich die Gehirne der Tiere und ihre ganze Art und Weise auch immer mehr vervollständigen und zu einer größeren Leistung möglich sein.

Auch die Umwelt spielt eine Rolle.

Wenn man bedenkt, dass Delfine einst Landtiere gewesen sein sollen oder die Vögel die Nachfolger der Dinosaurier sind, dann ist das schon beachtlich.

Und wieviele Tiere können Erstaunliches:

Raben,z.B., beobachten Kaffeetische in Gärten und wenn der menschliche Genießer mal kurz im Haus verschwindet, sausen sie nach unten und genehmigen sich einen Schluck aus der Kaffeetasse.

Oder wenn ich früh aufwache und dem Gezwitscher der Vögel lausche, scheinen sich mitunter Handytöne in das Konzert zu mischen. Es sind aber die Tiere, die die von den Menschen gemachten Töne nachgestalten.

Ebenso hat mich bereits vor ein paar Jahren schon die Nachricht sehr verblüfft, dass eine Maus einen Kater angriff und sich wehrte.

Hunde und Katzen scheinen uns Menschen sehr genau zu verstehen.

Sie haben ihre eigenen Persönlichkeiten.

Fische haben Gefühle! 

Ja, selbst mein Häschen hört mir ganz genau zu und macht teilweise was er will.

Schweine sollen uns Menschen vom Aufbau sehr ähnlich sein.

Ja, und Ochsen haben also genauso einen Freiheitsdrang wie der Mensch, toll!

Oder empfinden sie genau so eine Angst wie die Menschen? Sind sie auf der Flucht vor ihrem Tod?

Hoffentlich werden sie nicht am Ende wie der arme Bruno erschossen.

Aber selbst, wenn sie den Ausflug überleben, enden sie dann leider doch mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kochtöpfen der Menschen.

Denn viele Menschen essen nun einmal Tiere, leider.

Es ist ihnen vorher bestimmt und gehört zu ihrer Ernährung.

Wirklich? 

Ich esse keine Tiere und es geht mir gut. 

Aber was ist mit Pflanzen? 

Schreit ein Salatkopf, wenn ich ihn abschneide? 

Aber irgendwas muss der Mensch doch essen!

Ob das in ferner Zukunft auch anders sein wird? Ernähren wir uns ganz anders? Müssen wir dann überhaupt noch essen?

Wer weiß das schon.

Heute freu ich mich erst mal über diesen ganz besonderen Ochsenmut und hoffe, dass sie ihre Freiheit noch etwas genießen können. 

 

16.07.2008 um 08:20 Uhr

Wenn Erde und Grapefruit eins werden

Stimmung: gut , träumerisch

Da sitze ich nun an meinem Frühstückstisch und drehe behutsam, sanft drückend, eine Grapefruit in meinen Händen. Ich möchte ihren wunderbaren bittersüßen Saft anregen, sich zu sammeln, damit er dann schnell beim Ausdrücken in mein Glas fließen kann.
Wie ich so sitze und dies Frucht betrachte, merke ich, wie mir ihre Form, ihre Konsistenz und vor allem die Farben gut tun. Es ist kein grelles Gelb, nein eher ein dunkleres, welches meine Seele beruhigt. Da ich schön öfter den ganz besonderen Genuss von Grapefruitsaft erlebte, stellen sich nun meine Sinne darauf ein: Wasser sammelt sich in meinem Mund, ich freue mich auf das Getränk. Aber auch eine Art Wehmut erfasst mich:so sehr ich das Getränk auch mag, so sehr spüre ich auch jedes mal die Bitterkeit dieser Frucht. Aber es ist richtig so: diese gehört zur Grapefruit einfach dazu! Alles ist eine Einheit und muss so sein. Erst so wird das Erleben perfekt und weist mir den Charakter des Obstes.
Während ich so grübele, kneife ich meine Augen zusammen und auf einmal wandeln sich die Farben des runden Fruchtballs in meinen Händen. Ich sehe plötzlich blau, braun und weiß. Mir erscheinen Wasser, Kontinente und Wolkenmassen. Ja, ich sehe die Erde! Es ist das dasselbe Ergebnis:die Farben ergeben ein gutes Gefühl, Ich mag die Erde! Sie ist schön und sie gibt mir mit ihrer Existenz, meinem Saft, dem Blut, genauso viel Kraft, zu leben, wie der Saft der Grapefruit meinen Kreislauf anregt und mich für den Tag stärkt.
Aber so schön, wie die Erde mit all ihrem Leben und ihren nicht lebenden Gegenständen auch ist, und ich sie dafür sehr bewundere und bestaune, ergreift mich auch hier ein anderes Gefühl: Traurigkeit, Wehmut, ja Bitterkeit! Ja, auch auf unserer Erde ist eben nicht alles schön. Sie selbst kann mit ihrer Natur sehr grausam sein. Ihre Lebewesen agieren untereinander oft feindlich oder bösartig. Eine besondere Art ihrer Bewohner, die Menschen, handeln oft sehr eigennützig ohne über zukünftige Folgen nachzudenken und schaden zudem ihrer Mutter Erde sehr.
Aber alles das fließt jetzt in meinen Gedanken zusammen und ich sehe meine gute alte Welt als etwas sehr Schönes, wobei allerdings auch hierbei ein zarter bitterer Beigeschmack meine Sinne durchzieht.
Aber genau dieses Gefühl ruft mich nun in meinen realen Tag zurück.
Meine Grapefruit ist wieder sie selbst. Und doch haben Erde und Frucht mir soeben eins gezeigt:
Alles hat seinen Sinn. Alles gehört zusammen und muss als Einheit betrachtet werden.
Und mit diesen Überlegungen werde ich nun meinen bittersüßen Guten-Morgen-Saft genießen.

14.07.2008 um 10:22 Uhr

Meine Monitorfliege Frieda

Stimmung: gut

Oft, wenn rings um mich herum alles über mir zusammen zu brechen droht, das Schwarze auf mich zukommt, ich keinen Ausweg sehe oder ich echt fertig mit unserer realen Welt bin, spiele ich irgendein gedankenloses PC-Spiel, um mich ab zu lenken.
Gestern war so ein schlimmer Tag.
Aber dann bekam ich Besuch.
Den ganzen Tag über schaute sie mir zu. Ganz still und friedlich saß sie da. Sie bewegte sich kaum. Komisch, Andere von ihrer Art verscheuche ich sofort durch ein weit geöffnetes Fenster.
Sie saß einfach oben links in der Ecke meines Monitors, genau auf dem grünen „Eine Seite zurück-Pfeil" und schien mich zu beobachten: eine Fliege! Gebannt schaute ich sie an und konnte sie einfach nicht verscheuchen.
Ich nannte sie Frieda, meine Monitor-Fliege. Ja, sie war eine gewöhnliche Stubenfliege! Und sie saß bestimmt nur da, weil es auf meinem Bildschirm hell und warm war.
Aber sie hatte sich instinktiv dadurch einen „Platz an der Sonne" für ihr Leben gesichert.
Ihr Leben: sicher war sie eine Eintagsfliege. Für uns Menschen eine sehr kurze Zeit, aber für sie wohl ein langes Leben.
Sie saß noch da, als ich ins Bett bin und jetzt ist sie weg.
Vielleicht ist sie auch weg geflogen, oder eine Spinne kam, wer weiß das schon.
Jedenfalls war sie gestern bei mir, saß einfach da und schaute mir zu.
Ich spielte ein Spiel mit wunderschöner Landschaftsgrafik und so überlegte ich mir, ob Frieda diese PC-Welt,als ihre eigene erlebte. Sie war so klein und der Monitor so groß! Es war ihr Leben, in das sie wohl eintauchte. Und doch beobachtete sie nur.

Was wäre, wenn sie erkannt hätte, was ich da mache?

Gut, es war nur eine Fliege und Fliegen kennen sich bestimmt nicht mit Computern aus und sie können unserem menschlichen Intellekt bestimmt nicht folgen.
Aber vielleicht hat Frieda auch Vorstellungen von ihrem Fliegenleben gehabt und war mit dem, welches sie gewählt hatte, sehr zufrieden. Wenn sie eigentlich auch nur Anderen beim Leben zuschaute. Und diese Anderen waren wiederum auch nur Spielfiguren, denen ich zum Leben verhalf, indem ich aus meinem Leben flüchtete. Echt verrückt!

Sie flog nicht weg, blieb gebannt sitzen, als würde sie alles interessieren, als würde sie alles verstehen und als wäre sie sehr zufrieden.
Wer weiß schon, was eine Fliege denkt und ob sie überhaupt denkt, ja, ob sie Empfindungen oder Gefühle hat. Ob sie Schmerzen empfinden kann?
Ich danke Frieda jedenfalls, dass sie bei mir war und mir wieder einmal gezeigt hat, dass jedes Lebewesen seine Existenzberechtigung hat und wir jedes Wesen achten sollten.
Egal wo sie jetzt ist, ich wünsche ihr alles Gute.

13.07.2008 um 22:38 Uhr

Ich bin so müde...

Stimmung: erschöpft

Ich bin so müde, unendlich müde...erschöpft:

da sind mein Körper und meine Seele,

und mit ihnen sind gleichzeitig auch meine Gedanken erschöpft,

Ich muss auf hören, nach zudenken. Ich ändere die Welt nicht, ich ändere die Menschen nicht. Ich werde ihr Handeln nicht verstehen. Es ist zwecklos.

Mancher würde jetzt sagen:"Gott wird schon wissen, was er tut."

Mancher würde auch sagen:"Lege deine Sorgen in Gottes Hand."

Kann ich das?

Ich weiß es nicht. 

Ich jedenfalls muss meine Gedanken abschalten. Unbedingt! Ich muss funktionieren, um existieren zu können.

Die Welt ist, wie sie ist.

Die Menschen sind, wie sie sind.

Ich bin es leid, jeden Tag aufs Neue zu hoffen, dass etwas für die Menschen getan wird.

Jede Nachricht, jedes Wort unserer Bundeskanzlerin z.B. erlebe ich wie einen Schlag ins Gesicht der Menschlichkeit.

Es macht ihr anscheinend Spaß, die Würde des Menschen mit Füßen zu treten, zynische Halbwahrheiten zu verkünden,...ach, ich mag ihr nicht mehr zu hören...Da wird  mir schlecht. Schwindlig ist mir schon.

Eine Christin! Eine Christin?

Tja, lieber Gott, was sagst du zu dieser Frau? 

Ach was solls. Sie ist sicher auch nur eine von den wirklich Mächtigen vorgeschobene Marionette.

Vielleicht gibt es ja wirklich drei bis fünf Leute, die im Hintergrund die wahre Macht in den Händen halten und die gewählten Abgeordneten sind nur eine Farce, ein "Puppentheater" mit dem sie uns veralbern.

Vielleicht gibt es ja auch so eine Art geheime Weltregierung, die uns alle an der Nase herumführt und mit uns macht, was sie gern will.

Nein, nur Spaß, nur ein paar verwirrte Gedanken einer sehr müden Frau, die in letzter Zeit einiges erlebt hat, was sie nicht für möglich hielt, bzw. nur vom Hörensagen kannte. 

Irgendwann aber, hoffe ich, dass es doch einmal einen Abschnitt der menschlichen Existenz gibt, wo alle Menschen richtig leben dürfen.

Das wäre schön! 

Im Moment kann man nur in seinem kleinen Umfeld mit dafür sorgen, dass es seinen Kollegen und Bekannten sowie den Tieren und Pflanzen gut geht. Irgendwie kann man Manchen schon helfen und ihnen beistehen.

Und irgendwie kann man eben doch ein klitzekleines bisschen was für unsere gute alte Erde tun. 

Und irgendwie muss ich einen Schalter finden, der meine Grübeleien abschaltet, um mich selbst zu retten.

Ich bin so müde....erschöpft... kaputt.. 

Gute Nacht ihr Lieben,

schlaft schön und träumt gut,

eure Haibara 

PS: Eine ganz liebe Frau sagte mir neulich, dass ich die größte Pessimistin sei, die sie kenne.

      Schade...ich würde gern anders sein...aber wie? 

      Ja, es gibt auch so viel Schönes...manchmal kann ich es sehen...

      und manchmal kann ich auch ganz lustig, albern bis kindisch sein

      ...und verrückt bin ich eh ...okay...aus die Maus, für heute.   

12.07.2008 um 13:42 Uhr

Wo die Glühwürmchen wohnen

von: Haibara   Stichwörter: Wissenschaft, Projekt, Glühwürmchen

Stimmung: gut , träumerisch, nachdenklich

Die Wissenschaftler führen in meiner Gegend ein dreijähriges Projekt durch: Sie wollen herausfinden, wo in Sachsen die Glühwürmchen leben. Sie haben alle Menschen aufgerufen, mitzumachen und ihnen zu melden, wenn sie welche sehen. Man kann das übers Internet tun und man kann sogar den Standort, wo man das Glühwürmchen sah, eintragen lassen und sieht ihn dann.
Ich habe auch ein Glühwürmchen gesehen. Neulich nachts, spät. Es schwirrte um mich herum und ich hatte ein gutes, aber auch geheimnisvolles Gefühl.
Nun bin ich ja immer etwas traurig, wenn ich an Glühwürmchen denke, weil mir dann ein sehr trauriger Film einfällt. Aber trotzdem hat mir das kleine Ding gut gefallen.
Jetzt frage ich mich: soll ich das melden?
Müssen wir eigentlich wissen, wo die kleinen Wesen leben? Können wir nicht einfach ihre Existenz akzeptieren und gemeinsam mit ihnen leben? Und uns ganz einfach freuen, wenn uns eins dieser wunderbaren Geschöpfe begegnet?
Müssen wir alles erforschen, alles „entzaubern" und in unseren statistischen Alltag hineinpacken?Können wir gar nicht mehr staunen und uns verzaubern lassen?
Und wie oft hat die Wissenschaft ursprünglich nichts Böses wollend etwas begonnen, welches am Ende arg schlimme Folgen hatte!
Nein, ich werde mein Glühwürmchen nicht verraten.
Es darf einfach leben, wo es will.
So, wie sich das gehört!

12.07.2008 um 13:22 Uhr

Was ich dachte, als ich einen Bauarbeiter sah

Stimmung: gut , nachdenklich

Wenn ich so täglich an einer großen Baustelle vorbeigehe, sehe ich viele Arbeiter ihre wichtigen Tätigkeiten verrichten.
Erst diese Woche fiel mir ein Bauarbeiter auf, der schwer hantierte und ich fragte mich, was für ein „Wesen" er wohl ist: Was wird ihm durch den Kopf gehen. Muss er genau diese Arbeit verrichten, um seine Familie oder ich selbst zu ernähren. So, wie ich auch meine Arbeit ertragen muss? Oder ob ihm gerade diese Arbeit Spaß macht? Hat er vielleicht andere Träume und Wünsche für sein Leben? Würde er seinem Leben einen anderen Sinn geben, wenn er nicht gezwungen wäre, diese Arbeit zu verrichten, um essen und trinken zu können und nicht frieren zu müssen?
Bei diesen Gedanken fiel mir wieder der Sinn oder der Unsinn des menschlichen Lebens ein. So entstand am 10.07.08 mein Eintrag.
Was wäre aber, wenn wir die Welt anders eingerichtet hätten? Wenn alle Menschen Tätigkeiten verrichten könnten, die sie mögen, ohne Zwang und Angst, sondern weil sie etwas schaffen wollen, weil es ihnen gut tut, sie sich selbst weiter entwickeln und dadurch auch gute soziale Kontakte pflegen könnten? Wenn wir wirklich unseren freien Willen nutzen könnten, um das zu tun, was wir wollen?
Vielleicht hätten wir weniger Bauwerke oder andere Sachen geschaffen, weil dann ja dafür nicht soviel Geld hätte ausgegeben werden können, weil ja das Geld direkt den Menschen zum Leben gegeben worden wäre. Aber ich denke: Beides wäre besser geworden: die entstandenen Produkte und die Menschen.
Aber so?
Manchmal hab ich das Gefühl wir nähern uns wieder der Sklavenhaltergesellschaft an: alle machen was, in Angst, das bissel zu verlieren, um zu überleben und all die Quälerei für einen Hungerlohn:zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Ja, und sterben kann man auch nicht mehr, auch das ist viel zu teuer.
Als ich diesen Bauarbeiter sah, dachte ich auch daran, wie seine Vorfahren, die ägyptischen Sklaven für die Pyramiden schuften mussten. Haben wir uns wirklich sehr viel weiterentwickelt, im Umgang mit einander?
Am liebsten hätte ich den Herrn unterbrochen und ihn gefragt:"Macht dir diese Arbeit Spaß. Gehört sie zu dem Sinn deines Lebens oder ist es nur der alltägliche Überlebenskampf?"
Aber hätte ich das gewagt, wäre ich wohl bestenfalls verjagt worden bzw. hätte den armen Kerl wohl um seinen wohlverdienten Lohn gebracht, denn Zeit ist Geld und er wäre nicht pünktlich fertig geworden. Schließlich muss er in seiner Arbeitszeit arbeiten. Das kenne ich selbst. Arbeitsverträge sind Sklavenverträge. Und trotzdem ist jeder froh, der einen hat. Die anderen werden mit einem Almosen des Staates abgespeist und man raubt ihnen dazu noch das Wertgefühl eines Menschen. Zum Glück lässt man ihnen wenigstens noch das Wohngeld. Wenigstens ein paar Leute, die nicht frieren und sich Sorgen um ihre Unterkunft machen müssen. Als Geringverdiener muss man alles selbst bestreiten. Ich frage mich bloß, wie? Auch ein Dispokredit ist einmal erschöpft und zurück zahlen muss man ihn auch noch, zu horrenden Zinsen. Na, nicht heute dran denken.
Auch führt das hier zu weit.
Zurück zu dem Bauarbeiter und was mir noch einfiel: Wir Menschen wollen manches tun und tun es doch nicht. Wir gehen schwer aufeinander zu, jedenfalls ich. Wenn ich z.B. eine Gaststätte betrete, suche ich nicht nach einem freien Platz sondern gleich nach einem freien Tisch. Ich setze mich lieber ganz allein hin. Komisch. Warum mache ich das eigentlich? Geht es nur mir so?
Ja, und dieser Mann, der wie alle anderen Arbeiter des Landes schuften muss, um die Werte unseres Volkes zu schaffen, ist sicher ein Beispiel für viele, die ihre Arbeit tapfer durchführen, nur um zu überleben.
Die Minderzahl des Volkes wiederum darf das tun, was es gern möchte und braucht sich um seine Existenz keine Sorgen zu machen.
Der Mensch hat die Welt irgendwie total verkehrt eingerichtet.Schade. Aber ob wir das jemals wieder gerade biegen können? Wohl eher nicht. Manchmal denke ich auch, die Menschen wollen ja so leben,sonst hätten sie schon längst etwas geändert. Denn jeder ist sich selbst der Nächste. Der Mensch ist ein Egoist, leider.

 

10.07.2008 um 18:05 Uhr

Was mach ich hier? Was soll das nur?

von: Haibara   Stichwörter: Erkenntnis, Gedanken, Sinn, Leben, Zufall, Schöpfer, Gott

Stimmung: nachdenklich, etwas konfus,

Ich mache jetzt mal Pause, hole tief Luft und versuche all das zu verarbeiten, was sich in letzter Zeit so um mich herum abgespielt hat und was ich sah und erlebte und welche
Gedanken zu folgender Erkenntnis geführt haben:

Der Mensch als einzelnes Individuum sucht ganz bestimmt seinen ganz persönlichen Sinn im Leben. Dem Einen bedeuten materielle Werte alles. Der andere sieht die Familie, die Natur, seine Arbeit, sein Hobby usw. als Lebensziel an. Es gibt sicher unendliche weitere Möglichkeiten.
Aber ob die Existenz der Menschheit an sich einen Sinn hat, kann ich einfach nicht ergründen.
Sollten wir nur ein Naturereignis sein, wäre es für mich sehr nachvollziehbar, dass es für uns
als Lebensform keinen besonderen Sinn gibt. Wir sind eben einfach da. Wir sind aus Zufall entstanden, und werden auch so wieder vergehen.
Aber sollte uns jemand erschaffen haben, dann muss er sich etwas dabei gedacht haben.
Neulich fragte ich mich, was wäre, wenn wir nur die Zwischenstufe einer Lebensform sind. Wir haben Fehler, sind noch nicht ausgereift. Gibt es Gott, so denkt er in anderen Dimensionen als wir. Im unendlichen Raum-Zeitgefüge ist die Existenz der Menschheit nur ein kleines Fingerschnipsen von ihm. Was, wenn an uns noch gearbeitet wird? Heißt es nicht, nur die Besten kommen ins Paradies? Was immer die Besten sind,ob sie aus dieser Menschheit stammen werden?
Vielleicht gehen wir unter oder entwickeln uns weiter.
Das können wir selbst bestimmen, denn wir haben ja unseren freien Willen.
Aber dann: was wird aus uns? Etwas, was der Schöpfer eigentlich wollte?
Aber was kann das sein und wozu?

Das wir als Menschen uns selbst oft quälen und unsere Tage so beschwerlich machen, ist für uns zwar schlimm, aber bedeutungslos für einen Gott, der in anderen Dimensionen denkt.
Ich stelle mir das so vor, wie wenn ich vor einem Ameisenhaufen stehe. Da wuselt es vor mir herum. Sehe ich, was passiert, welches Tier leidet oder Schmerzen hat, wenn es in seinem Haufen lebt?
Eine Ameise ist so winzig. Mache ich einen Schritt, dann ist es für das Tier gleich eine ganze Epoche!

Gibt es nun einen Grund für unsere Existenz: ja oder nein?

Ich werde es wohl nie erfahren.

Muss ich es eigentlich erfahren?

Sollte ich nicht viel lieber nach dem Sinn meines eigenen kleinen bescheidenen Daseins suchen?

Aber das ist schwer.

Oft fragt man sich: warum mach ich das eigentlich alles mit?

Warum bin ich hier als Mensch, auf dieser Welt und in dieser Zeit?

07.07.2008 um 17:44 Uhr

Vom "Nein"-Sagen und eigenen Wünschen

von: Haibara   Stichwörter: Menschen, Allgemeinheit, Anpassung, Wünsche

Stimmung: froh,erleichtert

Ich neige ja dazu, mir das Leben selber zu erschweren.
Wo andere lachen, sehe ich Hürden.
Was Anderen leicht fällt, fällt mir schwer.
Meine Meinungen und Ansichten legen oft neben denen der Allgemeinheit.
Manchmal möchte ich mich verkriechen und nicht mehr unter die Menschheit gehen.
Aber ich lerne auch immer wieder Menschen in meinem echten Lebensumfeld kennen, die aufgeschlossen sind und sich um mich bemühen und mich in ihre Mitte nehmen wollen.
Ich bin ihnen dann sehr dankbar. Aber all zu schnell, zu viel Nähe, kann ich auch nicht gut ertragen. Und manchmal hab ich so ein Gefühl, doch den Abstand wahren zu müssen. Ich kann nichts dafür. Ich bin dann blockiert, habe aber auch immer Angst, meinem Gegenüber unrecht zu tun.
Aber leider hat mir mein Gefühl im Alltag dann doch oft recht gegeben.
Ich versuche aber trotzdem, auf die Menschen zu zugehen und so Einiges mitzumachen.
Mitunter entschließe ich mich deshalb, an etwas teilzunehmen, um den anderen eine Freude zu bereiten und nicht als Außenseiter dazustehen, so wie im Moment.
Ich hatte einer Veranstaltung zugesagt, die ich eher als Pflicht ansah und um mich auch bekannter zu machen. Aber ich hatte auch eine Einladung für dieselbe Zeit für etwas Anderes bekommen, was mir viel lieber wäre bzw. was mir wirklich gefallen würde.
Lange schleppte ich mich mit dem Gedanken herum, was tun. Obwohl ich schon zu Ersterem ja gesagt hatte, fasste ich mir doch noch ein Herz und offenbahrte mich einer Bekannten, die dann zu mir sagte, dass ich doch endlich mal das tun sollte, was mir Spaß macht und nicht, was andere wollen oder um der Pflicht zu genügen.
Klar tat es mir leid, eine verspätete Absage zu erteilen. Etwas schlechtes Gewissen war auch dabei.
Aber ich hatte mich am Ende durch gerungen und mich für die Veranstaltung entschieden, die ich „von Herzen" gern besuchen würde.
Jetzt fühle ich mich frei und erleichtert und kann mich auch auf den Samstag freuen.
Das „nein"- sagen, auf der anderen Seite, war schwierig, aber es ging.
Auch das kann man lernen.
Darf man denn überhaupt ab und zu auch etwas tun, was man wirklich selbst will?
Ich denke schon, denn es tut gut.
Aber für sich selbst zu reden oder seine Wünsche in den Vordergrund zustellen, ist schwer, sehr schwer.

05.07.2008 um 12:38 Uhr

Das Leben, ein Leben?

von: Haibara   Stichwörter: Leben, Last, Bürde

Stimmung: unruhig, bedrückt, unsicher, ängstlich

Ich hoffe so sehr, dass die nächsten Stunden normale Stunden sind:

Alles soll seinen gewohnten Gang gehen. 

Ich denke nur bis 20.00 Uhr.

Zum Glück bleibt die Zeit nicht stehen.

Und ruck zuck sitz ich wieder hier und habe bestimmt etwas Schönes zu lesen von euch oder euch mit zu teilen.

Wie weit muss ein Mensch sich verbiegen und "quälen" lassen, seine Seele peinigen, um zu überleben bzw. seine Existenz zu ermöglichen.

In unserem Land wird es von Tag zu Tag schlimmer.

Wo sind wir nur hingekommen!

Die Würde des Menschen ist unantastbar..., dass ich nicht lache!

Es ist wohl ein Märchen aus längst vegangenen Tagen,

oder eine Zukunftsvision

oder eine Veralberung der Volksmassen, weil niemals an so etwas gedacht war.

.... Ich gehe jetzt und stürze mich in den "Kampf" und werde versuchen, bei mir zu bleiben und richtig zu handeln. 

Ich wünsche euch Allen einen schönen Samstag. 

Mir ist schlecht. 

Ich muss weg...